Siedlung

Eine Siedlung, auch Ansiedlung, Ort oder Ortschaft, ist ein geographischer Ort, an dem sich Menschen niedergelassen haben und zum Zwecke des Wohnens und Arbeitens zusammen leben. Der Begriff Siedlung bezieht sich in der Regel auf sesshafte Lebensformen, d. h. auf dauerhaftes bzw. langfristiges Wohnen in Gebäuden. In diesem Fall spricht man auch davon, dass Menschen an einem Ort oder in einer Region siedeln oder sich dort ansiedeln (siehe auch Siedler). Die Menschen wohnen unter Umständen zunächst in Behelfsbauten oder temporären Bauten, bevor dauerhaft genutzte Gebäude errichtet werden. Bei behelfsmäßigen Unterkünften bzw. Schlafplätzen, die von vornherein nur für eine kurze Nutzung vorgesehen sind, spricht man eher davon, dass ein Lager aufgeschlagen oder aufgebaut wird (z. B. Zeltlager, Feldlager, Ferienlager, Basislager bei Expeditionen, Protest-Camp). Flüchtlingslager werden meist mit einem provisorischen Charakter errichtet, können sich jedoch zu einer dauerhaften Siedlungsform entwickeln.

Siedlungen können sehr unterschiedliche Ausmaße haben, vom Einsiedlerhof über Dörfer bis zum Ballungsraum mit mehreren Millionen Einwohnern. Ab einer bestimmten Größe gehören heute zu einer funktionsfähigen Siedlung in der Regel auch Baulichkeiten der Wirtschaft, der Kultur, des Sozial- und des Verkehrswesens. Siedlungen bzw. Orte haben meist einen eigenen Siedlungsnamen (Ortsname, Oikonym).

Abweichend davon werden auch Ortsteile oder Trabantenstädte bestehender Ortschaften als Siedlung bezeichnet, die als geplante Stadtteile angelegt wurden; häufig sind es Wohngebiete in offener Bauweise. Das betrifft insbesondere Großwohnsiedlungen, größere genossenschaftliche Wohnanlagen, Trabantenstädte, aber auch Siedlungen aus sogenannten Siedlungshäusern (Kleinsiedlungen). Bei letzteren wird der Begriff Siedlung teilweise einfach zum Namen des Ortsteils, insbesondere wenn der Kernort eher dörfliche Dimensionen hat (z. B. Trogen, Ortsteil Siedlung).

Informelle Siedlungen sind ohne Genehmigung und ohne Eigentum an Grund und Boden errichtet.

Singapore toa paoh houses
Traditionelle und moderne Siedlungsform in Singapur, Toa-Payoh-Distrikt in der Zentralregion

Archäologie

In der Archäologie dient der Begriff Siedlung als neutrale Bezeichnung für jeden Fundort mit Häusern, Hütten oder sonstigen Strukturen, die zu Wohnzwecken dienten. Die Aufenthaltsdauer kann dabei zwischen einigen Tagen und mehreren Jahrhunderten, wenn nicht Jahrtausenden liegen (Tell). Auch Einzelhäuser werden als Siedlung bezeichnet.[1] Der Begriff Dorf setzt die Existenz gemeinsam genutzter Strukturen oder Einrichtungen voraus.[2]

Siedlungsformen

Siedlungen werden in verschiedene Siedlungsformen (bzw. synonym Siedlungstypen) eingeteilt. Diese können in reiner Form auftreten, meistens jedoch vermischen sich mehrere Siedlungsformen, vor allem wenn Siedlungen wachsen.

Häufig bestehen in größeren Kommunen verschiedene Siedlungsform nebeneinander. Als in der unmittelbaren Nachkriegszeit in Deutschland 11 Millionen Heimatvertriebene aufgenommen werden mussten, entstanden Neubaugebiete mit gleichförmigen Haustypen („Siedlungshaus“), häufig entlang einer Straße in der Peripherie der Ortschaften. Die Einwohnerzahl vieler Ortschaften in ländlichen Gebieten verdoppelte sich im Verlauf des Siedlungsbaus der 1950er Jahre.

Auch für die in den 1990er und 2000er Jahren ankommenden Aussiedler und Spätaussiedler musste neuer Wohnraum geschaffen werden. Zudem gab es in den neuen Bundesländern vergleichsweise wenige Einfamilienhäuser. So entstanden nach der Wende wieder neue "Siedlungsgebiete", die jedoch individueller und großzügiger angelegt wurden, als nach dem Krieg.

Unterscheidung nach der Größe der Siedlung

Bereits ein Grundstück mit einem einzelnen bewohnten Gebäude kann eine Siedlung sein. Eine Einzelsiedlung umfasst ein einzelnes Gebäude oder zwei benachbarte Gebäude, ein Weiler besteht aus wenigen Gebäuden. Für sehr kleine Siedlungen mit nur einem oder wenigen Gebäuden gibt es verschiedene, teils nur regional übliche Bezeichnungen, etwa Gehöft oder Einöde.

Um eine internationale amtlich-statistische Vergleichbarkeit zu erzielen, hat die Statistical Commission der Vereinten Nationen eine kleinste siedlungsgeographische Einheit definiert, die Siedlungseinheit (SE, englisch locality). Die Untergrenze passt sich der Siedlungsstruktur des Staates an.

In der topographischen Siedlungskennzeichnung der Statistik Austria unterscheidet man:

Vor allem in Norddeutschland ist Flecken eine Bezeichnung für eine kleinere, aber lokal bedeutende Siedlung. Es kann sich um ein Dorf oder eine Stadt oder auch um einen Ortsteil handeln.

Kleine Siedlungen werden ab einer gewissen Größe „Dorf“ genannt, mittlere und große Siedlungen „Stadt“. Diese grobe Unterscheidung stimmt jedoch in der Praxis nicht immer mit den Gegebenheiten überein. Dorf ist ein Begriff der ländlichen Siedlungsstruktur, und das Recht, die Bezeichnung Stadt zu führen, ist in Europa nicht unmittelbar von der Einwohnerzahl abhängig, sondern vom Stadtrecht (die kroatische Stadt Hum hat etwa 17 Einwohner).

In Deutschland unterscheidet man – sofern die Siedlung den Titel „Stadt“ trägt – nach Einwohnerzahl:

Städte mit mehr als 1 Million Einwohner werden als Millionenstadt bezeichnet, darüber hinausgehende Agglomerationen als Megacity. Die Bezeichnung Metropole bezieht sich nicht allein auf die Größe einer Stadt. Eine Metropole ist eine Großstadt, die ein politisches, soziales, kulturelles und wirtschaftliches Zentrum einer Region oder eines Landes bildet.

Unterscheidung nach Anordnung der Gebäude

Neu erstellte Siedlungen haben oft ganz spezielle Formen. Mit der Zeit verschwindet die charakteristische Form jedoch oft. Aber vor allem in dörflichen Siedlungsformen bleibt die Form oft lange Zeit erhalten.

Folgende Formen werden unterschieden:

  • Arkologie: Eine nach ökologischen Gesichtspunkten erstellte Siedlungsform, welche aus einem einzigen riesigen Gebäudekomplex besteht.
  • Deichreihensiedlung: eine beim hochmittelalterlichen Landesausbau hinter den Deich verlegte Häuserreihe.
  • Festungsstadt: Eine Siedlung, die vor allem aus dem Gesichtspunkt der Verteidigung erstellt wurde. Festungsstädte fallen vor allem durch riesige Wehranlagen auf, denen sich die gesamte weitere Planung zu unterwerfen hat.
  • Gartenstadt: Eine sehr weitläufige Siedlungsform, in der Stadt und ländliches Wohnen vereint werden sollen.
  • Gegliederte Stadt: In dieser Siedlungsform sind die Bereiche Wohnen, Arbeiten und Erholung strikt voneinander getrennt.
  • Geometrische Stadt: Eine nach geometrischen Gesichtspunkten gebaute Stadt. Die Straßen können z. B. rechtwinklig angeordnet sein, oder kreis- und strahlenförmig um einen Mittelpunkt.
  • Haufendorf: In dieser Siedlungsform sind die Gebäude alle eng zusammen gebaut, ohne einer geometrischen Ordnung zu folgen.
  • Reihendorf: Eine sehr schmale und langgestreckte Siedlungsform. Oft mit Feldern direkt hinter den Häusern.
    • Marschhufendorf: Ein Reihendorf, das einem Entwässerungsgraben im Marschland folgt.
    • Straßendorf: Eine Siedlung, in der sich alle Gebäude an eine einzige Straße reihen.
    • Waldhufendorf: Ein Reihendorf auf einer Rodung.
    • Hagenhufendorf: Ein Reihen-Hufendorf an einem Wasserlauf mit Hecken zwischen den Grundstücken.
  • Platzdorf
    • Rundling: Kleinere Siedlungen, in denen alle Gebäude um einen zentralen Platz oder ein zentrales Gebäude angeordnet sind.
      • Wurtendorf: Ein Rundling, der auf einem künstlichen Hügel erstellt wurde.
      • Kraal: afrikanische Siedlungsform
    • Angerdorf: Im Zentrum des Dorfes befindet sich ein Gemeindeplatz.
  • Streusiedlung: Die Gebäude verteilen sich ungeordnet auf eine große Fläche

Unterscheidung nach der Art der Bebauung

Beispiele für die Benennung nach der Bauart der Wohnungen oder Häuser:

  • Höhlensiedlung: Die Häuser wurden in massiven Fels gehauen.
  • Hochhaussiedlung: Die Siedlung besteht vor allem aus Hochhäusern.
  • Großwohnsiedlung
  • Industriesiedlung: In Industriesiedlungen sind vor allem Fabrikanlagen und Mietsblöcke zu finden.
  • Mischgebiet: Gebiet mit Wohnungen und Gewerbebetrieben (Mischung aus Wohngebiet und Gewerbegebiet)
  • Reihenhaus­siedlung: Eine Siedlung aus Reihenhäusern.
  • Ökosiedlung: Siedlung, die nach ökologischen Kriterien erbaut wurde.
  • Villenvorort

Unterscheidung nach gesellschaftlichen Gesichtspunkten

Beispiele für Siedlungen, in denen nur Menschen leben, auf die bestimmte Kriterien zutreffen, oder in denen besondere Regeln gelten:

Siedlungsformen in einzelnen Ländern und Regionen

Österreich

Orte in Österreich
Land Orte SE
Burgenland 850 130
Kärnten 7.500 154
Niederösterreich 11.150 458
Oberösterreich 13.150 312
Salzburg 6.300 114
Steiermark 14.700 222
Tirol 7.150 190
Vorarlberg 2.050 45
Wien 150 4
Österreich 54.700 1.629
Orte: Werte stark gerundet, Stand 2001;[3] SE: Siedlungseinheiten >500 nach Schwerpunkt, exakt, Stand 2010[4]

In Österreich gibt es insgesamt etwa 55.000 – in der Österreichischen Karte (ÖK)/Geonam geführte – Orte (Siedlungsnamen), von Städten bis hin zu Einzellagen.[3] Dazu kommen noch zahlreiche Gehöfte mit Vulgonamen, die in diesem Kartenwerk nicht verzeichnet sind. Diese Orte sind zu insgesamt 17.368 Ortschaften (Postleitzahlgebieten) und 2.357 Gemeinden (politischen Einheiten) zusammengefasst.

Die Untergrenze der UNO-Siedlungeinheit (SE)[4] wurde in Österreich bei 501 Einwohnern gewählt. Nach dieser internationalen Definition gibt es 1.629 Siedlungeinheiten. Sie umfassen gesamt 1.653.456 Gebäude (71,1 % aller Gebäude in Österreich), ihre Gesamteinwohnerzahl beträgt 6.682.076 (79,8 % der Gesamtbevölkerung), das heißt, ein Fünftel aller Österreicher lebt in Orten unter 500 Einwohnern. Die durchschnittliche Größe einer Siedlungseinheit beträgt 1.015 Gebäude mit 4.102 Einwohnern, liegt also im Bereich einer kleinen Kleinstadt. Andererseits sind ein signifikanter Teil der etwa 2.300 Gemeinde- und ein Gutteil der weiteren 15.000 Ortschaftshauptorte kleiner als 500 Einwohner.

Das Verhältnis der Siedlungsnamen, Ortschaften und Siedlungseinheiten gibt Aufschluss über die lokale Siedlungsstruktur: So hat das Land Salzburg zwar 6.300 Orte, aber nur 114 Siedlungseinheiten, was für viele kleine Ansiedlungen spricht, Burgenland aber 850 Orte bei 129 Einheiten, also primär größere Orte. Die Steiermark hat die meisten Orte Österreichs, aber nur halb so viele Siedlungseinheiten wie Niederösterreich, ist also kleinörtlicher strukturiert. Niederösterreich hat dreimal so viele Einwohner wie Salzburg, aber nur doppelt so viele Ortsnamen, was an der in der ÖK unbenannten Streubesiedlung liegt, während Salzburg mehr geschlossene Orte aufweist. Die 150 Ortsnamen Wiens sind die eingewachsenen Vor- und Umlandorte, die heute die Bezirke, Bezirksteile und Grätzl bilden, trotzdem hat das Stadtgebiet so viel ländlichen Raum, dass sich im Osten Wiens drei weitere, heute noch unabhängige Siedlungseinheiten ergeben (Aspern, Neuessling, Süßenbrunn).

Russland, Ukraine und Weißrussland

Die Bezeichnungen für Arten von Siedlungen in Russland, der Ukraine und Weißrussland hat einige bedeutende Unterschiede zu Klassifikationssystemen in anderen Staaten. Diese Länder haben grundlegend übereinstimmende Bezeichnungen für die verschiedenen Siedlungstypen.

Urbane Siedlungstypen

Urbane Siedlungstypen sind laut einem Beschluss des Allrussischen Zentralem Exekutivkomitees und des Rates der Volkskommissare vom 15. September 1924 alle Siedlungen mit mindestens 1.000 Einwohnern unter der Bedingung, dass nur 25 % der Bevölkerung von der Landwirtschaft leben.[5]

Rurale Siedlungstypen

Zu den ruralen Siedlungstypen zählen:

  • Derewnja (russisch деревня/derewnja, pl. деревни/derewni) sind historisch Dörfer mit 10 bis 30 Häusern oder Höfen ohne Kirche im Unterschied zum Selo, dass eine Kirche hat. Diese Definition ist inzwischen jedoch nicht mehr aktuell und viele Derewni können problemlos als Selo bezeichnet werden.
  • Selo (russisch und ukrainisch село/selo, pl. сёла/sjola; weißrussisch сяло/sjalo) sind Dörfer, jedoch historisch im Gegensatz zur Derewnja mit einer eigenen (Dorf-)Kirche.
  • Siedlung (russisch посёлок/possjolok, pl. посёлки/possjolki; ukrainisch селище/selyschtsche, pl. селища/selyschtscha; weißrussisch пасёлак/passjolak, pl. пасёлкі/passjolki)
    • Eine Siedlung kann noch um den Zusatz „(Siedlung) ländlichen (bzw. dörflichen) Typs“ (russisch (посёлок) сельского типа/possjolok selskowo tipa, pl. посёлки сельского типа/possjolki selskowo tipa) ergänzt werden, um darzustellen, dass der Großteil der Einwohner vom landwirtschaftlichen Erwerb lebt.
  • Chutor (russisch хутор/chutor; pl. хутора/chutora; ukrainisch хутір/chutir, pl. хутори/chutori; weißrussisch хутар/chutar) entsprechen der Einzelsiedlung, können aber auch zu einem Weiler heranwachsen.
  • Potschinok (russisch починок, pl. починки/potschinki) gibt es nur in Russland als Auswanderersiedlung, meist in Form einer Einzelsiedlung in einem unbesiedelten Gebiet. Potschinki gelten als Ausgangsform eines Dorfes.

Andere Siedlungstypen

Alle Siedlungen, die vor dem 15. September 1924 als Datschensiedlung (russisch дачный посёлок, datschni posjolok), Arbeitersiedlung (russisch рабочий посёлок, rabotschi posjolok) oder Kursiedlung (russisch курортный посёлок, kurortni posjolok) galten mussten zu einem der urbanen oder ruralen Typen eingeordnet werden. Sie können jedoch auch als Unterpunkte der Siedlung städtischen Typs gelten.

In manchen von Turkvölkern besiedelten Teilen Russlands und islamisch geprägten Nachfolgestaaten der Sowjetunion werden Dörfer als Aul (russisch Аул) bezeichnet.

In verschiedenen Epochen der Russischen Geschichte gehörten Teile Polens zu Russland. Aus dieser Zeit stammt im Russischen der Begriff Местечко vom polnischen Miasteczko für Siedlungen städtischen Typs und entsprechen damit ebenfalls einer Minderstadt. In seltenen Fällen werden mit diesem Begriff auch Siedlungen mit einer signifikanten jüdischen Bevölkerung bezeichnet.

Historische Siedlungstypen

  • Staniza (russisch станица/stanitsa; pl. станицы/stanitsi; ukrainisch ukrainisch станиця/stanyzja) ist die historische Bezeichnung für Kosakensiedlungen. Die meisten Stanitsi sind heute Dörfer.
  • Sloboda (russisch Слобода́/Sloboda; ukrainisch Слобода́/Sloboda; weißrussisch Слабада́/Slabada, во́ля oder ву́лька) bezeichnet mittelalterliche bäuerliche Siedlung die sich räumlich im Umkreis einer Stadt bildeten und in denen die Einwohner von Frondienst befreit waren, beziehungsweise sich nur Freibauern ansiedeln durften. Die Slobodas entstanden seit dem 13. Jahrhundert als ausgegliederter Bezirk im Sinne einer Freisiedlung.
  • Kolchos waren in der Sowjetzeit gemeinschaftlich organisierte landwirtschaftliche Kollektive, in der DDR sprach man von Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften und in Israel nennt man sie Kibbuz.
  • Kreml waren im spätmittelalterlichen und frühneuzeitlichen russischen Fürstentümern und Republiken und später im Zarentum Russland eine Art Zitadelle, die das Zentrum alter Städte bildet. Zusammen mit dem Kreml bildet der Possad die Gesamtstadt.
  • Possad (russisch Посад/Posad) bildete die einem Kreml vorgelagerte gewerbliche Vorstadt im mittelalterlichen Russland. Er befindet sich außerhalb der schützenden Kremlmauern. Der Possad unterstand einem zaristischen Statthalter und besaß eine Selbstverwaltung, welche mit der Dorfgemeinde, der Obschtschina, vergleichbar, jedoch nicht ganz so stark ausgeprägt war. Sie ähnelt den Lischke des Deutschen Ordens jedoch sind die Possads nicht unbedingt regellos.
  • Ostrog bezeichnet befestigte, von vier bis sechs Meter hohen Palisadenwänden umgebene Siedlungspunkte, die in Russland bis zum 17. Jahrhundert errichtet wurden.

Afrika

Amerika

Siehe auch

Literatur

  • Wilma Ruth Albrecht, Stadt oder Siedlung ? Zum Raumbegriff sozialwissenschaftlicher Studien über städtische Siedlungseinheiten und zu seiner Planungsrelevanz. In: Österreichische Zeitschrift für Soziologie. (ÖZS), 8 (1983) 3, S. 57–78 [grundlegend- konzeptioneller Beitrag zur Soziologie von Raum, Siedlung und Stadt]
  • R. E. Blanton: Houses and Households. A Comparative Study. New York 1994.
  • Ursula Flecken: Zur Genese der Nachmoderne im Städtebau. Entwürfe 1960–1975 in Westdeutschland. Berlin 1999.
  • Johannes Göderitz, Roland Rainer, Hubert Hoffmann: Die gegliederte und aufgelockerte Stadt. Tübingen 1957.
  • Robert Hoffmann: „Nimm Hack' und Spaten…“ Siedlung und Siedlerbewegung in Österreich 1918–1938. (= Österreichische Texte zur Gesellschaftskritik. Band 33). Wien 1987.
  • Benedikt Huber, Ken Komai, Helmut Winter: Gestaltungskriterien im modernen Städtebau. Zürich 1988.
  • Jane Jacobs: The Death and Life of Great American Cities. New York 1961.
    • deutsche Übersetzung: Tod und Leben großer amerikanischer Städte. Berlin/ Frankfurt/ Wien 1963.
  • Volker Kleinekort, Astrid Schneing: Die Siedlung in der Stadt. Jovis, Berlin 2016, ISBN 978-3-86859-395-2
  • Leo Krause: Münchner Geschosssiedlungen der 50er Jahre. Ein Forschungsbeitrag zum Siedlungsbau in der Bundesrepublik Deutschland. ISBN 3-87821-276-3.
  • Sven Ostritz: Untersuchungen zur Siedlungsplatzwahl im mitteldeutschen Neolithikum. In: Beiträge zur Ur- und Frühgeschichte Mitteleuropas. Band 25, Beier & Beran, Weißbach 2000.
  • Hans-Bernhard Reichow: Die autogerechte Stadt. Ravensburg 1959.
  • Eda Schaur: Ungeplante Siedlungen. Non-Planned Settlements. Stuttgart 1991.
  • Dieter Selk, Dietmar Walberg, Astrid Holz: Siedlungen der 50er Jahre – Modernisierung oder Abriss? Methodik zur Entscheidungsfindung über Abriss, Modernisierung oder Neubau in Siedlungen der 50er Jahre. Endbericht. Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung -BBR-, Bonn (Förderer); Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen e. V., Kiel (Ausführende Stelle) ISBN 978-3-8167-7481-5.
  • Klaus Selle, Sibille Hüchtker, Brigitte Scholz, Heidi Sutter-Schurr: Arbeits- und Organisationsformen für eine nachhaltige Entwicklung. Band 2: Siedlungen bauen, Quartiere entwickeln. Beispiele aus der Praxis. Dortmunder Vertrieb für Bau- und Planungsliteratur, 2000.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. John Chapman, Meet the ancestors: settlement histories in the Neolithic. In: Douglass W. Bailey, Alasdair Whittle, Daniela Hofmann (Hrsg.), Living well together? Settlement and materiality in the Neolithic of South-East and Central Europe. Oxford, Oxbow Books 2008, S. 68–80.
  2. Herbert Jankuhn, Einführung in die Siedlungsarchäologie. Berlin, de Gruyter 1997, S. 114.
  3. a b Statistik Austria: Ortsverzeichnis 2001. 9 Landesbände, jeweils Alphabetisches Verzeichnis: Siedlungsnamen. S. 5 117–123, 231–277, 411–469, 417–485, 142–181, 341–417, 197–241, 89–102, 113–114
  4. a b Siedlungseinheiten. In: Statistik Austria. Abgerufen am 20. Juli 2016.
  5. Allrussisches Zentrales Exekutivkomitee und der Rat der Volkskommissare: Общее положение о городских и сельских поселениях и поселках. In: consultant.ru. 15. September 1924, abgerufen am 19. Oktober 2014 (russisch).
City (Vereinigte Staaten)

City ist in den Vereinigten Staaten eine Bezeichnung für eine bewohnte Siedlung, die – abhängig von den Gesetzen der einzelnen Bundesstaaten – die Verwaltungsform einer eingetragenen Kommune hat. Dabei ist die Einwohnerzahl eines Ortes oftmals zur Unterscheidung einer City von anderen Gemeindeformen wie Village oder Town irrelevant; die kleinste City in den Vereinigten Staaten, Maza in North Dakota, hatte nur fünf Einwohner. In den meisten Bundesstaaten werden Citys durch einen gewählten Bürgermeister mit Stadtrat geführt, im Gegensatz zur Verwaltung einer Town, die von den Bürgern durch Bürgerversammlungen, einen select board oder einen board of trustees verwaltet werden. In einer Reihe von Bundesstaaten – etwa in Arizona – sind city und town austauschbare Begriffe. Die größten Citys in den Vereinigten Staaten sind New York City, Los Angeles und Chicago.

KOATUU

KOATUU (КОАТУУ, Класифікатор об’єктів адміністративно-територіального устрою України/Klassyfikator objektiw administratywno-terytorialnoho ustroju Ukrajiny – „Schlüssel für verwaltungstechnisch-territoriale Objekte der Ukraine“) ist ein Schlüssel zur Klassifizierung administrativer Objekte der Ukraine, ähnlich dem Gemeindeschlüssel im deutschsprachigen Raum oder dem russischen OKATO-System.

Köy

Köy (dt. etwa Ortschaft) ist die amtliche Bezeichnung für eine ländliche Siedlung in der Türkei.

Rotte (Siedlung)

Als Rotte bezeichnet man in Österreich eine Wohnsiedlung, die aus wenigen Gebäuden in lockerer Anordnung besteht, größer als eine Einöde, weniger strukturiert als ein Weiler, aber kompakter als Streulagen.

Der Begriff Rotte war in der frühen Neuzeit bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts ebenfalls in Teilen des Rheinlands geläufig, insbesondere im Bergischen Land, und bezeichnete zusammenfassend mehrere verstreut liegende Ortschaften, Höfe und Wohnplätze. Die meist im 17. Jahrhundert entstandenen Rotten waren im 19. Jahrhundert Gemeinden, deren Verwaltung ein Rottmeister vorstand. Rotten im Rheinland sind in den Städten und Kirchspielen Elberfeld, Barmen, Ronsdorf, Werden bei Essen, Remscheid, Kronenberg und Kapellen bei Geldern belegt.

Route der Industriekultur – Arbeitersiedlungen

Arbeitersiedlungen aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert gehören heute zu den meist geschützten Denkmälern des Ruhrgebiets, die an die Zeit der Industrialisierung erinnern. Arbeitersiedlungen ist daher auch die Bezeichnung der 19. Route des Projekts Route der Industriekultur.

Route der Industriekultur – Bochum – Industriekultur im Herzen des Reviers

Bochum – Industriekultur im Herzen des Reviers ist die 29. Themenroute der Route der Industriekultur.

Diese Themenroute wurde Ende März 2014 erstmals vom Regionalverband Ruhr (RVR) veröffentlicht, zusammen mit den in Vorbereitung befindlichen Routen 27 (Eisen & Stahl), 28 (Wasser) und 30 (Gelsenkirchen).

Unter den 77 Stationen befinden sich Zechen, Hütten- und Stahlwerke, Infrastrukturen der Eisenbahn und Schifffahrt, Siedlungen und bergbaunahe Einrichtungen, Kirchen und Friedhöfe, Siedlungen mit ihren sozialen Einrichtungen, Kulturstätten und Firmen, Halden, Wander- und Lehrpfade, Symbole wie die Glocke des Bochumer Vereins und Landschaftsbauwerke wie der Kemnadersee.

Jahrhunderthalle Bochum

Westpark

Colosseum

Mechanische Werkstätten des Bochumer Vereins

Bochumer Verein Verkehrstechnik

Siedlung Stahlhausen

Bochumer Verein, Werk Stahlindustrie

Fa. Heintzmann

Rombacher Hütte

Bochumer Verein, Werk Höntrop

Werksbahn Bochumer Verein und Erzbahn

Glückauf-Siedlung

Zeche Vereinigte Carolinenglück 2/3

Epiphanias-Kirche – Autobahnkirche RUHR

Siedlung Dahlhauser Heide

Zeche Hannover I/II/V

Arbeiterhäuser Am Rübenkamp

Kolonie Hannover

Zeche Holland 3/4/6

Bergbauwanderweg Wattenscheid

Villa Baare

Eisenbahnmuseum Bochum

Fa. Dr. C. Otto

Bahnhof Dahlhausen

Bergbauwanderweg Dahlhausen

Schwimmbrücke Dahlhausen

Grab Heinrich Kämpchen

Zeche Friedlicher Nachbar

Kolonie Friedlicher Nachbar

Wasserturm Bochum-Weitmar

Heimkehrer-Dankeskirche

Bergbauwanderweg Bochum-Süd

Gahlenscher Kohlenweg

Zeche Brockhauser Tiefbau

Schleuse Blankenstein und Wasserwerk Stiepel

Zeche Klosterbusch und Bergbauwanderweg Ruhr-Universität

Zeche Vereinigte Gibraltar Erbstollen

Kemnader See

Malakowturm Julius Phillip

Konsumverein Wohlfahrt

Fa. Eickhoff

Melanchthonkirche

Bundesknappschaft

Bergmannsheil

Haus der Geschichte des Ruhrgebiets

Schauspielhaus

Tippelsberg

Stahlwerke Bochum

Industrielehrpfad Gerthe/Grumme/Hiltrop

Christuskirche Gerthe

Zeche Lothringen

Halde Lothringen

Vinzentiuskirche

Ev. Kirche Werne

Zeche Robert Müser

Kokerei Neu-Iserlohn

Bahnhof Langendreer

Brennerei Eickelberg

Müser-Brauerei

Opel (mit den Werken Bochum I und Bochum II/III)

Hauptfriedhof Bochum

Scharoun-Kirche

BP Aral Hauptverwaltung

Stadtarchiv Bochum

Kortum-Park

Bogestra-Hauptverwaltung

Hauptbahnhof Bochum

Bahnhof Bochum Nord und Bochumer Stahlbrücken

Brauerei Fiege

Glocke Bochumer Verein (Rathaus)

Schlegel-Brauerei

Christuskirche Bochum-Zentrum

Sparkasse Bochum

Villa Nora und die Villa Rosenstein-Markhoff

Stadtpark Bochum

Bergschule TFH Georg Agricola

Deutsches Bergbau-Museum

Route der Industriekultur – Erzbahn-Emscherbruch

Erzbahn Emscherbruch ist der Name der Themenroute 8 der Route der Industriekultur.

Die Route besteht aus zwei Teilen, die seit 2009 mit der Grimberger Sichel, einer gebogenen Brücke über den Rhein-Herne-Kanal (RHK) miteinander verbunden sind:

die ehemaligen Werks- und Zechenbahn Erzbahn zwischen dem Bochumer Verein (heute Westpark und Jahrhunderthalle) und dem Hafen Grimberg am RHK in Gelsenkirchen-Bismarck an der Grenze zu Herne-Wanne. Die Original-Erzbahntrasse ist ca. 9 km lang.

der Emscherbruch nördlich des RHKs mit Stationen am Kanal und an den Halden Hoheward und Hoppenbruch.2011 veränderte der Regionalverband Ruhr seine Route, die Änderungen sind in kursiv dargestellt.

Die Sehenswürdigkeiten der Route sind:

Jahrhunderthalle (Bochum)

Westpark

Colosseum

Mechanische Werkstätten des Bochumer Vereins (neu ab Anfang 2013)

Siedlung Stahlhausen

Bochumer Verein

Erzbahnschwinge

Glückauf-Siedlung

Zeche Vereinigte Carolinenglück 2/3

Autobahnkirche RUHR (neu ab Ende 2011)

Siedlung Dahlhauser Heide

Erzbahnbrücke 4

Zeche Hannover I/II/V

Arbeiterhäuser Am Rübenkamp (neu ab Anfang 2013)

Siedlung Königsgrube

Erzbahnbrücke 6

Erzbahnbrücke 9 – Pfeilerbrücke

Kray-Wanner-Bahn

Kokerei Alma

Köln-Mindener Eisenbahnbrücke

ehemaliger Schalker Verein

Siedlung Chatten-/Preußenstraße

Erzbahnbrücke 10

Erzbahnbrücke 11

Erzbahnbrücke 13

Erzbahnbrücke 14

Zeche Pluto-Wilhelm

Zeche Consolidation 3/4/9

Zeche Graf Bismarck 1/4

Bahnbetriebswerk Gelsenkirchen-Bismarck

Hafen Grimberg

Grimberger Sichel (seit Mitte 2010 unter diesem Namen in der Themenroute)

Zeche Unser Fritz 1/4

Heimat- und Naturkunde-Museum Wanne-Eickel

Künstlerzeche Unser Fritz 2/3

Rhein-Herne-Kanal

Fleuthe-Brücke

Hafen Wanne-West

Schleuse Wanne-Eickel

Trainingsbergwerk Recklinghausen

Zeche Recklinghausen I

Zeche Recklinghausen II

Dreieck-Siedlung Hochlarmark

Landschaftspark Hoheward mit den Halden Hoheward/Hoppenbruch (umbenannt)

Emscherbruch

Zeche Ewald 1/2/7

Route der Industriekultur – Industriekultur an der Lippe

Industriekultur an der Lippe ist der Name der siebten Themenstrecke der Route der Industriekultur. Der Bergbau kam erst im 20. Jahrhundert in die ländlich geprägte Region rund um die Lippe. Auch Binnen-Schifffahrt und Chemieindustrie prägen hier die Industrielandschaft bis heute. Museen thematisieren die technischen, politischen und sozialen Zusammenhänge.

Route der Industriekultur – Krupp und die Stadt Essen

Krupp und die Stadt Essen ist die fünfte Themenroute der Route der Industriekultur. Die Familie Krupp hat nicht nur Essen und das Ruhrgebiet geprägt, sondern ist auch zum Synonym für die deutsche Rüstungsindustrie geworden.

Mitte 2012 und Anfang 2013 veränderte der RVR die Anzahl und Reihenfolge der Stationen, die Positionen sind kursiv gekennzeichnet.

Villa Hügel

Hügelpark

Siedlung Brandenbusch (Reihenfolge geändert)

Bahnhof Hügel

Parkhaus Hügel

Wasserwerk Wolfsbachtal

Evangelische Kirche Werden (neu ab Mitte 2012)

ETuF Essen (neu ab Anfang 2013)

Familienfriedhof Krupp (Reihenfolge geändert)

Siedlung Altenhof I

Alfried Krupp Krankenhaus

Altenhof Kapelle

Pfründnerhäuser

Altenhof II

Kruppsche Beamtenhäuser

Erlöserkirche (neu ab Mitte 2012)

Siedlung Friedrichshof

Margarethenhöhe

Halbachhammer

Gedenktafel Humboldtstraße

Siedlung Heimaterde

Siedlung Alfredshof

Siedlung Luisenhof

Siedlung Pottgießerhof

Tunnel Grunertstraße

Bürohaus West (Reihenfolge geändert)

Friedrichsbad (neu ab Mitte 2012)

Ehemalige Bierhalle Siedlung Kronenberg (neu ab Anfang 2013)

Zeche Vereinigte Helene-Amalie (Reihenfolge geändert)

Lokomotivfabrik und Werksbahn Krupp (neu ab Mitte 2012)

Gedenkstein Walkmühle (neu ab Anfang 2013)

Achte Mechanische Werkstatt, heute Colosseum Theater (Reihenfolge geändert)

Press- und Hammerwerk Ost (Reihenfolge geändert)

Alfred-Krupp-Denkmal an der Marktkirche (neu ab Anfang 2013)

WIDIA-Fabrik (neu ab Anfang 2013)

ehemalige Krupp-Hauptverwaltung

Tiegelgussdenkmal

Stammhaus Krupp

Thyssenkrupp-Quartier (neu ab Mitte 2012)

Route der Industriekultur – Mythos Ruhrgebiet

Mythos Ruhrgebiet ist der Name der Themenroute 22 der Route der Industriekultur, Betreiber ist der Regionalverband Ruhr (RVR).

Das Ruhrgebiet wird oft in Klischees beschrieben - Kohleförderung, Stahlproduktion, Schrebergärten, rauchende Schlote, Taubenzüchter- und Fußballvereine, Berg- und Hüttenwerke, abrissbedrohte Zechensiedlungen und steinreiche Industriebarone. Der Mythos sammelt sich unter Bezeichnungen wie Schwarzes Gold, Ruhrpott, Montan-Revier, Land der Tausend Feuer, Schmelztiegel Kohlenpott. Viele davon haben ihre Wurzeln in der Industriegeschichte der Region, zu deren Spuren diese Themenroute führt. Symbolträchtige Orte, die oft auch Grabstätten sind, werden ebenso aufgelistet wie typische Vertreter der Zechen, Verarbeitungsbetriebe, Siedlungen, Villen und Freizeitangebote. Inzwischen wird der Mythos des Ruhrgebietes touristisch vermarktet, auch durch die Route der Industriekultur selbst. Jedes Jahr wird die ExtraSchicht gefeiert, 2010 war das Ruhrgebiet 2010 Kulturhauptstadt Europas.

Villa Hügel

Margarethenhöhe

Krupp-Familienfriedhof

Verbandsgebäude des RVR

Abtei Werden

Horster Mühle

Stammhaus Krupp

Zeche Zollverein Schacht XII

Gasometer Oberhausen

St. Antony-Hütte

Siedlung Eisenheim

Landschaftspark Duisburg-Nord

Alte Thyssen-Hauptverwaltung

Alsumer Berg

Haniel Museum

Rheinorange

Siedlung Rheinpreußen

Krupp Hüttenwerke Tor 1

Hafenmund des Werkshafen der Hüttenwerke Krupp Mannesmann

Kloster Kamp

Streithof

Schloss Landsberg

Henrichshütte Hattingen, Westfälisches Industriemuseum

Zeche Hannover I/II/V

Glocke des Bochumer Vereins vor dem Rathaus

Kortum-Park

Industriemuseum Zeche Nachtigall (auf der ehemaligen Zeche Nachtigall)

Denkmal des Ministers Stein am Rathaus Wetter

Burg Wetter

Haus Schede

Haus Harkorten

Hohenhof

Borsigplatz

Bergbaugedenkstätten auf dem Ostfriedhof

Gräber der Familie Hoesch auf dem Ostfriedhof

Märzgefallenen-Denkmal auf dem Nordfriedhof in Dortmund-Eving (Ruhraufstand)

Zeche Zollern II/IV, Westfälisches Industriemuseum

Alte Reichsstraße 1

Emscherquelle

Gedenkstätte für das Grubenunglück auf der Zeche Radbod

Schloss Cappenberg

Halde Schwerin

Haus Goldschmieding

Hammerkopfturm Zeche Erin 3

Kunstwald Zeche Teutoburgia

Hauptbahnhof Wanne-Eickel

Halde Haniel

Dreieck-Siedlung Hochlarmark

Glückauf-Kampfbahn

Zeche Graf Bismarck 1/4

Schurenbachhalde

Route der Industriekultur – Rheinische Bergbauroute

Die Rheinische Bergbauroute ist als 17. Themenroute ein Bestandteil der deutschen Themenstraße „Route der Industriekultur“. Auf ihr werden die für das Ruhrgebiet typischen bergwerklichen Einrichtungen wie Zechen, Bergmannsiedlungen, Betriebsvorrichtungen und Halden präsentiert. Historisch gesehen ist der rheinische Bergbau jünger als der westfälische Bergbau, da hier die kohleführenden Flöze tiefer liegen und ein Abbau erst mit dem Einsatz der Dampfmaschine zur Wasserhaltung möglich wurde.

Route der Industriekultur – Sole, Dampf und Kohle

Sole, Dampf und Kohle ist der Titel der zehnten Themenstrecke der Route der Industriekultur, weil Salinen, Dampfkraft und Steinkohlenbergbau zur industriellen Geschichte im Osten des Ruhrgebietes, vordringlich im Kreis Unna zählen. Hier wurde die erste Dampfmaschine des Ruhrgebietes betrieben, noch vor dem Einsatz zur Wasserhaltung im Steinkohlebergbau, hier kann man die Nordwanderung des Bergbaues aus dem Ruhrgebiet ins Münsterland besonders beobachten, hier wird die größte Ausdehnung in Richtung Osten erreicht und mit der Lichtinszenierung am Ostpol markiert. Zentraler Einstieg in die Route ist die Lindenbrauerei in Unna.

Ende 2011 und Anfang 2012 überarbeitete der Betreiber RVR die Route inhaltlich stark, die Veränderungen sind kursiv dargestellt.

Lindenbrauerei, Unna

Die ehemalige Braustätte, die ab 1859 in mehreren Bauabschnitten errichtet wurde und bis 1979 die über die Grenzen Unnas hinaus „Linden-Biere“ produzierte. Das ehemalige Sudhaus aus dem späten 19. Jahrhundert, das Kesselhaus und das Schalandergebäude aus der Zeit der Jahrhundertwende sowie der Schornstein von 1936 stehen unter Denkmalschutz. Heute ist in der Lindenbrauerei ein soziokulturelles Zentrum untergebracht.

Alte Reichsstraße 1

Die Bundesstraße 1 folgt in großen Teilen dem Verlauf einer uralten Handelsroute, die von der belgischen Nordseeküste beim früheren Hafen Brügge bis in die russische Stadt Nowgorod führte. Auf dieser Route wurde schon vor 2000 Jahren Handel getrieben. Der griechische Mathematiker, Geograf und Astronom Ptolemäus (100–175) erwähnt die Straße bereits in seiner „Erdbeschreibung“ als eine alte Heer- und Handelsstraße.

Historischer Bergbaurundweg Holzwickede

Der Rundweg führt über eine Länge von etwa 17 Kilometer im Uhrzeigersinn an 27 Stationen, an denen über die Bergbaugeschichte vor Ort zu lesen ist, vorbei. Er kann sowohl von Fußgängern als auch Radfahrern genutzt werden.

Emscherquelle

Die Fachwerk-Hofanlage befindet sich im westlichen Hixterwald genannten Bereich von Holzwickede. Auf dem Hofgelände an der Quellenstraße 3 befindet sich auf etwa 160 m ü. NN die Quelle der Emscher.

Haus Opherdicke

Eisenbahnausbesserungswerk Schwerte

Nickelwerke (neu aufgenommen Ende 2011)

Rohrmeisterei Schwerte

Laufwasserkraftwerk Langschede (entfällt ab Anfang 2012)

Früher Bergbau in Fröndenberg

Kettenschmiedemuseum Fröndenberg

Windkunst und Wärterhaus

Gademenreihe

Kurpark Königsborn

Kinderkurhaus Barmer Ferienkolonie

Denkmal Friedrich Grillo und Altes Amtshaus (statt Salzamt)

Bahnhof Königsborn

Pförtnerhaus Zeche Königsborn 2/5

Klöckner-Bahn (entfällt ab Anfang 2012)

Siedlung Reinhardstraße

Zeche Königsborn 3/4, jetzt genannt Förderturm Bönen – Ostpol

Backhaus Flierich

Bahnhof Lenningsen (neu Ende 2011)

Bahnhof Kamen

Sesekebrücke

Zeche Monopol, Schacht Grillo

Zeche Monopol Schacht Grimberg 1/2 (neu Ende 2011)

Kraftwerk Bergkamen (neu Ende 2011)

Halde Großes Holz (andere Reihenfolge)

Zeche Haus Aden

Seepark Lünen mit Preußenhalde und Pyramide

Siedlung Ziethenstraße

Preußenhafen

Siedlung „Am Kanal“

Museum der Stadt Lünen

Hüttenwerke Kayser

Bergarbeiter-Wohnmuseum

Zeche Minister Achenbach, Schacht 4, LÜNTEC-Tower

Kraftwerk Lünen

Alte Kaffeerösterei, Lünen

Victoria-Siedlung

Kantine „Westfalia“

Ziegelei Siegeroth

Zeche Hermann und „Alte Kolonie“ (neu Ende 2011)

Schloss Cappenberg

Zeche Werne

Altes Amtshaus – Karl-Pollender-Stadtmuseum Werne (neu Ende 2011)

Marina Rünthe (neu Ende 2011)

Kulturzentrum Schacht III in der Waschkaue der Zeche Werne (andere Reihenfolge)

D-Zug-Siedlung Rünthe und "Alte Kolonie" (zusammengefasst)

Siedlung Rünthe-Süd

Kraftwerk Gersteinwerk

Schacht Lerche (neu Ende 2011)

Bergwerk Ost, Schächte Heinrich Robert (neu)

Kissinger Höhe (neu Ende 2011)

Gedenkstätte Zeche Radbod (neu Ende 2011)

Zeche Radbod (neu Ende 2011)

Stadthafen Hamm (neu Ende 2011)

Siedlung Vogelsang (neu Ende 2011)

Zeche Sachsen – Öko-Zentrum NRW (neu Ende 2011)

Bahnhof Hamm (neu Ende 2011)

Böhler-Welding, ehemals Westfälische Union (neu Ende 2011)

Westfälische Drahtindustrie (neu Ende 2011)

Gaswerk Hamm (neu)

Wassertürme am Hellweg (neu Ende 2011)

Klostermühle Pohl (neu Ende 2011)

Schleuse Hamm (neu Ende 2011)

Wasserübergabe Hamm (neu Ende 2011)

Kurpark Hamm (neu)

Lippeschleuse Heessen (neu Ende 2011)

Schleuse Werries (neu Ende 2011)

Schulweg-Steg (neu Ende 2011)

Kraftwerk Westfalen (neu Ende 2011)

Maximilianpark (neu Ende 2011)

Siedlung (Städtebau)

Der Begriff Siedlung beschreibt im städtebaulichen Sinne eine zusammenhängende und aufeinander abgestimmte Gruppierung von Gebäuden nach einem entworfenen Plan. Dabei handelt es sich in erster Linie um planmäßige Stadterweiterungen am Stadtrand und um neu angelegte Vororte im Umland einer Stadt, vielfach seit dem späten 19. Jahrhundert im Zuge des Wachstums der Städte durch die Industrialisierung entstanden. Die Gebäude bilden dabei als Ensemble eine Einheit.

Ältere Siedlungen stehen heute vielerorts als Gesamtanlage unter Ensembleschutz. Siedlungen sind in der Regel Ortsteile vorher bereits bestehender Ortschaften. Häufig – aber nicht notwendigerweise – sind es Wohngebiete in offener Bauweise. Die prägende Bebauung kann sehr unterschiedlichen Charakter haben: Siedlungshäuser, Reihenhäuser oder Hochhäuser sind häufige Bebauungsvarianten. Insbesondere Großwohnsiedlungen bzw. Sozialwohnsiedlungen der Nachkriegszeit stehen seit Jahrzehnten in der Kritik.

Siedlung städtischen Typs

Eine Siedlung städtischen Typs oder auch Siedlung mit städtischem Charakter (russisch посёлок городского типа, possjolok gorodskowo tipa, abgekürzt пгт, pgt; ukrainisch селище міського типу (смт), selyschtsche miskoho typu (smt); weißrussisch пасёлак гарадскога тыпу (пгт), passjolak haradskoga typu (pht)) ist eine Verwaltungs- und Gebietseinheit aus der Städtebaupolitik der Sowjetunion, die in Größe und Charakteristika zwischen Dorf und Stadt einzuordnen und einer Minderstadt vergleichbar ist. Der Begriff wird auch heute in einem Teil der Nachfolgestaaten der Sowjetunion verwendet.

Die Siedlung städtischen Typs ist von der Größe her eher dem Dorf zuzuordnen, von seiner Infrastruktur jedoch städtisch, beispielsweise durch mindestens eine große industrielle Ansiedlung. Merkmal war bei der Definition meist, dass der wirtschaftliche Schwerpunkt des Ortes nicht in der Landwirtschaft lag.

Sołectwo

Ein Sołectwo (deutsch Schulzenamt) ist eine der Gmina (Gemeinde) untergeordnete Verwaltungseinheit in Polen. Üblicherweise ist diese Verwaltungsform in ländlichen Regionen anzutreffen, aber auch Städte können über ein Schulzenamt verfügen. Dazu gehört in der Regel mindestens ein Dorf, häufig sind mehrere Dörfer zu einem Schulzenamt zusammengeschlossen. Zum 31. Dezember 2009 gab es in Polen 40.461 Schulzenämter. Die entsprechenden Verwaltungseinheiten in Städten heißen Dzielnica ((Stadt-)Bezirk) oder Osiedle (Siedlung).

Dem Sołectwo steht der Sołtys (Schultheiß) vor, welchem eine Rada Sołecka (Dorfrat) zur Seite steht. Beide Institutionen werden von den Einwohnern des Schulzenamtes in geheimer Abstimmung gewählt.

Stadtrecht

Stadtrecht ist ursprünglich das kaiserliche oder landesherrliche Vorrecht (Stadtregal), durch das ein Dorf oder eine vorstädtische Siedlung zur Stadt erhoben wurde und Inbegriff der in dem betreffenden Rechtsbezirk gültigen Rechtssätze war. Im Gegensatz dazu wurde das Landrecht zumeist von der Landesherrschaft festgelegt. Das Stadtrecht ist kein einheitliches „Stadtgesetz“, sondern besteht aus mehreren Privilegien (Niederlagsrecht, Zölle) und Einzelrechten, von denen meist das Marktrecht das älteste ist. Als Minderstadt werden Orte mit eingeschränktem Stadtrecht bezeichnet.

Das im mitteleuropäischen Raum übliche Stadtrecht geht vermutlich ursprünglich auf italienische Vorbilder zurück, die ihrerseits an den Traditionen der Selbstverwaltung der römischen Städte ausgerichtet waren.

Wohnplatz

Ein Wohnplatz ist in der Siedlungsgeographie und Demographie eine räumlich geschlossene, dauernd bewohnte Ansiedlung. Darüber hinaus wird der Begriff je nach Fachgebiet und Verwaltungseinheit auf kommunaler oder Länderebene abweichend von der rein siedlungsgeographischen Definition verwendet.

Wüstung

Wüstung (auch Ödung oder Elende) ist die Bezeichnung für eine aufgegebene Siedlung oder Wirtschaftsfläche (Flurwüstung), an die nur noch Urkunden, Flurnamen, Reste im Boden, Ruinen oder örtliche mündliche Überlieferungen erinnern. Nicht dazu zählen archäologische Einzeldenkmäler wie Burgen oder einzelne Ruinen inmitten bewirtschafteter Regionen. Gelegentlich wird die Bezeichnung auch auf Ortschaften angewendet, die erst seit dem 20. Jahrhundert devastiert wurden.

Zeiten, in denen viele Siedlungen durch Bevölkerungsrückgang aufgegeben wurden, nennt man Wüstungsperioden. Aufgegebene Siedlungen vorgeschichtlicher Zeit werden nicht als Wüstung bezeichnet. Auch in der Antike gab es Wüstungen, ohne dass man sie gewöhnlich als solche bezeichnet. Hingegen sind Geisterstädte Siedlungen der Neuzeit, die durch verlassene und weitgehend erhaltene Bauwerke gekennzeichnet sind.

Im Steinkohlenbergbau bezeichnet Wüstung den durch Abbau bzw. Grubenbrände entstehenden Leerraum.

In anderen Sprachen

This page is based on a Wikipedia article written by authors (here).
Text is available under the CC BY-SA 3.0 license; additional terms may apply.
Images, videos and audio are available under their respective licenses.