Ryūkyū-Inseln

Die Ryūkyū-Inseln (veraltet: Riukiu-Inseln oder Liukiu-Inseln; jap. 琉球諸島, Ryūkyū-shotō, dt. „Ryūkyū-Inselgruppe“) sind eine zu Japan gehörende Inselgruppe im Ostchinesischen Meer (Pazifischer Ozean) südwestlich von Japan, die sich über 1200 km zwischen Kyūshū und Taiwan erstreckt. Die Ryūkyū-Inseln sind gleichzusetzen mit den Nansei-Inseln, welche erst seit 1970 als politische Region existieren.[1] Alle Inseln ohne die abgelegenen Daitō- und die Senkaku-Inseln werden als Ryūkyū-Inselkette (琉球列島, Ryūkyū-rettō) bezeichnet.

Ryukyu map
Die Lage der Ryūkyū-Inseln zwischen Japan, China und Taiwan

Bevölkerung

Die Ryūkyū-Inseln haben etwa 1,5 Millionen Einwohner, wobei fast 90 Prozent allein auf Okinawa Hontō leben. Hier befindet sich auch Naha als Hauptstadt und wirtschaftliches Zentrum der Ryūkyū-Inseln mit drei Universitäten.

Die meisten Bewohner gehören den Ryūkyū-Völkern an. Daneben gibt es Japaner von den Hauptinseln, Chinesen und eine kleine indonesische Minderheit. Die autochthonen Ryūkyū-Sprachen, die mit dem Japanischen verwandt sind, werden im täglichen Umgang kaum noch verwendet und von immer weniger Menschen beherrscht. Seit 2006 werden auf den Inseln Sprach-Tage als eine Art Festival abgehalten, um den Gebrauch der autochthonen Sprachen zu fördern und vor allem Jüngeren die Geschichte und Kultur Ryūkyūs weiterzugeben.[2]

Geographie

Insgesamt bedecken die Inseln eine Fläche von 4700 km². Die größeren Inseln sind meist hügelig bis gebirgig und vulkanischen Ursprungs. Die kleineren sind dagegen in der Regel eher flach und aus Steinkorallen entstanden. Im Nordteil sind zahlreiche Vulkane noch aktiv; der letzte große Ausbruch fand im Jahr 1991 statt.

Östlich der Ryūkyū-Inseln fällt der Boden des Pazifischen Ozeans in den bis 7507 m tiefen Ryūkyū-Graben ab.

Verwaltungsgliederung

Location of the Ryukyu Islands
Die größten Inseln der Ryūkyū-Inselkette benamt

Hauptinselgruppen sind:

Die nördliche Inselgruppe Amami gehört zur japanischen Präfektur Kagoshima und wird deshalb auch den Satsunan-Inseln zugerechnet, so z. B. vom Nationalen Landesvermessungsamt. Der andere Teil bildet zusammen die Präfektur Okinawa. Gleichermaßen werden von diesem auch die Daitō-Inseln nicht den Ryūkyū-Inseln zugerechnet.[3]

Klima

Auf den Ryūkyū-Inseln, die ungefähr zwischen dem 24. und dem 31. Grad nördlicher Breite liegen, herrscht subtropisches und humides Klima mit Jahresdurchschnittstemperaturen von ca. 21 °C. Die Winter sind mit Werten von 20 bis 22 °C sehr mild.

Sprache

Als Ryūkyū-Sprachen werden die Sprachen und Dialekte der Einwohner der Ryūkyū-Inseln gezählt. Zusammen mit der japanischen Sprache und ihren Dialekten bilden die Ryūkyū-Sprachen die Familie der japonischen Sprachen. Einige Yamato-Japanische Sprachwissenschaftler sehen die Ryūkyū-Sprachen nicht als Einzelsprachen an und klassifizieren sie stattdessen als „Okinawa-Dialekte“ des Japanischen was von den Bewohnern nicht gut aufgenommen wurde.

Wirtschaft

In der Landwirtschaft dominieren Süßkartoffeln, Zuckerrohr und tropische Früchte, v. a. Ananas, exportiert werden darüber hinaus auch Textilien und kunsthandwerkliche Gegenstände. Nach der Landwirtschaft zweitwichtigster Wirtschaftszweig ist die Fischerei. In den letzten Jahrzehnten hat der Tourismus in der Präfektur Okinawa immer mehr an Bedeutung gewonnen.

Geschichte

Die ältesten Besiedlungsspuren wurden auf 32.000 v. Chr. datiert. Bis ungefähr 1000 n. Chr., in manchen Teilen sogar bis ins 14. Jahrhundert hinein waren neolithische Kulturen vorherrschend. Ungefähr 1200 n. Chr. wurden die Landesfürsten geeint und um 1400 entstand das Königreich Ryūkyū. Die zweite Shō-Dynastie dauerte formal bis 1879 an. Währenddessen war das Königreich Einflüssen aus China und Japan ausgesetzt und wurde 1609 von dem Daimyat Satsuma abhängig.

1879 wurde die Präfektur Okinawa eingerichtet und es wurde in den nachfolgenden Jahrzehnten versucht, die Bewohner der Ryūkyū-Inseln durch eine Assimilationspolitik in den japanischen Staat zu integrieren.

Okinawa Hontō war Schauplatz der Schlacht von Okinawa, des einzigen großen Landkampfes auf japanischem Territorium im Zweiten Weltkrieg. Von 1945 bis 1972 stand die Inselgruppe unter US-Militärverwaltung, bis sie an Japan zurückgegeben wurde.

Auch heute noch ist die Beziehung der Einwohner der Ryūkyū-Inseln sowohl zur zeitweiligen Besatzungsmacht USA, die auf den Ryūkyū-Inseln militärische Stützpunkte unterhalten, als auch zu Japan problematisch. So gibt es eine Unabhängigkeitsbewegung, die als erklärtes Ziel die Erschaffung eines unabhängigen Ryūkyūs haben.[4] Die Bewegung gibt an, einen entschlossenen, freien ostasiatischen Staat bilden zu wollen.[5] Die Bewegung wird von China unterstützt.[6][7][8][9][10] Laut einigen Berichten könnte in dem Fall einer möglichen Unabhängigkeit die Übergangsregierung ein chinesisches Protektorat sein, welches anschließend das Königreich Ryūkyū neu gründen soll. Dieses neu gegründete Königreich würde unter dem Schutz Chinas stehen und seine alte Rolle als freier "Tribut-Staat" wieder einnehmen.[11]

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. Ajiro Tatsuhiko and Warita Ikuo, Waga kuni no kōiki na chimei oyobi sono han'i ni tsuite no chōsa kenkyū (The geographical names and those extents of the wide areas in Japan), Kaiyō Jōhōbu Gihō, Vol. 27, 2009.
  2. ○しまくとぅばの日に関する条例. Abgerufen am 28. Juli 2018.
  3. Tatsuhiko Ajiro, Ikuo Warita: 我が国の広域な地名及びその範囲についての調査研究 (Waga kuni no kōiki na chimei oyobi sono han’i ni tsuite no chōsa kenkyū)/The geographical names and those extents of the wide areas in Japan. Vol. 27. Kaiyō Jōhōbu Gihō, 2009, S. 15 (PDF).
  4. Eiichiro Ishiyama: Ryukyu pro-independence group quietly gathering momentum. In: The Japan Times Online. 26. Januar 2015, ISSN 0447-5763 (japantimes.co.jp [abgerufen am 28. Juli 2018]).
  5. Matsushima 2010, pp. 192–194.
  6. Japan’s claim to Okinawa disputed by influential Chinese commentators. Abgerufen am 28. Juli 2018 (englisch).
  7. Deutsche Welle (www.dw.com): Japan angered by China's claim to all of Okinawa | DW | 10.05.2013. Abgerufen am 28. Juli 2018 (englisch).
  8. Martin Fackler: In Okinawa, Talk of Break From Japan Turns Serious. (nytimes.com [abgerufen am 28. Juli 2018]).
  9. Japan Sees Chinese Groups Backing Okinawa Independence Activists. In: Bloomberg.com. (bloomberg.com [abgerufen am 28. Juli 2018]).
  10. Public Security Intelligence Agency’s report claims Ryukyu-China programs aim to divide country. In: Ryukyu Shimpo - Okinawa, Japanese newspaper, local news. (ryukyushimpo.jp [abgerufen am 28. Juli 2018]).
  11. Sputnik: Okinawan Separatists Might Get 'Chinese Protectorate' Instead of Independence. Abgerufen am 28. Juli 2018 (englisch).

Koordinaten: 26° N, 128° O

Amami

Amami (jap. 奄美市, -shi) ist eine Stadt auf der Insel Amami-Ōshima in der Präfektur Kagoshima in Japan.

Amami-Ōshima

Amami-Ōshima (jap. 奄美大島, dt. „große Amami-Insel“) ist eine zur Amami-Gruppe gehörende Insel im Pazifischen Ozean. Sie ist Teil der japanischen Präfektur Kagoshima. Amami-Ōshima hat eine Fläche von 712,35 km² und steht damit auf Rang fünf der „sonstigen“ Inseln Japans neben den vier Hauptinseln.

Verwaltungstechnisch ist die Insel aufgeteilt in die Stadt Amami und den Landkreis Ōshima. Die Stadt Amami wurde am 20. März 2006 durch den Zusammenschluss der Stadt Naze, der Gemeinde Kasari sowie des Dorfs Sumiyō geschaffen. Der Landkreis Ōshima ist weiter unterteilt in die Gemeinde Tatsugō und die Dörfer Yamato und Uken sowie einen Teil des Dorfs Setouchi.

Wirtschaftlich lebt die Insel von der Landwirtschaft, von traditionellem Handwerk und dem Tourismus. Angebaut werden Reis, Zuckerrohr und Süßkartoffeln. Das günstige Klima erlaubt zwei Reisernten im Jahr. Zum traditionellen Handwerk gehört die Produktion von hochwertiger handgefertigter Seide, die allerdings unter der Abkehr von traditioneller japanischer Kleidung und Konkurrenz aus Korea gelitten hat.

Der Musik-Hit Shima-uta von The Boom (1992) ist Volksliedern Amamis nachempfunden.

Auf Amami-Oshima gibt es den Flughafen Amami.

Geschichte der Ryūkyū-Inseln

Dieser Artikel behandelt die Geschichte der Ryūkyū-Inseln, die heute auch gelegentlich zusammenfassend als Okinawa bezeichnet werden.

Hatoma

Hatoma (japanisch 鳩間島, -jima) ist eine japanische Insel. Sie ist die kleinste der Yaeyama-Inselgruppe und misst kaum einen Kilometer im Durchmesser. Administrativ gehört sie zur Gemeinde Taketomi in der Präfektur Okinawa. Im lokalen Dialekt wird der Inselname Patuma ausgesprochen.

Ie-jima

Ie-jima oder Ie-shima (jap. 伊江島) ist eine japanische Insel nordwestlich vor der Küste der Motobu-Halbinsel im Norden von Okinawa. Sie gehört zu den Ryūkyū-Inseln.

Auf der 22,76 km² großen Insel befindet sich das gleichnamige Dorf Ie (4142 Einwohner) mit dem Flughafen Iejima. Zu dessen Verwaltungsbereich gehört jedoch auch noch das nahegelegene Atoll Nakanosu. Die höchste Erhebung ist der Gusuku-yama (城山) mit 172,2 m.Auf ihr waren mehrere japanische Flugbasen, die nach der Einnahme von der US-Luftwaffe im Jahr 1945 ausgebaut und genutzt wurden, um von dort gegen die anderen japanischen Inseln im Norden vorzugehen. Damals wurde die Insel in westlichen Medien „Ie Shima“ genannt.

Iriomote

Iriomote bzw. Iriomote-jima (jap. 西表島) ist mit 289,28 km² die größte Insel der Yaeyama-Gruppe in der Präfektur Okinawa, fast am südwestlichen Ende der Japanischen Inselkette. Aufgrund ihres außerordentlichen Artenreichtums wurde Iriomote auch „Galapagos des Ostens“ genannt.

Ishigaki-jima

Ishigaki-jima (japanisch 石垣島, wörtlich: Steinzauninsel) ist mit 44.907 Einwohnern auf 222,25 km² die Hauptinsel der Yaeyama-Inseln. Sie ist die drittgrößte Insel (nach Okinawa und Iriomote-jima) der japanischen Präfektur Okinawa. Die Entfernung zu Tarama-shima der Miyako-Inseln im Nordosten beträgt etwa 32 km, zur Hauptinsel Okinawa der gleichnamigen Präfektur rund 370 km, bis zum chinesischen Inselstaat Taiwan sind es nur etwa 230 km. Die gesamte Insel zählt zum Gebiet der Stadt Ishigaki im Süden der Insel.

Teile der Insel und Küstengewässer gehören seit 2007 zum Iriomote-Ishigaki-Nationalpark.

Kohama-jima

Kohama-jima (jap. 小浜島; yaeyama: Kumō / okinawisch: Kubama) ist eine Insel der Gemeinde Taketomi, Okinawa. Kohama gehört zur Gruppe der Yaeyama-Inseln, hat eine Fläche von 7,86 km² und zählt 634 Einwohner in 389 Haushalten.Auf der Insel, die täglich mehrmals mit einer Fähre von Ishigaki zu erreichen ist, befindet sich der Ortsteil Kohama der Gemeinde Taketomi.

Miyako-jima

Miyako-jima (jap. 宮古島; alter Name der Insel: Typinsan) ist eine japanische Insel mit einer Fläche von 158,87 km².

Sie ist die Hauptinsel der Miyako-Inseln, der östlichen Hälfte der Sakishima-Inseln, und viertgrößte Insel in der Präfektur Okinawa. Die Entfernung zu den Yaeyama-Inseln im Südwesten beträgt etwa 250 km, zur Hauptinsel Okinawa der gleichnamigen Präfektur rund 300 km. Die Küstenlänge beträgt 117,5 km.

Miyakojima ist auch der Name der einzigen Stadt (52.024, Stand: 1. Juni 2019) auf der Insel (nicht zu verwechseln mit der Stadt Miyako in der Präfektur Iwate im Norden Japans). Sie wurde aus den 5 vorhandenen Gemeinden zusammengefasst. Die Gemeinde erstreckt sich aber auch über die Nachbarinseln.

Nansei-Inseln

Mit Nansei-Inseln (jap. 南西諸島, Nansei-shotō, wörtlich: „südwestliche Inseln“) wird eine japanische Inselregion bezeichnet, die südwestlich von Kyūshū liegt und zu Japan gehört. Die Nansei-Inseln sind gleichzusetzen mit den Ryūkyū-Inseln. Es handelt sich um einen politisch festgelegten Namen. Vor 1970 wurden alle südlich von Kyushu gelegenen Inseln als Ryukyu-Inseln bezeichnet.

Okinawa Hontō

Okinawa Hontō (jap. 沖縄本島, dt. „Okinawa-Hauptinsel“; auch: Okinawa-jima, 沖縄島; Uchinā in der Sprache Okinawas) ist die größte der Ryūkyū-Inseln und die Hauptinsel der Inselgruppe Okinawa. Als Insel des Ryūkyū-Inselbogens gehört Okinawa Hontō auch zu den Nansei-Inseln.

Naha ist die Hauptstadt der Präfektur Okinawa und mit 317.471 Einwohnern zugleich die größte Stadt auf Okinawa Hontō. Die gesamte Bevölkerung Okinawa Hontōs zählt rund 1,23 Millionen Menschen, einschließlich US-Soldaten und ihren Angehörigen. Damit leben etwa 85 Prozent der 1,45 Millionen Einwohner der Präfektur Okinawa auf Okinawa Hontō.

Die Insel wurde, wie die anderen Ryūkyū-Inseln, erst 1871 offiziell ein Teil des japanischen Staates. Bis dahin war sie das Zentrum des Königreichs Ryūkyū, das allerdings bereits mit der Satsuma-Invasion durch den Shimazu-Clan 1609 seine Unabhängigkeit verloren hatte.

Okinawa Shakai Taishūtō

Die Okinawa Shakai Taishūtō (jap. 沖縄社会大衆党, „Sozialistische Massenpartei Okinawa“; kurz 社大党, Shadaitō) ist eine politische Partei in der japanischen Präfektur Okinawa. Durch Keiko Itokazu ist sie im Sangiin, dem nationalen Oberhaus, vertreten, auch wenn Itokazu nominell auf nationaler Ebene als Unabhängige auftritt. Parteivorsitzender ist der ehemalige Präfekturparlamentsabgeordnete Masaharu Kina.

Die Shadaitō wurde 1950 während der Besatzungszeit von Politikern um Tatsuo Taira, dem ersten Gouverneur der „Regierung der Okinawa-Inseln“ (沖縄群島政府, Okinawa-guntō seifu), gegründet. Nach der Rückkehr der Hauptinseln unter japanische Souveränität gehörte die Partei in der US-Zivilverwaltung der Ryūkyū-Inseln anfangs zum Kern der Bewegung, die für die Zugehörigkeit Okinawas zum japanischen Staat eintrat. Bei Wahlen zum Rippōin, dem Parlament des US-verwalteten Okinawa, schnitt sie meist als zweitstärkste Kraft hinter der Liberaldemokratischen Partei Okinawas und ihren Vorläufern ab.

Nach der Rückgabe Okinawas an Japan 1972 planten Teile der Shadaitō einen Beitritt zur Sozialistischen Partei Japans, der aber nie vollzogen wurde. Die Shadaitō besteht als Regionalpartei in Okinawa weiter.

Bei nationalen Wahlen stellte die Shadaitō nur vereinzelt Kandidaten auf. Bei der Shūgiin-Wahl 1972, der ersten Unterhauswahl, an der Okinawa teilnahm, konnte Tsumichiyo Asato im Wahlkreis Okinawa (fünf Mandate) den fünfthöchsten Stimmenanteil erzielen, schloss sich aber später der Demokratisch-Sozialistischen Partei an. Im Sangiin stellt die Shadaitō seit 1992 mit Sōkō Shimabuku und Keiko Itokazu, beide formal als unabhängige Kandidaten gewählt, fast durchgehend einen der zwei Vertreter Okinawas – Itokazu trat 2006 für die Gouverneurswahl in Okinawa zurück, wurde aber nach ihrer Niederlage gegen Hirokazu Nakaima bei der Sangiin-Wahl 2007 wieder Abgeordnete. Im Präfekturparlament Okinawa ist die Partei seit den Wahlen 2008 mit zwei Abgeordneten vertreten. Außerdem ist sie in mehreren Stadt- und Gemeinderäten vertreten. Bei Gouverneurs- und Bürgermeisterwahlen unterstützt die Shadaitō oft einen gemeinsamen Kandidaten mit den Mitte-links-Parteien DP und SDP bzw. deren Vorläufer SPJ, die in Form der kakushin tōitsu (革新統一, „progressive Einheit“) bei lokalen Wahlen auch lange mit der KPJ zusammenarbeitete. In Okinawa verzichtet die KPJ auch bei nationalen Wahlen teilweise darauf, eigene Kandidaten aufzustellen, und unterstützt stattdessen einen gemeinsamen Kandidaten der Linken, zuletzt 2007 bei der Wiederwahl Itokazus.

Ryūkyū-Sprachen

Die Ryūkyū-Sprachen (japanisch 琉球語, kana りゅうきゅうご ryūkyūgo; ryukyu 島言葉, kana しまくとぅば shimakutuba) sind eine Untergruppe der Sprachfamilie Japanisch-Ryūkyū. Diese Minderheitensprachen werden auf den zu Japan gehörenden Ryūkyū-Inseln im Süden von Japan gesprochen.

Sakishima-Inseln

Die Sakishima-Inseln (auch Sakiinseln; jap. 先島諸島, Sakishima-shotō) liegen zwischen der Insel Okinawa und Taiwan und gehören zu den Ryūkyū-Inseln. Die Zugehörigkeit der Senkaku-Inseln ist zwischen der VR China, Republik China (Taiwan) und Japan umstritten.

Satsuma (Han)

Satsuma (jap. 薩摩藩, -han), offiziell: Kagoshima (鹿児島藩, -han), war ein Lehen (Han) der Shimazu-Daimyō, das die Provinzen Satsuma und Ōsumi sowie den Bezirk Morokata in der Provinz Hyūga sowie die Nansei-Inseln umfasste. Die Ausdehnung des Lehens entspricht in etwa der heutigen Präfektur Kagoshima.

Shō Tai

Shō Tai (尚泰, Pinyin: Shang Tai; * 3. August 1843 in Shuri, Okinawa; † 19. August 1901 in Tokio) war bis 1879 der letzte König von Ryūkyū.

Sotobanari

Sotobanari (japanisch 外離島 Sotobanari-jima, deutsch ‚äußere, entfernte Insel‘) ist eine der Inseln der Yaeyama-Inseln, die zur Inselgruppe Sakishima gehören. Die Tropeninsel liegt in der japanischen Präfektur Okinawa im äußersten Südwesten Japans im Ostchinesischen Meer.

Administrativ gehört die Insel zum Ortsteil Iriomote der Gemeinde Taketomi.

Taketomi-jima

Taketomi-jima (jap. 竹富島, wörtlich: bambusreiche Insel) ist eine 5,43 km² kleine, flache Insel der Yaeyama-Gruppe in der gleichnamigen Gemeinde Taketomi, 4 km südwestlich von Ishigaki-jima in Japan.

Taketomi-jima besticht durch ihre großflächigen, seichten und besonders sauberen Sandstrände. Eine Besonderheit ist der sogenannte „Sternensand“ (星砂, hoshizuna) mit Sandkörnern in Sternform, der durch Überbleibsel von Kleinstmeerestieren entstand. Das auf der Insel gelegene sehr gut erhaltene Dorf in der traditionellen Bauart der Ryūkyū-Inseln mit ihren typischen Steinmauern zieht viele Touristen an, hauptsächlich zu Tagesausflügen. Ein weiteres wirtschaftliches Standbein ist der Zuckerrohranbau.

Um Taketomi-jima herum finden sich Korallenriffe. Taucher müssen allerdings auf die starken Meeresströmungen zwischen den inneren Inseln der Yaeyama-Gruppe achten.

Erreichbar ist die Insel über eine Fährverbindung nach Ishigaki-jima.

Yonaguni

Yonaguni (japanisch 与那国島, -jima) ist eine im äußersten Südwesten Japans im Ostchinesischen Meer gelegene Insel, nur 110 km von Taiwan entfernt. Die Westspitze der Insel, Kap Irizaki, ist der westlichste Punkt Japans.

Unweit von Yonaguni wurde in den 1980er Jahren ein vor der Insel liegender terrassierter Monolith gefunden, der aufgrund seiner Geometrie und Gestalt den Anschein erweckt, von Menschenhand geschaffen worden zu sein und der als das Yonaguni-Monument bekannt geworden ist.

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