Minute

Die Minute ist eine Zeiteinheit, die ihren Ursprung im babylonischen Sexagesimalsystem hat, in dem Brüche als 60stel und 3600stel entwickelt wurden. Die 60stel wurden später lateinisch pars minuta (‚verminderter Teil‘) bezeichnet, die 3600stel (ein 60stel eines 60stels) als pars minuta secunda (‚zweiter verminderter Teil‘), woraus die Sekunde wurde.

Die Minute wird mit dem Einheitenzeichen „min“ bezeichnet.[1] Früher waren auch „Min“ und „Min.“ gebräuchlich. Darüber hinaus werden Zeitspannen – vor allem im Sport – auch mit 1h 30′ 45″ (für 1 Stunde und 30 Minuten und 45 Sekunden) abgekürzt. Für Zeitpunkte waren auch Schreibweisen wie diese gebräuchlich: 20h 15m 10s (für 20 Uhr 15 Minuten und 10 Sekunden).

Eine Zeitminute ist der 60. Teil einer Stunde. Eine Minute zählt wiederum 60 Sekunden. Wenn eine Schaltsekunde eingefügt wird, kann eine (Kalender-)Minute auch 61 Sekunden haben.

Die Einheit „Minute“ gehört zwar nicht zum Internationalen Einheitensystem (SI), ist zum Gebrauch mit dem SI aber zugelassen.[1] Dadurch[2] ist sie eine gesetzliche Maßeinheit.

Physikalische Einheit
Einheitenname Minute
Einheitenzeichen
Physikalische Größe(n) Zeit, Zeitspanne
Formelzeichen
Dimension
System Zum Gebrauch mit dem SI zugelassen
In SI-Einheiten
Benannt nach lateinisch pars minuta ‚verminderter Teil‘
Abgeleitet von Stunde
Siehe auch: Jahr, Monat, Tag, Stunde.

Minuten im Arbeitsstudium

Time study stopwatch
Mechanische „REFA-Stoppuhr“ in HM-Teilung

Im Arbeitsstudium wird die Zeit für eine Arbeitstätigkeit zumeist in Minuten erfasst. Anders als üblich wird aber nicht in Sekunden, sondern in Hundertstelminuten (HM) geteilt.[3] Es gilt

Diese von der Norm abweichende Methode wurde eingeführt, um Rechnungen bei Additionen, Subtraktionen etc. zu vereinfachen, da HM ohne Übertrag mit den im Dezimalsystem üblichen Methoden berechnet werden können.

Wo sich das REFA-Verfahren nicht durchgesetzt hat, wird manchmal auch die sogenannte „Industrieminute“ verwendet. Hier wird die Stunde in 100 „Industrieminuten“ gegliedert.[4]

Betriebsstundenzähler mit elektromechanischen Zählwerken an Baumaschinen oder Flugzeugmotor zählen die Betriebsdauer eines regelmäßig zu wartenden Verbrennungsmotor-Blocks in Blockstunden.[5] Diese wird durch Zählräder mit je 10 Ziffern oder Skalenteilung von 0 bis 9 dezimal meist in 10 Zehntelstunden geteilt, die umgangssprachlich als 100 Blockminuten interpretiert werden.[6] Eine solche Blockminute dauert 1/100 Stunde = 36 Sekunden, genau so lange, wie eine Industrieminute.

Etymologie

Ausgehend von der Stunde (lat. hora) war die Minute eine „verminderte Stunde“ (lat. hora minuta) und eine Sekunde war eine „zum zweiten Male verminderte Stunde“ (lat. hora minuta secunda).

Einzelnachweise

  1. a b Das Internationale Einheitensystem (SI). Deutsche Übersetzung der BIPM-Broschüre „Le Système international d’unités/The International System of Units (8e édition, 2006)“. In: PTB-Mitteilungen. Band 117, Nr. 2, 2007 (Online [PDF; 1,4 MB]).
  2. aufgrund der EU-Richtlinie 80/181/EWG in den Staaten der EU bzw. dem Bundesgesetz über das Messwesen in der Schweiz
  3. REFA (Hrsg.): Datenermittlung. Hanser, München 1978, ISBN 3-446-12704-6 (Methodenlehre des Arbeitsstudiums. Teil 2), S. 16
  4. Industrieminuten
  5. Heinrich Mensen: Handbuch der Luftfahrt. Springer-Verlag, 2013, ISBN 978-3-642-34402-2, S. 1351 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  6. http://www.akaflieg.tugraz.at/?page_id=518 Akaflieg Graz → Motorflug → Ausbildung → Kosten, 2015. (Preisliste für Motorsegelflug.) Abgerufen 16. August 2015.
Aktivität (Physik)

Die Aktivität oder Zerfallsrate einer radioaktiven Stoffmenge ist die Anzahl der Kernzerfälle pro Zeitintervall. Die SI-Einheit der Aktivität ist das Becquerel (Bq). 1 Bq entspricht einem Kernzerfall pro Sekunde. Eine veraltete Maßeinheit ist das Curie (Ci). Es gilt: 1 Ci = 3,7 · 1010 Bq. Übliches Formelzeichen der Aktivität ist z. B. oder .

Das Verhältnis der Aktivität zur Masse der Probe heißt spezifische Aktivität. Die SI-Einheit der spezifischen Aktivität ist demnach Bq/kg. Bei der spezifischen Aktivität muss immer angegeben werden, auf welche Masse sie bezogen ist: auf die Masse

In der Nuklearmedizin wird die Aktivität eines Präparates vor seiner Anwendung in einem Aktivimeter gemessen.

Astronomische Maßeinheiten

Astronomische Maßeinheiten ¹) werden verwendet, um den spezifischen Bedürfnissen der Astronomie und ihren riesigen Dimensionen gerecht zu werden. Dabei geht es vor allem um Massen, Entfernungen und Strahlungsleistung sowie um spezielle Schreibweisen bei Zeitangaben.

¹) nicht zu verwechseln mit der Astronomischen Einheit, die eine dieser Maßeinheiten ist.

Beschrieben werden im Folgenden auch einige typische astronomische Maßsysteme und deren Charakteristika.

B. S. Cunningham

Die B. S. Cunningham Company war ein US-amerikanischer Automobilhersteller, der 1951 bis 1955 in West Palm Beach (Florida) ansässig war. Firmengründer war der Autorennfahrer Briggs Cunningham.

Beats per minute

Das Tempo eines Musikstücks kann in der Maßeinheit Beats per minute (abgekürzt bpm oder auch BPM) angegeben werden. „beats per minute“ steht dabei für „Schläge pro Minute“. Die historisch ältere Bezeichnung für die Anzahl der Zählzeiten pro Minute ist „Mälzels Metronom“ (abgekürzt MM). Die Zählzeiten/Schläge entsprechen hierbei häufig Viertelnoten (bei Takten wie 4⁄4, 3⁄4, 2⁄4). Bei Takten mit einer 8 im Nenner, wie etwa 3⁄8, 6⁄8, 9⁄8 oder auch 12⁄8, gibt es dagegen zwei verschiedene Möglichkeiten der Zählung:

jeweils drei Achtel werden als ein Beat zusammengefasst, oder

jede Achtel wird als einzelner Beat betrachtet.Bei der letzteren Möglichkeit ergibt sich somit ein weitaus höherer BPM-Wert – wie die Musik nun aber tatsächlich ausgezählt wird, sollte hierbei von der Gewichtung der einzelnen Zählzeiten ausgehen. In der Praxis muss hierfür analysiert werden, ob der Schwerpunkt tatsächlich auf der punktierten Viertel, oder aber auf den einzelnen Achteln liegt.

Datenübertragungsrate

Die Datenübertragungsrate (auch Datentransferrate, Datenrate) bezeichnet die digitale Datenmenge, die innerhalb einer Zeitspanne über einen Übertragungskanal übertragen wird. Umgangssprachlich werden auch die Begriffe Datenübertragungsgeschwindigkeit, Übertragungsgeschwindigkeit, Verbindungsgeschwindigkeit sowie (sprachlich nicht exakt, da die Begriffe eigentlich für zwar verwandte, aber andere Größen stehen) Bandbreite oder Kapazität gleichbedeutend verwendet.

Die maximal mögliche Datenübertragungsrate, die fehlerfrei über einen Kanal übertragen werden kann, wird als Kanalkapazität bezeichnet. Zusammen mit der Latenzzeit (Antwortverzögerung) ist sie ein Maß für die Leistungsfähigkeit eines Kanals. Ein Kanal kann beispielsweise eine Verbindung im Rechnernetz, die Verbindung zum Internetdienstanbieter oder die Schnittstelle zu einem Datenspeicher sein.

Drehzahl

Die Drehzahl (auch Umdrehungsfrequenz oder Umlauffrequenz) ist eine Größe, die bei – vorzugsweise mechanischen – Drehbewegungen die Anzahl der Umdrehungen pro Zeiteinheit angibt. Sie ist beispielsweise eine wesentliche Eigenschaft bei der Kennzeichnung der Leistungsparameter für Motoren. Die Angabe erfolgt in der Technik meistens in Umdrehungen pro Minute (min−1), in der Physik eher in Umdrehungen pro Sekunde (s−1).

Die Drehzahl ist der Kehrwert der Umlaufdauer:

Die Größe Drehzahl bei Drehbewegungen entspricht der Größe Frequenz bei anderen periodischen Vorgängen, z. B. Schwingungen.

Die Drehzahlmessung kann auf unterschiedliche Weise erfolgen, so z. B. über die Messung der Umlaufdauer, durch Vergleich mit einer bekannten Stroboskop-Frequenz, durch Messung einer Induktionsspannung usw.

Fußball-Europameisterschaft 1976

Die Endrunde der fünften Fußball-Europameisterschaft wurde vom 16. bis 20. Juni 1976 in Jugoslawien ausgetragen.

Europameister wurde die Tschechoslowakei im Finale in Belgrad gegen den Titelverteidiger und amtierenden Weltmeister Deutschland. Das als Nacht von Belgrad bekannte Finale musste als erstes Finale eines großen Turniers im Elfmeterschießen anstatt durch ein Wiederholungsspiel entschieden werden. Gastgeber Jugoslawien scheiterte im Halbfinale an Deutschland. Österreich, die DDR und die Schweiz scheiterten bereits in der Qualifikation. Torschützenkönig wurde der Deutsche Dieter Müller mit vier Toren.

Fußball-Europameisterschaft 1988

Die Endrunde der 8. Fußball-Europameisterschaft wurde vom 10. bis zum 25. Juni 1988 in der Bundesrepublik Deutschland ausgetragen. Europameister wurden die Niederlande im Finale in München gegen die Sowjetunion. Gastgeber Deutschland scheiterte im Halbfinale an den Niederlanden. Titelverteidiger Frankreich scheiterte wie auch die DDR, Österreich und die Schweiz bereits in der Qualifikation. Torschützenkönig wurde der Niederländer Marco van Basten, der anschließend auch als Europas Fußballer des Jahres geehrt wurde, mit fünf Toren.

Fußball-Europameisterschaft 1992

Die Endrunde der 9. Fußball-Europameisterschaft wurde vom 10. bis zum 26. Juni 1992 in Schweden ausgetragen. Schweden war als Gastgeber automatisch qualifiziert. Jugoslawien wurde aufgrund des Balkankonfliktes trotz vorheriger erfolgreicher Qualifikation aus dem Turnier genommen und zehn Tage vor dem Turnierbeginn durch den Zweiten der Qualifikationsgruppe, Dänemark, ersetzt.Dänemark gewann das Finale sensationell gegen den amtierenden Weltmeister Deutschland. Gastgeber Schweden scheiterte im Halbfinale an Deutschland. Die Fußballnationalmannschaft der ehemaligen Sowjetunion trat politisch bedingt als „Gemeinschaft Unabhängiger Staaten“, kurz GUS, an und schied in der Gruppenphase sieglos aus. Österreich und die Schweiz waren bereits in der Qualifikation gescheitert. Dennis Bergkamp, Tomas Brolin, Henrik Larsen und Karl-Heinz Riedle erzielten jeweils drei Tore und wurden gemeinsam Torschützenkönige.

Bei dieser EM war erstmals bei einem internationalen Turnier neben der Rückennummer auch der Nachname des jeweiligen Spielers auf dem Trikot vermerkt, was seitdem üblich ist.

Fußball-Europameisterschaft 1996

Die Endrunde der 10. Fußball-Europameisterschaft wurde vom 8. bis zum 30. Juni 1996 in England ausgetragen. Von dieser Europameisterschaft bis zur Europameisterschaft 2012 nahmen 16 Mannschaften in vier Gruppen an der EM-Endrunde teil, während es zuvor nur acht Mannschaften in zwei Gruppen waren. Seit der Europameisterschaft 2016 nehmen 24 Mannschaften in sechs Gruppen teil.

Der Vize-Europameister von 1992, Deutschland, gewann das Endspiel im Londoner Wembley-Stadion gegen Tschechien durch das erste Golden Goal der Herren von Oliver Bierhoff in der 95. Minute. Gastgeber England stellt mit Alan Shearer den Torschützenkönig und schied im Halbfinale im Elfmeterschießen gegen Deutschland aus. Titelverteidiger Dänemark scheiterte bereits in der Gruppenphase. Österreich scheiterte bereits in der Qualifikation, die Schweiz in der Gruppenphase.

Fußball-Europameisterschaft 2000

Die Endrunde der 11. Fußball-Europameisterschaft 2000 (UEFA EURO 2000) wurde vom 10. Juni bis zum 2. Juli 2000 in Belgien und den Niederlanden ausgetragen. Damit waren die Spiele zum ersten Mal auf zwei Gastgeber aufgeteilt.

Europameister wurde der amtierende Weltmeister Frankreich im Finale in Rotterdam gegen Italien durch ein Golden Goal in der 103. Minute von David Trezeguet. Belgien scheiterte bereits in der Gruppenphase, die Niederlande im Halbfinale an Italien. Titelverteidiger Deutschland scheiterte ebenso in der Gruppenphase. Die Schweiz und Österreich waren bereits in der Qualifikation ausgeschieden. Torschützenkönige wurden der Jugoslawe Savo Milošević und der Niederländer Patrick Kluivert mit jeweils fünf Toren.

Fußball-Weltmeisterschaft 1986

Die Endrunde der Fußball-Weltmeisterschaft 1986 (span.: Campeonato Mundial De Futbol, engl.: Football World Championship) war die 13. Ausspielung dieses bedeutendsten Turniers für Fußball-Nationalmannschaften und fand vom 31. Mai bis zum 29. Juni 1986 zum zweiten Mal nach 1970 in Mexiko statt.

Weltmeister wurde Argentinien im Finale gegen Deutschland, welches somit sein zweites WM-Finale in Folge verlor. In Erinnerung an die WM 1986 blieb vor allem die Leistung von Argentiniens Kapitän Diego Maradona, der seine Mannschaft zum Titel führte und als bester Spieler des Turniers ausgezeichnet wurde. Besonders das Viertelfinale Argentinien - England, in dem Maradona zunächst mit seiner "Hand Gottes" ein irreguläres Tor erzielte und nur drei Minuten später das WM-Tor des Jahrhunderts, bei dem er mit einem Dribbling über etwa 60 Meter die komplette englische Hintermannschaft inklusive des Torwarts Peter Shilton umspielte, bevor er dann den Ball ins leere Tor schob, wird noch heute kontrovers diskutiert.

Titelverteidiger Italien scheiterte im Achtelfinale an Frankreich. Österreich, die DDR und die Schweiz scheiterten bereits in der Qualifikation. Torschützenkönig wurde der Engländer Gary Lineker mit 6 Toren.

Fußball-Weltmeisterschaft 2014

Die Endrunde der Fußball-Weltmeisterschaft 2014 der Männer (englisch FIFA World Cup, portugiesisch Copa do Mundo FIFA) war die 20. Austragung des bedeutendsten Turniers für Fußball-Nationalmannschaften und fand vom 12. Juni bis zum 13. Juli 2014 zum zweiten Mal – nach 1950 – in Brasilien statt.

Weltmeister wurde zum vierten Mal Deutschland, das im Endspiel Argentinien besiegte. Mit dem Sieg der deutschen Nationalmannschaft ging der WM-Titel zum dritten Mal in Folge an eine europäische Mannschaft; zum ersten Mal gewann eine europäische Mannschaft auf dem amerikanischen Doppelkontinent. Gastgeber Brasilien verlor im Halbfinale hoch gegen die deutsche Mannschaft und belegte nach dem Spiel um Platz 3 gegen die Niederlande den vierten Platz. Titelverteidiger Spanien schied bereits nach der Gruppenphase aus. Die Schweiz schied im Achtelfinale aus; Österreich scheiterte bereits in der Qualifikation.

Mit 171 Toren wurde bei dieser WM der Torrekord bei Endrunden mit 32 Mannschaften aus dem Jahr 1998 eingestellt. Die meisten Tore erzielte Deutschland (18).

Hattrick

Unter einem Hattrick (engl. hat trick) versteht man in einigen Sportarten – vorrangig im Fußball und im Eishockey – das Erzielen von drei aufeinander folgenden Toren durch denselben Spieler in einem Spiel. Je nach Sportart und Sprachraum ist teilweise das Erzielen von drei Toren durch denselben Spieler innerhalb einer Spielzeit (z. B. Halbzeit, Spieldrittel) erforderlich.Häufig wird in der Sportberichterstattung der Ausdruck auch dann verwendet, wenn ein Einzelsportler oder eine Mannschaft dreimal in Serie eine Meisterschaft, einen Pokal oder einen sonstigen Sportwettbewerb gewinnt („Titel-Hattrick“), dreimal in Folge eine besondere sportliche Leistung erreicht hat (z. B. „Medaillen-Hattrick“) oder eine besondere Auszeichnung dreimal in Folge erhält.

Im internationalen Fußball zählt bereits das Erzielen von drei Toren eines Spielers in einem Spiel als Hattrick, weshalb beispielsweise die drei englischen Tore im Endspiel der Fußball-Weltmeisterschaft 1966 von Geoff Hurst als Hattrick gewertet werden. Um den „deutschen“ Hattrick von der internationalen Definition abzugrenzen, wird häufig umgangssprachlich die Bezeichnung „lupenreiner Hattrick“ oder „klassischer Hattrick“ verwendet. Im deutschen Fußball bedeutet ein Hattrick, dass die drei Tore in einer einzigen Spielhälfte erzielt worden sind, weshalb die Attribute „lupenrein“, „klassisch“ oder „golden“ nicht nötig sind, in aller Regel aber dennoch verwendet werden.

Im Motorsport – insbesondere in der Formel 1 – wird als „Hattrick“ die Leistung bezeichnet, wenn ein Fahrer bei einem Rennen als Qualifikationsbester den ersten Startplatz (Pole-Position) erreicht, das Rennen gewinnt und im Rennen die schnellste Rundenzeit aller Teilnehmer erzielt.

Darüber hinaus wird der Begriff „Hattrick“ mittlerweile auch in vielen anderen Lebens- und Kulturbereichen im übertragenen Sinne verwendet wie beispielsweise bei dem dreimaligen Gewinn eines Filmpreises, eines Musik- oder anderen Kulturwettbewerbes, einer Leser- oder Zuschauerwahl.

Auch bei Computerspielen findet der Begriff Verwendung. So gilt in Capture the Flag, einem beliebten Modus, der in vielen Online-Shooter-Spielen integriert ist, das Erzielen von drei aufeinanderfolgenden Punkten durch denselben Spieler als ein „Hattrick“.

Kadenz (Waffentechnik)

Die Kadenz (auch Feuerrate, Feuergeschwindigkeit, Schussfrequenz, Schussfolge, Schusskadenz) bezeichnet in der Waffentechnik die Feuergeschwindigkeit eines Geschützes oder einer automatischen Handfeuerwaffe.

Sie wird in Schuss pro Zeiteinheit angegeben, normalerweise in Schuss pro Minute oder selten in Schuss pro Sekunde. Sie reicht von wenigen Schuss pro Stunde bei Großgeschützen bis zu über 1000 Schuss pro Minute bei Maschinengewehren. Mehrläufige Maschinengewehre (z. B. Gatling- oder Revolverkanonen) erreichen bis zu 10.000 Schuss pro Minute (beispielsweise die russische GSch-6-23). In Tests wurden auch bereits höhere Kadenzen erreicht.

Unterschieden wird bei Maschinenwaffen zwischen der theoretischen und der tatsächlichen Feuerrate.

Die theoretische Kadenz gibt bei Handfeuerwaffen die Feuerrate eines Feuerstoßes, hochgerechnet auf eine Minute, an.

Die tatsächliche Feuerrate berücksichtigt vor allem die thermische Belastbarkeit der Waffe. Sie kann durch Kühlung des Rohres (mit Wasser oder Kühlflüssigkeit) erhöht werden, was bei manchen alten Maschinengewehren oder auch bei modernen Artilleriegeschützen durchgeführt wird. Bei anderen Waffen wird die durchschnittliche Ladezeit oder auch die Nachladezeit in die Feuerrate einbezogen.

Lexington Motor Company

Die Lexington Motor Company war ein Automobilhersteller, der 1909 bis 1927 in Lexington (Kentucky) und Connersville (Indiana) ansässig war. Wie die meisten in Indiana hergestellten Autos wurden auch die Lexington aus Komponenten unterschiedlicher Hersteller aufgebaut ("Assembled Car"). Der Thoroughbred Six und der Minute Man Six waren bekannte Modelle der Firma.

Oberrhein

Als Oberrhein wird heute geographisch der rund 360 km lange Abschnitt des Rheins in der Oberrheinischen Tiefebene zwischen Basel und Bingen bezeichnet; orographisch gehört er zum Mittellauf des Stroms.

Anrainer sind bei Basel die Schweiz, das französische Elsass (in der Region Grand Est) sowie die südwestdeutschen Länder Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz.

Pferdestärke

Die Pferdestärke ist eine noch häufig anzutreffende, veraltete Einheit der Leistung. Als Einheitenzeichen wird PS verwendet. Die Bezeichnung Pferdestärke geht auf James Watt zurück, der damit eine anschauliche Maßeinheit für die Leistung von Dampfmaschinen erreichen wollte. Die Einheit Pferdestärke sollte angeben, wie viele Pferde eine Maschine ersetzen kann.

Im Internationalen Einheitensystem (SI-System) ist heute statt der Pferdestärke die Einheit Watt (nach James Watt) genormt. Das Watt wurde 1970 in der Deutschen Demokratischen Republik und am 1. Januar 1978 in der Bundesrepublik Deutschland als Maßeinheit für Leistung vorgeschrieben.

Schnellfeuergeschütz

Als Schnellfeuergeschütz wurden um 1900 Geschütze bezeichnet, die mehrere Schuss pro Minute abgeben konnten.

Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts kompensierten die Geschütze den beim Abschuss entstehenden Rückstoß, indem sie mit der Lafette zurückrollten, bzw. im Falle von leichten Geschützen zurücksprangen. Das Rohr musste nach dem Schuss ausgewischt, mit Geschoss und Treibladung geladen, der Verschluss geschlossen und das Geschütz wieder auf das Ziel ausgerichtet werden. Man sprach deshalb von Lafettenrücklaufgeschützen. Alle Versuche, den Rücklauf zu begrenzen, brachten unbefriedigende Ergebnisse.

1888 hatte Konrad Haußner, ein Ingenieur bei Krupp, in einer Denkschrift eine Vorrichtung vorgeschlagen, die das Geschützrohr unabhängig von der Lafette in einer Führung zurücklaufen ließ, wobei ein kombiniertes System von Hydraulikzylinder und Feder den Rückstoß zunächst nur reduzierte (kurzer Rohrrücklauf) und später ganz auffing (langer Rohrrücklauf). Andere Systeme arbeiteten mit Luftdruckvorholern. Haußners Prinzip wurde jedoch abgelehnt, worauf er Krupp verließ und 1891 in die Magdeburger Grusonwerk AG Buckau eintrat, wo bis 1893 einige Prototypen gebaut wurden. Nach der Übernahme des Grusonwerkes durch die Friedrich Krupp AG im selben Jahr wurde das Projekt eingestellt.

Haußner nahm daraufhin 1895 mit Heinrich Ehrhardt Kontakt auf, in dessen Firma Rheinmetall er dann das erste Rohrrücklaufgeschütz entwickelte. Dieses wurde von der preußischen Artillerieprüfungskommission wiederum abgelehnt – das Deutsche Reich führte seine neue Feldkanone 96 als starres Geschütz ein. Zwei Jahre später (1897) führte Frankreich die von einigen Artillerieoffizieren konstruierte 75-mm-Feldkanone ein. Da die Lafette beim Schuss völlig ruhig stand, konnten nun, ohne das Geschütz neu richten zu müssen, bis zu 15 Schuss pro Minute abgefeuert werden – das Schnellfeuergeschütz war geboren, da die anderen oben erwähnten Gründe für die langsame Feuerrate ebenfalls beseitigt wurden:

Patronenmunition: Geschoss und Treibladung wurden gemeinsam in einer Messinghülse untergebracht. Glimmende Reste im Rohr waren jetzt ungefährlich und der Ladeprozess wurde beschleunigt. Zudem dichtete die Hülse beim Schuss durch Ausdehnung die Kammer gegen Gasaustritte durch den Verschluss ab.

Schnellfeuerverschlüsse ermöglichten das Auswerfen der leeren Hülse sowie das Schließen und Verriegeln des Verschlusses mit einem Handgriff.

Ein Sporn am Ende der Lafette sorgte in Verbindung mit dem Rohrrücklauf für einen festen Stand. Dies erlaubte der Mannschaft, beim Geschütz zu bleiben, wo sie hinter dem Schutzschild gegen feindliches Feuer geschützt war.

Die Einführung des rauchschwachen Kordits verhinderte den auf weite Distanz sichtbaren Pulverdampf.Alle Militärmächte führten innerhalb weniger Jahre Rohrrücklaufgeschütze ein. Das Deutsche Reich musste seine fast neuen Feldkanonen sämtlich zu Feldkanonen 96 neuer Art umbauen und mit neuen Lafetten ausstatten. Das Schnellfeuergeschütz wurde zur beherrschenden Waffe des Ersten Weltkrieges.

SI-Einheiten
SI-Basiseinheiten

Meter | Kilogramm | Sekunde | Ampere | Kelvin | Mol | Candela

Definierende Konstanten
Abgeleitete SI-Einheiten
mit besonderem Namen

Radiant • Steradiant | Hertz | Newton • Pascal • Joule • Watt | Coulomb • Volt • Farad • Ohm • Siemens • Weber • Tesla • Henry | Grad Celsius | Lumen • Lux | Becquerel • Gray • Sievert | Katal

Zum Gebrauch mit dem SI
zugelassene Einheiten

Minute • Stunde • Tag | Astronomische Einheit | Winkelgrad • Winkelminute • Winkelsekunde | Hektar | Liter | Tonne • Atomare Masseneinheit | Elektronenvolt | Neper • Bel, Dezibel

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