Königreich Schottland

Das Königreich Schottland (schottisch-gälisch Rìoghachd na h-Alba, Scots Kinrick o Scotland) existierte auf dem Gebiet des heutigen Schottlands von 843 bis 1707. Es nahm das nördliche Drittel der Insel Großbritannien ein und grenzte im Süden an das Königreich England, mit welchem es sich im Act of Union von 1707 zum Königreich Großbritannien vereinigte.

Kingdom of Scotland
Königreich Schottland
843–1707
Flagge Schottlands Wappen Schottlands 12. Jahrhundert–1603
Flagge Wappen
Navigation Flag of Great Britain (1707–1800).svg
Wahlspruch: „In My Defens God Me Defend“ (Scots)
(„Zu meiner Verteidigung verteidigt Gott mich“)
Sprachen Scots, Schottisch-gälisch, Französisch, Schottisches Englisch, Norn
Hauptstadt Scone (843–ca. 1070)
Dunfermline (ca. 1070–ca. 1440)
Edinburgh (ca. 1452–1707)
Staatsform Königreich
Regierungssystem Monarchie
Staatsoberhaupt König
Fläche 78.772 km²
Einwohnerzahl 1,1 Mio. (um 1700)
Bevölkerungsdichte 14 Einwohner pro km² (um 1700)
Währung Schottisches Pfund (Pound Scots)
Existenzzeitraum 843–1707
Karte
Karte des Königreichs Schottland

Geschichte

Der römische Name für Völker in Schottland war Pikten. Deren Sprache und Kultur verschwanden, als die Königreiche der Pikten und der keltischen Skoten 843 n. Chr. unter Kenneth Mac Alpin vereinigt wurden.

Im Laufe der Geschichte löste Edinburgh die alten schottischen Hauptstädte Scone, Dunfermline und Stirling ab. Die Einwohnerzahl des Königreichs wird für das Jahr 1700 mit 1,1 Millionen angenommen.

In den Schottischen Unabhängigkeitskriegen, die insgesamt von 1296 bis 1357 dauerten, versuchten mehrere englische Könige aus dem Haus Plantagenet, das Königreich Schottland zu unterwerfen und es in ihren Hoheitsbereich einzugliedern. Eine berühmte Herrscherpersönlichkeit dieser Zeit ist der 1306 zum König gekrönte Robert I. the Bruce, unter dem 1314 in der Schlacht von Bannockburn ein entscheidender Sieg über die Engländer errungen wurde.

Seit England 1482 die Kontrolle über die Küstenstadt Berwick übernahm, war das Königreich Schottland so groß wie das heutige Schottland. Es wurde östlich von der Nordsee, westlich und nördlich vom Atlantischen Ozean und südwestlich vom Nordkanal und der Irischen See begrenzt. Neben dem Festland umfasste das Königreich über 790 Inseln.

Eine in ihrer Tragik berühmt gebliebene schottische Herrscherin war Maria Stuart. Nach ihrer Absetzung wurde ihr Sohn Jakob VI. 1567 zum König gekrönt. Als Erbe der Tudor bestieg er – als Jakob I. – 1603 auch den englischen Thron und begründete damit die englisch-schottische Personalunion.

Durch den Act of Union wurde am 1. Mai 1707 die seit einem Jahrhundert bestehende Personalunion zwischen Schottland und England aufgelöst und durch eine Realunion ersetzt. Auf der Insel entstand somit das Königreich Großbritannien, zu dem Schottland wie England und auch Wales gehören, mit der Regierung in London.

Siehe auch

Literatur

  • Alan Anderson: Early Sources of Scottish History, AD 500 to 1286. 2 Bde. Edinburgh 1908 und 1922, Stanford 1991 (zahlreiche Übersetzungen von Quellen ins Englische).
  • Andrew D. M. Barrell: Medieval Scotland. Cambridge University Press, Cambridge 2000, ISBN 0-521-58443-4.
  • Geoffrey Wallis Steuart Barrow: The Kingdom of the Scots. Government, Church and Society from the Eleventh to the Fourteenth Century. Edinburgh University Press, Edinburgh 2003, ISBN 0-7486-1803-1.
  • Geoffrey Wallis Steuart Barrow: Kingship and Unity. Scotland 1000–1306. Edinburgh University Press, Edinburgh 2003, ISBN 0-7486-1800-7.
  • Ruth Margaret Blakely: The Brus Family in England and Scotland, 1100–1295. Boydell Press, Woodbridge 2005, ISBN 1-84383-152-X.
  • Michael Brown: The Wars of Scotland, 1214–1371. Edinburgh University Press, Edinburgh 2004, ISBN 0-7486-1238-6.
  • Keith M. Brown, Roland J. Tanner (Hrsg.): Parliament and Politics in Scotland, 1235–1560. Band 1. Edinburgh University Press 2004, ISBN 0-7486-1485-0.
  • Dauvit Broun: Scottish Independence and the Idea of Britain. From the Picts to Alexander III. Edinburgh University Press, Edinburgh 2007, ISBN 978-0-7486-2360-0.
  • Elizabeth Gemmill, Nicholas Mayhew: Changing Values in Medieval Scotland. A Study of Prices, Money, And Weights And Measures. Cambridge University Press, Cambridge 2006, ISBN 0-521-02709-8.
  • Cynthia J. Neville: Land, Law and People in Medieval Scotland. Edinburgh University Press, Edinburgh 2010, ISBN 978-0-7486-3958-8.
  • Maria-Claudia Tomany: Destination Viking und Orkneyinga saga. Probleme der Geschichtsschreibung und regionalen Identität in Orkney. Herbert Utz, München 2007, ISBN 978-3-8316-0417-3.
  • Bruce Webster: Medieval Scotland. The Making of an Identity. Macmillan, Oxford 1997, ISBN 0333567617.
  • Alex Woolf: From Pictland to Alba 789–1070. Edinburgh University Press, Edinburgh 2007, ISBN 978-0-7486-1234-5.
Britische Inseln

Britische Inseln ist eine verbreitete Bezeichnung für einen im Nordwesten Europas gelegenen Archipel. Zu den Inseln gehören Großbritannien, Irland, die Hebriden, Shetland, Orkney, die Isle of Man, die Scilly-Inseln, Anglesey und die Isle of Wight.

Die Bezeichnung Britische Inseln weist aus politischen, historischen und kulturellen Gründen nur eine geringe Trennschärfe auf. So ist einerseits politisch umstritten, ob die Insel Irland zu den Britischen Inseln hinzugezählt werden soll, obwohl sie geografisch Bestandteil des Archipels ist. Andererseits werden die im Ärmelkanal gelegenen Kanalinseln, welche geografisch dem europäischen Festland zugerechnet werden, aus politischen Gründen zu den Britischen Inseln gezählt.

Die Geschichte des Begriffes Britische Inseln scheint bis zu einer Bezeichnung pretanische Inseln aus der Antike zurückzureichen, obwohl dieser Begriff keine besondere Geläufigkeit genoss. Die Wiedereinführung des Begriffs stand nicht zuletzt in Zusammenhang mit dem territorialen Expansionismus der englischen bzw. britischen Krone.

Unter Einschluss von Irland und ohne die Kanalinseln umfasst der Archipel rund 6000 Inseln mit einer Gesamtfläche von 315.134 km².

Caithness

Caithness (schott.-gäl. Gallaibh) ist eine traditionelle Grafschaft an der Nordostspitze Schottlands mit der historischen Hauptstadt Wick. 2013 lebten 26.067 Personen in Caithness.

Duke (Adelstitel)

Duke ist ein britischer Adelstitel, der dem deutschen Herzog entspricht. Der Titel ist der höchste Adelsrang innerhalb der Peerage und damit im Vereinigten Königreich der höchste Adelsrang nach der königlichen Familie. Die weibliche Form zu Duke ist „Duchess“.

Auf den britischen Inseln existierte bis ins 14. Jahrhundert kein vergleichbarer Titel, gleichwohl in angelsächsischer Zeit der Titel Ealdorman und der spätere Earl manchmal mit dem lateinischen Dux übersetzt wurde. Lediglich führten englische Könige bereits im Hochmittelalter zeitweise die französischen Titel Duc der Normandie und von Aquitanien.

Erstmals wurde der Titel eines Dukes auf im Königreich England am 9. Februar 1337 von König Eduard III. an seinen Sohn Edward of Woodstock als Duke of Cornwall verliehen. Den nächsten Duketitel verlieh Eduard III. am 6. März 1351 an seinen Vetter zweiten Grades Henry of Grosmont als Duke of Lancaster. Die ersten beiden Duketitel im Königreich Schottland wurden erstmals am 28. April 1398 von König Robert III. an seinen ältesten Sohn David als Duke of Rothesay und seinen Bruder Robert als Duke of Albany verliehen.

Erstmals 1670 wurde mit Barbara Palmer als 1. Duchess of Cleveland der Duketitel an eine Frau verliehen.

Noch existente Duketitel sind die der Dukes of Abercorn, Argyll, Atholl, Beaufort, Bedford, Brandon, Buccleuch, Devonshire, Fife, Gordon, Lennox, Grafton, Hamilton, Leinster, Lennox, Manchester, Marlborough, Montrose, Norfolk, Northumberland, Queensberry, Richmond, Roxburghe, Rutland, Somerset, St. Albans, Sutherland, Wellington und Westminster. Als innerhalb der königlichen Familie vergebene Titel existieren die der Dukes of Cambridge, Cornwall, Edinburgh, Gloucester, Kent, Rothesay, Sussex und York. Fünf Personen besitzen mehrere Dukedoms (der Duke of Cornwall ist auch Duke of Rothesay, der Duke of Richmond ist auch Duke of Lennox und Duke of Gordon; der Duke of Buccleuch ist auch Duke of Queensberry; der Duke of Hamilton ist auch Duke of Brandon; der Duke of Argyll besitzt seinen zweiten Titel zweimal, nämlich in schottischer und britischer Peerage).

Heute ist nur noch der Titel des Herzogs von Cornwall („Dukedom of Cornwall“) unmittelbar mit herzoglichen Ländereien, dem Herzogtum Cornwall („Duchy of Cornwall“) verbunden; deren Inhaber ist der Thronfolger, der daraus den Großteil seiner privaten Einkünfte bezieht. Daneben existieren noch die Ländereien des Herzogtums Lancaster („Duchy of Lancaster“), die sich im Privatbesitz des britischen Monarchen befinden, und aus dem dieser den Großteil seiner privaten Einkünfte bezieht. Der eigenständige Peerstitel des Duke of Lancaster ist 1413 durch Verschmelzen mit der Krone erloschen und besteht seither als „Dukedom“ formell nicht mehr.

Dukes stehen in der protokollarischen Rangordnung vor allen anderen Peers, haben darüber hinaus aber keine weitergehenden Privilegien als niederrangige Peers. Im Gegensatz zu gekrönten oder mediatisierten Herzögen des Kontinents waren Dukes nie als königlichen Familien ebenbürtig anerkannt, die Heirat von Töchtern eines Dukes mit fremden königlichen Prinzen galt daher in der Regel als nicht standesgemäß.Der Duketitel ist heute eine reine Standesauszeichnung ohne territoriale Gewalt. Dukes werden, sofern sie nicht königliche Prinzen sind, mit dem Zusatz „His Grace“ angeschrieben (styled) und als „My Grace“ angesprochen (adressed). Die Rangkrone eines Dukes besteht aus einem goldenen Stirnreif mit acht Zinken, die mit goldenen Erdbeerblättern besetzt sind. Die Mütze und das Futter sind, wenn sie getragen werden, die gleichen wie bei den anderen Peers. Der Parlamentsmantel ist scharlachrot und hat einen vierfachen Hermelinbesatz.

Earl of Fife

Der Mormaer oder Earl of Fife bezeichnet den Herrn einer mittelalterlichen gälischen Herrschaft in Schottland, die ungefähr die heutigen Counties Fife und Kinross umfasste.

Der erbliche britische Adelstitel eines Earl Fife wurde 1759 in der Peerage of Ireland, der eines Earl of Fife 1885 in der Peerage of the United Kingdom verliehen.

Die mittelalterlichen oder Earls of Fife etablierten sich im 12. Jahrhundert als die einflussreichsten gälischen Hochadligen im Königreich Schottland. Sie hatten häufig das Amt des Justiciar of Scotia inne, und hatten damit das zeremonielle Recht zur Krönung der schottischen Könige. Die Earls gehörten dem Clan MacDuff an, waren meist deren Clan Chiefs und residierten auf Macduff’s Castle. Der Clan führt seine Abstammung auf den schottischen König Duff († 967) zurück.

Earl of Lennox

Earl of Lennox war ein erblicher britischer Adelstitel in der Peerage of Scotland.

Im Mittelalter wurde der Titel synonym auch Mormaer of Lennox genannt. Die Earls waren ursprünglich Regenten des lange Zeit bestehenden Mormaer- oder Earldoms von Lennox im Königreich Schottland.

Green Party of England and Wales

Die Green Party of England and Wales (GPEW, walisisch: Plaid Werdd Cymru a Lloegr) ist die größte Grüne Partei im Vereinigten Königreich. Schottland und Nordirland haben eigene grüne Parteien, die Scottish Green Party und die Green Party in Northern Ireland. Ihre Parteiführer sind Jonathan Bartley und Siân Berry.

Bei der Unterhauswahl am 6. Mai 2010 konnte die Partei erstmals einen Sitz im House of Commons gewinnen. Im südenglischen Wahlkreis Brighton Pavilion war Caroline Lucas erfolgreich. Auch bei den folgenden Unterhauswahlen am 7. Mai 2015 und am 8. Juni 2017 war Lucas wieder in ihrem Wahlkreis erfolgreich. Es blieb aber wieder nur bei diesem einzigen Sitz. Die Partei wird wie andere kleinere Parteien stark durch das geltende Mehrheitswahlrecht benachteiligt. Darüber hinaus verfügt die GPEW über Sitze im Europäischen Parlament, in der London Assembly und in vielen Lokalräten. Sie ist Teil der Europäischen Grünen Partei.

Guardian of Scotland

Die Träger des Titels Guardian of Scotland (zu deutsch: Wächter Schottlands) übten im Königreich Schottland zwischen dem 13. und 16. Jahrhundert die Regentschaft aus. Dieser nicht dauerhafte und nicht erbliche Titel wurde erstmals während der Herrschaft des noch minderjährigen Alexander III. geschaffen und sollte in den folgenden Jahrhunderten immer wieder in Erscheinung treten. Zumeist war die Minderjährigkeit des Königs oder der Königin der Anlass für die erneute Auflegung des Titels, teilweise geschah dies auch aufgrund deren Abwesenheit oder schwerer Erkrankung. Während insbesondere zu Beginn oftmals eine ganze Gruppe von Männern die Regentschaft ausübten, war in späterer Zeit meist nur eine Person Guardian of Scotland. Von den über fünfzig Trägern des Titels waren vier Frauen, alle jeweils die Mutter des Throninhabers bzw. der Throninhaberin.

Auch wenn ein Guardian of Scotland eigentlich im Sinne des Herrschers regieren sollte, konnte dies nicht verhindern, dass immer wieder Inhaber des Titels ihre Macht nutzten, eigene Interessen in innerschottischen Machtkämpfen durchzusetzen. In der Geschichte des Titels gelang es aber nur zwei Guardians, Robert the Bruce und Robert the Stewart, später tatsächlich die Königswürde an sich zu reißen. Einer der einflussreichsten Guardians war wohl Robert Stewart, 1. Duke of Albany, der das Amt unter drei Königen (Robert II., Robert III., James I.), vier Mal innehatte und es insgesamt 22 Jahre ausübte. Die kürzeste Amtszeit hatte Domhnall II., Earl of Mar, der nur neun Tage nach seiner Ernennung in der Schlacht von Dupplin Moor fiel.

Bei aller Instrumentalisierung in innerschottischen Auseinandersetzungen, leistete der Titel des Guardian of Scotland als institutionalisierte Ersatzregentschaft einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der schottischen Krone in den häufigen Phasen der königlichen Regierungsunfähigkeit in Schottland. Nach der Herrschaft von James VI., dem ersten schottischen König der auch England in Personalunion regierte, wurde der Titel nicht mehr vergeben.

High Steward of Scotland

High Steward of Scotland oder Great Steward of Scotland ist ein erbliches Hofamt im Königreich Schottland.

Das Amt entspricht im Wesentlichen dem des Seneschalls, des englischen Lord High Steward, des Lord High Steward of Ireland, des römisch-deutschen Truchsess oder des Grand Maître de France. Das ursprüngliche bedeutende Hofamt hat inzwischen nur noch zeremonielle Bedeutung.

Um 1150 wurde Walter fitz Alan aus dem Haus FitzAlan Dapifer (englisch Steward) des schottischen Königs David I. Er behielt das Amt auch unter dessen Nachfolger Malcolm IV., der ihm um 1157 das Amt als erbliches Hofamt bestätigte. Sein Enkel Walter wählte ab etwa 1219 für sein Amt die angesehenere Bezeichnung Senescallus. Walters Sohn Alexander of Dundonald wurde im 13. Jahrhundert nicht mehr nur als Steward des Königs, sondern auch als Steward of Scotland bezeichnet, was seine Stellung aufwertete. Abgeleitet von diesem Amtstitel setzte sich für die Familie zu dieser Zeit der Familienname „Stewart“ bzw. „Stuart“ durch. Robert Stewart, der 8. High Steward of Scotland, stieg 1371 als Robert II. zum König auf. Das Amt des High Stewards wird seither vom schottischen Thronfolger (Heir apparent), nach dem Act of Union von 1707 und 1800 von britischen Thronfolger wahrgenommen. Der Amtstitel ist seither mit den Adelstiteln Duke of Rothesay und Prince of Scotland verbunden, so dass der Amtsinhaber teils auch als Prince and Great Steward of Scotland bezeichnet wird.

Königreich England

Das Königreich England bestand vom Zusammenbruch der Heptarchie im Frühmittelalter bis zum Jahr 1707. Sein Nachfolger wurde das durch den Zusammenschluss der Königreiche von England und Schottland entstandene Königreich Großbritannien.

Königreich Strathclyde

Das Königreich Strathclyde (gälisch Srath Chluaidh, ursprünglicher britischer Name Ystrad Clud („Tal des Clyde“) in den Quellen auch unter dem Namen Alt Clut, dem britischen Namen für Dumbarton Rock erwähnt, war ein Königreich im südlichen Schottland in der nachrömischen und frühmittelalterlichen Periode. Seine Ursprünge lagen wohl in dem durch Ptolemäus in dessen Geographia erwähnten Stamm der Damnonii.Ergebnisse der Ortsnamenforschung sowie archäologischer Forschungen deuten darauf hin, dass während der Wikingerzeit skandinavische Siedlungen von Wikingern sowohl aus Norwegen als auch aus Irland im Gebiet von Strathclyde gegründet wurden, jedoch weniger als im benachbarten Galloway. Eine geringe Anzahl Ortsnamen, die auf altenglische Wurzeln zurückzuführen sind, belegt die wenn auch begrenzte Siedlungsaktivität durch anglische Einwanderung aus Northumbria vor der Wikingerzeit. Auf Grund einer Reihe von Sprachveränderungen ist es nicht möglich festzustellen, ob im Königreich Strathclyde Ansiedlungen goidelischer Einwanderer vor dem Zeitpunkt im Hochmittelalter, in dem die schottisch-gälische Sprache eingeführt wurde, stattgefunden haben.

Nach der Plünderung des Dumbarton Rock durch eine Wikingerarmee aus Dublin im Jahre 870 kam der Name Strathclyde in Gebrauch, worin sich die Verschiebung des Machtzentrums des Königreichs nach Govan (heute ein Stadtteil Glasgows) widerspiegelt. Während dieser Periode wurde Strathclyde auch als Cumbria bezeichnet, seine Einwohner entsprechend als Cumbrier, was aber nicht unbedingt synonym für das Königreich Strathclyde gewesen sein muss, sondern auch andere Reiche im Südwesten Schottlands oder die Gesamtheit aller britischen Herrschaften dort gemeint haben könnte. Im Hochmittelalter wurde Strathclyde vom Königreich Alba erobert, aus dem das Königreich Schottland hervorging. Das früher unabhängige Strathclyde konnte sich noch bis ins 12. Jahrhundert eine gewisse Eigenständigkeit bewahren.

Liste von Folkmusikern

Dies ist eine alphabetisch sortierte Liste von Bands und Solisten des Folk und Folk Rock.

Peerage of Scotland

Die Peerage of Scotland umfasst alle Peer-Würden, die im Königreich Schottland vor dem Act of Union 1707 geschaffen wurden. In diesem Jahr wurden die Peerage of Scotland und die Peerage of England durch die Peerage of Great Britain ersetzt. Die alten schottischen Peers wählten nach der Union sechzehn Mitglieder des House of Lords, erst der Peerage Act 1963 gab allen schottischen Peers einen Sitz, was durch House of Lords Act 1999 wieder geändert wurde.

Die Ränge der schottischen Peerage sind Duke, Marquess, Earl, Viscount und Lord of Parliament, nicht aber Baron. Bei vielen schottischen Titeln ist eine Vererbung in weiblicher Linie möglich, falls keine männlichen Erben vorhanden sind. Vorrang hat die älteste Tochter, so dass der in England mögliche Schwebezustand (Abeyance) hier nicht auftreten kann.

Schottische Viscounts führten als einzige Viscounts ein of in ihrem Titel, das aber zumeist abgelegt wurde. Ausnahme: Der Viscount of Arbuthnott und der Viscount of Oxfuird.

Schottische Barone sind keine Peers, lediglich Inhaber feudaler Baronien, die sie kaufen und verkaufen können.

In der folgenden Tabelle noch existierender schottischer Peers werden höhere oder gleichwertige Titel in anderen Peerages gelistet. Zudem, wenn ein schottischer Peer Inhaber einer niedrigeren Titels in der Peerage of England, der Peerage of Great Britain oder der Peerage of the United Kingdom mit Sitz im House of Lords ist, wird dieser ebenfalls angeführt. Bei Inhabern mehrerer Titel der schottischen Peerage wird nur der ranghöchste gelistet.

Siehe auch:

Peerage of England

Peerage of Ireland

Peerage of Great Britain

Peerage of the United Kingdom

Schottische Unabhängigkeitskriege

Die Schottischen Unabhängigkeitskriege dauerten von 1296 bis 1357. In diesem Zeitraum versuchten nacheinander die englischen Könige Edward I., Edward II. und Edward III., das Königreich Schottland zu unterwerfen und in ihren Hoheitsbereich einzugliedern. Aufgrund seiner engen diplomatischen Beziehungen zu Schottland und der fortwährenden Rivalität zu England spielte auch das Königreich Frankreich eine wichtige Rolle in diesem Konflikt. Die Schottischen Unabhängigkeitskriege gelten als einer der auslösenden Faktoren für den Ausbruch des Hundertjährigen Kriegs zwischen England und Frankreich. Üblicherweise unterscheidet man zwischen dem Ersten Schottischen Unabhängigkeitskrieg (1296–1328), der mit dem Abkommen von Edinburgh und Northampton endete, und dem Zweiten Schottischen Unabhängigkeitskrieg (1332–1357), der mit dem Vertrag von Berwick sein Ende fand.

Schottischer Clan

Ein schottischer Clan ist ein traditioneller sozialer Großverband von im Regelfall zumindest entfernt miteinander verwandten Personen in Schottland. Das englische Wort Clan (von schottisch-gälisch clann „Kinder, Abkömmlinge, Stamm, Familie“) bezeichnete ursprünglich eine Gruppe von Familien, die eine eng umrissene geographische Einheit bewohnten, beispielsweise ein Bergtal (Glen) oder eine Insel, und die sich auf eine gemeinsame Abstammung und Herkunft von einem Ahnherrn beriefen (meist mythischen oder sagenhaften Ursprungs). Sie alle erkannten den Clan-Chief als ihren Herrn und Richter an, im Gegenzug war er verpflichtet, die Interessen seiner Gefolgsleute auch mit der Waffe zu verteidigen. Heute wacht der staatliche Lord Lyon King of Arms über die Rechte der Clan-Chiefs, der Clans und der Familien.

Die schottischen Clans haben ihren Ursprung im Nordwesten von Europa. Schottland besteht aus dem nördlichen Teil der größten europäischen Insel Großbritannien sowie mehreren Inselgruppen. Bis 1707 war es das eigenständige Königreich Schottland, dann wurde es vereinigt mit dem Königreich England, mit dem es bereits seit 1603 in Personalunion regiert wurde.

Schottland

Vorlage:Infobox Staat/Wartung/NAME-DEUTSCH

Schottland (englisch/Scots Scotland [ˈskɔtlənd], schottisch-gälisch Alba [ˈaləpə], lateinisch Caledonia) ist ein weitgehend autonomer Landesteil des Vereinigten Königreichs Großbritannien und Nordirland. Schottland besteht aus dem nördlichen Drittel der größten europäischen Insel Großbritannien sowie mehreren Inselgruppen und hat etwa 5,5 Millionen Einwohner. Die schottische Hauptstadt ist seit 1437 Edinburgh (vorher Perth).

Das Königreich Schottland und das Königreich England wurden ab 1603 in Personalunion regiert. 1707 wurden die beiden Staaten zum Königreich Großbritannien vereinigt. Durch den Zusammenschluss mit dem Königreich Irland entstand 1801 das Vereinigte Königreich Großbritannien und Irland.

In den letzten Jahrzehnten ist in Schottland eine starke Bewegung für eine Auflösung der Union mit England und damit die Abspaltung vom Vereinigten Königreich entstanden. Das Land hat bereits durch den Prozess der innerbritischen Devolution weitgehend Autonomiestatus innerhalb des Vereinigten Königreichs. Bei einer Volksabstimmung im September 2014 entschied sich eine knappe Mehrheit der Wähler für einen Verbleib im Vereinigten Königreich. Nachdem am 23. Juni 2016 das Vereinigte Königreich in einem Referendum den Austritt aus der Europäischen Union beschlossen hat, werden Forderungen nach einem neuen schottischen Referendum über die Loslösung vom Vereinigten Königreich erhoben. Die große Mehrheit der schottischen Bürger stimmte im Referendum für den Verbleib in der Europäischen Union.

U23-Weltmeisterschaften im Rudern

Die U23-Weltmeisterschaften im Rudern (englisch World Rowing Under 23 Championships) sind seit dem Jahr 2005 jährlich vom Weltruderverband ausgetragene Weltmeisterschaften der U23-Altersklasse im Rudersport. Zuvor existierten als Vorläufer bereits die Veranstaltungen Match des Seniors (1976–1991), Nations Cup (1992–2000) und U23-Weltregatta (englisch World Rowing Under 23 Regatta, 2001–2004), die zwar keinen offiziellen Weltmeisterschaftscharakter hatten, de facto aber den Rang einer solchen besaßen.

Viscount (Adelstitel)

Viscount (/ˈvaɪkaʊnt/ ) ist ein britischer Adelstitel, der dem französischen Vicomte entspricht. Der Titel ist der vierthöchste Adelsrang innerhalb der Peerage und rangiert zwischen dem Earl und dem Baron. Die weibliche Form zu Viscount ist „Viscountess“.

Etymologisch leitet sich der Begriff vom altfranzösischen viscomte (modernes französisch: vicomte) ab, der sich wiederum vom mittellateinischen vicecomes ableitet, und bedeutet soviel wie „Vize-Graf“, d. h. Stellvertreter des Grafen. In Frankreich waren mit dem Amt des Viscomte zunächst Aufgaben der Rechtsprechung, Verwaltung und wirtschaftlichen Nutzung der gräflichen Domäne verbunden. Das Amt wurde dort ab dem 10. Jahrhundert teils erblich, wurde nach und nach mit unmittelbarer Gewalt über ein Lehen verbunden und entwickelte sich schließlich zu einer Adelswürde. Das Amt war im 11. Jahrhundert auch im Herzogtum Normandie verbreitet. Im Rahmen der normannischen Eroberung Englands brachten die Normannen die Amtsbezeichnung auch nach England und verwendeten sie zunächst als Synonym für das dort verbreitete und im Wesentlichen gleichbedeutende nicht-adlige Amt des Sheriffs. Im deutschsprachigen Raum entspricht das Amt dem des Burggrafen, welches sich nie zu einer Adelswürde entwickelt hat.

Als Peerswürde wurde der Titel eines Viscount im Königreich England erst am 12. Januar 1440 eingeführt, als König Heinrich VI. von England John Beaumont, 6. Baron Beaumont zum Viscount Beaumont erhob. Im Königreich Irland wurde erstmals am 7. August 1478 der Titel Viscount Gormanston, im Königreich Schottland erstmals am 18. März 1606 der Titel Viscount of Fentoun geschaffen. Der älteste noch bestehende Viscounttitel ist der vorgenannte Viscount Gormanston. Die erste Verleihung eines Viscounttitels an eine Frau erfolgte 1623, als Elizabeth Finch zur Viscountess Maidstone erhoben wurde.

Über alle Peerages (Peerage of England, Scotland, Ireland, Great Britain und the United Kingdom) wurden im Laufe der Geschichte ca. 800 Viscounttitel verliehen, von denen ca. 308 heute noch existieren. Die meisten dieser Viscounttitel sind höheren Titeln nachgeordnet. Häufig werden Viscounttitel zusammen mit Earlstiteln verliehen und als Höflichkeitstitel vom Heir Apparent des jeweiligen Earls geführt, so beispielsweise auch bei den letzten beiden Verleihungen eines Viscounttitels am 24. Februar 1984 an Harold Macmillan als Earl of Stockton und Viscount Macmillan of Ovenden, und am 19. Juni 1999 an Prinz Edward als Earl of Wessex und Viscount Severn.

Der Viscounttitel ist heute eine reine Standesauszeichnung ohne besondere Amtsfunktionen. Viscounts werden mit dem Zusatz „The Right Honourable“ angeschrieben (styled) und als „My Lord“ angesprochen (adressed). Die Rangkrone eines Viscounts wurde von König Jakob I. gewährt und besteht aus einem goldenen Stirnreif, der mit sechzehn silbernen Kugeln (sog. „Perlen“) besetzt ist. Die Mütze und das Futter sind, wenn sie getragen werden, die gleichen wie bei den anderen Peers. Der Parlamentsmantel ist scharlachrot und hat einen zweieinhalbfachen Hermelinbesatz.

In anderen Sprachen

This page is based on a Wikipedia article written by authors (here).
Text is available under the CC BY-SA 3.0 license; additional terms may apply.
Images, videos and audio are available under their respective licenses.