Jacques Piccard

Jacques Piccard (* 28. Juli 1922 in Brüssel; † 1. November 2008 in La Tour-de-Peilz) war ein Schweizer Ozeanograph und einer der bedeutendsten Pioniere der Tiefseeforschung.[1] Er war ein Sohn von Auguste Piccard und der Vater von Bertrand Piccard.

Jacques Piccard (1979)
Jacques Piccard (1979)
Bathyscaphe Trieste Piccard-Walsh
Don Walsh und Jacques Piccard
Bathyscaphe Trieste beforedive
Die Trieste vor dem Rekordtauchgang
Bathyscaphe Trieste ballast
Die Trieste wird mit Ballast beladen
Telegram Piccard Krupp
Telegramm an Krupp Essen über den erfolgreichen Einsatz des U-Bootes

Leben

Jacques Piccard war nach dem Studium von Wirtschaft und Geschichte als Mitarbeiter seines Vaters Auguste Piccard an der Konstruktion und am Bau des Tiefseetauchgeräts (Bathyscaph) Trieste beteiligt. Die US-amerikanische Marine war von dem U-Boot sehr angetan, finanzierte Probetauchgänge vor der italienischen Insel Capri,[2] erwarb daraufhin die Trieste und stellte Jacques Piccard als wissenschaftlichen Berater an. Kurz vor dem Rekordtauchgang wollten die US-Amerikaner ihn gegen einen ihrer Landsleute austauschen, was er jedoch verhindern konnte.[3]

Am 23. Januar 1960 tauchten Piccard und der amerikanische Marineleutnant Don Walsh mit der Trieste auf den Grund des Challengertiefs im Marianengraben. Sie erreichten eine Tiefe von 10'916 Metern, es herrschte ein Wasserdruck von circa 1100 bar. In verschiedenen Nachschlagewerken wird fälschlich eine Tiefe von über 11'000 Metern angegeben. Die Differenz ist auf die fehlerhafte Kalibrierung des Tiefenmessgerätes zurückzuführen, die im Süsswasser durchgeführt wurde. Daraufhin wurde er durch die Presse weltbekannt und zum Gegenstand eines grossen Medieninteresses.[4]

In den folgenden Jahren entwickelte Piccard das von der Schweizer Regierung in Auftrag gegebene Tauchboot Auguste Piccard. Es sollte anlässlich der Schweizerischen Landesausstellung 1964 in Lausanne im Genfersee als Touristikattraktion in Dienst gestellt werden.[5] Bei der Ausführung des Auftrags musste sich Piccard mit diversen naturwissenschaftlichen Experten auseinandersetzen. Diese hatten zwar niemals ein U-Boot betreten, misstrauten jedoch Piccards Konzept, da sein Konstrukteur kein studierter Ingenieur war. Letztlich wurden Piccards Pläne genehmigt und das Boot konnte rechtzeitig seinen Betrieb aufnehmen. Es ist das grösste jemals gebaute Tourismus-U-Boot und das grösste nichtmilitärische Unterwasserfahrzeug.[3] Es beförderte 1964 etwa 33'000 Passagiere auf den Grund des Genfersees.[6]

1969 startete das von ihm entwickelte U-Boot Ben Franklin zur Erforschung des Golfstroms.[7] Zwei Tage vor dem Start der Mondlandemission Apollo 11 ging das Boot vor der Küste Floridas nahe Palm Beach in See. Die Crew von sechs internationalen Wissenschaftlern wurde von Piccard als Missionsleiter angeführt. In etwa 300 bis 350 Metern Tiefe liess sich die Crew vier Wochen unter Wasser mit dem Golfstrom treiben. Nach gelungener Mission besuchte ihn der deutschstämmige Raketenkonstrukteur Wernher von Braun und besichtigte das U-Boot. Die NASA interessierte sich sehr für die Missionsauswertungen im Hinblick auf neue Techniken für Raumkapseln und die psychischen Auswirkungen während einer so langen Mission auf die Crew und deren Leistungsfähigkeit. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse flossen in die Skylab-Missionen und das Space-Shuttle-Programm ein.[8]

Anschliessend entwickelte Piccard das U-Boot F. A. Forel, um die Schweizer Seen zu erforschen. Alle seine Tauchfahrzeuge existieren noch heute und sind teilweise als Ausstellungsstücke zu besichtigen. Piccard setzte sich mit der von ihm in Cully gegründeten Stiftung intensiv für die Bewahrung und die Erforschung des marinen Lebens ein.[9] Bis ins hohe Alter, mit 82 Jahren, nahm er noch an Tiefseeexpeditionen teil.[10]

Zu seinem 85. Geburtstag gab er der Neuen Zürcher Zeitung ein Interview, in dem er erzählte, dass er auch gerne Astronaut geworden wäre.[11] Am 1. Februar 2008 wurden er und sein Sohn Bertrand zu Ehrendoktoren der Université catholique de Louvain ernannt.[1]

Am 1. November 2008 verstarb Jacques Piccard in seinem Haus am Genfersee 86-jährig.[12]

Phil Mundwiller, Sprecher von Piccards Forschungsprojekt Solar Impulse, betonte, dass Piccard jedes Unterseeboot, mit dem er die Meere erforschte, selbst entworfen hatte.

Sonstiges

Piccard tauchte auch mit Drucklufttauchgeräten, jedoch nie tiefer als 25 Meter und das nur, um die Scheiben des Bathyscaphs zu reinigen.[3]

Die Schweizer Piccard-Familie

  • Jules Piccard (1840–1933), Chemiker, Bruder von Paul
    • sein Sohn Auguste Piccard (1884–1962), Physiker; Stratosphärenflüge und Tiefseetauchversuche
      • sein Enkel Jacques Piccard (1922–2008), Tiefseeforscher; Tiefseetauchversuche mit Bathyscaph Trieste
        • sein Urenkel Bertrand Piccard (* 1958), Psychiater; erste Nonstop-Weltumrundung mit einem Ballon sowie erste Weltumrundung mit einem Solarflugzeug
    • Augustes Zwillingsbruder Jean-Felix Piccard (1884–1963), Physiker; Stratosphärenflüge
    • dessen Ehefrau Jeannette Piccard (1895–1985), erste Frau in der Stratosphäre
      • ihr Sohn Don Piccard (* 1926); Stratosphärenflüge
  • Paul Piccard (1844–1929), Ingenieur, Bruder von Jules

Publikationen

  • Logbuch aus der Meerestiefe. Fischer Taschenbuch, Frankfurt 1983, ISBN 3-596-23513-8.
  • Elftausend Meter unter dem Meeresspiegel. Arena, Würzburg 1977, 1986, ISBN 3-401-03819-2.
  • Brockhaus! Wunder der Natur 2006. Kalender. Brockhaus F.A., Mannheim 2005. ISBN 3-7653-0247-3.

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

  1. a b Who’s who
  2. Microsoft Encarta
  3. a b c NZZ Folio 7/2007
  4. geowissenschaften
  5. Helmut Stalder: Blick zurück: «Schicken Sie 300 Kilo Journalisten!» In: Neue Zürcher Zeitung vom 10. Juli 2017.
  6. dpa Lausanne/Hamburg: Trauer um Tiefseeforscher. In: Märkische Oderzeitung, 3. November 2008, S. 23.
  7. Antikbuch24
  8. Jacques Piccard in der englischsprachigen Wikipedia.
  9. was ist was (Memento des Originals vom 10. März 2012 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  10. orf.at
  11. sueddeutsche.de (Memento vom 6. November 2008 im Internet Archive)
  12. volksstimme.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
28. Juli

Der 28. Juli ist der 209. Tag des gregorianischen Kalenders (der 210. in Schaltjahren), somit bleiben noch 156 Tage bis zum Jahresende.

Auguste Piccard

Auguste Piccard (* 28. Januar 1884 in Basel; † 24. März 1962 in Lausanne) war ein Schweizer Wissenschaftler, Physiker (Experimentalphysik) und Erfinder. Er ist der Zwillingsbruder des Chemikers Jean-Felix Piccard und Vater von Jacques Piccard. Der Psychiater und Ballonfahrer Bertrand Piccard ist sein Enkel.

Auguste Piccard (PX-8)

Die Auguste Piccard (Bezeichnung PX-8, häufig auch als Mésoscaphe bezeichnet) ist ein Mesoskaph, das der Schweizer Ozeanograph Jacques Piccard anlässlich der Landesausstellung Expo 64 1964 in Lausanne bauen ließ und nach seinem Vater Auguste Piccard benannte, der auch die Idee dazu entwickelt hatte. Sie war das erste und das bis heute größte für touristische Zwecke gebaute U-Boot sowie das größte nicht-militärische Unterwasserfahrzeug.Das Mesoskaph-Konzept entwickelte Auguste Piccard 1953. Das Boot wurde von 1962 bis 1964 in Monthey als einziges jemals ausschließlich dort produziertes und registriertes U-Boot in der Schweiz gebaut. PX-8 galt als eines der Symbole der Landesausstellung und unternahm während dieser im Genfersee von April bis Oktober mit bis zu 40 Passagieren Ausflugsfahrten. Diese dauerten bis zu 35 Minuten, das Boot führte pro Tag maximal neun Fahrten durch. Bei diesen Tauchgängen in bis zu 150 m Tiefe trübte allerdings die Wasserverschmutzung zeitweilig die Sicht. Insgesamt transportierte das Boot im ganzen Jahr 1964 bei 1.100 Tauchgängen über 33.000 Menschen. Anschließend wurde es zunächst von 1966 bis 1969 in Marseille touristisch genutzt, danach wurde es nach Vancouver verkauft und dort zu einem Forschungsboot umgerüstet. 1984 wurde es stillgelegt und in Galveston (Texas) aufgelegt. 1999 kaufte ein schweizerischer Geschäftsmann das Boot für 35.000 sFr und holte es ins Land zurück. Zur Landesausstellung 2002 wurde das Boot leicht verrostet in Murten ausgestellt. 2005 wurde PX-8 in Villeneuve am Genfersee das Deck für den Transport verschnitten und im November des Jahres ins Verkehrshaus der Schweiz in Luzern überführt.

Das Boot ist aus Stahl gefertigt, 28,5 m lang und wog 165 t. Im Inneren hatte PX-8 einen Durchmesser von 3,1 m. Der Druckkörper erlaubte Tauchgänge bis in 750 m Tiefe, theoretisch wären sogar 1.500 m möglich gewesen. Ein 58,8 kW starker Elektromotor trieb das Boot an und ermöglichte eine Höchstgeschwindigkeit von 6 kn. Batterie- und Sauerstoffvorrat reichten für 48 Stunden autonome Fahrt. Die Besatzung umfasste fünf Menschen.

1976 wurde das U-Boot in den USA für wissenschaftliche Arbeiten umfassend modifiziert. Dabei wurden die Sitzreihen für die Passagiere entfernt, die Maschinenanlage modifiziert, der Druckkörper leichter gemacht und der Turm umgebaut. Insgesamt sank dadurch das Gewicht des Bootes auf 124 t, die maximale Betriebsdauer verringerte sich auf 16 Stunden. Außerdem erhöhte sich die Geschwindigkeit leicht auf 6,3 kn, und die zugelassene Maximaltauchtiefe lag bei 610 m. Statt der Passagiere umfasste die Anzahl der an Bord befindlichen Personen nun 6 Besatzungsmitglieder und Wissenschaftler. Für die Ausstellung im Verkehrshaus wurde außen bis 2014 weitestgehend der Zustand von 1964 wiederhergestellt.

Ben Franklin (PX-15)

Die Ben Franklin (Bezeichnung: PX-15) ist ein Forschungs-Mesoskaph, das 1967 von Jacques Piccard und der Grumman Aerospace Corporation gebaut wurde. Piccard wollte mit diesem Fahrzeug den Golfstrom erforschen und eine Drift durch diesen durchführen.

Piccard, der 1960 mit dem Bathyscaphen Trieste einen bis 2019 bestehenden Tiefenrekord von 10.912 m aufgestellt hatte, plante ab 1965 ein für längere Forschungsfahrten in mittleren Tiefen geeignetes Fahrzeug und traf sich daher mit Marc Bailley-Cowell von der Grumman Aerospace Corporation, um die Pläne auszuarbeiten. Der Bau begann 1967 wie bei Piccards vorhergehendem Boot, der Auguste Piccard im schweizerischen Monthey; zeitgleich führte Grumman Langzeittests durch, bei denen sich zwei Personen 100 Stunden lang in einer Druckkammer aufhielten. Im April 1968 wurde das Fahrzeug zur endgültigen Fertigstellung nach Palm Beach (Florida) verschifft, wo das Boot am 26. Juli 1968 vom Stapel lief. Am 21. August des Jahres wurde es auf den Namen von Benjamin Franklin getauft, dem Namensgeber des Golfstromes. Anschließend folgte eine längere Testphase, die im Frühsommer 1969 beendet war.

Am 14. Juli 1969 begann die wissenschaftliche Mission der Ben Franklin vor West Palm Beach, Florida. Ziel des Einsatzes waren die Erforschung der Tiefenströmung des Golfstromes vor der Ostküste der USA und des mehrwöchigen Zusammenlebens und Arbeitens der Mannschaft auf engem Raum. Im Hinblick auf letzteren Punkt kooperierte Piccard auch mit der NASA, die sich von dem Einsatz wichtige Erkenntnisse für den Bau von Raumstationen erhoffte und medizinische Untersuchungen durchführte. Gleichzeitig wurden die ozeanographisch relevanten Daten der Umgebung gemessen und für eine spätere Auswertung gespeichert. Zwei Schiffe, das Mutterschiff Privateer und das Forschungsschiff Kellar, begleiteten die PX-15 auf ihrer Fahrt.

Teilnehmer der Tauchfahrt waren:

Jacques Piccard als Projektleiter

Donald J. Kazimir von der Grumman Corporation als Steuermann

Erwin Aebersold, Piccards Mitarbeiter, als zweiter Steuermann

Roswell F. Busby, vom US Naval Oceanographic Office, für ozeanographische Experimente und Betrachtungen zur weiteren Verwendung dieses U-Boottyps

Kenneth Haigh, vom US Naval Oceanographic Office, für wissenschaftliche Experimente

Chester B. May, von der NASA, zur Auswertung der Lebensverhältnisse an Bord.Die Mission endete 30 Tage und elf Stunden später am 14. August 1969, als die Ben Franklin ca. 500 km südlich von Halifax (Nova Scotia) auftauchte. Zu diesem Zeitpunkt hatte das Boot mit dem Strom ca. 2.400 km zurückgelegt. Dabei variierte die Tauchtiefe zwischen 200 und 600 m. Die Besatzung kam nach eigenen Angaben gut mit den Gegebenheiten aus, alle Experimente und Aufgaben konnten termingerecht ausgeführt werden, Verbesserungsbedarf herrschte lediglich bei der Kommunikation mit der Außenwelt.

Nach diesem erfolgreichen Einsatz wurde die Franklin zunächst für weitere wissenschaftliche Tauchfahrten genutzt, wobei u. a. Robert D. Ballard an Bord war. Am 12. April 1970 wurde das Boot bei den Bahamas an einem Korallenriff schwer beschädigt. 1971 kaufte die Firma Horton Trading Ltd. das Boot und plante, es in British Columbia zu reparieren und zu erweitern. Dieser Plan wurde jedoch nicht ausgeführt, das Boot wurde stattdessen in einer Werft in Vancouver aufgelegt. 1999 spendete Horton Trading Ltd. das Boot dem Vancouver Maritime Museum, wo es restauriert wurde. Seit 2002 ist das Boot als Museumsschiff zu besichtigen.

Das Boot verdrängt 130 t und ist ca. 16 m lang. Als maximale Tauchtiefe werden 2.000 Fuß (ca. 650 m) angegeben, die Zerstörungstiefe beträgt 4.000 Fuß (ca. 1.300 m). Die maximal aus eigenem Antrieb mit um 130° schwenkbaren Elektromotorgondeln erreichbare Geschwindigkeit beträgt 4 kn. Die Besatzung umfasste 6 Mann, es wurden jeweils Versorgungsgüter für sechs Wochen mitgeführt.

Challengertief

Das Challengertief ist ein Meerestief im Marianengraben im Pazifischen Ozean und befindet sich 10.984 ± 25 m unter dem Meeresspiegel.

Echolot-Messungen von 2010 ergaben einen vorläufigen Wert von 10.994 ± 40 Metern Meerestiefe, in einer revidierten Auswertung wurden 2014 die Messungen von 2010 auf 10.984 ± 25 Meter präzisiert.

Don Walsh

Don Walsh (* 2. November 1931) ist ein US-amerikanischer Ozeanograph.

Am 23. Januar 1960 erforschte er als Oberleutnant der United States Navy zusammen mit Jacques Piccard den Marianengraben. Das Bathyscaph „Trieste“ brachte sie auf 10.911 m Tiefe (Triestetief – ursprünglich gemessen 10.916 m, der Wert wurde später korrigiert). Dieser war Tieftauchrekord bis zum 28. April 2019.Mehr als 30 Jahre war Walsh mit der Erforschung der Meere beschäftigt. Nach Abschluss der Militärakademie 1954 trat er in den aktiven Marinedienst ein, den er im Rang eines Kapitäns zur See verließ. Er verbrachte 15 Jahre auf See, hauptsächlich in U-Booten, unter anderem als U-Boot-Kommandant. Außerdem arbeitete er für die US-Marine an der Meeresforschung und Entwicklung.

Als ehemaliger Dekan des Meeresprogrammes und Professor of Ocean Engineering an der University of Southern California gründete Walsh im Rahmen eines Joint Ventures mit dem Shirshov Institute of Oceanology ein Unternehmen für Unterwasserreparaturen, Soyuz Marine Service, das bis heute in der Russischen Föderation tätig ist.

Walsh ist Namensgeber für den Walsh Spur, einen Gebirgskamm in der Antarktis.

Expo 64

Die «exposition nationale suisse de 1964», Expo 64 genannt, war die Schweizerische Landesausstellung von 1964, die vom 30. April bis zum 25. Oktober 1964 in Lausanne stattfand. Sie galt nach den Richtlinien des Bureau International des Expositions als „nationale“ Ausstellung. Sie bot ein Forum für moderne Architektur, Kunst und Technik und unternahm den Versuch, die Schweiz und ihre Eigenheiten im globalen Kontext zu präsentieren.

Frédéric Dumas

Frédéric Dumas (* 14. Januar 1913 in Albi; † 26. Juli 1991 in Toulon) wurde zusammen mit Jacques-Yves Cousteau und Philippe Tailliez als Mitglied der Gruppe Trois Mousquemers einer der Wegbereiter des modernen Tauchsports in Europa. Diese Freundesgruppe entwickelte als begeisterte Taucher in Gemeinschaft mit dem Ingenieur Émile Gagnan den ersten Druckminderer für Tauchflaschen.

Golfstrom

Der Golfstrom ist eine rasch fließende Meeresströmung im Atlantik. Er ist Teil eines globalen maritimen Strömungssystems, das oft als globales Förderband bezeichnet wird. In Richtung Europa wird der Golfstrom zum Nordatlantikstrom. Er ist Teil der westlichen Randströmung und beeinflusst das Klima in Nordeuropa.

Der Golfstrom befördert etwa 30 Millionen Kubikmeter Wasser pro Sekunde (30 Sv) am Floridastrom, bei einer Geschwindigkeit von 1,8 Meter pro Sekunde, und bis zu maximal 150 Millionen Kubikmeter Wasser (150 Sv) bei 55° West. Das ist mehr als einhundertmal so viel Wasser, wie über alle Flüsse der Welt zusammen ins Meer fließt. Er transportiert etwa 1,5 Petawatt Leistung. Dies entspricht der elektrischen Leistung von ungefähr einer Million der größten Kernkraftwerksblöcken.

Der Name Golfstrom wurde von Benjamin Franklin geprägt und bezieht sich auf den Golf von Mexiko. Früher wurde er auch „Floridastrom“ genannt, auf den Karten des 16. und 17. Jahrhunderts heißt die Straße von Florida Canal de Bahama.

Jacques Picard

Jacques Picard ist der Name folgender Personen:

Jacques Picard (Politiker) (1828–1905), kanadischer Jurist und Politiker

Jacques Picard (Biologe) (1925–2015), französischer Meeresbiologe und Entomologe

Jacques Picard (Historiker) (* 1952), Schweizer HistorikerSiehe auch:

Jacques Piccard (1922–2008), Schweizer Ozeanograf und Meeresbiologe

Marianengraben

Der Marianengraben, auch als Marianenrinne bezeichnet, ist eine Tiefseerinne (Tiefseegraben) im westlichen Pazifischen Ozean, in der mit einer Maximaltiefe von etwa 11.000 Metern die tiefste Stelle des Weltmeeres liegt und die ca. 2400 (2500) Kilometer lang ist. Der Wasserdruck beträgt am tiefsten Punkt circa 1070 bar. Benannt wurde er wie die Inselgruppe der Marianen nach der spanischen Königin Maria Anna von Österreich.

Mesoskaph

Der Begriff Mesoskaph bzw. Mesoscaph beschreibt eine Klasse von Unterseebooten, die sich im Gegensatz zu Bathyscaphen im mittleren bzw. flachen Tiefenbereich bewegen.

Der Ursprung des Begriffes ist nicht endgültig gesichert. Es wird angenommen, dass er von Auguste Piccard bzw. seinem Sohn Jacques Piccard zur Klassifikation der tiefgehenden Bathyskaphen FNRS-2 und Trieste gegenüber den relativ flach tauchenden Booten Benjamin Franklin (PX-15) bzw. Auguste Piccard (PX-8) geschaffen oder erstmals öffentlich verwendet wurde.

Bekannte Boote dieser Klasse sind:

Ben Franklin (PX-15), ein Forschungs-U-Boot zur treibenden Beobachtung im Golfstrom

Auguste Piccard (PX-8), ein flachgehendes touristisches U-Boot

Ozeanboden

Der Ozeanboden (auch Meeresboden oder Meeresgrund genannt) ist der von Meerwasser bedeckte Teil der Lithosphäre der Erde und nimmt damit 71 % der Planetenoberfläche ein. Er besteht im Bereich des Kontinentalrandes aus kontinentaler, in den übrigen Bereichen aus ozeanischer Erdkruste.

Ozeanböden liegen im globalen Durchschnitt in etwa 3,8 km Tiefe unter dem Meeresspiegel (Kossinna, 1921). Den ausgedehnten und tiefen Meeresbecken steht eine viel geringere mittlere Höhe der Kontinente gegenüber, die nur etwa 230 m beträgt, was an den ausgedehnten Flachländern liegt, die rund zehnmal mehr Fläche als die Gebirge bedecken.

Piccard

Piccard ist der Familienname folgender Personen:

Auguste Piccard (1884–1962), Schweizer Physiker und Erfinder

Bertrand Piccard (* 1958), Schweizer Psychiater und Abenteurer

Don Piccard (* 1926), US-amerikanischer Stratosphärenflieger

Franck Piccard (* 1964), französischer Skirennläufer

Gerhard Piccard (1909–1989), deutscher Wasserzeichenforscher

Ian Piccard (* 1968), französischer Skirennläufer

Jacques Piccard (1922–2008), Schweizer Tiefseeforscher

Jean-Felix Piccard (1884–1963), Schweizer Chemiker

Jeannette Piccard (1895–1985), erste Frau in der Stratosphäre

Jeff Piccard (* 1976), französischer Skirennläufer

John Piccard (* 1965), französischer Skirennläufer

Jules Piccard (1840–1933), Schweizer Chemiker

Leila Piccard (* 1971), französische Skirennläuferin

Louis-Etienne Piccard (1853–1935), französischer Schriftsteller, Historiker, Philosoph und Theologe

Louis Rodolphe Piccard (1807–1888), Schweizer Maler und Kupferstecher

Marc Piccard (1905–1989), Schweizer Architekt

Paul Piccard (1844–1929), Schweizer Ingenieur

Sophie Piccard (1904–1990), Schweizer Mathematikerin

Ted Piccard (* 1978), französischer Skirennläufer

Thomas Piccard († 2013), US-amerikanischer AmokschützeSonstiges:

Piccard Cove, Bucht an der Danco-Küste, Grahamland, AntarktikaSiehe auch:

Picard

Ponza (Insel)

Ponza ist eine der Pontinischen Inseln im Tyrrhenischen Meer rund 50 km südwestlich von Terracina. Sie gehört zur italienischen Region Latium und ist Teil der Gemeinde Ponza in der Provinz Latina.

Die Insel hat die Form einer Sichel, die sich von Süden über sieben Kilometer in nordöstliche Richtung erstreckt. Die zwischen 200 und 2300 Meter breite Insel hat eine Fläche von 7,3 Quadratkilometern. Auf der Insel leben etwa 3300 Menschen, die meisten davon im Hauptort Ponza im Südosten der Insel und in Le Forna an der Westseite.

Landschaftlich hat die Insel einen hügeligen Charakter, in ihrem Südteil erreicht sie im Monte Guardia eine Höhe von 279 Metern. Geologisch ist Ponza vulkanischen Ursprungs.

Die Küste stellt sich meist als Steilküste dar. Es gibt aber auch Badestrände, die zum Teil nur vom Meer aus erreichbar sind. Der bekannteste Strand ist die Chiaia di Luna, die durch einen 168 Meter langen Tunnel aus römischer Zeit betreten wird. Begrenzt wird die Chiaia di Luna durch eine 80 bis 100 Meter hohe Wand aus Tuffgestein. Nach einem Steinschlag wurde der Strand nach zwei Jahren dauernden Sicherungsarbeiten am 14. August 2010 wieder geöffnet, jedoch kurz darauf wieder auf unbestimmte Zeit geschlossen. (Stand September 2017)

Ponza ist ein beliebtes Ferienziel, vor allem bei italienischen Touristen, besonders aus Rom. Die Insel ist durch mehrere Fährverbindungen von Terracina, Formia, Anzio und San Felice Circeo mehrfach täglich erreichbar.

Der Nordostspitze von Ponza vorgelagert ist die unbewohnte Insel Gavi. Der höchste Punkt der 14 Hektar großen Insel liegt 101 Meter über dem Meeresspiegel.

In der Antike war der Name der Insel Pontia.

Auf Ponza (oder Palmarola) soll Papst Silverius im Jahr 537 in der Verbannung verstorben und begraben worden sein. Auf der Insel entwickelte sich aus Einsiedeleien das Kloster Santa Maria di Ponza, das sich 1245 dem Zisterzienserorden anschloss, aber im 15. Jahrhundert nach Formia bei Gaeta verlegt wurde.

1911 wurden nach der italienischen Invasion Libyens mehrere Tausend Araber nach Italien verschleppt und auf Ponza und Tremiti unter unmenschlichen Bedingungen interniert. Auch während der Zeit des italienischen Faschismus' wurden zahlreiche politische Gefangene auf Ponza verbannt, zum Beispiel Amadeo Bordiga. Auch Benito Mussolini selbst wurde hier 1943 kurzzeitig durch die Regierung Badoglio interniert, bevor er auf den Gran Sasso verbracht wurde. Hier entstand sein tagebuchartiges Manuskript Pontinische und Sardische Gedanken.

1953 unternahm Jacques Piccard mit dem Tauchboot Trieste vor der Insel einen Rekordtauchgang auf eine Tiefe von 3150 Metern.

The Explorers Club

The Explorers Club wurde 1904 in New York durch führende Forscher der Welt als ein exklusiver Privatclub gegründet, wo sich bis heute sein Sitz befindet. Ziel war stets die Unterstützung der wissenschaftlichen Erforschung von Land, Meer, Atmosphäre und Weltall. Die „Terra incognita“ hat in seiner wörtlichen Bedeutung heute seine Existenzberechtigung praktisch vollständig eingebüßt. Im übertragenen Sinne steht der Begriff Terra incognita aber auch heute noch für unbekannte Wissensgebiete. So fördert die international und interdisziplinär tätige Gesellschaft mit verschiedenen Mitteln die Feldforschungen und Expeditionen auf allen Erdteilen. Die Mitglieder vollbrachten etliche Pionierleistungen: Der Nordpol, der Südpol, der Gipfel des Mount Everest, der tiefste Punkt der Weltmeere und der Mond wurden als erstes von Clubmitgliedern erreicht. Die Blütezeit des Clubs lag in den 1920er bis 1950er Jahren. In dieser Zeit galt es bei Safaris und Großwildjagden Unbekanntes in die „Alte Welt“ zu bringen. Heute dominiert die ökologische Ausrichtung des Explorers Club.

Die Mitgliederzahl des seither multidisziplinären Explorers Club beträgt derzeit rund 3000. Der einstige Männerclub hat sich zwischenzeitlich Männern und Frauen aus über 60 Ländern auf allen Kontinenten geöffnet. Der Beitritt von Frauen wurde erst durch eine Statutenänderung im Jahr 1981 ermöglicht. Ein einfacher Beitritt zum elitären Explorers Club ist jedoch nicht möglich, mindestens zwei Mitglieder müssen für einen Anwärter bürgen. Dieser muss nachweisen, dass er sein Leben der Forschung widmet.

Mitten in New Yorks nobler Manhattan Upper Eastside, zwischen Park Avenue und der Fifth Avenue, befindet sich in der 46 East 70th Street das Clubhouse. Dieses ist mit Trophäen früherer Expeditionen geschmückt. Zudem gibt es weltweit 30 weitere Geschäftsstellen. Der Explorers Club zählt zu seinen Mitgliedern die Größen der Forschung des 20. Jahrhunderts. Unter den Mitgliedern befinden sich Personen aus den Bereichen der Polarforschung, dem Tauchen, der Luft- und Raumfahrt, Archäologie, Zoologie, Physik, Ozeanographie, Astronomie, Ökologie, Geologie, Paläontologie, dem Bergsteigen und der Speläologie. Zu den bekanntesten Mitgliedern zählen Robert Edwin Peary, Roald Amundsen, Edmund Hillary, Thor Heyerdahl, Catherine Hickson, Chuck Yeager, Jacques Piccard, William Anderson, Neil Armstrong, Ardito Desio, Charles Lindbergh, Dian Fossey, L. Ron Hubbard, Roy Chapman Andrews, Frederick Albion Ober und Edward Moffat Weyer junior. Gründer und erste Präsident des Explorers Club war Adolphus Greely.

Der Club vergibt jährlich Auszeichnungen in verschiedenen Disziplinen. Unter den Ausgezeichneten reihen sich Personen wie Bertrand Piccard und Reinhold Messner ein. Des Weiteren trifft sich die Gesellschaft zum jährlichen Annual Dinner, das Interessierten gegen entsprechendes Eintrittsgeld offensteht.

Die Clubstatuten schreiben vor, dass beim Erreichen des Expeditionsziels einer vom Club anerkannten Expedition die Clubfahne gehisst wird. Neil Armstrong hätte dieses gerne auf dem Mond getan, jedoch musste es aus Gründen der Staatsräson die US-Flagge sein.

Seit 1921 erscheint vierteljährlich das Clubmagazin The Explorers Journal.

Trieste

Die Trieste war ein von Auguste Piccard konstruierter Bathyscaph, ein U-Boot, das speziell für die Tiefseeforschung gebaut wurde. Erste Pläne für dieses Unterwasserfahrzeug entwickelte Piccard im Jahr 1952, es wurde in Italien hergestellt und am 26. August 1953 vom Stapel gelassen. Dieses Fahrzeug war anfangs für Tauchtiefen bis zu 20.000 Fuß (= 6.096 Meter) konzipiert.

Bereits am 30. September 1953 führte die Trieste im Tyrrhenischen Meer bei Ponza einen Rekordtauchgang durch. Auguste Piccard und sein Sohn Jacques Piccard stießen dabei in ihrem Tauchgerät auf eine Tiefe von 3150 Meter vor. Dieser Rekord wurde jedoch 1954 durch den französischen Bathyscaphen FNRS-3 überboten, der vor der Küste des Senegal 4050 Meter tief tauchte.

1958 wurde das Boot von der US-Marine übernommen und war an mehreren Suchaktionen nach verschollenen Schiffen und U-Booten beteiligt, unter anderem an der Suche nach dem verlorenen Atom-U-Boot USS Thresher. Ab 1958 wurde das Fahrzeug umgerüstet, um für Tauchgänge in größeren Tiefen geeignet zu sein.

Die eigentliche Bathysphäre (die Druckkörperkugel) wurde vom Unternehmen Krupp-Maschinenbau in Essen hergestellt. Sie ließ nunmehr Tauchfahrten bis zu maximal 36.000 Fuß (≈11.000 Meter) zu. Ein besonderes Sicherheitsmerkmal war der aus etlichen Stahlkugeln bestehende Teil des Ballasts, der von Elektromagneten gehalten wurde. Bei einem Ausfall der Stromversorgung hätten sich die Kugeln sofort gelöst und das Boot wäre selbsttätig aufgetaucht. Als Auftriebskörper dienten rund 85 m³ Benzin in einem zylinderförmigen Blechtank.

Am 23. Januar 1960 war die Trieste das erste U-Boot, das im Marianengraben mit rund 10.910 Metern Tiefe das Challengertief, eine der tiefsten Stellen des Weltmeeres, erreichte und anschließend wieder auftauchte. In dieser Tiefe herrscht ein Druck von über 1000 bar.

Die tiefste Stelle im Pazifik und in den gesamten Weltmeeren ist das Witjastief 1. Es befindet sich etwa 1850 Kilometer östlich der Philippinen 11° 19′ N, 142° 15′ O im südwestlichen Teil des Marianengrabens und liegt nur etwa 112 Meter tiefer als die damals von der Trieste erreichte Tiefe.

Die Besatzung manövrierte die Trieste bis nur vier Meter über den Meeresboden, was wohl als Sicherheitsabstand diente; die 10.910 Meter Meerestiefe (je nach Quelle wird auch eine Tiefe von 10.916 Metern genannt) waren, bis sie am 28. April 2019 von der Expedition "Five Deep" mit dem U-Boot DSV Limiting Factor übertroffen wurden, der Tauchrekord eines U-Boots. Nach der Tauchfahrt erhielt dieses Meerestief die Bezeichnung Triestetief. Insassen waren der Schweizer Jacques Piccard und der Amerikaner Don Walsh.

In verschiedenen Nachschlagewerken wird fälschlich eine Tiefe von über 11.000 Meter angegeben. Die Differenz ist auf die fehlerhafte Kalibrierung des Tiefenmessgerätes zurückzuführen, die im Süßwasser durchgeführt wurde.

Nach der Außerdienststellung des Bootes wurde der Druckkörper weiter verwendet und in den Nachfolger Trieste II eingepasst. Die Trieste ist heute im United States Navy Museum in Washington, D.C. ausgestellt. Ein fehlerhafter Erprobungsguss des Druckkörpers wurde in den 1960er Jahren im Kruppwerk in Essen vor der Verschrottung gerettet. Die Innenausstattung wurde mit teils originalen Ersatzteilen nachgebaut, um möglichst gut dem Vorbild zu entsprechen. Das aufgeschnittene Modell steht heute in der Schifffahrtsabteilung des Deutschen Museums in München.

Triestetief

Das Triestetief ist ein Meerestief im westlichen Teil des Pazifischen Ozeans (Pazifik) und mit 10.916 m Meerestiefe die dritttiefste Stelle des Marianengrabens.

Vancouver Maritime Museum

Das Vancouver Maritime Museum ist ein Schifffahrtsmuseum in der kanadischen Stadt Vancouver. Das Museum ist Mitglied der Canadian Museums Association (CMA), des Canadian Heritage Information Network (CHIN) sowie des Virtual Museum of Canada. Es liegt unmittelbar westlich des False Creek im Vanier Park an der Küste der English Bay und damit in unmittelbarer Nachbarschaft zum Museum of Vancouver und zum H. R. MacMillan Space Centre. Zum Museum gehört auch ein kleiner Museumshafen.

Herzstück der Ausstellung ist die St. Roch, ein Schoner der Royal Canadian Mounted Police. Dieses Schiff war 1940–42 unter Kapitän Henry Larsen das erste, das die Nordwestpassage in der in West-Ost-Richtung, also vom Pazifik zum Atlantik, vollendete. Seit 1958 liegt das Schiff permanent in einem Trockendock. Um dieses herum wurde das Museumsgebäude errichtet.

Ein weiteres wichtiges Ausstellungsstück ist das Forschungstauchboot Ben Franklin. Mit diesem, im Außenbereich des Museums aufgestellten, Mesoskaph driftete Jacques Piccard mit dem Golfstrom und erforschte ihn.

Das Museum organisiert wechselnde Ausstellung zur Geschichte der Seefahrt und besitzt eine entsprechende Bibliothek sowie eine große Sammlung von Schiffsmodellen. In einer Werkstatt können Besucher den Modellbauern bei der Arbeit zuschauen.

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