Kilometer pro Stunde

Kilometer pro Stunde, umgangssprachlich Stundenkilometer, seltener Kilometer durch Stunde, Kilometer je Stunde oder Kilometer in der Stunde (Einheitenzeichenkm/h), ist eine Maßeinheit der Geschwindigkeit. Sie wird vor allem im Verkehrswesen, beispielsweise für die Geschwindigkeit im Straßenverkehr oder für die Reisegeschwindigkeit verwendet, da dort Entfernungen meist in Kilometern und Zeiten in Stunden angegeben werden – statt in Metern und Sekunden, was der SI-Einheit der Geschwindigkeit m/s zugrunde liegt. Die beiden zugehörigen Maßzahlen haben dieselbe Größenordnung.

Physikalische Einheit
Einheitenname Kilometer pro Stunde
Einheitenzeichen
Physikalische Größe(n) Geschwindigkeit
Formelzeichen
Dimension
System Zum Gebrauch mit dem SI zugelassen
In SI-Einheiten
In CGS-Einheiten
Abgeleitet von Kilometer, Stunde
Siehe auch: Meter pro Sekunde
Bethlehem 60km
Ein von 1971 bis 1988 in Westdeutschland hergestelltes Verkehrsschild mit Kilometerangabe

Definition

Ein Objekt, das sich eine Stunde lang mit 1 km/h bewegt, legt eine Strecke von einem Kilometer zurück. Die Strecke und die Geschwindigkeit bleiben proportional.

Bezeichnung und Verwendung

Umgangssprachlich wird häufig auch die gesprochene Form „ka-em-ha“ verwendet, was auch zu der Verschriftlichung „kmh“ statt „km/h“ führt. Ebenso wie Stundenkilometer ist das (physikalisch) fachsprachlich falsch, da diese Aneinanderreihung dort für das Produkt Kilometer mal Stunde stünde. Die Gesellschaft für deutsche Sprache verweist darauf, dass in der Wortbildungslehre für Komposita die Beziehung der Wortbestandteile keinen Regeln unterliege und der Begriff Stundenkilometer durchaus richtig und angemessen ist. Dabei warnt sie vor sprachlicher Pedanterie, da diese zu nichts führe.[1] Bei Geschwindigkeiten von Kraftfahrzeugen wird häufig ganz auf eine Bezeichnung verzichtet („Er ist in der Baustelle mit 120 geblitzt worden.“), ebenso wie bei der Darstellung von Geschwindigkeiten auf den entsprechenden Verkehrszeichen.

Lange waren in Deutschland und Österreich Verkehrsschilder gebräuchlich, auf denen nur die Einheit „km“ (ohne das „/h“) enthalten war. In Deutschland geht dies auf die Verordnung über Warnungstafeln für den Kraftfahrzeugverkehr vom 8. Juli 1927 zurück,[2] einem Vorläufer der heutigen Straßenverkehrs-Ordnung. Wichtiger als diese nationalen Regelungen waren jedoch die weltweiten Übereinkommen über Straßenverkehrszeichen. Sowohl das 1971 in der Bundesrepublik Deutschland eingeführte Zeichen 274 als auch das damals in Österreich verwendete Vorschriftszeichen deckten sich in dieser Weise auch mit dem Wiener Übereinkommen über Straßenverkehrszeichen vom 8. November 1968, das unter anderem auch Österreich und die Bundesrepublik Deutschland (1977) unterzeichnet und ratifiziert hatten. Dies ergab im Januar 1985 eine Anfrage im Deutschen Bundestag, die sich mit der Problematik der falschen Einheitsangabe beschäftigte. Der ratifizierte Text lautete: „Nach oder unter der Geschwindigkeitszahl kann ,km‘ (Kilometer) oder ,m‘ (Meilen) hinzugefügt werden.“ Unabhängig davon hatte das Bundesverkehrsministerium zu diesem Zeitpunkt bereits geplant, auf jegliche Einheitsangabe zu verzichten. Der Grund lag jedoch nicht bei der Nutzung der Begrifflichkeit „km“, sondern bei den immer stärker genutzten elektronischen Wechselverkehrszeichen. Hier hätte eine zusätzliche Einheitsangabe unnötige technische Probleme bereitet.[3] Daher wurde in der Neunten Verordnung zur Änderung der Straßenverkehrs-Ordnung vom 22. März 1988 festgelegt, dass das bisherige Zeichen mit Ablauf des 31. Dezember 1998 seine Bedeutung als amtliches Verkehrszeichen verliert.[4]

Bis in die 1960er, vereinzelt bis in die 1980er, wurden auch die Abkürzungen km/St oder km/st verwendet.

Bild 70 - Zeichen für Geschwindigkeitsbeschränkungen auf 30 km

Tafel für Geschwin­digkeits­beschränkung auf 30 km (1927);[5]
gültig bis 1939

Bild 21 - Verbot der Überschreitung bestimmter Fahrgeschwindigkeiten, StVO 1937

Verbot höherer Geschwindigkeit als 30 km je Stunde (1934) bzw. Verbot der Überschreitung bestimmter Fahr­geschwindigkeiten (1938);
gültig bis 1955 in der BRD[6] und bis 1956 in der DDR

Bild 21 - Verbot der Überschreitung bestimmter Fahrgeschwindigkeiten - 30 km, StVO 1953

Verbot der Über­schreitung bestimmter Fahr­geschwindig­keiten;[7]
gültig ab 1953 in der BRD

Bild 34 - Geschwindigkeitsbeschränkung, StVO 1956

Geschwindigkeits­beschränkung;[8]
gültig ab 1956 in der DDR

Bild 34 - Geschwindigkeitsbegrenzung in km-h, StVO DDR 1964

Geschwindigkeits­beschränkung in km/h
gültig ab 1964 in der DDR

Bild 21 - Verbot der Überschreitung bestimmter Fahrgeschwindigkeiten - z.B. 30 km, 40 km usw. je Stunde, StVO 1956

Verbot der Überschrei­tung bestimmter Fahr­geschwindigkeiten;[9]
gültig ab 1956 in der BRD

Zeichen 274 - Zulässige Höchstgeschwindigkeit (30 km), StVO 1970

Zulässige Höchst­geschwindigkeit;
gültig ab 1971 in der BRD,[10] das Zeichen wird bereits seit 1988 nicht mehr hergestellt.

Bild 218 - zulässige Höchstgeschwindigkeit, StVO DDR 1977

Zulässige Höchst­geschwindigkeit;
gültig von 1979 bis 1990 in der DDR

Zeichen 274-60 - Zulässige Höchstgeschwindigkeit, StVO 2017

Zulässige Höchst­geschwindigkeit;
gültig von 1988 bis heute in der BRD

Vorschriftszeichen 10a alt

Geschwindigkeitsbeschränkung (erlaubte Höchstgeschwindigkeit)
ehemalig in Österreich verwendet

Vorschriftszeichen 10a

Geschwindigkeitsbeschränkung (erlaubte Höchstgeschwindigkeit)
aktuell gültig in Österreich

Umrechnung zwischen km/h und m/s

Die Einheit km/h wird oft der SI-Einheit m/s (Meter pro Sekunde) vorgezogen. So kann man die beiden zugehörigen Maßzahlen ineinander umrechnen:

Also:


Andere Maßeinheiten

2014-08-19 11 59 11 Speed limit 65 miles per hour sign along northbound Nevada State Route 225 (Mountain City Highway) about 10.9 miles north of Nevada State Route 535 (Idaho Street) in Elko County, Nevada
Geschwindigkeitsbegrenzung (auf knapp 105 km/h) in mph in Nevada

In einigen Ländern, wie zum Beispiel in den USA oder in Großbritannien, in denen das metrische System nicht obligatorisch ist, werden Geschwindigkeiten oft in Meilen pro Stunde (mph) angegeben (1 mph = 1,609 km/h). In der Nautik und Luftfahrt sind Geschwindigkeitsangaben in Knoten (kn), das heißt Seemeilen pro Stunde, üblich (1 kn = 1,852 km/h).

Einzelnachweise

  1. Bezeichnung Stundenkilometer. Fragen und Antworten. In: gfds.de. Gesellschaft für deutsche Sprache, abgerufen am 5. Juni 2019.
  2. Verordnung über Warnungstafeln für den Kraftfahrzeugverkehr vom 8. Juli 1927. In: Reichsgesetzblatt. Jahrgang 1927, Nr. 29, Tag der Ausgabe: Berlin, 15. Juli 1927. Scan auf Wikimedia Commons
  3. Drucksache 10/2827. In: Verhandlungen des Deutschen Bundestages, 10. Wahlperiode, Drucksachen, Band 314, S. 39.
  4. Neunte Verordnung zur Änderung der Straßenverkehrs-Ordnung. In: Bundesgesetzblatt Teil I, 1988, Nr. 12 vom 30. März 1988. Durch eine nachträgliche Änderung der StVO unter dem seit 2009 tätigen Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer wurde dieses Regelung für die noch vorhandenen fest aufgestellten älteren Zeichen wieder aufgehoben.
  5. Reichsgesetzblatt 123 vom 16. November 1937, S. 1213.
  6. Ersetzen neuer Verkehrszeichen bis zum 31.03.1955. In: Verkehrsblatt. 1953, Nr. 289, S. 331.
  7. Bundesgesetzblatt. Jahrgang 1953, Nr. 56, Tag der Ausgabe: Bonn, 3. September 1953, S. 1226.
  8. Rolf Jedicke: Verordnung über das Verhalten im Straßenverkehr – Straßenverkehrsordnung (StVO) – vom 4. Oktober 1956. In: Der deutsche Straßenverkehr. Sonderheft, November 1956.
  9. Bundesgesetzblatt. Jahrgang 1956, Nr. 19, Tag der Ausgabe: Bonn, 29. Mai 1956, S. 358.
  10. Bundesgesetzblatt. Jahrgang 1970, Nr. 108, Tag der Ausgabe: Bonn, 5. Dezember 1970, S. 1589.
Autovía A-78

Die Autovía A-78 (auch als Autovía Elche–Crevillent, kurz A-78) ist eine spanische Autobahn, die die Stadt Elche mit der Gemeinde Crevillent verbindet. Teilweise verläuft sie parallel zur N-340.

Obwohl sie den grundsätzlichen Anforderungen einer Autovía entspricht, ist die höchste zulässige Gesamtgeschwindigkeit auf 80 Kilometer pro Stunde begrenzt. Des Weiteren wurden Kreisverkehre gebaut. Das A in A-78 steht dafür, dass sie eine Autovía ist, die Ziffer A-78 steht dafür, dass sie als 78. Autovía in das amtliche Verzeichnis Spanien eingetragen wurde.

Bahnstrecke Działdowo–Chojnice

Die Bahnstrecke Działdowo–Chojnice ist eine teils nicht mehr befahrbare, größtenteils aber noch regulär genutzte eingleisige und nicht elektrifizierte Eisenbahnstrecke in den polnischen Woiwodschaften Ermland-Masuren, Kujawien-Pommern und Pommern.

Bahnstrecke Piła–Ustka

Die Bahnstrecke Piła–Ustka (Schneidemühl–Stolpmünde) ist eine Hauptbahnstrecke im nördlichen Teil des westlichen Polens, die das pommersche Hinterland mit der Ostsee verbindet.

Bildtafel der Verkehrszeichen im Deutschen Reich von 1923 bis 1925

Die Bildtafel der Verkehrszeichen im Deutschen Reich von 1923 bis 1925 zeigt die Verkehrszeichen im Deutschen Reich während der Weimarer Republik, zeigen die Neufassung der 1909 erlassenen Verordnung über den Verkehr mit Kraftfahrzeugen, die nun als Verordnung über Kraftfahrzeugverkehr vom 15. März 1923 gültig wurde.Weiterhin gültig blieben die 1910 eingeführten internationalen Warnungstafeln. In den zu den Punkten C. Der Führer des Kraftfahrzeuges und D. Benutzung öffentlicher Wege und Plätze gehörenden Paragraphen 18 und 23 wird 1923 auf Geschwindigkeitsbegrenzungen eingegangen. Bei Kraftfahrzeugen mit einem Gesamtgewicht von unter 5,5 Tonnen durfte die Geschwindigkeit innerhalb geschlossener Ortschaften nun nicht mehr unter 30 Kilometer pro Stunde begrenzt werden. Regionale Verwaltungsbehörden hatten das Recht, die innerörtliche Geschwindigkeit auf bis zu 40 Kilometer pro Stunde heraufzusetzen. Fahrzeuge über 5,5 Tonnen durften eine Ortschaft mit maximal 25 Kilometer pro Stunde durchfahren. Zugmaschinen mit Anhänger durften in diesem Fall nicht schneller als 16 Kilometer pro Stunde fahren. Insgesamt schenkt die Verordnung von 1923 den Verkehrszeichen nur oberflächlichen Raum, während beispielsweise die Nummernschilder in allen Details beschrieben werden.

Das Gesetz über den Verkehr mit Kraftfahrzeugen vom 21. Juli 1923 bezog sich in Paragraph 5a auf das Aufstellen von Warnungstafeln. Danach sollten gefährliche Straßenabschnitte, die dem Durchgangsverkehr dienten, durch Warnungstafeln gesichert werden. Dazu zählten unter anderem Bahnübergänge, Straßenkrümmungen und Kurven.

Die Farbtöne und die Typographie der Zeichen war nicht vereinheitlicht, somit war die Ausführung im Einzelnen von den Vorgaben der deutschen Länder, der Hersteller und der Automobilvereine abhängig. Auch die Texte auf den Tafeln konnten trotz offizieller Vorgaben abweichend ausgeführt sein.

Gerhard Scheller

Gerhard Scheller (* 19. Oktober 1958 in Nürnberg) ist ein ehemaliger deutscher Radrennfahrer.

1975 wurde der gelernte Kraftfahrzeugmechaniker Gerhard Scheller Vize-Weltmeister der Junioren im Sprint. Zwischen 1975 und 1977 errang er fünf nationale Junioren-Titel in verschiedenen Disziplinen. 1983 wurde er wiederum in Zürich Vize-Weltmeister im 1000-Meter-Zeitfahren, jetzt der Amateure. 1984 startete er bei den Olympischen Spielen in Los Angeles und belegt im Sprint Rang fünf. Insgesamt achtmal wurde er Deutscher Meister der Amateure im Sprint und im 1000-Meter-Zeitfahren.

1986 wurde Scheller mit dem Stromlinienfahrrad „Vector“ von Wolfgang Gronen in Traunstein Deutscher sowie in Nümbrecht „Europa-Meister der alternativen Fahrradmodelle“ (50 Teams waren am Start) und nahm im August desselben Jahres an der „Human Powered Vehicle Speed Championships“ in Kanada teil. 1987 stellte Scheller mit dem „Vektor“ einen neuen Rekord auf den Uferstraßen der Mosel auf, indem er 100 Kilometer in 1:31:24 Stunden zurücklegte und somit 65,709 Kilometer pro Stunde erreichte. In der Folge stellte Scheller noch weitere Weltrekorde auf, so u. a. einen auf der höchsten Radrennbahn im bolivianischen La Paz.

Geschichte der Großen Preise vor 1950

Die Geschichte der Automobil-Grands-Prix begann nicht erst mit der Einführung der nach den Regeln der Formel 1 ausgetragenen Automobil-Weltmeisterschaft 1950, sondern bereits viel früher. Der erste Große Preis war der Grand Prix von Frankreich im Juni 1906, und das erste Autorennen, damals noch als Zuverlässigkeitsfahrt veranstaltet, fand 1894 zwischen Paris und Rouen statt.

1906 waren zwei der bislang sechs Rennen um den Gordon-Bennett-Cup erneut mit Automobilen aus Frankreich gewonnen worden, aber die meisten Konstrukteure blieben ausgeschlossen, weil aus der Fertigung jedes Staates nur drei Fahrzeuge zugelassen wurden. Der Automobile Club de France entschied sich zur Auslobung eines eigenen Preises. Beim Grand Prix war die Herkunft kein Kriterium mehr.Erstmals durfte nur der Fahrer und sein Mechaniker während des Wettbewerbs am Fahrzeug arbeiten, sodass die Teams zu üben begannen, so schnell wie möglich Reifen zu wechseln. Die Herausforderung der Teilnehmer und ihrer Fahrzeuge übertraf alles bisherige. Mit Start und Ziel in Le Mans wurden an zwei Tagen je sechs Runden zu 103 Kilometern auf abgesperrten Straßen gefahren, die weit überwiegend die bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit erlaubten. Den ersten Grand Prix gewann der Mechaniker Ferenc Szisz als Fahrer eines Renault mit 90 Pferdestärken, indem er 101 Kilometer pro Stunde als Mittelwert seiner Geschwindigkeit erzielte.

In der Zeit zwischen dem Ersten und Zweiten Weltkrieg begeisterte der Motorsport die Menschen genauso wie heute, Fahrer wie Tazio Nuvolari, Rudolf Caracciola oder Bernd Rosemeyer waren ebenso beliebt wie die heutigen Champions. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Terminus Formel 1 geprägt und für das Jahr 1950 die Einführung der Weltmeisterschaft beschlossen.

Geschwindigkeit

Die Geschwindigkeit ist neben dem Ort und der Beschleunigung einer der grundlegenden Begriffe der Kinematik, einem Teilgebiet der Mechanik. Die Geschwindigkeit beschreibt, wie schnell und in welcher Richtung ein Körper oder ein Phänomen (beispielsweise ein Wellenberg) im Lauf der Zeit seinen Ort verändert. Eine Geschwindigkeit wird durch ihren Betrag und die Bewegungsrichtung angegeben; es handelt sich also um eine vektorielle Größe. Als Formelzeichen ist üblich nach dem lateinischen bzw. englischen Wort für Geschwindigkeit (lateinisch velocitas, englisch velocity).

Oft wird mit dem Wort Geschwindigkeit nur ihr Betrag gemeint (Formelzeichen ), der anschaulich gesprochen das momentane „Tempo“ der Bewegung wiedergibt, wie es beispielsweise im Auto vom Tachometer angezeigt wird. gibt an, welche Wegstrecke ein Körper innerhalb einer bestimmten Zeitspanne zurücklegt, wenn die Geschwindigkeit entsprechend lange konstant bleibt. Die international verwendete Einheit ist Meter pro Sekunde (m/s), gebräuchlich sind auch Kilometer pro Stunde (km/h) und – vor allem in der See- und Luftfahrt – Knoten (kn).

Die höchstmögliche Geschwindigkeit, mit der sich die Wirkung einer bestimmten Ursache räumlich ausbreiten kann, ist die Lichtgeschwindigkeit . Diese Obergrenze gilt also auch für jedwede Informationsübertragung. Körper, die eine Masse besitzen, können sich nur mit geringeren Geschwindigkeiten als bewegen.

Eine Geschwindigkeitsangabe ist immer relativ zu einem Bezugssystem zu verstehen. Ruht ein Körper in einem Bezugssystem, so hat er in einem anderen Bezugssystem, welches sich gegenüber dem ersten mit der Geschwindigkeit bewegt, die entgegengesetzt gleich große Geschwindigkeit .

Jan Bos

Jan Bos (* 29. März 1975 in Hierden) ist ein niederländischer Eisschnellläufer und Radrennfahrer.

Im Jahr 1998 wurde Jan Bos in Berlin Eisschnelllauf-Weltmeister im Sprint und gewann bei den Olympischen Spielen in Nagano im selben Jahr die Silbermedaille über 1000 Meter. Vier Jahre später gewann er wiederum Silber über die gleiche Distanz. Insgesamt startete er seit 1998 viermal bei Olympischen Winterspielen. Bei den 2006 in Turin trug er bei der Eröffnungsfeier die Fahne der Niederlande.

Jan Bos ist der Bruder des Radfahres Theo Bos. 2004 starteten die Brüder gemeinsam mit Teun Mulder bei den Olympischen Sommerspielen in Athen im Teamsprint an und belegten Rang sechs. Im selben Jahr gewannen die drei Sportler den Teamsprint-Wettbewerb bei den Open Balkan Championships, ebenfalls in Athen.

Im März 2011 beendete Bos seine Laufbahn als Eisschnellläufer und erklärte, er wolle sich als Radsportler für die Olympischen Spiele in London qualifizieren, gab diesen Plan jedoch wenig später auf. Im September 2013 machte er in einem Human Powered Vehicle, das das Human Power Team Delft & Amsterdam entwickelt hatte, im US-amerikanischen Battle Mountain einen Weltrekordversuch, konnte jedoch die bestehende Bestmarke von 133 Kilometer pro Stunde mit 126,5 Kilometern nicht verbessern.

Seit 2013 arbeitet Jan Bos als Trainer an der Eislauf-Akademie Inzell.

Kanter

Der Kanter, auch Canter, ist ein leichter, lockerer Galopp, der zum Auflockern und Entspannen dienen kann, aber auch zum Konditionsaufbau junger Pferde. Diese Gangart kann von Pferd und Reiter über lange Strecken durchgehalten werden.

Beim Kanter vermeidet der Reiter soweit möglich jeden Einfluss auf das Pferd. Dazu geht er in den leichten Sitz und hält das Pferd am langen Zügel. Im Kanter-Galopp legt ein Pferd etwa 300 bis 400 Meter pro Minute zurück – das entspricht einer Geschwindigkeit von 18 bis 24 Kilometer pro Stunde.

Im amerikanischen Sprachraum bezeichnet canter insbesondere einen langsamen Galopp im Gegensatz zu gallop.

Der Begriff Kantersieg leitet sich vom Begriff Kanter ab.

Knoten (Einheit)

Der Knoten (kn) ist ein Geschwindigkeitsmaß in der See- und Luftfahrt bzw. der Meteorologie, das auf der Längeneinheit Seemeile (sm) oder nautische Meile (NM, nmi, n.mi.) beruht. Eine Seemeile entspricht exakt 1852 Metern. Das Einheitenzeichen ist kn (englisch früher kt).

1 Knoten = 1 Seemeile pro Stunde

Maßeinheit

Geometrische und physikalische Größen werden in Maßeinheiten (auch Größeneinheit oder physikalische Einheit) angegeben, die einen eindeutigen (in der Praxis feststehenden, wohldefinierten) Wert haben. Alle anderen Werte der jeweiligen Größe werden als Vielfache der Einheit angegeben. Bekannte Maßeinheiten sind beispielsweise Meter, Sekunde, Kilowattstunde, Hertz oder Kilometer pro Stunde.

Maßeinheiten können für alle Größenarten definiert werden, auch für nicht physikalische Größen, etwa Währungen oder die wahrnehmungsbezogenen Größen Tonheit oder Lautheit.

Meilen pro Stunde

Meilen pro Stunde (miles per hour, kurz mph) ist eine Maßeinheit der Geschwindigkeit. Trotz der offiziellen Abkürzung mi für mile(s) wird diese Größe kaum je als ‚mi/h‘ angegeben, ausgenommen in technischen Publikationen.

Ein Objekt, das sich eine Stunde lang mit 1 mph bewegt, legt eine Strecke von einer Meile (früher auch Englische Meile, Landmeile oder engl. statute mile) zurück.

NGC 4522

NGC 4522 ist eine Balken-Spiralgalaxie mit ausgedehnten Sternentstehungsgebieten vom Hubble-Typ SBc im Sternbild Jungfrau auf der Ekliptik. Sie ist schätzungsweise 101 Millionen Lichtjahre von der Milchstraße entfernt und hat einen Durchmesser von etwa 110.000 Lichtjahren.

Die Galaxie bewegt sich mit einer Geschwindigkeit von rund 10 Millionen Kilometer pro Stunde durch das Gas zwischen den Galaxien, so entsteht ein heftiger Wind, der auch das Gas von NGC 4522 mitreißt. Dadurch scheint ihre interstellare Materie in den intergalaktischen Raum zu blasen. Die Astronomen bezeichnen diesen Effekt als "ram pressure stripping".

Sie wird unter der Katalognummer VVC 1516 als Teil des Virgo-Galaxienhaufens gelistet. Im selben Himmelsareal befinden sich u. a. die Galaxien NGC 4519, IC 3487, IC 3517, IC 3518.

Das Objekt wurde am 18. Januar 1828 von dem britischen Astronomen John Herschel entdeckt.

NGC 4603

NGC 4603 ist eine Spiralgalaxie vom Hubble-Typ Sc im Sternbild Zentaur am Südsternhimmel. Sie ist schätzungsweise 108 Millionen Lichtjahre von der Milchstraße entfernt und hat einen Durchmesser von etwa 110.000 Lichtjahren.

Die Galaxie ist Mitglied des Centaurus-Galaxienhaufens. Die lokale Gruppe, zu der auch unsere Milchstraße gehört, nähert sich diesem Galaxienhaufen mit einer Geschwindigkeit von etwa 1,5 Millionen Kilometer pro Stunde, angezogen von dessen Gravitation.

Im selben Himmelsareal befinden sich u. a. die Galaxien NGC 4601, NGC 4616, NGC 4622, NGC 4650.

Die Typ-II-Supernova SN 2008cn wurde hier beobachtet.Das Objekt wurde am 8. Juni 1834 von dem britischen Astronomen John Herschel entdeckt.

Olympische Winterspiele 2010/Rennrodeln

Bei den XXI. Olympischen Winterspielen 2010 in Vancouver fanden drei Wettbewerbe im Rennrodeln statt. Austragungsort war das Whistler Sliding Centre in Whistler, rund 125 km nördlich von Vancouver. Überschattet wurden die Wettbewerbe vom tödlichen Trainingsunfall des Georgiers Nodar Kumaritaschwili.

Schlagschuss

Der Schlagschuss (englisch slapshot) bezeichnet eine Schusstechnik im Eishockey. Bei korrekter Ausführung kann der Puck auf Spitzengeschwindigkeiten bis zu 175 Kilometer pro Stunde beschleunigt werden. Damit stellt der Schlagschuss die Schusstechnik dar, mit der am härtesten, jedoch nicht am präzisesten, geschossen werden kann. Als Erfinder dieser Technik gilt der frühere kanadische NHL-Spieler Bernie Geoffrion.

Die Ausführung eines Schlagschusses unterteilt sich in vier Phasen:

Der puckführende Spieler holt mit seinem Schläger hinter dem Rücken weit aus, bis sich die Kelle des Schlägers mindestens auf Höhe der Schulter befindet.

Im nächsten Schritt führt der Spieler den Schläger mit viel Schwung zurück, so dass die Kelle kurz vor dem Puck auf dem Eis aufkommt und in Richtung des Pucks weitergeführt wird. Daraufhin legt der Schütze sein Gewicht auf den Schläger, der sich dadurch biegt und wie eine Feder wirkt. Durch diese Federwirkung wird der Puck stark beschleunigt.

Nachdem der Schläger den Puck berührt hat, führt der Spieler den Schläger mit einer Hüftdrehung nach und verlagert die Energie weiter auf selbigen.

Präzision erhält der Schuss durch die jeweilige Führung des Schlägers auf das gewünschte Ziel.Der Schlagschuss ist die härteste Möglichkeit einen Schuss abzugeben, jedoch durch die Ausführung nicht sonderlich präzise. Zudem benötigt man durch die Ausholbewegung viel Zeit und auch Platz, um einen Schussversuch auszuführen. Zumeist verwenden Verteidiger diese Schusstechnik von der blauen Linie bei Powerplay-Situationen, da ihnen durch die Überzahl ihres Teams genug Zeit und Raum zur Verfügung steht. Dabei treffen sie oft durch die Schnelligkeit des Schusses direkt ins Tor, da der Puck für den Torhüter nur schwer erkennbar ist, oder hoffen, dass durch einen Spieler vor dem Tor der Puck abgefälscht wird.

Sonnenfinsternis vom 11. August 1999

Am 11. August 1999 fand eine totale Sonnenfinsternis über Mitteleuropa statt. Sie gehörte zum Saros-Zyklus 145 und wurde erstmals etwas östlich der nordamerikanischen Ostküste als partielle Sonnenfinsternis sichtbar.

Die Geschwindigkeit des Kernschattens des Mondes sank von anfangs über 50 000 Kilometer pro Stunde schnell auf immer noch mehr als 4 000 Kilometer pro Stunde, während der Schatten den Atlantik überquerte. An der Westspitze Englands – bei Land’s End – bewegte er sich mit etwa 3 000 Kilometer pro Stunde. Der knapp hundert Kilometer breite Totalitätstreifen zog danach quer über Europa, wobei um 11:04 UT in Rumänien mit 2 Minuten und 23 Sekunden die längste Dauer der Totalität erreicht wurde. Östlich von Indien im Golf von Bengalen endete die Sonnenfinsternis bei Sonnenuntergang.

Die Sonnenfinsternis erfreute sich bereits Wochen im Voraus einer großen Popularität und Medienresonanz. Dabei konnte die Nachfrage nach den früh ausverkauften Sonnenfinsternis-Schutzbrillen vom Handel bis zuletzt nicht gedeckt werden.

Tatra 80

Der Tatra 80 war die Luxusausführung des großen PKW-Typs 70, den das Tatrawerk in Nesselsdorf 1931 herausbrachte. Er war der größte und teuerste PKW, den Tatra bis dahin fertigte.

Das Luxusfahrzeug hatte einen wassergekühlten seitengesteuerten Zwölfzylinder-V-Motor (65° Zylinderwinkel) mit 5990 cm³ Hubraum und 115–120 PS (84,5–88 kW) Leistung. Der Motor gab seine Kraft über eine Einscheibentrockenkupplung und ein 4-Gang-Getriebe an die Hinterräder ab. Die erreichbare Höchstgeschwindigkeit des ungefähr 2400 kg schweren Wagens lag bei 130 bis 140 Kilometer pro Stunde. Das Fahrgestell war eine Zentralrohrkonstruktion, die vorne eine Starrachse mit zwei obenliegenden Querblattfedern und hinten eine Pendelachse mit Querblatthalbfedern eingebaut hatte. Die Räder waren als Scheiben oder mit Drahtspeichen ausgeführt.

Der Wagen wurde als 6-sitzige Limousine und Landauer gefertigt. Bis 1935 entstanden 25 Fahrzeuge.

Nachfolger war ab 1934 gefertigte Typ 70 A.

Wattstunde

Die Wattstunde (Einheitenzeichen Wh) ist eine Maßeinheit der Arbeit bzw. der Energie. Sie gehört zwar nicht zum internationalen Einheitensystem (SI), ist zum Gebrauch mit dem SI aber zugelassen. Dadurch ist sie eine gesetzliche Maßeinheit. Eine Wattstunde entspricht der Energie, welche ein System (z. B. Maschine, Mensch, Glühlampe) mit einer Leistung von einem Watt in einer Stunde aufnimmt oder abgibt. Eine 50-Watt-Glühbirne, die eine Stunde lang leuchtet, setzt also 50 Wh um.

Im Alltag gebräuchlich und verbreitet ist die Kilowattstunde (kWh), das Tausendfache der Wattstunde. In dieser Einheit werden vor allem Strom-, aber auch Heizwärmekosten abgerechnet und mit Messeinrichtungen wie dem Stromzähler oder Wärmezähler erfasst.

Anders als bei der Einheit Kilometer pro Stunde, die km/h geschrieben wird, weil dabei durch die Stunde dividiert wird, ist bei der Kilowattstunde kWh kein "/" zu schreiben, weil hier mit der Stunde multipliziert wird. Die Schreibweise "kW/h" ist daher falsch.

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