Philippa Strache

Pia Philippa Strache[1] (* 1. Dezember 1987 als Pia Philippa Beck in Wien)[2] ist eine österreichische Moderatorin, Politikerin (FPÖ) sowie ehemaliges Model.

Philippa Strache - FPÖ-Neujahrstreffen 2019
Philippa Strache beim FPÖ-Neujahrstreffen (2019)

Leben

Strache war fünf Jahre Assistentin von Josef Cap im Parlamentsklub der SPÖ.[3][4] Zwischen 2012 und 2013 war sie als Pressesprecherin des Teams Stronach tätig. Im Jahr 2016 war sie Moderatorin beim neu gegründeten Nachrichten-Spartensender oe24.tv.[5] Zusätzlich moderiert sie im Youtube-Kanal der FPÖ FPÖ TV.[6]

Von Sommer 2018 bis Herbst 2019[7] war Strache ehrenamtliche Tierschutzbeauftragte der FPÖ. Zudem war sie für den Auftritt ihres Ehemanns, des damaligen Vizekanzlers Heinz-Christian Strache (FPÖ), in den sozialen Medien verantwortlich.[8] Für diese Tätigkeiten soll Strache ein monatliches Gehalt von 9500 Euro bezogen haben.[9]

Strache kandidierte bei der Nationalratswahl 2019 für die FPÖ. Ihr endgültiger Einzug in den Nationalrat war wegen Diskussionen um Spesenabrechnungen und wegen der Wahlarithmetik zunächst unklar.[10]

Am 7. Oktober teilte die FPÖ mit, dass Harald Stefan auf sein Grundmandat verzichten und somit über die Landesliste in den Nationalrat einziehen wolle, wodurch Strache kein Mandat erhalten hätte.[11], allerdings gab am 9. Oktober 2019 die Landeswahlbehörde bekannt, dass Harald Stefan nicht auf sein Grundmandat verzichten darf und Strache somit definitiv über die Landesliste ein Mandat zusteht. Daraufhin erklärten der Bundesparteiobmann Norbert Hofer und der designierte Klubobmann Herbert Kickl umgehend, dass die FPÖ Philippa Strache nicht in ihren Parlamentsklub aufnimmt.[12]Am 9. Oktober 2019 wies ihr die Wiener Landeswahlbehörde ein Mandat zu.[13]

Positionen

Strache unterstützte den Vorschlag zu einem 12-Stunden-Tag,[14] kritisierte die Veröffentlichung eines kontroversen FPÖ-Videos, welches die e-card in Verbindung mit Migration brachte,[8] unterstützte das Kopftuchverbot für Minderjährige,[5] setzte sich gegen eine allgemeine Beißkorb- und Leinenpflicht ein[15] und befürwortete die freie Entscheidung zur Ablegung des Hundeführscheins.[16]

Privates

Ihre Beziehung mit Heinz-Christian Strache begann im Herbst 2015; ihren ersten gemeinsamen öffentlichen Auftritt hatten sie im Jänner 2016 beim Jägerball in Wien. Die Hochzeit folgte am 7. Oktober 2016. Am 1. Jänner 2019 gebar sie einen Sohn.[17][18]

Einzelnachweise

  1. Nationalratwahl 2019 – Freiheitliche Partei Österreichs (FPÖ). In: Bundesministerium für Inneres. Abgerufen am 10. Oktober 2019.
  2. Conny Bischofberger: Streit um Hunde: Jetzt spricht Philippa Strache. In: Kronen Zeitung. 31. März 2019, abgerufen am 10. Oktober 2019.
  3. Ida Metzger: Philippa Strache: Zweite First Lady mit Polit-Ambitionen. In: Kurier. 15. Juni 2019, abgerufen am 7. Oktober 2019.
  4. Harald Fidler: Ausländerfeindlich ist Heinz-Christian Strache nicht, weiß Frau Philippa. In: derStandard. 29. Juni 2018, abgerufen am 10. Oktober 2019.
  5. a b Fellner! Live: Philippa Strache im Interview. In: Youtube. OE24.TV, 20. November 2018, abgerufen am 10. Oktober 2019.
  6. Wer ist Philippa Strache? In: News.at. 10. Oktober 2019, abgerufen am 9. Oktober 2019.
  7. Philippa Strache verliert Rolle als FPÖ-Tierschutz-Beauftragte. In: Die Presse. 9. Oktober 2019, abgerufen am 9. Oktober 2019.
  8. a b Philippa Strache bei STÖCKL. In: Youtube. Österreich zuerst, 25. November 2018, abgerufen am 10. Oktober 2019.
  9. Salzburger Nachrichten: Philippa Strache soll 9.500 Euro FPÖ-Gehalt bekommen haben. In: Salzburger Nachrichten. 3. Oktober 2019, abgerufen am 5. Oktober 2019.
  10. Nina Weißensteiner: Blauer Unmut über Philippa Strache wächst - derStandard.at. In: Der Standard. 3. Oktober 2019, abgerufen am 3. Oktober 2019.
  11. https://www.derstandard.at/story/2000109617337/strache-repostet-auf-facebook-totgesagte-leben-laenger
  12. Mandat für Philippa Strache jetzt fix ORF 9. Oktober 2019
  13. David Krutzler und Fabian Sommavilla: Philippa Strache erhält fixes Mandat für Nationalrat, aber keine Aufnahme in den FPÖ-Klub - derStandard.at. In: Der Standard. 9. Oktober 2019, abgerufen am 9. Oktober 2019.
  14. Das Ehepaar Strache über freiwillige Überstunden. In: Youtube. ServusTV, 21. Mai 2019, abgerufen am 10. Oktober 2019.
  15. Philippa Strache korrigiert FPÖ-Landesrat. In: Krone.at. 4. Oktober 2018, abgerufen am 10. Oktober 2019.
  16. Beißkorbpflicht: Philippa Strache widerspricht Waldhäusl. In: Krone.at. 4. Oktober 2018, abgerufen am 10. Oktober 2019.
  17. Daniela Kittner: Warum Kurz seinem Vize Strache den Papamonat schenkt. In: Kurier.at. 14. Februar 2019, abgerufen am 10. Oktober 2019.
  18. Und: Das politische Neujahrsbaby heißt Hendrik Strache. In: Die Presse. 1. Januar 2019, abgerufen am 10. Oktober 2019.
1. Dezember

Der 1. Dezember ist der 335. Tag des gregorianischen Kalenders (der 336. in Schaltjahren), somit bleiben 30 Tage bis zum Jahresende.

Aida Loos

Aida Loos (* 17. November 1980 in Teheran, als Aida Hossein) ist eine persischstämmige, österreichische Kabarettistin und Schauspielerin.

Heinz-Christian Strache

Heinz-Christian Strache (* 12. Juni 1969 in Wien) ist ein ehemaliger österreichischer Politiker, der bis 2019 für die rechtspopulistische FPÖ aktiv war. Er war ab 2006 Klubobmann seiner Partei im Nationalrat und als solcher ab 2008 auch Oppositionsführer im Parlament, ehe er im Dezember 2017 Vizekanzler und am 8. Jänner 2018 Bundesminister für öffentlichen Dienst und Sport der Bundesregierung Kurz wurde. Er war langjähriger Bundesparteiobmann der FPÖ, Landesparteiobmann der FPÖ Wien und Bezirksparteiobmann des 3. Wiener Gemeindebezirks. Am 18. Mai 2019 erklärte Strache als Folge der Ibiza-Affäre seinen Rücktritt vom Amt des Vizekanzlers und als FPÖ-Parteiobmann. Nach der Wahlniederlage seiner Partei bei der Nationalratswahl 2019 und Vorwürfen der Veruntreuung von Parteigeldern kündigte Strache am 1. Oktober 2019 seinen vollständigen Rückzug aus der Politik an und ließ seine Mitgliedschaft in der FPÖ ruhen. Nach Straches Pressekonferenz wurde am selben Tag auf einer Parteivorstandssitzung seine Mitgliedschaft suspendiert.

Liste der Abgeordneten zum Österreichischen Nationalrat (XXVII. Gesetzgebungsperiode)

Diese Liste der Abgeordneten zum Österreichischen Nationalrat (XXVII. Gesetzgebungsperiode) listet die Abgeordneten zum Österreichischen Nationalrat in der XXVII. Gesetzgebungsperiode auf. Die Gesetzgebungsperiode beginnt mit der konstituierenden Sitzung des Nationalrats am 23. Oktober 2019.Nach der Nationalratswahl vom 29. September 2019 entfielen von den 183 Mandaten 71 auf die Österreichische Volkspartei (ÖVP), 40 auf die Sozialdemokratische Partei Österreichs (SPÖ), 31 auf die Freiheitliche Partei Österreichs (FPÖ). Die Grünen – Die Grüne Alternative (GRÜNE) schafften den Wiedereinzug und erreichten 26 Mandate, NEOS – Das Neue Österreich und Liberales Forum erreichte 15 Mandate. Nicht mehr vertreten ist die Liste Peter Pilz, diese verfehlte wegen der Vier-Prozent-Hürde den Einzug ins Parlament.

Bei NEOS haben sich alle bisherigen Mandatare, die auch angetreten sind, wieder für einen Parlamentssitz qualifiziert, neu sind unter anderem Helmut Brandstätter und der Tiroler Johannes Margreiter. Bei der FPÖ neu ist unter anderem Norbert Van Handel, für die SPÖ zieht der frühere Bundesgeschäftsführer Max Lercher erstmals in den Nationalrat ein.Grüne und SPÖ kommen auf einen über 40-prozentigen Frauenanteil und können somit vom erstmals vergebenen Finanz-Bonus für einen mindestens 40-prozentigen Frauenanteil profitieren.Die Wahl der drei Nationalratspräsidenten erfolgt unmittelbar nach der Konstituierung und Angelobung der Abgeordneten in der ersten Sitzung am 23. Oktober 2019. Traditionsgemäß besetzt die stärkste Fraktion die Position des Präsidenten, die zweit- und drittstärkste jeweils die des Zweiten und Dritten NR-Präsidenten.

Die Präsidialkonferenz zur Vorbereitung der konstituierenden Sitzung des neu gewählten Nationalrats soll am 16. Oktober 2019 zusammentreten.

Nepotismus

Nepotismus (von lateinisch nepōs „Neffe, Enkel“) oder Vetternwirtschaft bezeichnet eine übermäßige Vorteilsbeschaffung durch und für Familienangehörige oder andere Verwandte (oder enge Freunde). Beispiele für diese Bevorzugung sind die Gewährung von ungewöhnlich günstigen Vertragskonditionen untereinander oder die Unterlassung notwendiger Prüfungen bei Verwandten zu Lasten einer Institution oder eines Unternehmens, in denen ein Familienmitglied eine leitende Position innehat. Auch Schiebung kann eine Form des Nepotismus sein. Die weibliche Form ist Cousinenwirtschaft: Bevorzugung von weiblichen Verwandten und Freundinnen bei Stellenbesetzungen, Auftragsvergaben und Ähnlichem, ohne Bezug zur fachlichen Eignung.Im Schwäbischen ist Vetterleswirtschaft üblich, im Schweizerdeutschen Vetterliwirtschaft. Bei einer Günstlingswirtschaft sind keine Familienangehörigen, sondern andere Personen die Nutznießer des verschafften Vorteils (vergleiche Klientelpolitik). Im bairischen Sprachraum heißt es ungeachtet einer familiären Verbandelung Spezlwirtschaft (Spezi, Spezl „Freund“), in Österreich Freunderlwirtschaft, im Rheinland als Klüngel bekannt.

Strache

Strache oder Straché ist der Familienname folgender Personen:

Eduard Strache (1847–1912), böhmisch-österreichischer Journalist, Politiker und Verleger

Hans Strache (1886–1917), deutscher klassischer Philologe

Heinz-Christian Strache (* 1969), österreichischer Politiker (FPÖ)

Hugo Strache (1865–1927), österreichischer Chemiker

Manon Straché (* 1960), deutsche Schauspielerin

Max Strache (* 1935), österreichischer Politiker (SPÖ)

Philippa Strache (* 1987), österreichische Journalistin und Politikerin (FPÖ)

Wolf Strache (1910–2001), deutscher Fotograf, Bildjournalist und VerlegerStrache steht für:

Ed. Strache Verlag, Verlag zum Anfang des 20. Jahrhunderts mit Sitz in Wien, Leipzig, Prag und Warnsdorf in Böhmen, gilt als einer der bedeutendsten Verlage des Expressionismus

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