John Hotham

John Hotham (auch de Hothum) (* 13. Jahrhundert in Hotham; † 14. Januar 1337 in Somersham) war ein englischer Geistlicher und Minister. Ab 1316 war er Bischof von Ely.

Herkunft und Aufstieg in Irland

John Hotham entstammte einer Familie der Gentry aus Trehouses in Hotham in Yorkshire. Er war ein Sohn von Alan und Matilda Hotham. Aus seiner einflussreichen Familie stammte auch sein Onkel William Hotham, der 1297 zum Erzbischof von Dublin gewählt wurde. Wohl dank des Einflusses seines Onkels begann Hotham seine Karriere in Irland. 1291 diente er als Anwalt des irischen Schatzamtes. Von 1293 bis 1296 stand er auch im Dienst von William de Valence, 1. Earl of Pembroke, der umfangreiche Besitzungen in Irland besaß. Bis spätestens 1305 stieg Hotham im irischen Schatzamt zum Baron of the Irish Exchequer auf. Der alte König Eduard I. versprach ihm zur Belohnung eine Pfründe, für die er mindestens 60 Mark jährliche Einkünfte erhalten solle. Im Juli 1308 kam Hotham nach England, doch im Januar 1309 kehrte er nach Irland zurück, wo er die Unterstützung von Piers Gaveston gewann, des königlichen Günstlings, der zu dieser Zeit im irischen Exil war. Im Mai 1309 erhielt Hotham einen Dispens, damit er eine Reihe von vor allem irischen Benefizien zugleich halten durfte. Aus diesen irischen Benefizien hatte er jährliche Einkünfte von £ 39. Im gleichen Monat wurde er auf Empfehlung von William Melton, des späteren Erzbischofs von York, Kanzler des Schatzamts von Irland. Dieses Amt behielt er bis Januar 1310.

Loyaler Beamter in England

In November 1309 kehrte Hotham nach England zurück, wo er im Dezember 1309 zum Verwalter der heimgefallenen Lehen nördlich des Trent ernannt wurde. Dieses einträgliche Amt, das er bis Februar 1311 behalten durfte, hatte er wahrscheinlich Gaveston zu verdanken. König Eduard II. ordnete im Dezember 1310 an, dass Hotham Benefizien mit insgesamt stattlichen £ 300 Einkünften erhalten solle. Am 30. Januar 1311 erhielt er eine Pfründe am York Minster mit jährlichen Einkünften von über £ 46. Bevor sein Förderer Gaveston im Oktober 1311 erneut ins Exil gehen musste, ernannte er Hotham zu einem seiner Anwälte. Hotham war auch Gavestons Vertreter als Verwalter der königlichen Forste nördlich des Trent gewesen, und aufgrund dieser engen Verbindung zu Gaveston forderten die Lords Ordainer 1311 seine Entlassung und seine Entfernung vom Königshof.[1] Am 2. Dezember 1311 übergab Hotham die Verwaltung der Forste an Henry Percy, einen der Lords Ordainer. Als Gaveston Anfang 1312 unerlaubt nach England zurückkehrte, geriet er in die Gewalt oppositioneller Magnaten, die ihn unter Führung des Earl of Lancaster kurzerhand hinrichten ließen. Hothams Karriere war jedoch noch nicht beendet. Durch die Gunst des Königs erhielt er 1312 die Einkünfte der Kirche von Cottingham in Yorkshire und die Verwaltung von Leixlip bei Dublin. Am 13. Dezember 1312 wurde er zum Kanzler des Schatzamts ernannt, was er bis Juni 1316 blieb. Im Juni 1313 begleitete er den König bei dessen Besuch in Frankreich.

Erneute Tätigkeit in Irland

Nach der Niederlage in der Schlacht von Bannockburn sandte der König Hotham im August 1314 nach Irland, wo er Geld für den König auftreiben sollte. Im November 1314 kehrte er nach England zurück. Während seines Aufenthalts in Irland hatte Hotham dort nichts über eine geplante schottische Invasion unter Edward Bruce erfahren.[2] Nachdem die Nachricht von der Invasion Westminster erreichte, wurde Hotham am 1. September 1315 nach Irland zurückgeschickt, um dem König über die dortige Lage zu berichten.[3] Für Ende Oktober wurde ein irisches Parlament nach Dublin berufen, doch da schottische Schiffe unter Thomas Dun die Irische See beherrschten, konnte Hotham erst am 5. November sicher nach Irland gelangen. In der Zwischenzeit hatten die irischen Magnaten Dublin bereits wieder verlassen.[4] Der König hatte Hotham aber quasi vizekönigliche Vollmachten gegeben, damit er die Abwehr gegen die Schotten organisieren und unfähige Beamte entlassen konnte. Hotham baute die Befestigungen von Dublin aus, doch die Schotten erlangten zunächst beträchtliche Erfolge. Nach dem Sieg von Edward Bruce in der Schlacht von Ardscull im Januar 1316 versuchte Hotham sich die Loyalität der irischen Magnaten zu sichern. Er beklagte sich aber schriftlich bei der englischen Regierung über die geringen Finanzmittel, die ihm in Irland zur Verfügung standen.

Memorial to Bishop Hotham in Ely Cathedral
Das Grabdenkmal von Hotham in der Kathedrale von Ely

Bischof von Ely

Wahl zum Bischof sowie Dienst als Treasurer

Nach seiner Rückkehr nach England sicherte ihm der König die Wahl zum Bischof der Diözese Ely zu, die im Juni 1316 erfolgte. Am 3. Oktober wurde er in Canterbury zum Bischof geweiht. Ende 1316 gehörte er einer Gesandtschaft an, die unter Führung des Earl of Pembroke zum Papsthof nach Avignon aufbrach. Ein Ziel der Gesandtschaft war es, dass Alexander Bicknor zum Erzbischof von Dublin ernannt wurde. Hotham war 1309 Stellvertreter von Bicknor gewesen, als dieser Treasurer des irischen Schatzamts gewesen war. Über den Verlauf der anderen Verhandlungen in Avignon ist wenig bekannt, bis schließlich Ende März Papst Johannes XXII. dem englischen König die Einkünfte eines päpstlichen Zehnten als Kredit gewährte und zwei Kardinäle nach England schickte, um einen Frieden mit Schottland zu vermitteln.[5] Nach seiner Rückkehr aus Avignon am 11. Mai 1317 wurde Hotham am 27. Mai zum königlichen Treasurer ernannt. Diese Ernennung erfolgte jedoch entgegen den Bestimmungen der Ordinances ohne Zustimmung des Parlaments.[6] Als Minister gehörte Hotham in den nächsten Jahren zum Gefolge des Königs und nahm an zahlreichen Ratsversammlungen teil.[7] 1317 konnte er den König überzeugen, zur besseren Ausbildung von königlichen Beamten King’s Hall in Cambridge zu stiften. Die Wahl auf Cambridge fiel wohl vor allem, weil es im Gebiet der Diözese Ely lag.[8]

Tätigkeit als königlicher Kanzler

Im Juni 1318 legte Hotham das Amt des Treasurer nieder, da er zum königlicher Kanzler ernannt worden war. Er hatte nun erheblichen Anteil an den Verhandlungen mit dem Earl of Lancaster, die zum Abschluss des Vertrags von Leake im August 1318 führten.[9] Er wurde Mitglied des Staatsrats, der gemäß dieser Einigung mit Lancaster gebildet wurde.[10] Im Oktober 1318 bestätigte das Parlament in York nicht nur den Vertrag von Leake, sondern auch Hothams Ernennung zum Kanzler. Dazu wurde er zum Mitglied der Kommission, die den königlichen Haushalt reformieren sollte, ernannt.[11] Im Dezember 1318 gab die Kommission eine Anweisung bekannt, durch die die Organisation des Haushalts verbessert werden sollte. Hotham soll dafür verantwortlich gewesen sein, dass der König im September 1319 nach York verlegte. Am 12. September 1319 war Hotham bei der Schlacht bei Myton zugegen, wo ein schlecht ausgerüstetes englisches Heer, das er zusammen mit William Melton, dem Erzbischof von York zur Abwehr einer schottischen Invasion aufgestellt hatte, eine vernichtende Niederlage erlitt. Im Dezember 1320 gehörte er der Gesandtschaft an, die mit Schottland einen auf zwei Jahre befristeten Waffenstillstand schloss.[12] Im Januar 1320 wurde Hotham dann als Kanzler abgelöst, was möglicherweise eine Folge des Fiaskos bei Myton war.[13]

Weitere Tätigkeit während der Herrschaft von Eduard II.

Nach seiner Entlassung als Kanzler sank Hothams Bedeutung innerhalb der Regierung weiter, da er offenbar beim König in Ungnade gefallen war. Im November 1320 gehörte er einer Delegation an, die Lancaster zur Teilnahme am Parlament bewegen sollte,[14] und während des Despenser War gehörte er im Sommer 1321 zu den Bischöfen, die versuchten, zwischen dem König und den rebellierenden Marcher Lords zu vermitteln.[15] Die Marcher Lords setzten schließlich im Parlament die Verbannung der Despensers, den verhassten königlichen Günstlingen durch. Ab Herbst 1321 ging der König jedoch militärisch gegen die Rebellen vor, und am 1. Dezember 1321 gehörte Hotham zu den nur vier Bischöfen, die zu einer von Erzbischof Reynolds einberufenen Kirchenversammlung erschienen waren und die Rückkehr der Despensers, zwei verbannten königlichen Günstlingen, billigten. Zum Dank für diese Loyalität gegenüber dem König gewährte ihm dieser einen Zahlungsaufschub seiner Schulden gegenüber der Krone. Im Januar 1323 sandte der König Hotham in die Gascogne, wo er versuchen sollte, einen Streit der dortigen Barone zu schlichten. Obwohl der König von ihm im April 1324 die Rückzahlung von Schulden von £ 1000 verlangte, blieb Hotham auch 1325 ein loyaler Unterstützer des Königs.

Rolle beim Sturz von Eduard II. und erneuter Dienst als Kanzler

Als im September 1326 Königin Isabelle mit einem Heer in England landete, um ihren Mann Eduard II. zu stürzen, schloss sich Hotham rasch den Invasoren an. Welche Rolle er bei der Absetzung von Eduard II. Anfang 1327 hatte, ist unklar, doch am 28. Januar 1327 wurde er auf Betreiben des seit mindestens 1309 mit ihm bekannten Roger Mortimer[16] erneut zum Kanzler ernannt. Er nahm am 1. Februar 1327 an der Krönung von Eduard III. teil und empfing dessen Frau Philippa of Hainault, als diese von den Niederlanden nach England reiste, im Dezember 1327 auf seiner Residenz in Holborn. Am 30. Januar 1328 traute er zusammen mit dem Erzbischof von York Eduard III. und Philippa im York Minster.[17] Am 1. März 1328 wurde er wieder als Kanzler entlassen. In der Folge hatte er nur noch geringen politischen Einfluss.

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Das während Hothams Amtszeit errichtete Oktogon in der Kathedrale von Ely

Geistliche Tätigkeit und Tod

Während seiner Amtszeit als Bischof stürzte der Vierungsturm der Kathedrale von Ely ein, der dann als Oktogon neu errichtet wurde. Auch wenn für den Bau des Oktogons vor allem der Sakristan der Kathedrale verantwortlich war, ließ Hotham drei bei dem Einsturz zerstörte Joche des Chorraums wiederaufbauen. 1329 vermachte Hotham das Gut von Cuckney in Nottinghamshire an Welbeck Abbey. Für seinen Onkel William Hotham, für die Countess of Pembroke, für Gaveston und für John Wogan, der während seiner Zeit in Irland dort als Justiciar gedient hatte, ließ er Seelenmessen lesen. Hotham blieb Irland verbunden, noch 1329 erwarb er gegen Zahlung von £ 100 jährlich ein Drittel der Herrschaft Kilkenny von Eleanor Despenser. Ab 1335 war Hotham gelähmt, so dass er 26. August 1336 Koadjutoren ernennen musste, darunter seinen Neffen Alan. Er starb in seiner Residenz in Somersham in Huntingdonshire und wurde an der Ostseite des Hauptaltars in der Kathedrale von Ely beigesetzt.

Weblinks

  • M. C. Buck: Hotham, John (d. 1337). In: Henry Colin Gray Matthew, Brian Harrison (Hrsg.): Oxford Dictionary of National Biography, from the earliest times to the year 2000 (ODNB). Oxford University Press, Oxford 2004, ISBN 0-19-861411-X, (oxforddnb.com Lizenz erforderlich), Stand: 2004

Einzelnachweise

  1. Ian Mortimer: The greatest Traitor. The Life of Sir Roger Mortimer, 1st Earl of March, Ruler of England, 1327–1330. Pimlico, London 2003, ISBN 0-7126-9715-2, S. 47
  2. Ian Mortimer: The greatest Traitor. The Life of Sir Roger Mortimer, 1st Earl of March, Ruler of England, 1327–1330. Pimlico, London 2003, ISBN 0-7126-9715-2, S. 66
  3. Ian Mortimer: The greatest Traitor. The Life of Sir Roger Mortimer, 1st Earl of March, Ruler of England, 1327–1330. Pimlico, London 2003, ISBN 0-7126-9715-2, S. 69
  4. Ian Mortimer: The greatest Traitor. The Life of Sir Roger Mortimer, 1st Earl of March, Ruler of England, 1327–1330. Pimlico, London 2003, ISBN 0-7126-9715-2, S. 70
  5. John Roland Seymour Phillips: Aymer de Valence, earl of Pembroke, 1307–1324. Baronial politics in the reign of Edward II. Clarendon, Oxford 1972, ISBN 0-19-822359-5, S. 111
  6. John Robert Maddicott: Thomas of Lancaster, 1307–1322. A Study in the Reign of Edward II. Oxford University Press, Oxford 1970, S. 199
  7. John Roland Seymour Phillips: Aymer de Valence, earl of Pembroke, 1307–1324. Baronial politics in the reign of Edward II. Clarendon, Oxford 1972, ISBN 0-19-822359-5, S. 121
  8. Christopher Nugent Lawrence Brooke, Damian Riehl Leader: A history of the University of Cambridge. Vol. 1: The university to 1546. Cambridge University Press, Cambridge 1988. ISBN 0-521-32882-9, S. 79
  9. John Robert Maddicott: Thomas of Lancaster, 1307–1322. A Study in the Reign of Edward II. Oxford University Press, Oxford 1970, S. 215
  10. John Robert Maddicott: Thomas of Lancaster, 1307–1322. A Study in the Reign of Edward II. Oxford University Press, Oxford 1970, S. 226
  11. John Roland Seymour Phillips: Aymer de Valence, earl of Pembroke, 1307–1324. Baronial politics in the reign of Edward II. Clarendon, Oxford 1972, ISBN 0-19-822359-5, S. 179
  12. John Roland Seymour Phillips: Aymer de Valence, earl of Pembroke, 1307–1324. Baronial politics in the reign of Edward II. Clarendon, Oxford 1972, ISBN 0-19-822359-5, S. 187
  13. John Robert Maddicott: Thomas of Lancaster, 1307–1322. A Study in the Reign of Edward II. Oxford University Press, Oxford 1970, S. 254
  14. John Roland Seymour Phillips: Aymer de Valence, earl of Pembroke, 1307–1324. Baronial politics in the reign of Edward II. Clarendon, Oxford 1972, ISBN 0-19-822359-5, S. 198
  15. John Roland Seymour Phillips: Aymer de Valence, earl of Pembroke, 1307–1324. Baronial politics in the reign of Edward II. Clarendon, Oxford 1972, ISBN 0-19-822359-5, S. 209
  16. Ian Mortimer: The greatest Traitor. The Life of Sir Roger Mortimer, 1st Earl of March, Ruler of England, 1327–1330. Pimlico, London 2003, ISBN 0-7126-9715-2, S. 202
  17. Ian Mortimer: The greatest Traitor. The Life of Sir Roger Mortimer, 1st Earl of March, Ruler of England, 1327–1330. Pimlico, London 2003, ISBN 0-7126-9715-2, S. 200
VorgängerAmtNachfolger
John KettonBischof von Ely
1316–1337
Simon Montagu
Walter NorwichLord High Treasurer
1317–1318
John Walwayn
John SandaleLordkanzler
1318–1320
John Salmon
William AirmynLordkanzler
1327–1328
Henry Burghersh
Baron Hotham

Baron Hotham, of South Dalton in the County of York, ist ein erblicher britischer Adelstitel in der Peerage of Ireland.

Familiensitz der Barone ist Dalton Hall bei Beverley im East Riding of Yorkshire.

Belagerung von Berwick (1319)

Die Belagerung von Berwick war eine Schlacht während des Ersten Schottischen Unabhängigkeitskriegs. Vom 7. bis zum 17. September 1319 belagerte ein englisches Heer unter König Eduard II. erfolglos die Grenzstadt Berwick.

Fulk Lestrange, 1. Baron Strange of Blackmere

Fulk Lestrange, 1. Baron Strange of Blackmere (* um 1267; † 23. Januar 1324) war ein englischer Adliger.

Herbert Mackworth

Herbert Mackworth (* 7. September 1687; † 20. August 1765) war ein britischer Industrieller und Politiker.

Hugh Hastings, de jure 10. Baron Hastings

Sir Hugh Hastings (* 1437; † 7. Juni 1488) war ein englischer Ritter und de jure 10. Baron Hastings.

James Douglas of Douglas

Sir James Douglas of that Ilk (* 1286; † 25. August 1330 in Teba, Spanien) war ein schottischer Ritter aus dem Clan Douglas. Er war einer der Heerführer von Robert the Bruce in den schottisch-englischen Unabhängigkeitskriegen. Er wurde von den Schotten „The Good Sir James“ und von den Engländern „The Black Douglas“ genannt. Er war Laird der feudalen Baronie Douglas einschließlich Douglas Castle.

Sir James entstammte dem schottischen Adel und war der Sohn von Sir William „le Hardi“ Douglas. Der englische König Eduard I. lehnte ihn im Jahre 1306 als Vasallen ab, daher schlug er sich auf die Seite von König Robert I. Schnell wurde er dessen bester Heerführer. Von insgesamt 70 Schlachten, die Douglas gefochten haben soll, hat er angeblich 57 gewonnen. Dabei ging er aber nie als adliger Gentleman vor, sondern vielmehr als schottischer Barbar, das untermauert die Legende, dass eine Schlacht aus dem Jahre 1307, an der Douglas teilnahm, den Namen "Freudenhaus Douglas" erhielt, weil er damals ein richtiges Gemetzel veranstaltete.

Sein größter Coup gelang ihm, als er die Schotten am 24. Juni 1314 zum Sieg in der Schlacht von Bannockburn führte. Robert the Bruce soll Douglas daraufhin angeblich zum Ritter (Knight Banneret) geschlagen haben. Doch nach dieser Schlacht ging es weiter, die Schotten brachten den Krieg nun nach England. 1319 fiel Douglas in Yorkshire ein und besiegte dort die von Erzbischof William Melton von York und vom königlichen Kanzler John Hotham geführten englischen Truppen in der Schlacht bei Myton. Bis 1327 kämpfte er regelmäßig in England, um dort Angst und Schrecken zu verbreiten. Die Freundschaft zwischen Bruce und Douglas wurde immer größer, so groß, dass Bruce Douglas bat, bevor er starb, sein Herz in das Heilige Land zu bringen. Als Robert the Bruce 1329 starb, machte sich Sir James Douglas auf den Weg, sein Versprechen einzulösen, doch Douglas kam nur bis Spanien, dort fiel er in der Schlacht von Teba im Kampf gegen die muslimischen Nasriden.

Er hinterließ mindestens zwei Söhne:

William Douglas, Laird of Douglas († 1333);

Archibald Douglas, 3. Earl of Douglas (um 1325–um 1400).

John Salmon

John Salmon OSB († 6. Juli 1325 in Folkestone) war ein englischer Ordensgeistlicher, der als Diplomat und königlicher Minister diente. Ab 1299 war er Bischof von Norwich.

Kathedrale von Ely

Die Kathedrale der Heiligen Dreifaltigkeit, offiziell: „The Cathedral Church of The Holy and Undivided Trinity“ von Ely in Cambridgeshire ist wegen ihres romanischen Kerns und normannischen Grundkonzepts weithin als Musterbeispiel romanisch-normannischer Architektur bekannt. Dabei haben ihre Bauelemente in großer Zahl gotische Formen, deren Verwendung hier schon im 12. Jahrhundert begann, also bevor die Gotik in Deutschland ankam.

Die heutige Anlage geht zurück auf eine benediktinische Gründung aus dem 7. Jahrhundert. Angeblich war die heilige Etheldedra, die damalige Königin von Northumbria, seit dem Jahr 673 Äbtissin. Hier auf einer Anhöhe der Isle of Ely in einem damaligen Sumpfgebiet hatten sich die Angelsachsen bis 1071 gegen die Normannen verteidigen können.

King’s Hall (Cambridge)

King's Hall, gegründet 1317, war das zweite College nach Peterhouse und vor Michaelhouse, aus denen die University of Cambridge hervorging. Es wurde am 7. Juli 1317 von König Eduard II. auf Rat von Erzbischof und Lordkanzler John Hotham gestiftet, um Kanzleischreiber für Edwards Regierung auszubilden. Eduard III. gab dem College 1337 Briefpatente.

Heinrich VIII. vereinte das College mit Michaelhouse, als der König Abteien und Klöster der römisch-katholischen Kirche enteignete und ihre Ländereien konfiszierte. Zusammen mit sieben Gasthöfen von Physwick entstand daraus 1547 das Trinity College von Cambridge, das bis heute eines der größten und reichsten englischen Colleges geblieben ist. Man nimmt an, dass Heinrich ein großes College mit neuer Architektur als Konkurrenz zur Christ Church im benachbarten Oxford schaffen wollte. Er starb jedoch wenige Wochen nach der Vereinigung.

King's Hall war im nördlichen Teil des späteren Großen Hofes des Trinity Kollegs gelegen. Der Grundriss des Großen Hofes stammt im Wesentlichen von Thomas Nevile. Dort befindet sich nahe der Kapelle noch ein Gebäude aus jener Zeit mit einigen der begehrtesten Studentenappartements. Diese erhalten meist nur höhere Semester mit besonderen akademischen Verdiensten. Der Uhrenturm der King's Hall wurde verlegt und befindet sich nun nahe dem großen Eingangstor von Trinity, das noch den Namen der King's Hall trägt.

Liste der Bischöfe von Ely

Die Ursprünge der Diözese Ely sind sehr alt. Sie wurde von der Heiligen Æthelthryth durch die Gründung eines Doppelklosters ins Leben gerufen. Das Kloster wurde zuerst von einer Äbtissin und später von einem Abt geleitet.

Das Kloster und große Teile der Stadt Ely wurden während der dänischen Invasionen um 870 zerstört. Ein neues Benediktinerkloster wurde von dem Bischof von Winchester, Æthelwald, erbaut und ausgestattet. Dies wurde zu einer Kathedrale im Jahre 1109 erhoben und zum Sitz des Bischofs von Ely. Ab diesem Zeitpunkt beginnt die Linie der Bischöfe.

Liste der Lordkanzler von England und Großbritannien

Diese Liste zeigt jene Personen, die das Amt des Lordkanzlers beziehungsweise alternativ das Amt des Lordhüters des Großen Siegels von England bzw. Großbritannien innehatten.

Lord High Treasurer

Das Amt des Lord High Treasurer oder Lord Treasurer ist ein altes englisches (nach 1707 britisches) Regierungsamt. Der Inhaber dieses Postens fungiert als Oberhaupt der Schatzkammer bzw. Staatskasse Ihrer Majestät (Her/His Majesty’s Treasury) und ist dritthöchster unter den Great Officers of State. Über ihm stehen nur noch der Lord High Steward und der Lord High Chancellor (Lordkanzler).

Die englische Schatzkammer (Treasury) scheint um 1126 während der Regentschaft von König Heinrich I. entstanden zu sein, als die finanzielle Zuständigkeit von den restlichen Aufgaben des Lord Great Chamberlain getrennt wurden. Die Schatzkammer war ursprünglich ein Teil des Königlichen Haushalts (Royal Household) und zum Schutz und Verwahrung des königlichen Vermögens gedacht. 1216 wurde ein Schatzmeister (Treasurer) ernannt, um die Kontrolle über die Schatzkammer in Winchester zu übernehmen und die königlichen Konten zu beaufsichtigen.

Aufgrund der großen Macht und Bedeutung erlangte der Lord High Treasurer in Tudor-Zeiten einen Platz unter den Great Officers of State. In der Regierungszeit der Königin Elisabeth I. war William Cecil, 1. Baron Burghley, ihr wichtigster Berater und als Lord High Treasurer von 1572 bis 1598 eine der einflussreichsten politischen Persönlichkeiten dieser Zeit.

Seit 1612 stand der Staatskasse (High Treasury) immer häufiger keine einzelne Person mehr vor, sondern eine Kommission (Commission) von Mitgliedern mit dem First Lord of the Treasury (Erster Lord des Schatzamtes) als Vorsitzenden und seit 1667 mit dem Second Lord of the Treasury als Stellvertreter. Dies war zum einen erforderlich, da die Verwaltungsaufgaben immer umfangreicher geworden waren, aber zum anderen sollte dadurch die Macht dieses Amtes geteilt und kontrolliert werden. Seit 1714 gibt es für die Mitglieder der Schatzkammer den offiziellen Titel des Lord Commissioner of the Treasury. Das Amt des Lord High Treasurer wurde seitdem nicht mehr vergeben.

Seit Robert Walpole 1721 als First Lord erstmals die Funktion eines Prime Minister (Premierminister) übernahm, indem er faktisch die Regierungsgeschäfte führte, ist der First Lord of the Treasury meist zugleich auch Premierminister. Bis zu dieser Zeit war der First Lord durchaus nicht der mächtigste und führende Minister, denn es gab keine Amtshierarchie in der Regierung, so dass der einflussreichste Minister auch der Lord Privy Seal (Lordsiegelbewahrer) oder der Lord President of the Council (Präsident des Geheimen Rats) sein konnte.

Auch nach Walpole war der Erste Lord nicht immer das mächtigste Mitglied der Regierung: Arthur Balfour war First Lord of the Treasury, während William Ewart Gladstone 1886 und 1892 bis 1894 und Lord Salisbury 1895 bis 1902 als Lordsiegelbewahrer Premierminister waren. Zuvor waren noch zwei weitere First Lords nicht zugleich Regierungschef. Das Amt des Second Lord of the Treasury übt heute von Amts wegen der Chancellor of the Exchequer (Schatzkanzler) aus.

Seit 1902 ist der Premierminister gleichzeitig Erster Lord des Schatzamtes, und als solcher, nicht als Premierminister, residiert er in 10 Downing Street. Die offizielle Residenz des Zweiten Lords und damit des Schatzkanzlers befindet sich in 11 Downing Street.

Schlacht bei Myton

Die Schlacht bei Myton (englisch auch Chapter of Myton) war eine Schlacht während des Ersten Schottischen Unabhängigkeitskrieges. Am 12. September 1319 schlug ein schottisches Heer ein schlecht ausgerüstetes englisches Heer, das zur Verteidigung von York aufgestellt worden war. Irrtümlicherweise wird auch der 20. September als Datum der Schlacht genannt.

Simon Montagu

Simon Montagu (auch Montacute) (* unsicher: 1304; † 20. Juni 1345) war ein englischer Geistlicher. Ab 1333 war er Bischof von Worcester, ab 1337 Bischof von Ely.

Thomas de Berkeley, 1. Baron Berkeley

Thomas de Berkeley, 1. Baron Berkeley (genannt the Wise) (* 1245 in Berkeley; † 23. Juli 1321 in Berkeley) war ein englischer Adliger.

Vertrag von Leake

Der Vertrag von Leake war ein am 9. August 1318 zwischen dem englischen König Eduard II. und dessen mächtigen Cousin Thomas of Lancaster geschlossenes Abkommen. Der nach längeren Verhandlungen zustande gekommene Vertrag sollte die langwährende Feindschaft zwischen den beiden beenden, scheiterte jedoch bereits wenig später.

Walter Norwich

Sir Walter Norwich († 20. Januar 1329) war ein englischer Beamter, Richter und Minister.

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