Rio Miño

Der Río Miño (spanisch und galicisch) bzw. Rio Minho (portugiesisch) ist ein 310 Kilometer[1] langer Fluss im Nordwesten der Iberischen Halbinsel. Er fließt durch die autonome Gemeinschaft Galicien in Spanien und bildet in seinem Unterlauf auf 70 Kilometern Länge die Grenze zu Portugal.

Río Miño
Lage des Miño

Lage des Miño

Daten
Lage Spanien, Portugal
Flusssystem Río Miño
Quelle Serra de Meira, Provinz Lugo, Spanien
43° 11′ 21″ N, 7° 31′ 45″ W
Quellhöhe ca. 695 m
Mündung bei Caminha in den AtlantikKoordinaten: 41° 51′ 55″ N, 8° 52′ 11″ W
41° 51′ 55″ N, 8° 52′ 11″ W
Mündungshöhe m
Höhenunterschied ca. 695 m
Sohlgefälle ca. 2,3 ‰
Länge 308 km
Einzugsgebiet 12.486 km²
Abfluss MQ
340 m³/s
Großstädte Ourense
Mittelstädte Lugo
Kleinstädte Tui, Caminha
Río Miño bei Tui

Río Miño bei Tui

Verlauf

Der Río Miño hat seinen Ursprung im Zusammenfluss mehrerer Quellflüsse im Pedregal de Irimia in den Bergen der Serra de Meira, einem westlichen Ausläufer des Kantabrischen Gebirges in der Provinz Lugo. Anschließend fließt er zumeist in südliche und südwestliche Richtungen; zwischen der portugiesischen Kleinstadt Caminha und dem spanischen A Guarda (span. La Guardia) am Fuße des Berges Santa Trega (span. Santa Tecla) mündet der Miño in den Atlantik. Die letzten 33 Kilometer des Flusses sind schiffbar.

Nebenflüsse

Der Río Miño hat zahlreiche Nebenflüsse – die wichtigsten sind der Río Sil, der Río Arnoia, der Río Avia, der Río Neira, der Río Ladra und der Río Búbal.

Stauseen

Bis zur spanisch-portugiesischen Grenze gibt es fünf Stauseen (encoros) am Río Miño, danach bis zur Mündung keinen mehr.

  • Encoro de Belesar, 654 hm3
  • Encoro de Peares, 182 hm3
  • Encoro de Velle, 17 hm3
  • Encoro de Castrelo de Miño, 60 hm3
  • Encoro de Frieira, 44 hm3

Orte

Bedeutende Ortschaften und Städte entlang des Río Miño sind die alten Bischofsstädte und Provinzhauptstädte Lugo und Ourense sowie die Orte Tui und Valença, bekannt ist auch das am Jakobsweg gelegene Portomarín, das dem Belesar-Stausee weichen musste und 50 Meter höher neu aufgebaut wurde. Der Fluss hieß in der Antike Minius und hatte den gleichen Verlauf wie heute, führte aber mehr Wasser. Bei Valença überquert den Fluss etwa sechs Kilometer südwestlich der Stadt eine einbogige römische Brücke, die Ponte Velha von Chamozinhos.

Nutzung

Im Mittelalter wurde der Río Miño als Verkehrs- und Handelsweg genutzt; auch Fischfang (Lachs etc.) wurde betrieben. Bereits in römischer Zeit begann man mit dem Anbau von Rebstöcken; die Weißweine aus der Anbauregion Minho VR sind in Aussehen und Geschmack dem Vinho Verde vergleichbar. Die fünf Staussen dienen der Flussregulierung und der Stromerzeugung.

Ökologie

Die intensive landwirtschaftliche Nutzung der Uferzonen und die Einleitung von ungeklärten Abwässern haben zu einer erheblichen Verschmutzung des Flusses geführt. Wegen der Staumauern und der Verschmutzung gelangen kaum noch Wanderfische wie Lachse und Meerforellen flussaufwärts zu ihren Laichplätzen; Aale und Neunaugen gelangen nicht mehr von den Flüssen ins Meer.

Siehe auch

Weblinks

Anmerkungen

  1. Die Angaben zu Länge und Quellhöhe des Flusses weichen in den verschiedenen Beiträgen zum Teil deutlich voneinander ab – am zuverlässigsten scheint noch diese Quelle zu sein.
A Guarda

A Guarda (offizielle Bezeichnung in galicischer Sprache; spanisch La Guardia) ist eine spanische Gemeinde der Comarca von O Baixo Miño in der Provinz Pontevedra, Galicien. Sie befindet sich an der spanisch-portugiesischen Grenze am Grenzfluss Rio Miño. Wichtigste Sehenswürdigkeit ist die archäologische Fundstätte des Keltendorfes Castro de Santa Tegra.

Bela (Portugal)

Bela ist eine Gemeinde (Freguesia) im nordportugiesischen Kreis Monção. In ihr leben 697 Einwohner (Stand 30. Juni 2011). Bela liegt nahe der spanischen Grenze, die hier durch den Rio Miño gebildet wird.

Castro von Santa Trega

Das rekonstruierte Castro von Santa Trega (spanisch Santa Tecla) ist eine archäologische Stätte am Monte de Santa Tecla, südlich von A Guarda (spanisch La Guardia) in der Provinz Pontevedra, oberhalb der Mündung des Rio Miño, der die Grenze zu Portugal bildet, im südwestlichen Galicien in Spanien.

Das Castro oder Chafurdão gehört zur in Galicien verbreiteten keltischen Castrokultur und ist eines der meistbesuchten galicischen Castros. Es wurde 1913 anlässlich des Baus einer Schnellstraße entdeckt. Vorherrschend sind Rundbauten, aber es gibt auch ovale und quadratische, letztere mit römischem Einfluss. Im Jahr 1931 wurde es zum National Monument erklärt.

Auf dem Berg sind Petroglyphen zu sehen, die etwa 2.000 Jahre älter sind als das Fort, das nach Ergebnissen der Ausgrabung durch Antonio de la Peña Santos in den 1980er Jahren zwischen dem 1. Jahrhundert v. Chr. und nach Beginn der Romanisierung von Galizien, im 1. Jahrhundert n. Chr. in Nutzung war. Dann begann ein langwieriger Prozess der Nutzungsaufgabe, der in spätrömischer Zeit durch sporadische Besetzungen unterbrochen wurde. Der Hügel wurde seit dem 6. Jahrhundert v. Chr. von Kelten besiedelt. Die in den Grundrissen erhaltene Anlage wurde teilweise rekonstruiert. Fundstücke der Ausgrabung können in dem kleinen Museum besichtigt werden.

Castro von Santa Trega

Estadio Anxo Carro

Das Estadio Anxo Carro (galicisch: Estadio Anxo Carro, kastilisch: Estadio Ángel Carro) ist ein Fußballstadion in der spanischen Stadt Lugo. Es dient dem Verein CD Lugo als Heimstätte.

García (Galicien)

García (* 1042; † 22. März 1090) war ein König von Galicien aus dem Haus Jiménez.

Kloster Meira

Das Kloster Meira (Santa María de Meira) ist eine ehemalige Zisterzienserabtei in Galicien in Spanien. Es liegt im Concello Meira in der gleichnamigen Comarca der Provinz Lugo rund 34 km nordnordöstlich von Lugo an der Hauptstraße (N 640) nach Castropol, in der Nähe des Ursprungs des Rio Miño.

Kloster Melón

Das Kloster Melón (Santa María de Melón) ist eine ehemalige Zisterzienserabtei in der Provinz Ourense in Galicien in Spanien. Es liegt im Ribeiro rund 7 km südwestlich von Ribadavia und rund 40 km westlich von Ourense (Orense), nahe der Autovía von Ourense nach Vigo und nicht weit vom Rio Miño.

Lugo

Lugo ist eine Stadt in der gleichnamigen Provinz in der Autonomen Region (Comunidade Autónoma) Galicien im Nordwesten Spaniens. Sie wird vom Rio Miño durchflossen und hat 98.025 Einwohner (Stand 1. Januar 2018).

Mera (Begriffsklärung)

Mera bezeichnet:

Mera, einen Fluss in der Schweiz und Italien

Mera (Wolga), einen Nebenfluss der Wolga in Russland

Mera (Milcov), einen Nebenfluss des Milcov im Flusssystem der Donau in Rumänien

Mera (Nadăș), einen Nebenfluss des Nadăș im Flusssystem der Donau in Rumänien

Mera (Ría de Ortiguera), einen Fluss zur Ría de Ortiguera in der spanischen Region Galicien

Mera (Tambre), einen Nebenfluss des Tambre in der spanischen Region Galicien

Mera (Rio Miño), einen Nebenfluss des Rio Miño in der spanischen Region Galicien

Mera (Mera), einen Nebenfluss der Mera (Rio Miño)

Méra, einen Ort in Ungarn

Mera (Vrancea), eine Gemeinde im Kreis Vrancea (Rumänien)

Mera (Cluj), ein Dorf im Kreis Cluj (Rumänien)

(3553) Mera, einen AsteroidMera ist der Familienname folgender Personen:

Denisse Mera (* 1991), ecuadorianische Badmintonspielerin

Juan León Mera (1832–1894), ecuadorianischer Schriftsteller

Rosalía Mera (1944–2013), spanische Unternehmerin

Sandra Ortega Mera (* 1968), spanische Unternehmerin und Milliardärin

Yoshikazu Mera (* 1971), japanischer CountertenorSiehe auch:

Meera

Merah

Mehra

Meira

MERA Bildungsholding

Mera Peak, Gipfel im Himalaya

Minho

Minho steht für:

Rio Minho, Fluss in Spanien und Portugal, siehe Rio Miño

Rio Minho, Fluss in Jamaika, siehe Rio Minho (Jamaika)

Minho (Provinz), ein früheres portugiesisches VerwaltungsgebietNamensbestandteil von Verwaltungseinheiten in Portugal:

Geraz do Minho, Gemeinde im Kreis Póvoa de Lanhoso, Distrikt Braga

Vieira do Minho (Freguesia), Gemeinde im Kreis Vieira do Minho, Distrikt Braga

Vieira do Minho, Kreis im Distrikt Braga

Minho-Lima, Subregion in PortugalSiehe auch:

Mino

Min-ho

Universität Minho

Mino

Mino bezeichnet:

einen Fluss auf der iberischen Halbinsel, siehe Rio Miño

eine ehemalige japanische Provinz, siehe Provinz Mino

eine Stadt in der japanischen Präfektur Ōsaka, siehe Minō

eine ehemalige Stadt in der Präfektur Kagawa in Japan, heute Teil von Mitoyo, siehe Mino (Kagawa)

eine Stadt in der japanischen Präfektur Gifu, siehe Mino (Gifu)

einen Gemeindebezirk in der Provinz A Coruña in Galicien, siehe Miño (A Coruña)

eine vom ZDF ausgestrahlte Weihnachtsserie aus dem Jahre 1986, siehe Mino – Ein Junge zwischen den Fronten

eine Vogelgattung aus der Familie der Stare (Sturnidae), siehe Mino (Gattung)

eine der fünf klassischen Schwertschmiedetraditionen, siehe Mino-Tradition

den Markennamen des ehemaligen US-amerikanischen Automobilherstellers Mino Cyclecar CompanyMiño ist der Familienname folgender Personen:

Fausto Miño (* 1981), ecuadorianischer Pop-Sänger und Schauspieler

Juan Paz y Miño (Familienname Paz y Miño), ecuadorianischer Historiker und Publizist

Juan Sánchez Miño (* 1990), argentinischer Fußballspieler

Rubén Miño (* 1989), spanischer FußballtorwartMino ist das Pseudonym von:

Dominique Mucret (* 1952), belgische SängerinMino ist ein Namensbestandteil von:

Mino da Fiesole (um 1430–1484), italienischer Architekt und BildhauerSiehe auch:

Minho

Minno

Ourense

Ourense (kastilisch Orense, siehe Name) ist eine Stadt im Nordwesten Spaniens am Rio Miño in der Autonomen Region Galicien (galicisch: Comunidade Autónoma de Galicia). Ourense ist Regierungssitz der gleichnamigen Provinz.

Provinz Pontevedra

Die spanische Provinz Pontevedra gehört zur Autonomen Gemeinschaft Galicien. Die Provinz nimmt den südwestlichen Teil Galiciens ein. Hauptstadt der Provinz ist die gleichnamige Stadt Pontevedra.

Die Provinz Pontevedra grenzt im Norden an die Provinz A Coruña, im Osten an die Provinzen Lugo und Ourense, im Süden an Portugal und im Westen an den Atlantischen Ozean. Die Grenze zu Portugal, und zuvor schon einen Abschnitt der Grenze zur Provinz Ourense bildet der Rio Miño.

Die Provinz hat 941.772 Einwohner (Stand: 2018), von denen 82.802 in der Provinzhauptstadt Pontevedra leben.

Die Provinz Pontevedra gliedert sich in 10 Comarcas und 62 Gemeinden.

Rato

Rato ist der Name von:

Rodrigo Rato, ehemaliger spanischer WirtschaftsministerRato bezeichnet

Rato (Miño), einen Zufluss des Rio Miño

Die Abkürzung RATO bezeichnet:

RATO, Rocket-assisted take-off, eine FlugzeugabhebehilfeSiehe auch:

Rateau

Ratto

Ribeiro (Weinbaugebiet)

Ribeiro (galicisch für „Uferland“) ist ein spanisches Weinbaugebiet in der nordwestlichen Region Galicien und liegt nahe der portugiesischen Grenze. Rund 2685 Hektar bestockter Rebflächen (Stand 2005) in Flachlagen sowie Hanglagen zwischen 75 und 400 m liegen in einem dreieckförmigen Gebiet beidseitig des Rio Miño sowie seiner Nebenflüsse Avia, Arnoia und Barbantiño im Nordwesten der Provinz Ourense.

Das Weinbaugebiet verteilt sich auf die 13 Gemeinden Ribadavia, Arnoia, Castrelo de Miño, Carballeda de Avia, Leiro, Cenlle, Beade, Punxín und Cortegada sowie Teilbereiche der Gemeinden Boborás, San Amaro, Toén, Carballiño und Ourense.

Häufig wird das Weinbaugebiet in die Subzonen Ribeiro de Avia, Ribeiro del Miño und Ribeiro de Arnoia aufgeteilt.

Seit Juli 1957 verfügt das Gebiet über den Status einer D.O. Die Vorschriften werden im Allgemeinen streng überwacht.

Insgesamt füllen 109 Bodegas die Weine der 5.983 Winzer der Region ab und vermarkten sie. Über 90 % der Produktion ist dabei für den Inlandsmarkt bestimmt.

Siehe auch den Artikel Weinbau in Spanien.

Río Deva

Río Deva ist der Name folgender Flüsse in Spanien:

Río Deva (Kantabrien), Zufluss des Ría de Tina Mayor

Río Deva (Celanova), Zufluss des Rio Miño, Provinz Ourense, Galicien

Río Deva (Paradanta), Zufluss des Rio Miño, Provinz Pontevedra, Galicien

SIL

Sil steht für:

Künstlername von Silvy de Bie (* 1981), belgische Sängerin

Sil, Nebenfluss des Rio Miño in Nordwestspanien

Sil (Ort), Dorf im Rajon Welykyj Beresnyj, Ukrainesil steht für:

Sisaala Tumulung (ISO-639-3-Code), Dialekt von Sisaala (Sprache) in GhanaSIL steht für:

Sachplan Infrastruktur der Luftfahrt, ein Instrument der schweizerischen Verkehrspolitik

Safety Integrity Level, siehe Sicherheitsanforderungsstufe

Sawod imeni Lichatschowa (SIL bzw. ZIL), russisches Automobilunternehmen

Silver Airways, eine amerikanische Fluggesellschaft (ICAO-Code)

Silver-Locus, ein Genort, dessen Produkt eine Rolle in der Melaninsynthese spielt

Single in Line, eine einreihige Pinanordnung bei Halbleitergehäusen, siehe Liste von Halbleitergehäusen #Plastikgehäuse für Gleichrichter

Smithsonian Institution Libraries, Vereinigung von Bibliotheken in den Vereinigten Staaten und Panama

Societas Internationalis Limnologiae, siehe International Society of Limnology

Software in the Loop (SiL), eine Methode zum Testen von Software

Speech Interference Level, eine Messgröße in der Akustik

Summer Institute of Linguistics, siehe SIL International

SIL Open Font License, Schriftlizenz von SIL InternationalSiehe auch:

Sill (Begriffsklärung)

Siel (Begriffsklärung)

Siehl

Sil

Der Río Sil ist ein 228 km langer Nebenfluss des Miño in Nordwestspanien; er ist der größte Nebenfluss des Miño. Der Sil ist auch der wasserreichere der beiden Flüsse. Dies kommt zum Ausdruck im lokalen Ausspruch El Sil lleva el agua y el Miño la fama („Der Sil liefert das Wasser und der Miño erntet den Ruhm“).

Tui (Galicien)

Tui (spanisch Tuy) ist eine spanische Grenzstadt zu Portugal im Süden der Autonomen Region Galicien.

Sie bildet auf Seiten Galiciens den wichtigsten Grenzübergang zu Portugal. Die Grenze verläuft im Fluss Rio Miño, an dessen rechtem Ufer die Stadt liegt.

Tui ist Sitz des römisch-katholischen Bistums Tui-Vigo.

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