Negreira

Negreira ist der Hauptort des gleichnamigen Gemeindeverbands (Concello) in der Provinz A Coruña der Autonomen Gemeinschaft Galicien. Es liegt westlich von Santiago de Compostela.

Pazo de Coton.Negreira.Galiza
Pazo do Cotón
Pazo de Cotón.Negreira.Galiza
Pazo do Cotón
Gemeinde Negreira
Wappen Karte von Spanien
Wappen von Negreira
Negreira (Spanien)
Finland road sign 311.svg
Basisdaten
Autonome Gemeinschaft: Galicien Galicien
Provinz: A Coruña
Comarca: A Barcala
Koordinaten 42° 54′ N, 8° 44′ W
Höhe: 117 msnm
Fläche: 115,3 km²
Einwohner: 6.877 (1. Jan. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 59,64 Einw./km²
Postleitzahl: 15830
Gemeindenummer (INE): 15056
Verwaltung
Bürgermeister: José Blanco Pazos (PP)
Adresse der Gemeindeverwaltung: Concello de Negreira. Rúa do Carmen 3
Website: www.concellodenegreira.gal
Lage der Gemeinde
Situacion Negreira

Geschichte

Die Gründung der ersten Ansiedlung auf dem Gebiet Negreiras resultierte aus der strategisch wichtigen Lage. Sie wird bestimmt durch die Situation über dem Río Tambre sowie an der Straße „per loca maritima“ einerseits (Hauptstraße zur Küste, von Grandimirun, heute Brandomil, nach Aquis Celenis, heute Caldas de Reis) und andererseits der Uferstraße entlang des Tambre, die das Landesinnere mit der Küstenregion um Noia verbindet.

Im ganzen Gebiet von A Barcala lassen sich vorrömische Aktivitäten nachweisen. Frühgeschichtliche Zeugnisse finden sich mit einem Megalithkomplex auf dem Monte Corzán, mit Resten von Castro-Siedlungen in Logrosa, Vilachán, Xallas und Broño sowie mit den Dolmen und Mámoas von Espiñaredo (ein Steinkomplex von 32 Steinen, 32 Meter im Durchmesser, bis zu 5 Metern hoch). Weiterhin wurden in Logrosa zwei prähistorische, auf Bauchhöhe abgebrochene Statuen in einer bedeutenden Siedlung der Castrokultur gefunden. Sie befinden sich heute in Santiago de Compostela im Museum. Für die römische Zeit ist die Siedlung Nicraria Tamara erwähnt, zu dieser Zeit wurden hier auch Silberminen ausgebeutet.

876 wechselt Negreira auf königliches Dekret in den Besitz des Compostelaner Bischofs Sisando. 979 überfallen Normannen die galicischen Küsten, die Stadt wird ausgelöscht. Nachdem die Bedrohung durch Normannen und Mauren überstanden ist, wird die Stadt 1113 wieder aufgebaut.

Die Katholischen Könige verliehen dem Ort ein Fuero Real genanntes königliches Privileg, das Negreira die Unabhängigkeit vom Compostelanischen Erzbischof sichert. Karl V. erneuerte das Privileg 1520.

Sehenswürdigkeiten

Neben dem Herrenhaus Pazo da Albariña sticht der Pazo do Cotón im Stadtbild heraus. Er liegt am Weg nach Fisterra, dem Camino Real, und wurde zwischen dem 17. bis 18. Jahrhundert gebaut. An der Porta da Capela überspannt er mit drei Arkaden die Straße, die obere Mauer ist Zinnen-bewehrt.

Wirtschaft

Die Wirtschaft ist landwirtschaftlich geprägt, Hauptanbauprodukte sind Mais, Kartoffeln und Gemüse. Ein bedeutender Teil der Gemeindefläche ist der Weidewirtschaft vorbehalten. Der Viehbestand besteht hauptsächlich aus Rindern und darunter speziell Milchkühe. Die Milchwirtschaft ist entsprechend wichtig. Die Kooperativen der Milchbauern gründeten das Unternehmen Feiraco, heute eines der größten Unternehmen der galicischen Milchwirtschaft. Während des Spanischen Bürgerkriegs und des Zweiten Weltkriegs wurde hier Wolfram abgebaut. Die Minen sind heute geschlossen.

Galicia - Negreira - Ponte Maceira near Portor (45197913444)
Der Rio Tambre (hier mit der Ponte Maceira) begrenzt den Gemeindeverband von Negreira im Süden.

Zu Negreira gehörige Orte

San Tomé de Alvite, San Vicente de Aro, San Cristovo de Arzón, San Martiño de Broño, San Pedro de Bugallido, San Fiz de Campelo, Santa Cruz de Campolongo, Santa María de Covas, San Pedro de Gonte, San Estevo de Landeira, San Martiño de Liñaio, San Xulián de Logrosa, Santa Olalla de Lueiro, San Mamede da Pena, Santa María de Portor, San Pedro de Xallas, San Mamede de Zas

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Cifras oficiales de población resultantes de la revisión del Padrón municipal a 1 de enero. Bevölkerungsstatistiken des Instituto Nacional de Estadística (Bevölkerungsfortschreibung).
A Barcala

Die Comarca A Barcala (spanisch La Barcala) ist eine Verwaltungseinheit Galiciens. Die Fläche von 213,50 km² entspricht 0,72 % der Fläche Galiciens. Zu der Comarca gehören die zwei Municipios:

A Baña

Negreira

Augapesada

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Augapesada ist ein Ort in der Provinz A Coruña der Autonomen Gemeinschaft Galicien, administrativ gehört er zur Gemeinde Ames.

Barca (Negreira)

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Barca ist ein Weiler in der Provinz A Coruña der Autonomen Gemeinschaft Galicien, administrativ gehört er zur Gemeinde Negreira.

Camino a Fisterra

Als Camino a Fisterra wird der verlängerte Jakobsweg von Santiago de Compostela zum Kap Finisterre (galicisch Fisterra) bezeichnet.

Der Camino a Fisterra gehört streng genommen nicht zu den Jakobswegen, weil er nicht Santiago de Compostela zum Ziel hat. Er stand und steht jedoch in engem Zusammenhang zu diesem Pilgerweg. Der Camino a Fisterra wird schon in den Chroniken des 12. Jahrhunderts erwähnt, wo beschrieben wird, dass viele Pilger nach der Ankunft und kurzem Aufenthalt in Santiago nach Fisterra – dem damaligen Ende der Welt – weiterzogen, was heute so noch zu beobachten ist. Noch klarer wird die Verbindung, wenn man in die vorchristliche Zeit des Jakobswegs zurückgeht: als Initiationsweg hatte er Kap Finisterre als Ziel. Dort war die größte Nähe zu den Inseln der Seligen möglich, die die keltische Sage jenseits des Horizonts im Atlantik platziert, gleichbedeutend mit der Auseinandersetzung mit dem Tod.

Als Ort, dem eine Marienerscheinung nachgesagt wird, ist Muxía ein weiteres Ziel auf dem Weg von Santiago Richtung Atlantik.

Carballo (Ames)

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Carballo ist ein Weiler in der Provinz A Coruña der Autonomen Gemeinschaft Galicien in Spanien, administrativ gehört er zur Gemeinde Ames.

Durch den Ort führt die Verlängerung des Jakobswegs nach Kap Finisterre, der Camino a Fisterra.

Cornado

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Cornado ist ein Weiler in der Provinz A Coruña der Autonomen Gemeinschaft Galicien in Spanien. Es liegt am verlängerten Jakobsweg, dem Camino a Fisterra, und ist administrativ von Negreira abhängig.

Enzo Negreira

Enzo Negreira, vollständiger Name Enzo Exequiel Negreira Hernández, (* 23. März 1997 in Montevideo) ist ein uruguayischer Fußballspieler.

Gueima

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Gueima ist ein Weiler in der Provinz A Coruña der Autonomen Gemeinschaft Galicien in Spanien. Es liegt am verlängerten Jakobsweg, dem Camino a Fisterra, und ist administrativ von Mazaricos abhängig.

Moas de Abaixo

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Moas de Abaixo ist ein kleiner Ort am Jakobsweg in der Provinz A Coruña der Autonomen Gemeinschaft Galicien, administrativ gehört der Ort zu Santiago de Compostela.

O Carballal

O Carballal oder San Xulián do Carballal ist eine Parroquia in der Autonomen Gemeinschaft Galicien, administrativ gehört er zu Santiago de Compostela.

Die 196 Einwohner (2011) leben in den 5

Olveiroa

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Olveiroa ist ein Parroquia und ein Dorf in der Provinz A Coruña der Autonomen Gemeinschaft Galicien in Spanien. Es liegt am verlängerten Jakobsweg, dem Camino a Fisterra, und ist administrativ von Dumbría abhängig.

Portocamiño

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Portocamiño ist ein Dorf in der Provinz A Coruña der Autonomen Gemeinschaft Galicien in Spanien. Es liegt am verlängerten Jakobsweg, dem Camino a Fisterra, und ist administrativ von Negreira abhängig.

Provinz A Coruña

Die spanische Provinz A Coruña gehört zur Autonomen Region Galicien und liegt im äußersten Nordwesten der Iberischen Halbinsel. Hauptstadt ist A Coruña (galicisch; spanisch La Coruña), die namensgebende größte Stadt. Auch Santiago de Compostela, der Zielort des Jakobsweges, gehört als historisch und touristisch besonders bedeutende Stadt zu dieser Provinz.

Rapote

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Rapote ist ein Dorf in der Provinz A Coruña der Autonomen Gemeinschaft Galicien in Spanien. Es liegt am verlängerten Jakobsweg, dem Camino a Fisterra, und ist administrativ von Negreira abhängig.

Sarela de Abaixo

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Sarela de Abaixo ist ein kleiner Ort am Jakobsweg in der Provinz A Coruña der Autonomen Gemeinschaft Galicien, administrativ gehört er zu Santiago de Compostela.

Val do Dubra

Val do Dubra (galicisch; auf kastilisch Valle del Dubra) ist ein Municipio in der autonomen Gemeinschaft Galicien in Spanien. Es gehört der Provinz A Coruña an. Im Jahr 2018 lebten 3925 Menschen in Val do Dubra.

Ventosa (Galicien)

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Ventosa ist ein Ort in der Provinz A Coruña der Autonomen Gemeinschaft Galicien, administrativ gehört er zur Gemeinde Ames.

ZAS

Zas steht für:

Zas, Ort in Galicien

Zas (Negreira), Ort am Jakobsweg in Galicien

Zas, die höchste Erhebung von NaxosZAS steht für:

Zähleranschlusssäule, spezieller Schaltschrank für den Außenbereich

ZAS Airline of Egypt, Zarkani Air Service

Zentrale Anzeigenstatistik des Verbandes Deutscher Zeitschriftenverleger e.V. (VDZ)

Zentrales Anticholinerges Syndrom, Erkrankung des vegetativen Nervensystems

Zentrales Ausweichsystem des Bundes, IT-Anlage der österreichischen Bundesverwaltung

Leibniz-Zentrum Allgemeine Sprachwissenschaft, Forschungsinstitut in Berlin

ZAS, eine aus den Elementen Zink-Aluminium-Zinn (Sn) bestehende Zinklegierung

Zinsabschlagsteuer, siehe Kapitalertragsteuer (Deutschland)zas steht für:

Albarradas-Zapotekisch (ISO-639-3-Code), eine der Sprachen des Zapotekischen in Mexiko

Zas (Negreira)

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Zas ist ein Dorf in der Provinz A Coruña der Autonomen Gemeinschaft Galicien in Spanien. Es liegt am verlängerten Jakobsweg, dem Camino a Fisterra, und ist administrativ von Negreira abhängig.

Ortsübersicht

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Verlängerung nach Muxía
San Martín / San Martiño de Duio | Lires | Frixe | Morquintián | Muxía

Gemeinden in der Provinz A Coruña

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