Ronald M. Hahn

Ronald M. Hahn (* 20. Dezember 1948 in Wuppertal) ist ein deutscher Schriftsteller, Übersetzer und Autor von Sachbüchern sowie Science-Fiction-Stories. Eine Reihe seiner zusammen mit Hans Joachim Alpers verfassten Werke erschienen unter dem gemeinsamen Pseudonym Daniel Herbst.

Leben

Schon in seiner Kindheit interessierte sich Ronald M. Hahn für phantastische Literatur. Zunächst machte er eine Lehre zum Schriftsetzer. Von 1972 bis 1974 gab er die Science-Fiction-Reihe Fischer Orbit (S. Fischer Verlag, Frankfurt/Main) heraus; von 1982 bis 1988 war er in der gleichen Funktion für den Ullstein Verlag (Berlin) tätig. Von 1983 bis zu deren Ende im Jahre 2000 fungierte Hahn als Herausgeber der SF-Anthologiereihe des deutschen The Magazine of Fantasy and Science Fiction im Heyne Verlag. Nachdem er noch die für das Jahr 2001 vorgesehene (dann aber nicht mehr erschienene) 102. Ausgabe Helden des dritten Jahrtausends zusammengestellt hatte, wurde das deutsche MF&SF u. a. im Zusammenhang mit dem Verkauf Heynes an Springer und Random House eingestellt, und ein Jahr später gründete er 2002 mit Michael K. Iwoleit das Science-Fiction-Magazin Nova, das er bis 2011 mit herausgab.

Hahn ist seit 1977 freiberuflich tätig und arbeitete als Literaturagent, Übersetzer (von mittlerweile mehr als 150 Romanen und Sachbüchern), Zeitschriftenredakteur, Lektor für Buchverlage wie Heyne, Eichborn und Fantasy Productions, Journalist und Autor von Romanen und Kurzgeschichten aus dem Bereich Science Fiction, Krimi und Abenteuer. Er veröffentlichte je über 60 Romane und Erzählungen sowie 22 sich meist mit Filmthemen beschäftigende Sachbücher (Stand 2014). Einige seiner oftmals humoristischen und satirischen Werke erschienen auch im Ausland (Polen, Tschechoslowakei, Tschechien, Bulgarien, Ungarn, Brasilien, Niederlande, Frankreich, Italien, USA und UdSSR). Ronald M. Hahn ist Stammautor der seit 2000 in zweiwöchigen Abständen erscheinenden Heftromanserie Maddrax, für die er bis Ende 2013 42 Romane beigetragen hat.

2011 geriet Hahn wegen einer Publikation im Schweizer Unitall Verlag in die Kritik eines ihm übel gesonnenen SF-Lesers[1]: jener Verlag begann 2007 die sechsbändige Science Fiction Reihe Stahlfront[2] zu veröffentlichen, deren erste drei Bände, die Hahn weder geschrieben noch je gelesen hat, indiziert wurden. Außerdem war er auch für den Wilhelm Heyne Verlag in München tätig, aus dessen Programm im Laufe der Jahrzehnte mehrere Titel indiziert wurden, ohne dass er damit in einen ursächlichen Zusammenhang gebracht werden kann.

2018 war Hahn einer der ersten Unterzeichner der von Vera Lengsfeld initiierten „Gemeinsamen Erklärung 2018“.

Ronald M. Hahn lebt in Wuppertal.

Auszeichnungen

  • Kurd-Laßwitz-Preis: 1981 für die Beste Kurzgeschichte (Auf dem großen Strom)
  • Kurd-Laßwitz-Preis: 1981 Sonderpreis (mit Hans Joachim Alpers, Werner Fuchs und Wolfgang Jeschke) für Das Lexikon der Science Fiction Literatur
  • Kurd-Laßwitz-Preis: 1982 für die beste Kurzgeschichte (Ein paar kurze durch die Zensur geschmuggelte Szenen aus den Akten der Freiheit & Abenteuer GmbH)
  • Kurd-Laßwitz-Preis: 1983 (mit Hans Joachim Alpers und Werner Fuchs) für Reclams Science Fiction Führer
  • Kurd-Laßwitz-Preis: 1986 (mit Hans Joachim Alpers) für die beste Erzählung (Traumjäger)
  • Kurd-Laßwitz-Preis: 1997 als bester Übersetzer (John Clute: Science Fiction - Eine illustrierte Enzyklopädie)
  • Deutscher Fantasy Preis: 2005 (mit Hans Joachim Alpers, Werner Fuchs, Jörg Marten Munsonius und Hermann Urbanek) für Lexikon der Fantasy-Literatur

Werke

Beteiligungen an Heftroman-Reihen:

Serie: T.N.T. Smith: Jäger der Unsterblichen

  • Der Club der Unsterblichen, Blitz, Windeck 1998, ISBN 3-932171-57-8
  • Die Stadt unter den Bergen, Blitz, Windeck 1999, ISBN 3-932171-58-6 (von Horst Pukallus)
  • Das Kommando Ragnarök Blitz, Windeck 1999, ISBN 3-932171-59-4
  • Stahlgewitter Khalkin-Gol, Blitz, Windeck 1999, ISBN 3-932171-65-9 (von Horst Pukallus)
  • Die Insel der Unsterblichen, Blitz, Windeck 2000, ISBN 3-932171-66-7
  • Der Tempel von Bagdad, Blitz, Windeck 2000, ISBN 3-932171-67-5
  • Der Herrscher von Manila, Blitz, Windeck 2001, ISBN 3-932171-53-5
  • Die Tänzerin von Kairo, Romantruhe, Kerpen 2008
  • Die Sizilien-Affäre, Romantruhe, Kerpen 2008
  • Das Labyrinth des Schweigens, Romantruhe, Kerpen 2008
  • Der Tag des Götterwinds, Romantruhe, Kerpen 2008
  • An der Brücke zu den Sternen, Romantruhe, Kerpen 2008
  • Wächter der Erde, Romantruhe, Kerpen 2015 (von Horst Pukallus)

Maddrax

  • Dämon aus der Tiefe (Band 7), Zaubermond, Schwelm, 2004
  • Welt im Zwielicht (Band 11), Zaubermond, Schwelm, 2006
  • Am Tor zur Hölle (Band 13), Zaubermond, Hamburg, 2006
  • Der Klon (Band 15), Zaubermond, Hamburg, 2007
  • Das Wasser des Lebens (Band 19), Zaubermond, Hamburg, 2008
  • Herrin der Schatten (Band 23), Zaubermond, Hamburg, 2009

Raumschiff Promet – Neue Abenteuer

  • Psycho Transfer (Band 3), Blitz, Windeck 1999, ISBN 3-932171-32-2
  • Im Auftrag des Sternenkaisers (Band 10), Blitz, Windeck 2000, ISBN 3-932171-79-9
  • Exilplanet Othan (Band 11), Blitz, Windeck 2000, ISBN 3-89840-101-4

Romane

  • Die Flüsterzentrale, Heyne, München 1977, ISBN 3-453-30450-0 (mit Harald Buwert)
  • Die Temponauten, Corian, Meitingen 1983, ISBN 3-89048-103-5; Heyne, München 1988, ISBN 3-453-02773-6 (mit Harald Pusch)
  • Der rote Gott, Ullstein, Frankfurt am Main/Berlin 1988, ISBN 3-548-21079-1 (auch: Die Insel des Roten Gottes, München: Apex 2018, ISBN 978-3-7467-2105-7)
  • Auf der Erde gestrandet Windeck, Blitz 1997, ISBN 3-932171-01-2
  • Socialdemokraten auf dem Monde. Eine Weltraum-Clamotte, Heyne, München 1998, ISBN 3-453-13339-0
  • Alptraumland, Windeck, Blitz 1999, ISBN 3-932171-15-2 (mit Horst Pukallus)
  • Wo keine Sonne scheint, Wuppertal, Nummer Eins 2001, ISBN 3-8311-0994-X - Radolfzell, Unitall 2010 (mit Horst Pukallus)
  • Captain Enfick, Temponaut, in: Die Stahlfront-Akten, Radolfzell, Unitall 2011, ISBN 978-3-905937-65-7
  • Odyssee der Verlorenen, Köln 2011, Mohlberg, ISBN 978-3-942079-34-1
  • Die Saat des Bösen, Radolfzell, Unitall 2012, ISBN 978-3-937355-78-8 (als Roger Constantin)
  • Willkommen in Gnomistan. Computer-Kid im Märchenland, Apex 2017, eBook, ISBN 978-3-7396-9717-8
  • Flaming Bess: Der Monolith (mit Thomas Ziegler und Christian Dörge), Apex, München 2017, eBook, ISBN 978-3-7438-1067-9

Kurzgeschichtensammlungen

  • Ein Dutzend H-Bomben Ullstein, Frankfurt/Main, Berlin, Wien 1983, ISBN 3-548-31052-4
  • Inmitten der großen Leere Ullstein, Frankfurt/Main, Berlin, Wien 1984, ISBN 3-548-31074-5
  • Auf dem großen Strom Bastei Lübbe, Bergisch Gladbach 1986, ISBN 3-404-22088-9
  • Die Roboter und wir Ullstein, Frankfurt/Main, Berlin, Wien 1987, ISBN 3-548-31162-8 (als Isaak Asimuff mit Uwe Anton und Thomas Ziegler)
  • Traumjäger, RMH 2013, eBook
  • Die Zukunft von gestern, RMH 2013, eBook

Jugendbücher

Weltraumvagabunden (mit Hans Joachim Alpers)

  • Das Raumschiff der Kinder Ensslin und Laiblin, Reutlingen 1977, ISBN 3-7709-0387-0
  • Planet der Raufbolde Ensslin und Laiblin, Reutlingen 1977, ISBN 3-7709-0388-9
  • Wrack aus der Unendlichkeit Ensslin und Laiblin, Reutlingen 1977, ISBN 3-7709-0402-8
  • Bei den Nomanden des Weltraums Ensslin und Laiblin, Reutlingen 1977, ISBN 3-7709-0403-6
  • Die rätselhafte Schwimminsel Ensslin und Laiblin, Reutlingen 1978, ISBN 3-7709-0408-7
  • Der Ring der dreißig Welten Ensslin und Laiblin, Reutlingen 1979, ISBN 3-7709-0437-0

Kinderbücher

Als Daniel Herbst mit Hans J. Alpers

siehe Daniel Herbst

Die Datendetektive

  • Jagd auf Killer.Exe Ensslin, Reutlingen 2002, ISBN 978-3-401-45041-4
  • Gefährlicher Chat. Ensslin, Reutlingen 2004, ISBN 3-401-02304-7
  • SOS per E-Mail. Arena, Würzburg 2004, ISBN 3-401-02302-0

Weitere

  • Goldfieber am Yukon River, 1988
  • Steffi jagt Herrn Unbekannt, 1988
  • Die Schattenbande, 1990
  • Vampire wie du und ich, 1991
  • Yukon Annie, 1991
  • Nebelgasse Nr. 3, 1993
  • Henry jagt den Mondrubin, 1994
  • Geheimnis um Haus Finsterwald, 1998

Hörbücher

  • Die Datendetektive: Jagd auf Killer.Exe. Daun: Radioropa 2007, ISBN 978-3-86667-649-7
  • Die Datendetektive: SOS per E-Mail. Daun: Radioropa 2007, ISBN 3-86667-654-9
  • Die Datendetektive: Gefährlicher Chat. Daun: Radioropa 2007, ISBN 3-86667-650-6
  • Socialdemokraten auf dem Monde. Köln: Theater Deutzer Freiheit 2009, ISBN 978-3-940392-33-6
  • Die Festung des Blutes. Bergisch Gladbach: Lübbe Audio 2009
  • Der schlafende König. Bergisch Gladbach: Lübbe Audio 2009
  • Sherlock Homes: Die unsichtbare Wand, Remscheid: Winterzeit 2014, ISBN 978-3-943732-48-1
  • Im Club der Satanstöchter (als Henry Quinn). Kerpen: Romantruhe Audio 2015, ISBN 978-3-86473-132-7
  • Tagebuch des Grauens (als Henry Quinn). Kerpen: Romantruhe Audio 2016, ISBN 978-3-86473-135-8

Als Herausgeber

The Magazine of Fantasy and Science Fiction

Vollständig im Wilhelm Heyne-Verlag erschienen

Nova

  • Nova 1, 2002 (mit Michael K. Iwoleit und Helmut W. Mommers)
  • Nova 2, 2003 (mit Michael K. Iwoleit und Helmut W. Mommers)
  • Nova 3, 2003 (mit Michael K. Iwoleit und Helmut W. Mommers)
  • Nova 4, 2003 (mit Michael K. Iwoleit und Helmut W. Mommers)
  • Nova 5, 2004 (mit Michael K. Iwoleit und Olaf G. Hilscher)
  • Nova 6, 2004 (mit Michael K. Iwoleit und Olaf G. Hilscher)
  • Nova 7, 2005 (mit Michael K. Iwoleit und Olaf G. Hilscher)
  • Nova 8, 2005 (mit Michael K. Iwoleit und Olaf G. Hilscher)
  • Nova 9, 2006 (mit Michael K. Iwoleit und Olaf G. Hilscher)
  • Nova 10, 2006 (mit Michael K. Iwoleit und Olaf G. Hilscher)
  • Nova 11, 2007 (mit Michael K. Iwoleit und Olaf G. Hilscher)
  • Nova 12, 2007 (mit Michael K. Iwoleit und Olaf G. Hilscher)
  • Nova 13, 2008 (mit Michael K. Iwoleit und Frank Hebben)
  • Nova 14, 2008 (mit Michael K. Iwoleit und Frank Hebben)
  • Nova 15, 2009 (mit Michael K. Iwoleit und Frank Hebben)
  • Nova 16, 2010 (mit Michael K. Iwoleit und Frank Hebben)
  • Nova 17, 2010 (mit Michael K. Iwoleit und Frank Hebben)
  • Nova 18, 2011 (mit Frank Hebben, Olaf G. Hilscher und Michael K. Iwoleit)

Anthologien

  • Science Fiction aus Deutschland, 1974, ISBN 3-436-01987-9 (mit Hans J. Alpers)
  • Zukunftsgeschichten?, 1976, ISBN 3-88142-169-6
  • Die Tage sind gezählt, 1980, ISBN 3-453-30614-7
  • Gemischte Gefühle, 1980, ISBN 3-8118-3527-0
  • Titan 17, 1981, ISBN 3-453-30776-3 (mit Wolfgang Jeschke)
  • Welten der Wahrscheinlichkeiten, 1983, ISBN 3-548-31061-3
  • Piloten durch Zeit und Raum, 1983, ISBN 3-7709-0527-X
  • Visionen von Morgen, 1985, ISBN 3-548-31096-6
  • 13 Science Fiction Stories, 1985, ISBN 978-3-15-008079-5 (mit Hans J. Alpers und Werner Fuchs)
  • Unexplored Territories. 2005, ISBN 3-8334-2741-8 (mit Olaf G. Hilscher und Michael K. Iwoleit)

Sachliteratur

  • Dokumentation der Science Fiction ab 1926 in Wort und Bild, 1978 (mit Werner Fuchs und Hans Joachim Alpers)
  • Lexikon der Science Fiction Literatur, 2 Bde., Heyne, München 1980, ISBN 3-453-01063-9 / ISBN 3-453-01064-7 (mit Hans Joachim Alpers, Werner Fuchs und Wolfgang Jeschke)
  • Reclams Science Fiction Führer, Reclam, Stuttgart 1982, ISBN 3-15-010312-6 (mit Hans Joachim Alpers und Werner Fuchs)
  • Mit Volker Jansen: Lexikon des Science-Fiction-Films. 720 Filme von 1902 bis 1983, München (Heyne) 1983. ISBN 3-453-01901-6
  • Lexikon der Science Fiction Literatur erweiterte und aktualisierte Neuausgabe in einem Band. Heyne, München 1988 + 1990, ISBN 3-453-02453-2 (mit Hans Joachim Alpers, Werner Fuchs, Wolfgang Jeschke)
  • Lexikon des Horrorfilms, Bastei-Lübbe, Bergisch Gladbach 1985, ISBN 3-404-28130-6 (mit Volker Jansen)
  • Lexikon des Fantasy-Films. 650 Filme von 1900–1986 Heyne, München 1986, ISBN 3-453-02273-4 (mit Volker Jansen, Norbert Stresau)
  • Charlie Chaplin, 1987 (mit Volker Jansen)
  • Lexikon des Science-Fiction-Films. 1000 Filme von 1902–1987 Heyne, München 1990, ISBN 3-453-00731-X (mit Volker Jansen)
  • Das Heyne-Lexikon des Science-Fiction-Films. 1500 Filme von 1902 bis heute Heyne, München 1994 (Heyne Filmbibliothek), ISBN 3-453-06318-X (mit Volker Jansen)
  • Die Star-Trek-Filme. Heyne, München 1993 (Heyne Filmbibliothek, Bd. 189), ISBN 3-453-06552-2
  • Die 100 besten erotischen Filme, 1993 (als Armand Dupont)
  • Lexikon des erotischen Films, 1993
  • Donald Duck. Ein Leben in Entenhausen Tilsner, München 1994, ISBN 3-910079-55-5 (mit Uwe Anton)
  • Das Heyne-Lexikon des erotischen Films. Über 1600 Filme von 1933 bis heute Heyne, München 1995 (Heyne Filmbibliothek, Bd. 224), ISBN 3-453-09010-1
  • Star Trek Enzyklopädie. Film, TV und Video Heyne, München 1995, ISBN 3-453-09070-5 (mit Uwe Anton)
  • Lexikon des Science Fiction Films. 2000 Filme von 1902 bis heute, 2 Bände, Heyne, München 1997 (Heyne Filmbibliothek, Bd. 32), ISBN 3-453-11860-X (mit Volker Jansen)
  • Kultfilme. Die 100 besten Kultfilme, von „Metropolis“ bis „Fargo“ Heyne, München 1998 (Heyne Filmbibliothek, Bd. 73), ISBN 3-453-86073-X (mit Volker Jansen)
  • Lexikon der Horrorliteratur Fantasy Productions, Erkrath 1999, ISBN 3-89064-556-9 (mit Hans Joachim Alpers und Werner Fuchs)
  • Alfred Hitchcock. Der Meister der Angst. Droemer Knaur, München 1999, ISBN 3-426-77455-0 (mit Rolf Giesen)
  • Heyne Filmlexikon. 10 000 Filme aus 100 Jahren Filmgeschichte 2 Bde. Heyne, München 1999 (Heyne Filmbibliothek, Bd. 271), ISBN 3-453-15747-8 (mit Lothar R. Just und Georg Seeßlen)
  • Imperium Rhodanum, Books on Demand 2001, ISBN 3-8311-0992-3 (mit Horst Pukallus)
  • Das neue Lexikon des Fantasy-Films Lexikon-Imprint, Berlin 2001, ISBN 3-89602-281-4 (mit Rolf Giesen)
  • Die schlechtesten Filme aller Zeiten. Eine Reise durch die größten Peinlichkeiten der Kinogeschichte Lexikon-Imprint, Berlin 2002, ISBN 3-89602-514-7 (mit Rolf Giesen)
  • Lexikon der Fantasy-Literatur Fantasy Productions, Erkrath 2005, ISBN 3-89064-566-6 (mit Hans Joachim Alpers und Werner Fuchs)
  • Unterbarmer Blagen. Aufgewachsen zwischen Rudi Schuricke und Elvis, Wuppertal 2014, ISBN 978-3-00-045506-3 (mit Monika Arnold, Horst Hinrichs, Erhard Knorr und F.P. Gunnar Kohleick)
  • Lass dir ma' die Haare schneiden. Erinnerungen aus den 50er und 60er Jahren, Wuppertal 2016, ISBN 978-3-939843-68-9 (mit Horst Hinrichs, Friedhelm Hüppop, Erhard Knorr, F.P. Gunnar Kohleick, Uwe Rotter, Wolfgang Pohlmann, Horst Pukallus)
  • Die wilden Sechziger. Als der Beat ins Tal kam, Wuppertal 2017, ISBN 978-3-939843-86-3 (mit Volker Lieb)

Literatur

  • Werner Schuder (Hrsg.): Hahn, Ronald M. In: Kürschners Deutscher Literatur-Kalender 1984. 59. Jahrgang. Walter de Gruyter, Berlin und New York 1984, ISBN 3-11-009677-3, ISSN 0343-0936, S. 421–422
  • Meike Pfeiffer: Hahn, Ronald M. In: Lexikon der Science Fiction-Literatur seit 1900. Mit einem Blick auf Osteuropa, herausgegeben von Christoph F. Lorenz, Peter Lang, Frankfurt/Main 2016, ISBN 978-3-631-67236-5, S. 337–344.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Ideologisch behämmert.
  2. Nazi-Science-Fiction: Wacker an die "Stahlfront".
Commander Scott

Commander Scott – Agent der Erde (später Die Weltraum-Abenteuer des Agenten der Erde) ist eine deutsche Heftromanserie, die von 1975 bis 1976 in 42 Ausgaben im Bastei-Verlag erschien. Als Autor wurde stets das Verlagspseudonym Gregory Kern angegeben.

Die aus unabhängigen Einzelromanen bestehende Reihe basiert auf der amerikanischen Serie Cap Kennedy von E. C. Tubb, die als Versuch gestartet wurde, das Konzept der Perry Rhodan-Serie auf dem US-Markt zu etablieren. Der Serientitel der englischen Ausgabe war F.A.T.E. Da es Cap Kennedy nur auf 17 Ausgaben brachte (erschienen zwischen 1973 und 1976), wurden weitere Ausgaben von deutschen Autoren geschrieben, nämlich von Horst Pukallus, Manfred Wegener, Ronald M. Hahn, Mario Werder, Horst Gehrmann (H. G. Ewers), Hans Peschke (Harvey Patton) und Hans Joachim Alpers. Gelegentlich wird behauptet, neben E. C. Tubb habe auch Lin Carter an der Cap-Kennedy-Serie mitgearbeitet, das trifft jedoch nicht zu.

Bis Ausgabe 22 hieß die Reihe Commander Scott – Agent der Erde, danach Commander Scott – Die Weltraum-Abenteuer des Agenten der Erde. Gleichzeitig wurde auch das Layout der Reihe leicht modifiziert. Die Hefte erschienen in einem 14-tägigen Rhythmus.

Daniel Herbst

Daniel Herbst ist das gemeinsame Pseudonym der Science-fiction-Autoren Hans Joachim Alpers und Ronald M. Hahn.

Beide arbeiteten seit den 1970er Jahren zusammen. Unter dem Pseudonym Daniel Herbst verfassten sie bis Ende der 1980er ausschließlich Kinder- und Jugendbücher. Für ihre Arbeit an Science-Fiction-Lexika erhielten sie zweimal den Laßwitz Sonderpreis.

Formicula

Formicula (Originaltitel: Them!) ist ein US-amerikanischer SciFi-Horrorfilm in Schwarz-Weiß aus dem Jahr 1954 mit James Whitmore, James Arness und Edmund Gwenn in den Hauptrollen.

1955 wurde der Film in der Kategorie „Beste visuelle Effekte“ für den Oscar nominiert.

Gemini Science Fiction

Die Romanheft-Reihe Gemini Science Fiction wurde in den Jahren 1976 bis 1977 vom Kelter-Verlag in Hamburg herausgegeben. Insgesamt erschienen 47 Romane.

Die Verfasser kommen sowohl aus den Reihen der erfahrenen Autoren als auch aus der Gruppe der jungen Schriftsteller.

Zu den relativ neuen Autoren zählten neben den beiden Zeitkugel-Autoren Gerhard Merz [= Colin Yamen] und Mark Feldmann, auch Horst Hoffmann [= Neil Kenwood], Ronald M. Hahn [= Ronald M. Harris, Manuel S. Delgado und Thorn Forrester], Hans Joachim Alpers [= Mischa Morrisson] und Wilfried Hary [= W. A. Travers], außerdem Romane von Manfred Wegener und Kurt Brand [= Henry Galaxis].

Abgesehen von drei Übersetzungen sind die erschienenen Titel deutsche Originalausgaben. Die Romane waren in sich abgeschlossen, die Reihe hatte also keinen Fortsetzungscharakter. Da sich der Verlag von einer Neuauflage der Serie Ren Dhark mehr versprach, wurde die Reihe 1977 eingestellt.

Die ersten vier Romane wurden auch in einem Sammelband in Taschenbuchform veröffentlicht.

Hanns Kneifel

Hanns Kneifel (eigentlich Johannes Wilhelm Rudolf Kneifel; * 11. Juli 1936 in Gleiwitz; † 7. März 2012 in München) war ein deutscher Schriftsteller, bekannt vor allem als Verfasser von Science-Fiction und hier als Autor zahlreicher Perry-Rhodan-Romane.

Hans Joachim Alpers

Hans Joachim Alpers (* 14. Juli 1943 in Wesermünde; † 16. Februar 2011 in Niebüll) war ein deutscher Verleger und Schriftsteller. Unter seinem richtigen Namen, aber auch unter den Pseudonymen Jürgen Andreas, Thorn Forrester, Gregory Kern, Mischa Morrison, P. T. Vieton und Jörn de Vries verfasste er mehrere Science-Fiction- und Fantasy-Romane. Gemeinsam mit Ronald M. Hahn verfasste Werke erschienen unter dem Pseudonym Daniel Herbst.

Helmuth W. Mommers

Helmuth W(ilhelm) Mommers (* 16. November 1943 in Wien) ist ein österreichischer Herausgeber, Übersetzer und Autor von Science-Fiction-Kurzgeschichten, literarischer Agent und Zeichner.

Horst Pukallus

Horst Dieter Pukallus (* 14. April 1949 in Düsseldorf; Pseudonyme: Henry Robert, Henry Roland) ist ein deutscher Schriftsteller und Übersetzer.

Kurd-Laßwitz-Preis

Der Kurd-Laßwitz-Preis ist ein undotierter Preis, der jährlich von Autoren, Übersetzern, Herausgebern, Verlegern, Lektoren, Graphikern und Fachjournalisten der deutschsprachigen Science-Fiction vergeben wird. Mit Hilfe des Kurd-Laßwitz-Preises werden herausragende Leistungen vor allem im Bereich der deutschsprachigen Science-Fiction geehrt, um damit die Preisträger und die deutschsprachige Science-Fiction zu unterstützen.

Der Preis wurde 1980 nach dem Vorbild des amerikanischen Nebula Award ins Leben gerufen und nach dem deutschen Science-Fiction-Autor Kurd Laßwitz benannt. Ausgezeichnet wird jährlich die beste Produktion des Vorjahres. Der Preis wurde zunächst in sechs Kategorien vergeben („Roman“, „Erzählung“, „Kurzgeschichte“, „Übersetzer“, „Graphiker“ sowie „Sonderpreis“); 1983 wurde die Kategorie „Bester ausländischer Roman“ aufgenommen, die 1997 in „Bestes ausländisches Werk“ umbenannt wurde. 1987 folgten die Kategorien „Hörspiel“ und „Film“. Während die Kategorie „Hörspiel“ seit 1993 eine eigene Jury besitzt, wurde die Kategorie „Film“ 1996 in die Kategorie „Sonderpreis“ integriert. 1997 wurden die Kategorien „Erzählung“ und „Kurzgeschichte“ zusammengefasst und seit 2001 entscheidet in der Kategorie „Übersetzung“ eine Fachjury.

Nominierung und Abstimmung erfolgt durch die Abstimmungsberechtigten, d. h. der im Bereich der Science-Fiction professionell tätigen Autoren, Übersetzer, Graphiker, Lektoren, Verleger, Fachjournalisten und ehemaligen Preisträger. Die Abstimmungsberechtigung und das Abstimmungsverfahren wird in den Statuten des Kurd-Laßwitz-Preises festgelegt. Im Abstimmungsergebnis wird nur nach Gewinner und Nominierungen unterschieden, auch wenn auf der Website des Preises zusätzlich Angaben über die Anzahl der pro Nominierung erreichten Punkte der Abstimmung zu finden sind. Diese dienen reinen Informationszwecken.

Seit 1991 wird die Verleihung von Udo Klotz organisiert. Seit 2000 (abwechselnd seit 2007) finden die Verleihungen bei dem Elstercon in Leipzig und dem Penta-Con in Dresden statt.

L. D. Palmer

L. D. Palmer ist ein von den deutschen Science-Fiction-Autoren Uwe Anton und Ronald M. Hahn gemeinschaftlich genutztes Pseudonym.

1980 erhielt Anton unter diesem Pseudonym einen Eintrag im von Hans Joachim Alpers u. a. edierten Lexikon der Science Fiction Literatur. Dabei wurde für Anton versehentlich ein Bild von Raymond A. Palmer verwendet, der zu diesem Zeitpunkt bereits verstorben war.

Nova (Magazin)

Nova ist ein 2002 von Ronald M. Hahn, Michael K. Iwoleit und Helmuth W. Mommers gegründetes deutschsprachiges Magazin für Science Fiction. Die Herausgeber definieren den Schwerpunkt des Magazins auf der neuen deutschsprachigen Science-Fiction-Kurzgeschichte. Erstveröffentlichungen machen den Hauptteil aus, ergänzt um Übersetzungen internationaler Beiträge sowie populärwissenschaftliche Artikel und Essays. Mit Ausnahme der im Bahnhofsbuchhandel erschienenen Ausgabe 20 (2012) ist Nova bislang nur direkt über den Verlag und diverse Internetplattformen erhältlich.

Nova zählt neben phantastisch!, Exodus und dem Quarber Merkur zu den wichtigsten deutschen Science-Fiction-Magazinen. Seit der Erstausgabe wurden in Nova erschienene Geschichten mehrfach für den Kurd-Laßwitz-Preis und den Deutschen Science-Fiction-Preis (DSFP) nominiert. Zweimal (2004 und 2006) gewann eine nominierte Geschichte davon den DSFP.

Nova erscheint (trotz der Selbstbezeichnung als Magazin) bis heute im Taschenbuch- bzw. Paperbackformat, mit in der Regel rund 160–190 Seiten pro Ausgabe, seit Ausgabe 23 (erschienen 2015) etwas erhöht mit rund 230 Seiten (bisherige unübliche Ausreißer nach oben: Ausgabe 17 mit ca. 230 Seiten und Ausgabe 24 mit ca. 280 Seiten). In den bisher (Stand 2018) 16 Jahren seines Bestehens konnte der Preis von Nova recht konstant bei ca. 13–14 EUR gehalten werden.

Die aktuelle Ausgabe (Stand Juni 2018) ist Heft 26.

Paul van Herck

Paul van Herck (geboren am 19. Mai 1938 in Berchem, Antwerpen; gestorben am 19. Juni 1989) war ein belgischer Science-Fiction-Autor.

Peter von Tramin

Peter von Tramin (eigentlich Peter Richard Oswald Tschugguel; * 9. Mai 1932 in Wien; † 14. Juli 1981 ebenda) war ein österreichischer Schriftsteller.

Rolf Giesen

Rolf Giesen (* 4. Juli 1953 in Moers) ist ein deutscher Filmwissenschaftler, Filmjournalist und Sachbuchautor. Er ist einer der führenden deutschen Spezialisten für den Fantastischen Film, Trickfilm und Horrorfilm, durch den er zu Beginn der 1980er-Jahre den weitverbreiteten Titel „Dr. Horror“ erhielt.

Thomas Ziegler (Schriftsteller)

Thomas Ziegler (eigentlich Rainer Friedhelm Zubeil; * 18. Dezember 1956 in Könau; † 11. September 2004 in Köln) war ein deutscher Science-Fiction-Schriftsteller und Übersetzer. Weitere Pseudonyme waren Helmut Horowitz, Tommy Z., John Spider und Henry Quinn.

Thorn Forrester

Thorn Forrester ist das Pseudonym mehrerer Autoren phantastischer Literatur.

Unter dem Sammelpseudonym veröffentlichten in den 1970er und 1980er Jahren v. a. Ronald M. Hahn, jedoch auch Hans Joachim Alpers, Harald Buwert, Gerd Maximovic und Uwe A. Thomas einige Heftromane in den Reihen Gemini Science Fiction, SF Science Fiction und Erber’s Grusel Krimi.

Uwe Anton

Uwe Anton (* 5. September 1956 in Remscheid) ist ein deutscher Science-Fiction-Schriftsteller und Übersetzer.

Werner Fuchs (Verleger)

Werner Fuchs (* 17. August 1949 Hüttlingen-Sulzdorf bei Aalen) ist ein deutscher Verleger, Autor, Herausgeber und Rollenspiel-Pionier.

Wolfgang Jeschke

Wolfgang Jeschke (* 19. November 1936 in Tetschen, Tschechoslowakei; † 10. Juni 2015 in München) war ein deutscher Schriftsteller, Verlagslektor und Herausgeber etwa von Buchreihen im Heyne Verlag aus dem Bereich der Science-Fiction-Literatur. Neben zahlreichen Werken gab er über 100 für die deutsche Science-Fiction-Literatur mitbestimmende Anthologien heraus sowie die Science-Fiction-Jahrbücher, die neben literarischen Entdeckungen vor allem sekundärliterarische Beiträge wie Essays und Interviews zur Science-Fiction enthalten. Er gilt als eine der prägenden Figuren der deutschsprachigen Science-Fiction.

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