Langenscheidt

Der Langenscheidt-Verlag ist ein Medienunternehmen mit einem Programm im Bereich Sprachen.[4]

Optisches Kennzeichen der Dachmarke Langenscheidt ist seit 1956 das türkisfarbene „L“ auf gelbem Grund. Das Unternehmen beging 2016 sein 160-Jahre-Jubiläum.[5]

Langenscheidt GmbH & Co. KG
Logo
Rechtsform GmbH & Co. KG
Gründung 1856 in Berlin
Sitz München, Deutschland
Leitung Ivo Kai Kuhnt[1][2]
Branche Verlag
Website langenscheidt.com
Langenscheidt
ehemaliges Logo
Gustav Langenscheidt Stich
Firmengründer Gustav Langenscheidt
Lilliput Englisch 1964
Langenscheidt Lilliput Wörterbuch von 1964
Woerterbuchstapel Langenscheidt
Langenscheidt Wörterbücher
Langenscheidt Alpha8
Langenscheidt alpha 8 (1983) – „das erste elektronische Wörterbuch der Welt“[3]

Unternehmensprofil

Langenscheidt bietet heute ein breit gefächertes Angebot im Bereich Sprachen für Erwachsene, Jugendliche und Kinder. Neben den klassischen Print-Wörterbüchern gehören auch digitale Sprachlern-Produkte und -Services zum Portfolio.

Im Jahr 2012 veröffentlichte das Unternehmen mit „Langenscheidt IQ“ zum ersten Mal einen Sprachkurs für Selbstlerner. Miteinander vernetzte Module (offline und online) sollen ein flexibles und mobiles Sprachenlernen ermöglichen. Das Taschenwörterbuch bietet den Nutzern in der neuen Bearbeitung seit dem Frühjahr 2013 erstmals Zugriff auf ein digitales Online-Wörterbuch. Zu den zahlreichen Sprachlern-Apps für unterwegs zählen beispielsweise Vokabel- und Grammatiktrainer, aber auch umfangreiche Wörterbücher für ca. 20 verschiedene Sprachen.

Geschichte

Gründung

Die Wurzeln des Langenscheidt Verlags reichen bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts zurück: Am 1. Oktober 1856 gründete der 22-jährige Gustav Langenscheidt in Berlin[6] unter der Bezeichnung „Expedition der Unterrichtswerke nach der Methode Toussaint-Langenscheidt“ sein Unternehmen. Er bot Unterrichtseinheiten für die französische Sprache im Direktvertrieb an. Ab 1. Januar 1868 fasste Langenscheidt seine Verlagsaktivitäten unter dem Namen „G. Langenscheidts Verlagsbuchhandlung“ zusammen. Am 1. April 1926 wurde die Einzelfirma in die „Langenscheidtsche Verlagsbuchhandlung (Prof. G. Langenscheidt) GmbH“ umgewandelt. 1951 erfolgte die Umfirmierung in die „Langenscheidt KG“. Seit 2013 firmiert das Unternehmen als „Langenscheidt GmbH & Co. KG“.

Die Idee, Sprachkurse zu veröffentlichen, kam Gustav Langenscheidt auf seiner Bildungsreise durch Europa. Umfangreiche Sprachkenntnisse waren im 19. Jahrhundert eher selten, insbesondere im Bürgertum. In London behinderte Langenscheidt seine Unkenntnis der englischen Sprache so sehr, dass er verärgert notierte: „Es ist ein wahrhaft peinliches Gefühl, unter Menschen nicht Mensch sein und seine Gedanken austauschen zu können.“

Erste Produkte – Selbstlernbriefe und Wörterbücher

Als erstes Verlagsprodukt erschien 1856 ein Französisch-Kurs, den Langenscheidt gemeinsam mit seinem Französischlehrer Charles Toussaint (1813–1877) unter dem Titel „Brieflicher Sprach- und Sprechunterricht für das Selbststudium der französischen Sprache“ entwickelt hatte. Das Besondere an diesem Selbstlernkurs war, dass nicht die Grammatik im Fokus stand, sondern die Lektüre und die praktische Anwendung der Fremdsprache. Die wichtigsten Kennzeichen der Methode „Toussaint-Langenscheidt“ sind 1. die wortgetreue Interlinearübersetzung einfacher Sätze, 2. eine leicht verständliche Lautschrift und 3. die strikte Verpflichtung zur täglichen Stoffwiederholung.

Der Erfolg stellte sich schnell ein: Zum 25-jährigen Verlagsjubiläum (1881) lagen die Französisch-Briefe bereits in der 30. Auflage vor. Beginnend mit den Unterrichtsbriefen für die englische Sprache (1861) wurde die Methode Toussaint-Langenscheidt auf andere Sprachen übertragen. 1923 erschien als 14. und letzte Fremdsprache der „Briefliche Sprach- und Sprechunterricht für das Selbststudium der hebräischen Sprache“.

1863 nahm Langenscheidt mit dem nach seinen Autoren benannten Französisch-Wörterbuch „Sachs-Villatte“ Wörterbücher in sein Programm auf. Der erste Teil des 4.000 Seiten starken Standardwerks mit über 310.000 Stichwörtern und Wendungen erschien 1869, der letzte 1880.

1869 begann der Berliner Verlag mit den Arbeiten an einem enzyklopädischen Wörterbuch der englischen Sprache. Die erste Lieferung des „Muret-Sanders“ kam 1891 heraus, die letzte erst 1901, also 32 Jahre nach Beginn der redaktionellen Arbeiten. Die Gesamtkosten lagen mit 600.000 Goldmark weit über der ursprünglich veranschlagten Summe. Die Substanzen des vierbändigen Wörterbuchs dienten auch als Grundlage einiger kleinerer Wörterbücher, die weithaus höhere Auflagen erreichten als der Muret-Sanders selbst. Verlagsgründer Gustav Langenscheidt erlebte die Fertigstellung des großen Wörterbuchs nicht mehr, wenige Tage vor seinem Tod am 11. November 1895 hatte er die Geschäfte an seinen Sohn Carl Langenscheidt (1870–1952) übergeben.

Beginn des 20. Jahrhunderts – Wörterbuchreihen und erste Non-Book-Artikel

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts begann Langenscheidt konsequent in Reihen zu denken und seine Substanzen auf diese Weise optimal zu verwerten. Aus den 1883 als Langenscheidts Notwörterbücher für Englisch und Französisch veröffentlichten Lexika wurde 1903 die erste Wörterbuchserie des Verlags entwickelt: Die Taschenwörterbücher sind bis heute eine der tragenden Säulen des Langenscheidt-Wörterbuch-Programms.

Bereits im 19. Jahrhundert erwies sich der Langenscheidt-Verlag als Technik-Trendsetter und experimentierte mit Grammofonplatten. Das Ergebnis waren 1905 die weltweit ersten Platten für den Selbstlern-Sprachunterricht. Die in Kooperation mit der Deutschen Grammophon-Gesellschaft produzierten Scheiben erleichterten das Erlernen der englischen Sprache und ergänzten das Verlagsprogramm erstmals um einen Non-Book-Artikel.

1950–1980 – Reiseführer, Expansion und Umzug nach München

Im Zweiten Weltkrieg wurde das 1905 errichtete Berliner Verlagsgebäude weitgehend zerstört. Die Flammen vernichteten den größten Teil der Redaktions- und Druckunterlagen sowie zahlreiche Maschinen. 1947 konnten die Verlagstätigkeit wieder aufgenommen und mit dem Wiederaufbau begonnen werden.

1948 trat Karl Ernst Tielebier-Langenscheidt (* 1921), der Urenkel des Firmengründers, in das Unternehmen ein. 1951 wurde er persönlich haftender Gesellschafter und 1952 Nachfolger seines Großvaters Carl Langenscheidt.

Ende der 1950er-Jahre etablierte Langenscheidt als zweite Säule seines Verlagsgeschäfts das Segment Reise und Kartografie: Der 1955 übernommene Polyglott-Verlag, der bislang auf Sprachführer spezialisiert war, wurde 1959 um eine Reiseführerreihe ergänzt. Sie entwickelte sich unter dem Namen Polyglott Reiseführer in kurzer Zeit zu einer der erfolgreichsten Marken für Reiseinformationen im deutschsprachigen Raum. Von 1980 an baute Langenscheidt den Bereich Reise und Kartografie durch Firmenübernahmen im In- und Ausland systematisch aus. Der wichtigste Expansionsschritt war die in zwei Stufen (1992 und 1996) erfolgte Übernahme des internationalen Tourismusverlags APA Publications, Singapur. Mit dem Kauf der APA Insight Guides wurde Langenscheidt zu einem der weltweit größten Anbieter von Reiseliteratur.

Auf den Bau der Berliner Mauer reagierte Langenscheidt 1961 mit der Gründung einer Niederlassung in München. 1968 wurde dort in der Neusser Straße 3 das erste eigene Verlagsgebäude bezogen.

1980 bis heute – Print-Programm und digitale Produkte

1981 trat Andreas Langenscheidt (* 1952) in das väterliche Unternehmen ein und wurde – ebenso wie sein Bruder Florian Langenscheidt – 1990 geschäftsführender und persönlich haftender Gesellschafter der Langenscheidt KG. Er entwickelte das Unternehmen, das er bis 2010 leitete, zu einer internationalen Verlagsgruppe. Sein jüngerer Bruder Florian zog sich 1994 aus der operativen Geschäftsführung zurück.

1983 präsentierte Langenscheidt mit dem Alpha 8 Englisch das „erste elektronische Wörterbuch der Welt“.[3] Die ersten Wörterbuchanwendungen für PDAs und Smartphones kamen 2005 auf den Markt. 2010 launchte das Verlags- und Medienhaus die ersten digitalen Bücher und Apps. Mit Langenscheidt IQ präsentierte das Unternehmen 2012 erstmals einen crossmedialen, individualisierbaren Sprachkurs für Selbstlerner.

Seit 2008 ruft der Verlag in Kooperation mit der Jugendzeitung YAEZ, dem Jugendmagazin Bravo, der Organisation die Arche und dem TV-Magazin taff Jugendliche jährlich zu einer Abstimmung über das Jugendwort des Jahres auf.[7] Die Veranstaltung läuft unter dem Namen "Jugendwort des Jahres".

2015 wurde DaF – Deutsch als Fremdsprache zu einem weiteren Schwerpunkt des Unternehmens.[8] Damit einhergehend beschäftigte sich das Unternehmen auch mit dem Thema Flüchtlinge in Deutschland und beteiligt sich an der "Wir zusammen" Integrations-Initiative der deutschen Wirtschaft,[9] was durch das Patenschaftsversprechen[10] bekräftigt wurde.

Seit Sommer 2016 bietet Langenscheidt mit dem L Sprachkurs[11] auch eine Sprachlern-App an. Der Kurs richtet sich an Anfänger und Wiedereinsteiger, die in kurzen Lerneinheiten Englisch oder Spanisch lernen wollen.

2017 strukturierte Langenscheidt seine Geschäftsbereiche neu. Die bisher interne Abteilung Digital Business bündelt seither als eigenständige Gesellschaft (Langenscheidt Digital GmbH & Co. KG) die digitalen Aktivitäten.[12]

Übernahme

Seit Januar 2013 ist die Günther Holding Eigentümerin der Langenscheidt GmbH & Co. KG, nachdem die Familie Langenscheidt ihre Anteile verkauft hatte.[13] Mit den zwei Geschäftsbereichen „Sprachen lernen“ und „Lexikografie und Education“ konzentriert sich das Unternehmen heute auf seine Kernkompetenz Sprachenlernen. Auf die „seit Jahren anhaltende unerfreuliche Umsatz- und Ergebnisentwicklung“ reagierte der Eigentümer Anfang 2015 mit einem Personalabbau.[14]

Am 26. April 2019 wurde der Klett Gruppe (bekannt durch die Marke Pons)[13] der mittelbare Erwerb wesentlicher Vermögensteile der Langenscheidt GmbH & Co. KG und der Langenscheidt Digital GmbH & Co. KG vom Bundeskartellamt genehmigt.[15] (Aktenz. B6-27/19).

Beteiligungen und Kooperationen

Seit 1988 hielt die Langenscheidt KG eine Mehrheitsbeteiligung an der Bibliographisches Institut & F. A. Brockhaus AG, zu der unter anderem die Markenklassiker Duden, Brockhaus und Meyer sowie die Kalenderverlage Harenberg (seit 2004) und Weingarten (seit 2006) gehörten. Brockhaus wurde 2008 an Bertelsmann verkauft, den Rest des Bibliographischen Instituts hat 2009 Cornelsen übernommen.

1993 wurde die auf elektronische Wörterbücher spezialisierte Hexaglot-Gruppe in Hamburg übernommen. Damit konnte die Langenscheidt KG ihre Marktposition in diesem Segment ausbauen.

Ferner kooperierte Langenscheidt in den 1990ern bei Französisch-Lehrbüchern mit dem französischen Verlag Hachette Livre.

2002 übernahm Langenscheidt die weltweiten Verlagsaktivitäten der Berlitz International Inc., Princeton.

2005 wurde eine langfristige Kooperation mit dem Mailänder Buchkonzern Mondadori vereinbart. Dadurch konnte Langenscheidt auch auf dem italienischen Wörterbuchmarkt Fuß fassen.

2007 gründete die Langenscheidt Verlagsgruppe über ihre Tochter APA Publications mit der französischen Michelin-Gruppe in London den Verlag Michelin APA Publications Ltd. Der gemeinsame Verlag publiziert die Michelin-Reiseführer in englischer Sprache; ausgenommen sind lediglich die von Michelin veröffentlichten Hotel- und Restaurantführer.

2011 verkaufte Langenscheidt seine Reiseführermarken Polyglott und APA an die GVG Travel Media GmbH, eine Tochter der Ganske Verlagsgruppe.[16] Den Geschäftsbereich „Erwachsenenbildung und Schule“ verkaufte Langenscheidt 2012 an Klett.

2013 startete Langenscheidt eine Kooperation mit der Selecta Spielzeug AG in den Bereichen Produktentwicklung, Marketing und Vertrieb.

Der Langenscheidt-Markenauftritt

Gustav Langenscheidt ließ 1882 erstmals das Warenzeichen „Ohnʼ Fleiß kein Preis“ eintragen. Es zeigt eine Weltkugel, über der drei Hände ineinandergreifen. Deren Handgelenke tragen Armbänder mit den Aufschriften „England“, „Frankreich“ und „Deutschland“. Im Vordergrund sind das Spruchband mit „Ohnʼ Fleiß kein Preis“, Lorbeerzweige und ein geschwungenes „L“ zu sehen. Damit nutzte Langenscheidt bereits früh den Zeichenschutz, der in Deutschland 1874 eingeführt worden war.

Zunächst hieß die Marke trotz des „L“ im Zeichen jedoch nicht „Langenscheidt“, sondern „Methode Toussaint-Langenscheidt“. Ab 1912 wurde das Akronym „Metoula“ verwendet. Es folgte das Signet „LVB“ (für „Langenscheidts Verlagsbuchhandlung“) und schließlich wurde ab 1903 das Initial „L“ auf die Einbände der Wörterbücher gedruckt. Um 1920 wurde das Markenzeichen in einer ersten Überarbeitung vereinfacht und zehn Jahre später noch einmal reduziert. Es bestand nun aus Weltkugel, Band ohne Spruch, Lorbeerzweig und einem Serifen-„L“ in der Mitte. Die Anmutung entsprach ganz der Neuen Sachlichkeit der damals populären Gebrauchsgrafik.

Die entscheidende Veränderung erfolgte 1956 mit der Einführung des türkisfarbenen „L“ auf gelbem Grund. Gestaltet wurde es von dem Berliner Professor Richard Blank, der nicht nur das Logo entwarf, sondern auch ein zugehöriges Corporate Design entwickelte. Weitere Modifizierungen erfolgten 1986, 2002 und zuletzt 2013. Das Markenzeichen wurde 2013 sanft modifiziert und moderner gestaltet. Die charakteristische Farbgebung blieb bestehen, allerdings fiel der quadratische Rahmen weg. Dadurch wurde mehr Raum für die Gelbfläche geschaffen. Für den neuen Markenauftritt, der auch die gestalterische Weiterentwicklung des traditionsreichen Markenzeichens beinhaltet, erhielt Langenscheidt 2013 einen Red Dot Award.

2010 ließ sich Langenscheidt die Farbmarke Gelb für seine zweisprachigen gedruckten Wörterbücher als Marke eintragen und verklagte 2012 den Sprachlern-Softwarehersteller Rosetta Stone auf Unterlassung und Schadensersatz, da auch dieser die Farbe für seine Produkte einsetzte. Im September 2014 entschied der für das Markenrecht zuständige I. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs, dass die gelbe Verpackung von Rosetta Stone die Farbmarke von Langenscheidt verletzt.[17]

2016 war das Langenscheidt Logo im Rahmen der Ausstellung „LOGO – Die Kunst mit dem Zeichen“ im Museum für Konkrete Kunst in Ingolstadt als einziges Logo eines Buchverlages vertreten.[18]

Trivia

Im Jahr 2014 wurde die Abstimmung über das Jugendwort des Jahres von Mitgliedern der Seiten 4chan und pr0gramm.com manipuliert, indem eine gefälschte Facebook-Seite erstellt wurde und aufgerufen wurde, für das Wort „fappieren“ zu stimmen. Obwohl die Abstimmung dann zugunsten von „fappieren“ ausfiel, entschied sich die Jury für die Phrase „läuft bei dir“.[19] 2015 wurde das Wort „Alpha-Kevin“ wegen möglicher Diskriminierung aus der Abstimmung entfernt, obwohl es an der Spitze lag.[20]

Literatur

  • Maria Ebert: 150 Jahre Langenscheidt 1856–2006, Langenscheidt: Berlin und München 2006, ISBN 3-468-44996-8
  • Florian Langenscheidt (Hrsg.): Deutsches Markenlexikon. Deutsche Standards Editionen: Köln 2007, ISBN 978-3-8349-0629-8, S. 639
  • Carl G. F. Langenscheidt, in: Internationales Biographisches Archiv 31/1952 vom 21. Juli 1952, im Munzinger-Archiv (Artikelanfang frei abrufbar)

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Anhaltende Negativentwicklung - Langenscheidt baut ein Drittel des Personalstamms ab. buchreport.de, 17. März 2015, abgerufen am 18. März 2015.
  2. Strategieschwenk und Stellenabbau - Langenscheidt setzt Schwerpunkt auf Print. boersenblatt.net, 17. März 2015, abgerufen am 18. März 2015.
  3. a b Die Marke Langenscheidt – Meilensteine. Langenscheidt GmbH & Co. KG, abgerufen am 9. Januar 2014.
  4. Die Langenscheidt GmbH & Co. KG (Selbstdarstellung). Langenscheidt GmbH & Co. KG, abgerufen am 9. Januar 2014.
  5. 160 Jahre Jubiläum – Rabatte & Aktionen | Langenscheidt. (Nicht mehr online verfügbar.) In: www.langenscheidt.de. Archiviert vom Original am 5. Dezember 2016; abgerufen am 5. Dezember 2016. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  6. Caspar Busse: Ungeliebt. In: sueddeutsche.de. 2019, ISSN 0174-4917 (sueddeutsche.de [abgerufen am 2. Mai 2019]).
  7. http://www.jugendwort.de/
  8. Learn German - Deutsch als Fremdsprache | Langenscheidt. In: www.langenscheidt.de. Abgerufen am 5. Dezember 2016.
  9. Sprache integriert. In: www.wir-zusammen.de. Abgerufen am 5. Dezember 2016.
  10. Wir zusammen Patenschaften Langenscheidt. (Nicht mehr online verfügbar.) Archiviert vom Original am 5. Dezember 2016; abgerufen am 5. Dezember 2016. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  11. Langenscheidt Sprachkurs APP. In: www.langenscheidt.de. Abgerufen am 5. Dezember 2016.
  12. Langenscheidt Digital startet | Langenscheidt. Abgerufen am 4. Dezember 2018.
  13. a b https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/wettbewerb-bei-woerterbuechern-pons-darf-langenscheidt-uebernehmen/24262200.html
  14. buchreport: Langenscheidt baut ein Drittel des Personalstamms ab. 17. März 2015.
  15. Verlage - Kartellamt erlaubt Übernahme von Langenscheidt durch Pons. Abgerufen am 29. April 2019 (deutsch).
  16. Konzentration auf das Kerngeschäft: Langenscheidt verkauft Polyglott an GVG Travel Media. buchreport.de, 6. Mai 2011, abgerufen am 9. Januar 2014.
  17. Bundesgerichtshof zur Reichweite des Schutzes einer Farbmarke Pressemitteilung des Bundesgerichtshofs Nr. 131/2014, 18. September 2014.
  18. BuchMarkt Verlag K. Werner GmbH: Buchmarkt – Langenscheidt-Logo im Museum für Konkrete Kunst. In: www.buchmarkt.de. Abgerufen am 5. Dezember 2016.
  19. Jugendwort des Jahres Läuft nicht bei denen, FAZ, 24. November 2014
  20. Angst vor Diskriminierung "Alpha-Kevin" darf nicht Jugendwort des Jahres werden, Spiegel Online, 25. Juli 2015
Adolf Matthias Hildebrandt

Adolf Matthias Hildebrandt (* 16. Juni 1844 in Mieste, Altmark, Provinz Sachsen; † 30. März 1918 in Berlin) war ein deutscher Genealoge, Heraldiker und Publizist.

Er war der Sohn des Adolf Bernhard Hildebrandt (1810–??) aus Mieste und der Caroline Daubert (1812–1875) aus Genthin. Hildebrandt entwarf Wappen und Exlibris – u. a. auch für den Verleger Carl Langenscheidt (1870–1952). Er war Gründer der Zeitschrift Exlibris und der Wappenfibel – Handbuch der Heraldik. Außerdem war er 1870–71 und 1880–1918 Leitender Redakteur der Monatsschrift Deutscher Herold und der Vierteljahresschrift für Wappen-, Siegel- und Familienkunde. 1880 war er zum herzoglich sachsen-altenburgischen Professor ernannt worden.Hildebrandt war Verfasser zahlreicher Publikationen – überwiegend zur Heraldik. Das heraldische Wirken von Hildebrandt wurde u. a. mit der Ehrenmitgliedschaft im 1888 gegründeten Heraldischen Verein „Zum Kleeblatt“ in Hannover gewürdigt. Die Zahl der von ihm entworfenen bzw. gezeichneten Exlibris, Stammbäume und Wappen ist außerordentlich groß. Typisch für Hildebrandts Heraldik ist die Verwendung von Pflanzenmotiven, die er den Wappen selbst entnahm und gotisierend umbildete. Charakteristisch ist auch die immer wiederkehrende Form der Helme, die nach ihm unter Experten „Hildebrandthelme“ genannt werden.

Arnoldo Mondadori Editore

Die Arnoldo Mondadori Editore S.p.A. ist eine italienische Verlagsgruppe und der größte Buchverlag Italiens. Die aus rund 50 Gesellschaften bestehende Unternehmensgruppe hat ihren Sitz in Mailand und wurde 1907 von Arnoldo Mondadori gegründet.

Deutscher Buchpreis

Mit dem Deutschen Buchpreis (dbp) zeichnet der Börsenverein des Deutschen Buchhandels seit 2005 zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse den besten deutschsprachigen Roman des Jahres aus. Partner ist neben der Frankfurter Buchmesse die Deutsche Bank Stiftung. Bis 2007 wurde der Deutsche Buchpreis vom Spiegel-Verlag sowie von Florian und Gabriele Langenscheidt unterstützt. Die Deutsche Welle und der Deutschlandfunk kooperieren mit dem Börsenverein. Der Autor des Siegertitels erhält 25.000 Euro, die fünf anderen Finalisten bekommen je 2500 Euro.

Distrikt

Ein Distrikt (aus dem englischen district entlehnt) ist ein Element einer räumlichen oder verwaltungstechnischen Gliederung.

Florian Langenscheidt

Florian Langenscheidt (* 7. März 1955 in Berlin) ist ein deutscher Verleger, Buchautor, Redner und Wagniskapitalgeber.

Gabriele Quandt-Langenscheidt

Gabriele Quandt, gesch. Quandt-Langenscheidt (* 1952) ist eine Tochter des deutschen Industriellen Harald Quandt (1921–1967), der 1967 bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kam.

Gustav Langenscheidt

Gustav Langenscheidt (* 21. Oktober 1832 in Berlin; † 11. November 1895 ebenda) war ein deutscher Sprachlehrer und Verlagsbuchhändler.

Jugendwort des Jahres (Deutschland)

Das Jugendwort des Jahres ist ein Wort, das seit 2008 jährlich von einer Jury unter der Leitung des Langenscheidt-Verlags ausgewählt wird.

Maintainer

Der Begriff Maintainer (aus dem Englischen maintainer entlehnt, Instandhalter oder Betreuer) bezeichnet im Bereich der Softwareentwicklung einen Hauptentwickler, der für ein Entwicklungsprojekt oder ein Teil davon, Entscheidungen trifft.

Bei größeren Softwareprojekten kann die Rolle des „Maintainers“ auch von einer Personengruppe übernommen werden.

Manolescus Memoiren

Manolescus Memoiren ist ein deutsches Stummfilmdrama aus dem Jahr 1920 von Richard Oswald, basierend auf den 1905 in Deutschland bei Langenscheidt erschienenen Erinnerungen des gleichnamigen Heiratsschwindlers, Hoteldiebes und Hochstaplers.

Mario Barth

Mario Barth (* 1. November 1972 in Berlin-Mariendorf) ist ein deutscher Komiker.

Methode Toussaint-Langenscheidt

Die Methode Toussaint-Langenscheidt (abgekürzt „MeTouLa“ bzw. „Metoula“) ist ein Mitte des 19. Jahrhunderts entwickeltes Verfahren zum Erlernen von Fremdsprachen im Selbststudium. Benannt ist die Methode nach ihren Gründern Charles Toussaint (1813–1877) und Gustav Langenscheidt (1832–1895). Praktische Verbreitung erfuhr sie in Form von Lernbriefen und Büchern über einen Zeitraum von rund hundert Jahren hinweg etwa bis Mitte des 20. Jahrhunderts. In der europäischen Methodengeschichte des Fremdsprachenunterrichts hat sie einen festen Platz. In der modernen Fremdsprachendidaktik spielt sie keine nennenswerte Rolle mehr.

Die MeTouLa-Sprachkursveröffentlichungen bildeten den Grundstock der heutigen Langenscheidt-Verlagsgruppe, die 1856 unter dem Namen Expedition der Unterrichtswerke nach der Methode Toussaint-Langenscheidt gegründet wurde. Damit war Gustav Langenscheidt einer der Pioniere des Fernunterrichts; er förderte das Selbstlernen mit Hilfe von Unterrichtsbriefen ohne Lehrer. Im Rahmen der gemeinsamen Methodenentwicklung zwischen 1854 und 1856 schufen die beiden Sprachlehrer Toussaint und Langenscheidt außerdem eine einfache Lautschrift, die weite Verbreitung auch in Publikationen anderer Verlage fand und im deutschsprachigen Raum erst im 20. Jahrhundert durch das Internationale Phonetische Alphabet (IPA) abgelöst wurde.

Monotypisch

Der biologische Fachbegriff monotypisch (altgriechisch μόνος mónos „allein“ und -typisch) besagt, dass innerhalb einer Gruppe (Taxon) in der biologischen Systematik nur ein einziger Typus vorkommt. Es gibt somit zum Beispiel monotypische Familien, Gattungen, Untergattungen usw.In der Zoologie wird auch eine Familie mit einer einzigen Gattung, die jedoch mehrere Arten enthält, als monotypisch bezeichnet, da die Gattung der Typus für eine Familie ist. In der Botanik wird der Begriff monotypisch hingegen enger gefasst, die Familie ist hier nicht monotypisch, da sie mehrere, durch Typusbelege bestimmte Arten enthält. Man spricht in der Botanik in diesem Fall daher von einer monogenerischen Familie. Streng genommen trifft dies auch auf alle darunter liegenden Rangstufen zu, auf denen nur jeweils ein Taxon anerkannt wird (z. B. monospezifische Gattung), das aber verschiedene durch Typen bezeichnete Synonyme hat.

Die Hierarchieebenen in der biologischen Taxonomie (z. B. Gattung oder Familie) werden in der Regel eingeführt, um eine Gruppe von Organismen, die eine Reihe gemeinsamer Merkmale besitzen, zusammenzufassen. Arten, die im Vergleich zu ihrer näheren Verwandtschaft eine hohe Anzahl einzigartiger Merkmale (Autapomorphien) aufweisen, werden oft jeweils in eigene Gattungen, Familien oder noch höherrangige Taxa eingeordnet. Eine solche Gruppe wird dann monotypisch genannt.

Das höchstrangige monotypische Taxon sind die Nanoarchaeota, eine eigene Abteilung der Archaeen mit der einzigen Art Nanoarchaeum equitans. Ein monotypischer Stamm sind die Micrognathozoa mit der einzigen, im Jahr 2000 entdeckten Art Limnognathia maerski.

Monotypische Gruppen sind auch in Hinsicht auf den Artenschutz von Bedeutung. Das Aussterben einer Art, die keine nahen Verwandten hat, gilt als besonders großer Verlust.

Zu den monotypischen Gattungen zählen beispielsweise der Ginkgo, die Norne und das Schnabeltier. Der Mensch (Homo sapiens) ist die einzige rezente Art der Gattung Homo.

Arten sind monotypisch, wenn keine Unterarten oder Varietäten unterschieden werden.

Paul Langenscheidt

Paul Langenscheidt (Pseudonym: Erwin Rex, * 25. November 1860 in Berlin; † 30. September 1925 ebenda) war ein deutscher Verleger und Schriftsteller.

Pons-Verlag

Der Pons-Verlag (PONS GmbH) ist ein deutsches Medienunternehmen der Klett-Gruppe mit Sitz in Stuttgart, der ca. 80 Mitarbeiter beschäftigt.

Unter der Marke PONS erscheinen Wörterbücher und Sprachlernmaterialien in über 32 Sprachen. 2019 genehmigte das Bundeskartellamt der PONS GmbH den Erwerb von Titeln und Rechten von Langenscheidt. Unter der Marke Klett Lerntraining entwickelt das Unternehmen Lernhilfen für Schüler aller Altersstufen zum unterrichtsbegleitenden Lernen.

Smombie

Smombie ist ein Kofferwort aus den Begriffen „Smartphone“ und „Zombie“. Laut Langenscheidt sind damit Menschen gemeint, die durch den ständigen Blick auf ihr Smartphone so stark abgelenkt sind, dass sie ihre Umgebung kaum noch wahrnehmen.Das Wort wurde 2015 im Auftrag des Langenscheidt-Verlags von einer Jury zum so genannten „Jugendwort des Jahres“ in Deutschland gewählt. Bei einer der Wahl vorausgehenden Onlineabstimmung hatte es nur einen der hinteren Plätze belegt.Da das Wort vor der Nominierung zur Wahl des Jugendwortes des Jahres noch nicht im Internet aufgetaucht war, folgte eine Debatte darum, ob das Wort überhaupt in der Jugendsprache benutzt werde. Womöglich sei es eine reine Erfindung im Rahmen der Wahl.

Spektrum.de

Spektrum.de (ehemals Wissenschaft-Online) ist das Online-Wissenschaftsportal der Zeitschrift Spektrum der Wissenschaft. Mit Schwerpunkt auf Naturwissenschaften und die angrenzenden Nachbarwissenschaften Archäologie und Psychologie werden über Spektrum.de neben der Onlinezeitung Spektrum.de – Die Woche verschiedene Online-Fachlexika des 2007 von Springer Science+Business Media gekauften Spektrum Akademischen Verlages sowie Online-Fachwörterbücher des Langenscheidt-Verlages vertrieben.

Travestie (Literatur)

Als literarische Travestie (von italienisch travestire, französisch travestir ‚verkleiden‘) bezeichnet man eine komische Gattung, bei der der Inhalt eines Werks oder eines Mythos beibehalten, aber in eine unangemessene sprachliche Form gebracht wird.

Wissen.de

wissen.de ist ein im Mai 2000 gegründetes deutschsprachiges Wissensportal im Internet. Bis 2014 wurde die Website vom Wissen Media Verlag betrieben, eine Tochter des Medienkonzerns Bertelsmann. Heute ist sie Bestandteil der Konradin Mediengruppe. 2012 wurde das Portal zur Website des Jahres in der Kategorie Bildung gewählt.Die Inhalte des Portals werden aus verschiedenen Quellen zusammengetragen. Zu den Zulieferern gehören Nachschlagewerke und Publikationen wie Wahrig, Langenscheidt, Focus und Viamundo. Der Zugriff auf die Inhalte durch den Besucher der Webseite ist kostenlos und wird durch Werbung finanziert. wissen.de bietet Werbekunden die Möglichkeit an, Werbung in Form von Textlinks im und passend zum redaktionellen Umfeld auf der Webseite zu platzieren.Weiter verkauft wissen.de Lizenzen an andere Unternehmen, die Inhalte in ihren Medien zu vertreiben. Dazu gehören neben Lexika auch Lernprogramme für Grundschüler. Lizenznehmer sind nach Eigenauskunft die G Data Software, Vivendi Universal und der Spielehersteller Ravensburger.

Die Website erzielte im Januar 2012 eine Reichweite von 640.000 Unique Users, 8,14 Millionen Page-Impressions und über 1,4 Millionen Visits im Monat. 2014 gab die Konradin Mediengruppe rund 750.000 Unique Users monatlich an.

Im Dezember 2013 gab die Geschäftsleitung bekannt, dass die Webseite wegen mangelnder wirtschaftlicher Perspektive bis Anfang des Jahres 2014 eingestellt werde, aber bereits am 30. Januar 2014 wurde bekannt, dass die Konradin Mediengruppe aus Leinfelden, durch die auch weitere Wissensmagazine und Webseiten betrieben werden, die Webseite wissen.de gekauft hat.

In anderen Sprachen

This page is based on a Wikipedia article written by authors (here).
Text is available under the CC BY-SA 3.0 license; additional terms may apply.
Images, videos and audio are available under their respective licenses.