Rettiche

Die Rettiche (Raphanus; lat. für Rettich, gr. ῥάφανος/ῥαφανίς) bilden eine Pflanzengattung in der Familie der Kreuzblütengewächse (Brassicaceae). Es gibt etwa drei Arten, die überwiegend im Mittelmeerraum beheimatet sind. Mit dem als Gewürz verwendeten Meerrettich (Armoracia rusticana) sind sie nicht näher verwandt.

Rettiche
Weißer Bier-Rettich der Sorte 'Summer Cross'

Weißer Bier-Rettich der Sorte 'Summer Cross'

Systematik
Rosiden
Eurosiden II
Ordnung: Kreuzblütlerartige (Brassicales)
Familie: Kreuzblütler (Brassicaceae)
Tribus: Brassiceae
Gattung: Rettiche
Wissenschaftlicher Name
Raphanus
L.

Beschreibung

Raphanus raphanistrum Sturm40
Illustration von Acker-Rettich, Hederich (Raphanus raphanistrum)

Rettich-Arten sind einjährige bis zweijährige krautige Pflanzen. Die Wurzeln sind dünn bis fleischig und es wird je nach Art und Kulturform eine Rübe ausgebildet, die in Größe, Form und Farbe bei den Sorten sehr unterschiedlich sein kann. Die oberirdischen Pflanzenteile sind selten kahl, meist flaumig oder borstig mit einfachen Trichomen behaart. Die aufrechten Stängel können verzweigt sein. Die wechselständig grundständig und am Stängel verteilt angeordneten Laubblätter sind lang bis sehr kurz gestielt. Die Blattspreiten sind leierförmig-gelappt bis fiederteilig. Der Blattrand ist gelappt bis gezähnt.

Die Blütenstandsachse des anfangs schirmtraubigen Blütenstandes verlängert sich bis zur Fruchtreife meist stark und wird bald traubig. Ein Blütenstand enthält mehrere Blüten. Die zwittrigen Blüten sind vierzählig. Die vier aufrechten, freien Kelchblätter sind schmal länglich, selten linealisch und das seitliche Paar besitzt undeutlich ausgebildete Säcke an ihrer Basis. Die vier freien, genagelten Kronblätter sind breit verkehrt-eiförmig bis selten fast kreisförmig sowie stumpf oder gerundet und länger als die Kelchblätter. Die Farben der Kronblätter sind weiß bis creme-weiß, gelblich oder rosafarben bis rötlich-violetten meist mit dunkleren Nerven. Es sind sechs Staubblätter vorhanden mit länglichen bis länglichen-linealischen Staubbeuteln. Es sind vier Nektardrüsen vorhanden.

Die ledrigen, meist zylindrischen, spindelförmigen, lanzettlichen oder eiförmigen, selten linealischen, länglichen oder ellipsoiden Gliederschoten besitzen mehrere einzelne Glieder die sich bei Reife ablösen.

Die Chromosomengrundzahl beträgt x = 9.

Raphanus raphanistrum (1)
Acker-Rettich (Raphanus raphanistrum)
Flora della Sardegna 247 (14)
Acker-Rettich (Raphanus raphanistrum)
Raphanus sativus var raphanistroides1
Radieschen (Raphanus sativus var. sativus)
Rabano-radish-raphanus-sativus
Radieschen (Raphanus sativus var. sativus)

Vorkommen

Die ursprüngliche Verbreitung reicht bei überwiegendem Vorkommen im Mittelmeerraum vom nördlichen Afrika über Europa und Vorderasien bis nach Pakistan. Der Ackerrettich und der Garten-Rettich werden beinahe weltweit kultiviert und kommen teilweise als Neophyten sowie invasive Pflanzen vor.[1]

Inhaltsstoffe

Radi
Verzehrfertig servierter Weißer Bier-Rettich
RK 1701 1246 Radischneider
Rettichschneider, mit dem sich die oben abgebildeten Spiralen schneiden lassen

Ein normaler Rettich deckt den Tagesbedarf eines Erwachsenen an Vitamin C, er liefert etwas Eiweiß, Carotin, einige B-Vitamine, reichlich Kalium, Natrium, Magnesium, Kalzium, Phosphor, Eisen und Enzyme, vor allem aber ein schwefelhaltiges Öl, das Raphanol, sowie mehrere Senfölglykoside und Bitterstoffe, die eine antibiotische Wirkung haben, gallentreibend sind und in den Atemwegen Schleim lösen. Allerdings empfinden manche Menschen den Geruch von Rettich als unangenehm. Außerdem kann Rettich Mundgeruch verursachen.

Die rote Variante enthält außerdem einen Farbstoff aus der Gruppe der Anthocyane, der als Lebensmittelfarbe zugelassen ist.

Systematik

Die Gattung Raphanus wurde 1753 durch Carl von Linné in Species Plantarum, Band 2, Seite 669 aufgestellt. Als Lectotypus wurde 1913 Raphanus sativus L. durch N.L. Britton & A. Brown in Ill. Fl. N.U.S., ed. 2, Band 2, Seite 194 festgelegt.[2] Synonyme für Raphanus L. ist Quidproquo Greuter & Burdet und Raphanistrum Mill. Die Gattung Raphanus gehört zur Tribus Brassiceae in der Familie Brassicaceae.[3]

Rettich 2008-3-3
Geernteter Weißer Bier-Rettich

Es gibt etwa drei[3][1] Raphanus-Arten:

  • Raphanus confusus (Greuter & Burdet) Al-Shehbaz & Warwick: Sie kommt in Syrien, im Libanon, Israel, Irak und Iran vor.[3]
  • Acker-Rettich, Hederich (Raphanus raphanistrum L.): Mit den Unterarten:
    • Strand-Rettich (Raphanus raphanistrum subsp. landra (Moretti ex DC.) Bonnier & Layens) (Syn.: Raphanus landra Moretti ex DC., Raphanus maritimus Sm., Raphanus raphanistrum subsp. maritimus (Sm.) Thell.): Sie kommt in Nordafrika, auf den Kanaren, in Südeuropa, in Europa nördlich bis Großbritannien und östlich bis zur Krim vor. Auf den Azoren ist sie ein Neophyt.[3]
    • Raphanus raphanistrum subsp. raphanistrum (Raphanus raphanistrum subsp. segetum Clavaud), (Syn. Raphanus microcarpus Lange, Raphanus raphanistrum subsp. microcarpus (Lange) Thell.): Sie kommt in Nordafrika, in Makaronesien, in Europa nördlich bis Dänemark, in Westasien und im Kaukasusraum vor und ist auf den Azoren, in Großbritannien, Irland, Norwegen, Schweden und Finnland ein Neophyt.[3]
    • Schnabel-Rettich Raphanus raphanistrum subsp. rostratus (DC.) Thell. (Raphanus rostratus DC.): Sie kommt in Griechenland, in Syrien, im Libanon, in Israel und in Jordanien vor.[3]
  • Garten-Rettich (Raphanus sativus L.): Mit den Varietäten:
    • Rattenschwanz-Rettich (Raphanus sativus var. mougri H.W.J.Helm, Syn.: Raphanus caudatus L.f., Raphanus sativus var. caudatus (L.f.) H.Vilm., auch R. sativus „Rat-Tailed Radish“-Gruppe genannt)
    • Ölrettich (Raphanus sativus var. oleiformis Pers., Syn.: Raphanus sativus var. oleiferus Stokes)
    • Radies/Radieschen (Raphanus sativus var. sativus, Syn.: Raphanus sativus var. niger J.Kern., Raphanus sativus var. raphanistroides (Makino) Makino, auch R. sativus „Small or Oriental Radish“-Gruppe genannt)
    • Schwarzer Winter-Rettich, Daikon, ist keine eigene Varietät mehr; Syn.: Raphanus sativus var. macropodus Makino
    • Weißer Bier-Rettich, ist keine eigene Varietät mehr; Syn.: Raphanus sativus var. albus

Siehe auch

Quellen

  • Ihsan A. Al-Shehbaz, John F. Gaskin: Brassicaceae in der Flora of North America, Volume 7, 2010, S. 438: Raphanus - Online. (Abschnitt Beschreibung, Verbreitung und Systematik)
  • Tai-yien Cheo, Lianli Lu, Guang Yang, Ihsan Al-Shehbaz & Vladimir Dorofeev: Brassicaceae in der Flora of China, Volume 8, 2001, S. 25: Raphanus - Online. (Abschnitt Beschreibung und Verbreitung)

Einzelnachweise

  1. a b S.I. Warwick, A. Francis, R.K. Gugel: Guide to Wild Germplasm of Brassica and Allied Crops (tribe Brassiceae, Brassicaceae). In: Multinational Brassica Genome Project (Hrsg.): brassica.info. 3. Auflage. Ontario 2009 (Kapitel Taxonomic Checklist and Life History, Ecological, and Geographical Data PDF-Datei 427kB Online – Raphanus).
  2. Raphanus bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. Louis
  3. a b c d e f Raphanus im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland.

Weiterführende Literatur

  • K. Wein: Die Geschichte des Rettichs und des Radieschens. In: Die Kulturpflanze. 12/1964, Akademie-Verlag, Berlin 1964, S. 33–74.
  • Gustav Hegi: Illustrierte Flora von Mitteleuropa. Band IV/1, Parey, Berlin/Hamburg 1986, ISBN 3-489-80021-4.

Weblinks

Acker-Rettich

Acker-Rettich (Raphanus raphanistrum), auch Hederich oder Wilder Rettich genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Rettiche (Raphanus) innerhalb der Familie der Kreuzblütengewächse (Brassicaceae). Trotz seines Namens bildet er keine verdickte Wurzel und ist kein Vorfahre des Garten-Rettichs (Raphanus sativus), sondern lediglich mit ihm verwandt.

Asazuke

Asazuke (jap. 浅漬け) ist eine Methode der Japanischen Küche zur Konservierung von Speisen in Salzlake. Heute versteht man darunter meist das Einlegen bzw. Zubereiten von rohem Gemüse (Daikon, Rettiche, Chinakohl und Gurken) in eine würzende Salzlake. Die Speisen der Asazuke-Küche sind reich an Mineralien, Vitamine und Kalzium. Durch die relativ kurze Zeit und einfache Art der Zubereitung ist Asazuke auch in japanischen Haushalten populär. Asazuke ist somit dem Marinieren der Französischen Küche sehr ähnlich.Die ältesten Belege über eine Asazuke Konservierung von Gemüse datieren aus dem 7. Jahrhundert.

Erdflöhe

Die Erdflöhe (Psylliodes) sind eine Gattung der Flohkäfer (Tribus Alticini) aus der Familie der Blattkäfer (Chrysomelidae).

Garten-Rettich

Der Garten-Rettich (Raphanus sativus) ist eine Pflanzenart aus der Gattung Rettiche (Raphanus) innerhalb der Familie der Kreuzblütengewächse (Brassicaceae). Zu ihr gehört eine ganze Reihe von Nutzpflanzen, wie Radieschen und Öl-Rettich.

Kohlzünsler

Der Kohlzünsler (Evergestis forficalis) ist ein Schmetterling aus der Familie der Crambidae. Die Art ist europaweit verbreitet.

Konfitfrüchte

Als Konfitfrüchte bezeichnet man in Zuckerlösung konserviertes bzw. eingelegtes Obst und Fruchtgemüse.

Radieschen

Das Radieschen (lat. radix ‚Wurzel‘; wiss. Raphanus sativus var. sativus), auch Radies genannt, selten Monatsrettich,, eine Sorte des Garten-Rettichs, ist eine Nutzpflanze aus der Familie der Kreuzblütengewächse (Brassicaceae).

Die bis zu etwa vier Zentimeter dicke Speicherknolle schmeckt scharf, ist innen weiß und außen zumeist weinrot bis rot. Abhängig von der Sorte jedoch auch andersfärbig.

Der typische Geschmack des Radieschens wird durch ein Senföl verursacht, das bei Verletzung (durch Bearbeitung oder Anbeißen) aus den in der Pflanze enthaltenen Senfölglycosiden entsteht.

In Europa hat sich das Radieschen erst im 16. Jahrhundert etabliert, seine Herkunft ist allerdings unklar. Es verbreitete sich zuerst langsam in der französischen Küche und dann weiter in ganz Europa.

Rattenschwanzrettich

Der Rattenschwanzrettich (Raphanus sativus subsp. mougri; Syn.: Raphanus sativus L. var. mougri H.W.J. Helm) auch Schlangenrettich, Schotenrettich, Luftradies, Mogri oder Mongri genannt, ist eine Nutzpflanze aus der Familie der Kreuzblütengewächse. Er ist sehr eng mit dem Radieschen (Raphanus sativus subsp. sativus) verwandt und kommt aus Asien.

Rehbrauner Dachpilz

Der Rehbraune Dachpilz (Pluteus cervinus), auch Hirschbrauner Dachpilz genannt, ist eine Art aus der Familie der Dachpilzverwandten.

Reihenmischkultur

Die Reihenmischkultur ist eine von der Gärtnerin Gertrud Franck (* 25. September 1905; † 18. April 1996) entwickelte Form des Gemüseanbaus, bei der über einen sorgfältig geplanten Anbau von Haupt-, Zwischen-, Vor- und Nachkultur zur Verfügung stehendes Gartengelände intensiv genutzt wird. Ziel ist es, die Prinzipien der Mischkultur und der Fruchtfolge im Hausgarten optimal umzusetzen.

Kultiviert werden die Pflanzen nicht auf verschiedenen Beeten, sondern auf einem zusammenhängenden Gartenstück ohne die bei Beeten üblichen Ränder und Wege. Das Beet wird mit Hilfe von Brettern betreten, die nach der Gartenarbeit wieder entfernt werden, so dass keine verdichteten Trittwege entstehen.

Der Anbau des Gemüses und der Kräuter erfolgt auf dem Gartenstück konventionell in Reihen. In einer Reihe wird grundsätzlich eine Gemüseart angebaut; gelegentlich werden aber auch innerhalb einer Reihe verschiedene Gemüsearten mit einer einheitlichen Kulturdauer gemischt. Auf jede Reihe folgt eine weitere Reihe mit Pflanzen einer anderen Kulturdauer, wobei darauf zu achten ist, dass die Pflanzen benachbarter Reihen sich positiv beeinflussen (Mischkultur).

Unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Reifezeiten und Kulturdauern der für den Hausgarten in Betracht kommenden Gemüsearten hat Gertrud Franck die Kulturpflanzen in A-, B- und C-Kulturen eingeteilt.

A-Kulturen sind langsam wachsende Gemüsearten. Sie belegen das Beet ganzjährig ab etwa Mitte Mai bis zum Jahresende. Beispielhaft zu nennen sind für diese Gruppe Tomaten, Spätkohlarten, Gurken und Stangenbohnen. A-Kulturen erlauben zumeist eine Vorkultur in der Reihe von schnell wachsenden Pflanzen, die das Beet bereits Ende April bis spätestens Anfang Mai wieder räumen. Pflanzen dieser Gruppe werden in a-Reihen angebaut.

B-Kulturen wie Zwiebeln, Erbsen, Lauch, Möhren, Buschbohnen oder Frühkohl beanspruchen das Feld entweder in der ersten oder in der zweiten Hälfte des Gartenjahres. Die b-Reihen werden genau zwischen den a-Reihen angelegt.

C-Kulturen haben eine sehr kurze Kulturdauer bis zur Ernte. Hierzu gehören frühe Kartoffeln, Salate, Kohlrabi, Radieschen und frühe Rettiche. In den c-Reihen werden niedrige Gemüsearten mit geringem Platzbedarf und rascher Entwicklung angebaut, so dass eine mehrmalige Bestellung möglich ist. Die c-Reihen trennen die a- und b-Reihen voneinander.

Als Pflanzschema ergibt sich somit: c - a - c - b.

Zwischen den a-, b- und c-Reihen wird als Vorfrucht schon sehr früh im Jahr entweder Spinat oder an dessen Stelle die Stickstoff sammelnde Ackerbohne angebaut. Diese Vorfrucht wird entweder geerntet oder als Mulchmaterial abgehackt, sobald sie in ihrem Wachstum die übrigen Gemüsepflanzen beeinträchtigt.

Der Reihenabstand richtet sich nach dem Platzbedarf der Gemüsearten. Er kann folglich von Reihe zu Reihe variieren. Unterschiedliche Reihenabstände erschweren jedoch die Planung der Fruchtfolge, die von Jahr zu Jahr grundsätzlich durch Verschieben der Reihen um eine halbe Reihe auf die "Senfreihe" erfolgt. Es empfiehlt sich daher nicht nur für den Anfänger, feste Abstände von 50 Zentimetern von Reihe zu Reihe einzuhalten. In diesem Abstand kann dann auch wie von Gertrud Franck vorgesehen im Frühjahr im ganzen Garten der Spinat eingesät werden.

Typisch für eine Reihenmischkultur ist ständiges Mulchen, wozu entweder Rasenschnitt, Blattabfälle oder – als Mulchpflanze besonders geschätzt – die Arten der Beinwell-Gattung verwendet werden. Dies führt zu einem sehr lockeren, humusreichen Boden.

Verglichen mit anderen traditionellen Anbaumethoden im Privatgarten wird mit dieser Methode auf einer gegebenen Gartenfläche sehr viel mehr Ertrag erwirtschaftet. Nachteilig ist der hohe Arbeits- und Planungsaufwand. Ist jedoch ein Gartenplan erst einmal erstellt und erprobt, reduziert sich der Aufwand erheblich, da das Prinzip der Fruchtfolge durch bloßes jährliches Verschieben der Reihen eingehalten werden kann.

Rettich (Begriffsklärung)

Rettich ist der Familienname folgender Personen:

Alfred von Rettich (1861–1931), österreichischer Generalmajor

Franz Rettich (1765–1818), österreichischer Schauspieler und Theateragent

Hannes Rettich (1927–2004), deutscher Jurist und Ministerialbeamter im baden-württembergischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst

Johann Wilhelm Rettich (1735–1788), Lübecker Ratsherr und Schonenfahrer

Julie Rettich (1809–1866), deutsche Schauspielerin

Karl Rettich (Schauspieler) (1805–1878), österreichischer Schauspieler und Theaterregisseur

Karl Rettich (Abgeordneter) (1827–?), württembergischer Kaufmann und Landtagsabgeordneter

Karl Rettich (Maler) (1841–1904), deutscher Maler

Margret Rettich (1926–2013), deutsche Illustratorin und Kinderbuchautorin

Meno Rettich (1839–1918), Gutsbesitzer und Mitglied des Deutschen Reichstags

Rolf Rettich (1929–2009), deutscher Illustrator und Kinderbuchautor

Wilhelm Rettich (1892–1988), deutscher Komponist und DirigentSiehe auch:

Rettiche, eine Pflanze in der Familie der Kreuzblütengewächse.

Rettig

Schwarzer Winter-Rettich

Der Schwarze Winter-Rettich, oder auch nur Schwarzer Rettich (Raphanus sativus L. var. niger J. Kern., Syn.: Raphanus sativus var. longipinnatus L.H. Bailey), gehört zur Familie der Kreuzblütengewächse (Brassicaceae). Er zählt zu den zum Garten-Rettich gehörenden Herbst- und Winterrettichen wie auch die Sorte 'Münchner Bier', die weiße Rübenhaut bildet, sowie langer Blauer Herbst und Winter und dunkelvioletter Gournay.

Schwarzrückige Gemüsewanze

Die Schwarzrückige Gemüsewanze oder Schmuckwanze (Eurydema ornata, Syn.: Eurydema ornatum), ist eine Wanze aus der Familie der Baumwanzen (Pentatomidae).

Sprossachse

Die Sprossachse bezeichnet in der Botanik eines der drei Grundorgane der Pflanzen mit Kormus (veraltet: Kormophyten). Sie verbindet die der Ernährung dienenden anderen beiden Grundorgane Wurzel und Blatt miteinander in beiden Richtungen. Die Sprossachse trägt das Blätterdach und bewegt dieses möglichst günstig zu dessen Umweltbedingungen (siehe Pflanzenbewegung). Sie ist ein Organ, das sich im Zuge des Landgangs der Pflanzen entwickelt hat. Es dient der Stabilisierung, der Speicherung sowie als Transportorgan für Wasser, Nährstoffe und Assimilate. Je nach Ausprägung nennt man die Sprossachse auch Schaft, Halm, Stängel oder Stamm.

Takuan

Takuan (jap. 沢庵) ist ein traditionell eingelegter Rettich aus der japanischen Küche.

Takuan ist eine beliebte Art des Tsukemono, auf japanische Art eingelegtes Gemüse. Es wird aus Daikon, einem weißen Rettich hergestellt und in Scheiben geschnitten zu vielen Mahlzeiten gereicht oder in Streifen geschnitten für Maki-Sushi verwendet. In der japanischen Küche wird ihm eine verdauungsfördernde Wirkung zugeschrieben.

Für die Herstellung von Takuan wird Daikon zunächst einige Wochen an der Sonne getrocknet, bis er weich und biegsam geworden ist. Dann werden die Rettiche im Ganzen in einem hölzernen Einmachgefäß mit Salz und einem Mus aus Reiskleie (Nukamiso) geschichtet. Das Gefäß wird mit getrockneten Rettichblättern abgedeckt und mit einem Gewicht beschwert. Nach ungefähr sechs Monaten ist der Gärprozess abgeschlossen und der Rettich hat eine gelbe Farbe erhalten. Bei der industriellen Produktion wird die Farbe häufig durch Zugabe von Kurkuma oder künstlichen Farbstoffen erzielt.

Winterrettich

Winterrettich (japanisch 大根 daikon, wörtl.: „Große Wurzel“; chin.: 白蘿蔔 / 白萝卜 báiluóbo, wörtl.: „weißer Rettich“) ist ein mild schmeckender Riesenrettich aus Ostasien. Es handelt sich um eine Zuchtform des Garten-Rettichs (wiss.: Raphanus sativus). Andere Namen sind Daikon-Rettich, Japanischer oder Chinesischer Rettich und in Indien Mooli. Es gibt viele Sorten des Daikon. Wissenschaftlich wird er als eigene Varietät, Raphanus sativus var. longipinnatus, klassifiziert oder zusammen mit den europäischen Rettich-Sorten in einer Sortengruppe, Raphanus sativus Radish Group, vereint.

Wurzelgemüse

Als Wurzelgemüse werden küchensprachlich essbare, nährstoffreiche Speicherwurzeln zusammengefasst, die Rüben ausbilden. Zu ihnen zählen z. B.:

Haferwurzel

Karotten

Knollensellerie

Nachtkerzen

Pastinaken

Petersilienwurzeln

Radieschen

Rettiche

Rote Bete

Schwarzwurzeln

Speiserüben

Steckrüben

Süßkartoffel

Topinambur

Yacón

Yambohne

Yamswurzel

ZuckerwurzelnDie oft süßlich schmeckenden und teilweise sehr aromatischen Wurzelgemüse können gekocht, gebraten, eingelegt oder roh verzehrt werden. Einige von ihnen sind Bestandteil des Suppengrüns (auch Wurzelgemüse, Wurzelwerk oder Wurzelzeug genannt).

Ölrettich

Der Ölrettich ist je nach Autor meist eine Varietät Raphanus sativus var. oleiformis Pers. oder selten eine Unterart Raphanus sativus subsp. oleiferus (Stokes) Metzg. des Garten-Rettichs (Raphanus sativus L.) aus der Familie der Kreuzblütengewächse (Brassicaceae).

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