Lagune

Eine Lagune ist ein verhältnismäßig flaches Gewässer, das durch Sandablagerungen (Nehrung) oder Korallenriffe – wie zum Beispiel bei einem Atoll – vom Meer weitgehend oder vollständig abgetrennt ist.[1]

In Lateinamerika werden zudem flache Seen im Inland (häufig temporäre Flussseen in Überschwemmungsgebieten) als Laguna bezeichnet.

Karavasta
Naturbelassene und als Nationalpark geschützte Lagune von Karavasta in Albanien

Sprachgebrauch

Asan Foun freshwater lagoon, Tilomar, Covalima, Timor-Leste May 2005, (the palm is Sago Palm Metroxylon sagu, reedbeds, and probably an undescribed Casuarina sp in background)
Asan Foun, eine Süßwasserlagune an der Südküste Osttimors

Das Wort Lagune leitet sich über das italienische laguna („in einem Sumpfgebiet liegende Wasserfläche“; Sumpf, Strandsee, Haffsee)[2] vom lateinischen lacuna (Weiher, Lache) ab. An der vorpommerschen und polnischen Ostseeküste finden sich lagunenartige Gewässer in Haff und Bodden genannten Buchten, in Schleswig-Holstein in Buchten, die Noore genannt werden. Am Schwarzen Meer heißen lagunenartige Küstengewässer im Mündungsbereich von Flüssen Limane. Oft haben Lagunen Namensteile wie See oder Bucht.

Die Abgrenzung zu kleinen Binnenmeeren ist fließend, wobei vor allem relativ kleine (meist wenige hundert Quadratkilometer Fläche) und besonders flache (selten mehr als 10 Meter) Gewässer als Lagunen gelten.

Entstehung

Lagunen entstehen in gemäßigten Breiten und klastisch dominierten Küsten aus „normalen“ Buchten: Durch Strandversetzung, die zur Bildung bzw. Verlängerung von Sandhaken und Nehrungen führt, werden diese Buchten vom offenen Meer abgetrennt. Ist die Abtrennung vollständig, so entsteht aus der Lagune ein Strandsee, der in humidem Klima langsam aussüßt. Solange eine Verbindung zum offenen Meer besteht, enthält die Lagune Brackwasser. In aridem Klima hingegen neigen Lagunen und Strandseen zur Übersalzung.

Völlig anders entstehen die Lagunen an karbonatisch dominierten Küsten tropischer Breiten. Dort wird die Lagune von der Riffkrone eines Korallenriffs gegen das Meer begrenzt, das heißt, das Material, aus dem die Barriere besteht, wird nicht von Strömungen angeschwemmt, sondern wird vor Ort von den riffbildenden Organismen (nicht nur Korallen) produziert. Auch dort bestimmt das Klima, ob die Lagune eher brackisch oder eher übersalzen ist. Einen Spezialfall dieser Lagunenentstehung stellen Atolle dar. Bei diesen sinkt eine kleine ozeanische Vulkaninsel ab bzw. wird erodiert währenddessen ihr Saumriff schnell genug wächst, um mit dem Absinken schrittzuhalten. Am Ende bleibt nur das Saumriff nahe der Meeresoberfläche und dort, wo einst die Vulkaninsel aus dem Meer ragte, befindet sich die Lagune. Wird ein Atoll angehoben, fällt die Lagune weitgehend oder ganz trocken. Die übrig gebliebene Senke und/oder ein darin befindlicher See behält dann die Bezeichnung „Lagune“.[3][4]

Menschliche Einflüsse

Da Lagunen meist nur schlecht zugänglich sind, haben sie sich in vielen Fällen als von Menschen wenig beeinflusste Ökosysteme erhalten können. Diese Feuchtgebiete dienen dabei als wichtige Rückzugsgebiete von Wasservögeln, Fischen, kleineren Tieren und Pflanzen. Die ökologisch wichtigsten Lagunen werden international durch die Ramsar-Konvention geschützt.

Ein Beispiel einer – zumindest teilweise – erschlossenen und genutzten Lagune ist die Lagunenstadt Venedig in der Nähe der Mündung des Po in Italien. Grund für die Stadtgründung in Lagunen ist meist die sehr sichere Lage. Viele Lagunen sind außerdem sehr fischreich, was insbesondere in der Vergangenheit für die Bewohner der Umgebung von großer wirtschaftlicher Bedeutung war.

Beispiele für Lagunen

Deutschland

Altwarp aus der Luft
Der Neuwarper See (rechts) beim Fischerort Altwarp ist eine Lagune an der deutsch-polnischen Grenze im Süden des Stettiner Haffs.

Weltweit

  • Der Maracaibo-See (13.512 km²) wird als Binnenmeer bezeichnet, hat aber eine Verbindung zum Ozean und gilt so als Lagune.
  • Zu den weltweit größten Lagunen zählt der Lagoa dos Patos (10.145 km²) in Brasilien, an deren Ufer die Großstadt Porto Alegre liegt.[6]
  • Die circa 460 km² große Lagune von Lagos liegt östlich der gleichnamigen Metropole und ist vielleicht das beste Beispiel für eine durch anthropogene Einflüsse ökologisch gefährdete Lagunenlandschaft. Das mit pathogenen Bakterien stark belastete Gewässer erreicht durchschnittlich nur zwei Meter Tiefe und zählt zu den größten Lagunen auf dem afrikanischen Kontinent.
  • Das Mar Menor ist eine rund 170 km² große Salzwasser-Lagune in der spanischen Region Murcia und das größte salzhaltige Binnengewässer Europas.[7]
  • Sehr bekannt ist die Lagune von Venedig mit der gleichnamigen Lagunenstadt. Die Ausdehnung erreicht rund 550 km².[8]
  • Ebenfalls an der Adria finden sich in Albanien mehrere große Lagunen wie die Vain-Kune-Patos-Lagunen, die Lagune von Karavasta, die Lagune von Narta und der Butrintsee, die bedeutende Naturschutz- und Ramsarschutzgebiete sind.[9][10]
  • Eine weitere bedeutende Lagune im Mittelmeer ist die Lagune von Messolongi (33,5 km²) im Messolongi-Delta (Griechenland), dem Delta des Flusses Acheloos. Am Nordende dieser Lagune liegt die kleine Stadt Aitoliko auf einer Insel, daran schließt sich die Lagune von Aitoliko an.
  • Ahunui als Beispiel einer vollständig von Atollinseln umschlossenen Lagune.
  • Die Bucht und Lagune der Walvis Bay ist eines der größten Vogelschutzgebiete Afrikas; ebenso die nahegelegene Lagune der Sandwichbucht.
  • Die zum 15.000 m² kleinen See von Preveli gestaute Mündung des Megalopotamos am Strand von Preveli.
Cartagena, Mar Menor, i Cap de Pals (foto satèl·lit)

Mar Menor am Mittelmeer (Spanien)

Venice Lagoon December 9 2001

Lagune von Venedig

PattiTindarisLagune

Lagune bei Tindari (Sizilien)

Fangataufa

Lagune des Atolls Fangataufa

Sandwichbucht

Sandwichbucht, Namibia

Einzelnachweise

  1. Schlagwort Lagune (Memento vom 10. Januar 2016 im Internet Archive) bei GeoDataZone
  2. Johann Jakob Egli: Nomina geographica. Sprach- und Sacherklärung von 42000 geographischen Namen aller Erdräume. Friedrich Brandstetter, 2. Aufl. Leipzig 1893, S. 521
  3. Entstehung einer Lagune und Definition
  4. Definition, Beschreibung, Verbreitung (Memento vom 22. Juni 2013 im Internet Archive)
  5. Gösta Hoffmann: Die Insel Usedom - Spätpleistozäne und holozäne Landschaftsentwicklung. In: Reinhard Lampe, Sebastian Lorenz (Hrsg.): Eiszeitlandschaften in Mecklenburg-Vorpommern. Geozon Science Media, Greifswald 2010, ISBN 978-3-941971-05-9, S. 107 (Online).
  6. Lagona dos Patos
  7. Laguna Mar Menor
  8. Lagune von Venedig
  9. Lagune von Karavasta (Auf Englisch) (PDF; 58 kB)
  10. Albania. In: Ramsar. Abgerufen am 25. Juli 2016 (englisch).
Atoll

Ein Atoll ist ein ringförmiges Riff, in der Regel ein Korallenriff, das eine Lagune umschließt. Das Wort Atoll stammt aus dem Dhivehi, der Sprache der Malediven (އަތޮޅު atolhu). Das Korallenriff bildet einen Saum von häufig äußerst schmalen Inseln aus, die nach dem polynesischen Wort für „Insel“ meist als Motu bezeichnet werden. In der Lagune können sich noch Reste des ehemaligen Vulkangipfels als Inseln über den Meeresspiegel erheben.

Bournda-Nationalpark

Der Bournda National Park ist ein Nationalpark im Südosten des australischen Bundesstaates New South Wales. Der 2600 ha große Park wurde am 24. April 1992 eingerichtet und wird vom NSW National Parks and Wildlife Service verwaltet. Er liegt 345 km südlich von Sydney in der Nähe der Küstenstadt Tathra. Er erstreckt sich von der Kianinny Bay südlich von Tathra etwa 13 km nach Süden. Es gibt dort einen schönen Wanderweg, der größtenteils entlang der Küste verläuft.

Im Park gibt es zwei Seen und eine Lagune. Der Wallagoot Lake ist ein großer Salzwassersee, der zuletzt im Juni 2008 mit dem Ozean verbunden war. Der Bondi Lake ist von besonderer ökologischer Bedeutung, da er der am nächsten am Ozean gelegene Süßwassersee der Region ist. Die Bournda Lagoon ist eine Brackwasserlagune, die in regelmäßigen Abständen mit dem Ozean verbunden ist. Die Lagune ist ein beliebtes Schwimmgewässer für Ortsansässige und Touristen.

Der Park war ab 1947 zunächst eine State Recreation Area und wurde 1992 zum Nationalpark erklärt. Anschließend an den Nationalpark liegt die 6088 ha große Bournda Nature Reserve, die 1972 begründet wurde. Beide Gebiete sind im Management Plan betrachtet.

Am Campingplatz in Hobart Beach gibt es gute Möglichkeiten, zu zelten.

Chioggia

Chioggia [ˈkjɔddʒa] (venezian. Cióxa) ist ein Seehafen in der italienischen Region Venetien. Sie gehört zur früher Provinzhauptstadt genannten Metropolitanstadt Venedig. Chioggia hat 49.430 Einwohner (Stand 31. Dezember 2017) und eine Fläche von 185 km².

Château La Lagune

Das Château La Lagune ist eines der bekannten Weingüter von Bordeaux. Seit der Klassifikation von 1855 ist das Weingut als Troisième Grand Cru Classé eingestuft (dritthöchste Stufe der Klassifikationen).

Es liegt in Ludon-Médoc in der Appellation Haut-Médoc, und ist das erste Weingut, wenn man aus der Stadt Bordeaux kommend die berühmte Weinstraße, die Route du Vin, in nordwestlicher Richtung entlangfährt. Direkt gegenüber liegt das ebenfalls klassifizierte Weingut Château Cantemerle, das über einen sehr schönen, 28 Hektar großen Park verfügt.

Das Gut ist mit ca. 80 Hektar recht groß. 60 % der Fläche ist mit Cabernet Sauvignon, 30 % mit Merlot und 10 % mit Petit Verdot bestockt. In den letzten Jahren wurde der vormals mit 20 % Anteil angebaute Cabernet Franc komplett gerodet und die Anteile des Merlot und des Cabernet Sauvignon entsprechend angehoben. Der Anteil des Petit Verdot ist mit 10 % außergewöhnlich hoch. Das Gut erzeugt in mittleren Jahren ca. 390.000 Flaschen seines Grand Vin. Der Zweitwein des Guts heißt Moulin de La Lagune. Von diesem Wein, der bis zum Jahrgang 1998 noch Château Ludon Pomies Agassac hieß, werden jährlich ca. 96.000 Flaschen produziert. Der Drittwein des Gutes Mademoiselle L Château La Lagune, der seit 2004 aufgelegt wird, ist ein Cuvée aus Merlot und Cabernet Sauvignon.

Unter den jüngeren Jahrgängen sind die Weine von 2005 (95 PP), 2004 (90 PP), 1996 (90 PP), 1990 (90 PP), 1989 (90 PP) und 1982 (90 PP) sehr gut bis hervorragend.

Frisches Haff

Das Frische Haff (polnisch Zalew Wiślany, russisch Калининградский залив) ist ein Haff der Ostsee, das im Norden zur russischen Oblast Kaliningrad und im Süden zu Polen gehört.

Grado (Friaul-Julisch Venetien)

Die Stadt Grado (aus dem Lateinischen ad gradus, an der Stufe, einem Kanal, der nach Aquileia führte) (furlanisch Grau, gradesisch Gravo, slowenisch Gradež) mit 8173 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2017) liegt an der Nordküste der Adria auf einer Küstendüne am äußersten Ende des Golfs von Venedig. Die Insel von Grado wird auch Sonneninsel oder Goldinsel genannt.

Greifswalder Bodden

Der Greifswalder Bodden ist eine Bucht der südlichen Ostsee und mit einer Fläche von 514 km² der größte Bodden der Vorpommerschen Boddenlandschaft an der Südküste der westlichen Ostsee. Er ist deutlich größer als der größte Binnensee, an dem Deutschland Anteil hat, der Bodensee (Obersee: 473 km²).

Kurisches Haff

Das Kurische Haff (nehrungskurisch Kurse mare, litauisch Kuršių marios, russisch Куршский залив, Kurschski saliw) ist ein Haff der Ostsee, das im Norden zu Litauen und im Süden zur Oblast Kaliningrad gehört. Von der Ostsee ist das Haff durch die Kurische Nehrung getrennt.

Kwajalein

Kwajalein (deutsch veraltet: Mentschikowinseln) ist ein Atoll, das zu den Marshallinseln im südlichen Pazifik gehört. Es liegt rund 3900 km südwestlich von Hawaii (Luftlinie Honolulu – Insel Kwajalein 3942 km) und ist das weltgrößte Korallenatoll mit der größten umschlossenen Lagune. Die 16,39 km² große Landfläche umschließt eine Lagune von 2174 km² Größe. Das Atoll umfasst insgesamt 97 Inseln, von denen die Insel Kwajalein die südlichste und größte ist. Neben Kwajalein liegt die Insel Ebeye, welche am dichtesten besiedelt ist.

Lagune von Venedig

Die Lagune von Venedig ist ein durch Landzungen und Inseln weitgehend abgetrenntes Haff im Norden der Adria. Sie entstand um 4000 v. Chr. durch Ablagerungen der Brenta und anderer die Po-Ebene entwässernder Flüsse. In ihr liegt die Stadt Venedig.

Lido di Venezia

Der Lido di Venezia (von lateinisch litus = Strand, Küste) ist der mittlere, Venedig vorgelagerte Teil einer Nehrung, die von Chioggia bis Jesolo reicht und die Lagune von Venedig von der offenen Adria trennt. Er entwickelte sich im 19. Jahrhundert zum mondänen Seebad mit luxuriösen Hotels. Als Schauplatz von Thomas Manns Novelle Der Tod in Venedig fand er Eingang in die Literatur.

Der Lido ist Austragungsort der jährlich stattfindenden Internationalen Filmfestspiele von Venedig.

Murano

Murano, venetisch Muran, ist eine Inselgruppe nordöstlich der Altstadt von Venedig in der Lagune von Venedig. Sie ist bekannt für ihre Glaskunst, lebt aber auch vom Tourismus und – in wesentlich geringerem Umfang – vom Fischfang.

Ihre Wurzeln reichen bis in die Spätantike zurück. Im 5. und 6. Jahrhundert wuchs die Bevölkerung durch Flüchtlinge aus Altinum an, die vor Hunnen und Langobarden Schutz suchten. Ende des 13. Jahrhunderts wurde hier die Glasproduktion konzentriert, die gegen Ende der Republik Venedig im Niedergang begriffen war. Erst im Laufe des 19. Jahrhunderts kam es zu einer Neubelebung, die von der Kommune unterstützt wurde. Murano gehört erst seit 1924 zur Stadt Venedig.

Nehrung

Eine Nehrung (von mittelhochdeutsch nare „Landenge“ bzw. litauisch Neringa „hineinstecken“) oder Sandhaken ist ein schmaler Sandstreifen, der das Haff vom offenen Meer abtrennt. Nehrungen sind typisch für gezeitenlose Meere wie die Ostsee. Schließt sich eine Nehrung, wird das abgetrennte Haff zur Lagune.

Rangiroa

Rangiroa ist das größte Atoll des Tuamotu-Archipels in Französisch-Polynesien. Rangiroa wird wegen der Klarheit und Weite der Lagune auch Ra'iroa genannt (übersetzt: „weiter Himmel“).

San Giorgio Maggiore

San Giorgio Maggiore ist eine Insel in der Lagune von Venedig, die dem Becken von San Marco (bacino) in südlicher Richtung vorgelagert ist. Benediktiner-Abtei und Kirche auf der Insel tragen den gleichen Namen. Die Bezeichnung maggiore (italienisch für groß) wurde zur Unterscheidung von dem ehemaligen kleinen Benediktinerkloster San Giorgio in Alga gewählt.

Silicon Valley

Das Silicon Valley [ˌsɪlɪkn̩ ˈvæli] (engl. für ‚Silicium-Tal‘) ist einer der bedeutendsten Standorte der IT- und Hightech-Industrie weltweit. Es ist geografisch der südliche Teil der San Francisco Bay Area, der Metropolregion um die Städte San Francisco und San José. Das Silicon Valley umfasst das Santa Clara Valley und die südliche Hälfte der Halbinsel von San Francisco und reicht von San Mateo bis nach San José. Sunnyvale liegt ungefähr im Zentrum des Silicon Valley. Die Region Silicon Valley ist ungefähr 70 Kilometer lang und 30 Kilometer breit.Die wirtschaftliche Entwicklung der Region begann 1951 mit der Einrichtung des Stanford Industrial Park, einem Forschungs- und Industriegebiet neben der Stanford University. Nach und nach gründeten ehemalige Mitarbeiter von Elektronikunternehmen sowie Absolventen der Universitäten kleine Unternehmen und entwickelten neue Ideen und Produkte. Mit der Verbreitung der Computertechnik seit den 1960er und 1970er Jahren siedelten sich im Silicon Valley zunehmend Unternehmen der Hochtechnologie an. Im Laufe der Zeit entstanden somit in der Region zahlreiche Unternehmen der IT- und Hightech-Industrie. Zu den bekanntesten gehören Apple, Intel, Google, AMD, SanDisk, Adobe, Symantec, Yahoo, eBay, Nvidia, Hewlett-Packard, Oracle, Cisco, Facebook und Tesla.

Stettiner Haff

Das Stettiner Haff (polnisch Zalew Szczeciński), auch Oderhaff und Pommersches Haff genannt, ein inneres Küstengewässer im Mündungsbereich von Oder und der Peene, ist das zweitgrößte Haff (Lagune) der Ostsee.

Mit allen Nebengewässern hat das Stettiner Haff eine Ausdehnung von 903 km², eine Ost-West-Ausdehnung von 52 Kilometern und eine in nord-südlicher Richtung von 22 Kilometern. Es hat eine durchschnittliche Tiefe von 3,8 Metern. Die größten natürlichen Tiefen liegen bei 8,5 Metern, während die Fahrrinne zwischen Stettin (Szczecin) und Swinemünde (Świnoujście) 10,5 Meter tief ist. Größer als das Stettiner Haff ist das Kurische Haff bei Klaipėda (Memel) in Litauen mit 1584 km², kleiner ist das Frische Haff bei Kaliningrad und Elbląg mit 840 km².

Venedig

Venedig (italienisch Venezia [veˈnɛʦːi̯a], venezianisch Venesia [veˈnɛzi̯a] oder [veˈnɛzja]) ist eine Stadt im Nordosten Italiens. Sie ist die Hauptstadt der Region Venetien und der Metropolitanstadt Venedig und trägt den Beinamen La Serenissima („Die Durchlauchtigste“). Ihr historisches Zentrum (centro storico) liegt auf mehr als 100 Inseln in der Lagune von Venedig.

Die Gesamtfläche Venedigs beträgt 414,6 km², davon entfallen 257,7 km² auf Wasserflächen. Am 31. Dezember 2017 zählte die Stadt 261.321 Einwohner, davon 179.794 in den Stadtteilen auf dem Festland, 52.996 im historischen Zentrum und 27.730 innerhalb der Lagune. In der Lagune befinden sich 118 Inseln. Sie erstreckt sich über etwa 50 km zwischen den Mündungen der Flüsse Adige (Etsch) im Süden und Piave im Norden in die Adria.

Venedig war bis 1797 Hauptstadt der Republik Venedig und mit über 180.000 Einwohnern eine der größten europäischen Städte. Bis ins 16. Jahrhundert war sie eine der bedeutendsten Handelsstädte, über die der überwiegende Teil des Handels zwischen Westeuropa und dem östlichen Mittelmeer abgewickelt wurde. Venedig unterhielt die meisten Handels- und Kriegsschiffe. Ihr Adel profitierte vom Handel mit Luxuswaren, Gewürzen, Salz und Weizen. Venedig entwickelte sich zum größten Finanzzentrum und dominierte ein Kolonialreich, das von Oberitalien bis Kreta und zeitweise bis nach Zypern reichte. Nach französischer und österreichischer Herrschaft zwischen 1798 und 1866 wurde Venedig ein Teil Italiens. 1929 wurde der Industriekomplex Mestre-Marghera in die Comune di Venezia eingemeindet, ebenso wie zuvor schon der größere Teil der Orte in der Lagune. Der jüdische Anteil der Bevölkerung wurde während des Zweiten Weltkriegs von den Nationalsozialisten, die Italien besetzt hatten, nach Deutschland deportiert und überwiegend ermordet. Bis 1950 wuchs die Zahl der Einwohner des historischen Zentrums durch Kriegsflüchtlinge auf rund 185.000 an. In den Jahren 1965 bis 1970 erreichte die Gesamtstadt mit knapp 370.000 Einwohnern die höchste Bevölkerungszahl. Seitdem ist diese um mehr als 100.000 zurückgegangen.

Venedig und seine Lagune stehen seit 1987 auf der UNESCO-Liste des Weltkulturerbes. Sie inspirierten besonders die Künstler und Venedig wurde zu einer der von Touristen meistbesuchten Städte. Seit einem Jahrhundert ist die wirtschaftliche Struktur der Altstadt einseitig auf den Tourismus ausgerichtet, während sich die industrielle Tätigkeit vor allem um Mestre und Marghera auf dem westlichen Festland konzentriert.

Wyrrabalong-Nationalpark

Der Wyrrabalong-Nationalpark ist ein Nationalpark im Osten des australischen Bundesstaates New South Wales. Er wurde 1991 geschaffen.Der Park besteht aus zwei getrennten Teilen. Der nördliche Teil bedeckt ca. 480 ha zwischen den Orten The Entrance und Norah Head und umfasst einen wesentlichen Teil der Landzunge zwischen der Lagune Tuggerah Lake und dem Meer sowie die Inseln Terilbah Island und Pelican Island in der Lagune. Der südliche Teil umfasst etwa 120 ha der Küste zwischen Shelly Beach und Forresters Beach. Im Park liegt auch der letzte größere Küstenregenwald im mittleren Abschnitt der Küste von New South Wales.

Der Slogan für den Wyrrabalong-Nationalpark lautet: “Wyrrabalong, it’s where you belong”.

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