Israel Aerospace Industries

Israel Aerospace Industries Ltd. (IAI) ist eine israelische Flugzeug- und Raketenbaufirma.

Israel Aerospace Industries Ltd.
התעשייה האווירית לישראל
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Rechtsform Limited
Gründung 1953
Sitz Flughafen Ben Gurion Israel Israel
Leitung Itzhak Nissan
Mitarbeiterzahl 16.500
Umsatz 13,63 Mrd. Schekel (2008)[1]
Branche Flugzeugbau
Website www.iai.co.il
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IAI Lavi – israelische Produktion

Entwicklung

Die Geschichte von IAI beginnt im Jahre 1953, als die Bedek Aviation Company gegründet wurde, um Reparatur- und Wartungsaufträge zu übernehmen[2]. Ab 1957 begann die Lizenzfertigung von Slingsby-Segelflugzeugen. Später kam der Lizenzbau der französischen Fouga Magister hinzu, die als „Tzukit“ an die IDF/Heyl HaAvir geliefert wurde.

Im Jahre 1966 begannen bei IAI die Konstruktionsarbeiten für das leichte Transportflugzeug „Arava“, dessen Erstflug am 27. November 1969 stattfand. Die „Arava“ wurde in kleineren Stückzahlen in den zivilen Versionen IAI 101/102 und der militärischen Version IAI 201 gebaut und in mehrere Länder der Dritten Welt, hauptsächlich in Mittel- und Südamerika, exportiert.

Im April 1967 wurde die Bedek Aircraft Company in Israel Aircraft Industries Ltd. (IAI) umbenannt und in verschiedene Unternehmen unterteilt.

Im selben Jahr erwarb IAI von der Rockwell Standard Corporation alle Rechte für den zweistrahligen Geschäftsreisejet „Jet Commander“. Aus diesem wurde die IAI 1124 Westwind entwickelt, die im Jahre 1976 in Produktion ging. Eine Version der „Westwind“ zur Seeraumüberwachung wird als „SeaScan“ auf dem Weltmarkt angeboten.

Das erste anspruchsvolle militärische Programm war das Jagdflugzeug „Nesher“, eine israelische Version der französischen Mirage IIIE. Eine weitere Version der Mirage III wurde unter der Bezeichnung Kfir entwickelt. Die „Kfir“ wurde Anfang der 1970er-Jahre in Dienst gestellt und in den einsitzigen Versionen C/C2/C7 und den doppelsitzigen Versionen TC2 und TC7 gebaut.

Ende der 1970er-Jahre begann IAI auf Basis der amerikanischen F-16 mit der Entwicklung der „Lavi“. Diese Maschine stellte im internationalen Vergleich eine Spitzenleistung dar, das Programm wurde jedoch am Ende der 1980er-Jahre aus finanziellen Gründen abgebrochen. Um die bei diesem Programm gewonnenen Erfahrungen nicht aufzugeben, wurde versucht, das bewährte Flugwerk der „Kfir“ mit den Systemen der „Lavi“ zu kombinieren. Das Programm wurde unter dem Namen „Nammer“ geführt. Ein anderes Programm wird von der LAHAV-Division unter der Bezeichnung „Kfir 2000“ geführt.

Um die Maschinen der IDF/Heyl HaAvir aufzuwerten, wurde von der IAI die „Phantom 2000“ entwickelt. IAI rüstete auch 54 türkische F-4E um. Hier wurden die beim „Phantom 2000“-Programm gesammelten Erfahrungen genutzt, einschließlich neuer Computer, Displays, EloKa-Ausrüstung und dem Elta EL/M-2032-Multifunktionsradar.

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Avocet ProJet

Im November 2006 wurde der Name von „Aircraft“ in „Aerospace“ geändert, um der breiten Palette an Produktbereichen Rechnung zu tragen, die neben Flugzeugen auch Raumfahrttechnik sowie Seefahrt- und Bodentechnik umfasst.

Das IAI-Projekt, mit dem unbemannten Raumfahrzeug SpaceIL im Jahr 2019 auf dem Mond zu landen, ist weltweit die erste Mondmission, die nicht staatlich, sondern von einem Unternehmen finanziert wird.[3]

Konzernunternehmen

IAI Elta Electronics Industries (Elta Systems Group)

Die in Ashdod beheimatete Elta Electronics ist der größte Avionik-Hersteller in Israel. Wurden anfangs hauptsächlich amerikanische und französische Systeme in Lizenz gefertigt, so wurde bald mit der Modifikation der gebauten Systeme und schließlich auch mit der eigenen Konstruktion begonnen. Die verschiedenen „Kfir“-Versionen waren mit einem Elta-Radar ausgerüstet und besaßen daneben weitere diverse Elta-Systeme, wie beispielsweise Stör- und Täuschgeräte zur elektronischen Kampfführung.

IAI MATA Helicopters Division (Military Aircraft Group IAI)

Die Hubschrauberaktivitäten von IAI sind bei der im Jahre 1976 gegründeten MATA Helicopters Division gebündelt. Zu den Schwerpunkten gehören die Wartung und Überholung von Hubschrauberkomponenten und -systeme, Reparaturarbeiten, Modifikationen und Upgrades von Hubschraubern. MATA beschäftigt sich unter anderem mit einem Modernisierungsprogramm für die mittlerweile in die Jahre gekommene CH-53, das die Bezeichnung CH-53/2000 trägt. Die Modifikationen betreffen hauptsächlich eine längere Einsatzdauer und Änderungen im Cockpit. Ein weiteres Programm beschäftigt sich mit der UH-1 „Huey“, für die IAI eine Modernisierung anbietet.

IAI Malat Division

Bei der Malat Division werden Drohnen gebaut, z. B. die IAI Heron. Auf diesem Gebiet gehört die Malat Division zu den Weltmarktführern.

IAI MBT Missile Systems Division

Die MBT Missile Systems Division ist Teil der IAI Missile & Space Systems Group. Sie konstruiert und baut sowohl militärische als auch zivile Raketen und ist im Industriegebiet von Jehud angesiedelt (32° 1′ 41,4″ N, 34° 54′ 9,4″ O).

IAI MLM Division

Iai mlm logo
Logo an der Außenmauer

Die im Jahre 1957 gegründete MLM Division in Be’er Ja’akow (31° 55′ 45,1″ N, 34° 50′ 6,7″ O) ist auf Raketensysteme spezialisiert und baut alle größeren Raketen Israels, wie die zivile Shavit- und die militärischen Jericho- und Arrow-Raketen.[4][5] Sie bietet aber auch entsprechende Kommunikations-, Trainings- und Kontrollsysteme an. Außerdem bestehen langjährige Erfahrungen in der Solartechnik und bei konzentrierter Photovoltaik in der Raumfahrt.

IAI Ramta Division

Die Ramta Division in Be’er Scheva (31° 15′ 1,1″ N, 34° 48′ 49,2″ O) baut unter anderem Super Dvora-Schnellboote und RAM-2000-Panzerwagen.

IAI North America

IAI North America besteht aus Stark Aerospace in Columbus (Mississippi)[6] und ELTA North America in Fulton (Maryland).[7] Stark Aerospace produziert Drohnen und Sensoren, ELTA stellt mobile Radar- und Kommunikationssysteme her.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. tase.co.il: ISRAEL AEROSPACE INDUSTRIES LTD
  2. Kurzer Geschichtsabriss
  3. Elke Wittich: Reiseziel Mond. In: www.juedische-allgemeine.de. 19. Juli 2018, abgerufen am 22. Juli 2018.
  4. Israel Aerospace Industries: Systems Missiles & Space - MLM Division
  5. YouTube: Premierminister Netanyahu besucht die Israel Aerospace Industries (IAI) MLM Division Raketenfabrik in Be’er Ja’akow
  6. www.starkaerospace.com
  7. www.eltanorthamerica.com

Koordinaten: 31° 0′ 16,4″ N, 34° 54′ 9,3″ O

Aero Commander

Aero Commander war ein US-amerikanischer Flugzeughersteller, der im Laufe der Jahre ein Tochterunternehmen von Rockwell International (1958) und Gulfstream Aerospace (1981) wurde.

Amos (Satellit)

Amos (hebräisch עמוס) ist die Bezeichnung eines israelischen Satellitenbusses und einer Serie von geostationären israelischen Kommunikationssatelliten, von denen einige auf dem Amos-Bus basieren. Die Satelliten werden von Spacecom betrieben. Der Amos-Bus und die darauf aufgebauten Satelliten Amos 1 bis 4 sowie Amos 6 wurden von Israel Aerospace Industries hergestellt.„Amos“ steht als Abkürzung für Affordable Modular Optimized Satellite (Bezahlbarer modular optimierter Satellit). Zugleich erinnert es an den Name des Propheten Amos, der im 8. Jahrhundert v. Chr. im Nordreich Israel wirkte.

Barak-8

Barak-8 (hebräisch ברק 8) ist eine vertikal gestartete Flugabwehrrakete aus Israel. Sie kann sowohl auf Schiffen als auch landbasiert auf Lkws installiert werden. Barak-8 dient zur Bekämpfung von Flugzeugen, Marschflugkörpern und überschallschnellen Lenkwaffen.

EADS Harfang

Die Harfang (frz. für Schnee-Eule), früher Eagle 1 genannt, ist eine von den französischen Luftstreitkräfte in geringen Stückzahlen beschaffte Version der IAI Heron. Wie beim Ausgangsmuster von Israel Aerospace Industries handelt es sich um eine Drohne der Kategorie Medium Altitude Long Endurance, was zu deutsch in etwa Mittlere Höhen Lange Flugzeit bedeutet. Das mit Aufklärungsausrüstung von EADS und Thales ausgerüstete System wurde von den französischen Streitkräften in Afghanistan und bei der Opération Serval eingesetzt.

Gabriel (Rakete)

Die Gabriel ist eine Anti-Schiff-Rakete, die von der Israel Aerospace Industries (IAI) und MBT Israel Aircraft Industries (MBT) im Auftrag der israelischen Streitkräfte entwickelt wurde.

Im Jahr 1962 begann das Projekt zur Entwicklung einer neuen Anti-Schiff-Rakete. Die größten Herausforderungen waren dabei die Elektronik und das Zielsystem. Die Prototypen der Gabriel wurden noch als „Looz“ bezeichnet. Während der ersten Flugtests wurde die ausgemusterte Fregatte INS Misgav als Ziel benutzt. Als die Gabriel im Mai 1970 das erste Mal der Öffentlichkeit vorgestellt wurde, war sie die erste Anti-Schiff-Rakete der Welt, die als Sea Skimmer bezeichnet werden konnte. Drei Jahre später konnte sie während des Jom-Kippur-Krieges in der Schlacht von Latakia ihre damals einzigartige Fähigkeit bei der israelischen Marine unter Beweis stellen.

Die erste Gabriel war im Prinzip eine von Schiffen eingesetzte Boden-Boden-Rakete. Ausgerüstet war sie mit einem Feststoffraketen-Motor, der ihr eine Reichweite von 20 km und eine Höchstgeschwindigkeit von Mach 0,6 ermöglichte. Das Gesamtgewicht lag bei 430 kg, wobei 100 kg auf den Gefechtskopf entfielen.

Green Pine Radar

Das Green Pine Radar ist ein Frühwarn- und Feuerleitradar entwickelt von der Firma Elta Systems Ltd. (eine Tochtergesellschaft der Israel Aerospace Industries) für die Arrow-Waffensysteme. Das Radargerät trägt die Bezeichnung EL/M-2080 und umfasst das auf einem Anhänger montierte Radargerät mit der Phased-Array-Antenne, ein Elektroaggregat, das Kühlsystem und die Gefechtsstandsausrüstung. Das EL/M-2080 „Green Pine“-Raketenaufklärungsradar wurde speziell für das „Arrow 2“-Raketenabfangsystem als eine Weiterentwicklung des „Phalcon“- Radars gebaut. Das gesamte Waffensystem besteht aus den „Arrow 2“-Raketen, dem „Green Pine“-Raketenleitradar und dem „Citron Tree“-Feuerleitsystem.

Das Green Pine Radar ist ein elektronisch geschwenktes Phased-Array-Radar in Solid-State-Technologie. Es sendet im L-Band im Frequenzbereich 500 MHz bis 1000 MHz und wurde durch die Firma Elta Music phased array radar entwickelt. Das Radar arbeitet simultan in den Betriebsarten Luftraumaufklärung, Zielsuche, Zielverfolgung und Raketenleitung.

Das Radar kann anfliegende Ziele bis zu einer Entfernung von 500 km erfassen und bei Zielgeschwindigkeiten von mehr als 3000 m/s sicher verfolgen. Es arbeitet dann auch als Zielbeleuchtungsradar und führt die „Arrow 2“-Raketen mit einer Abweichung von maximal 4 m an das Ziel.

Guardium

Guardium ist ein ferngesteuertes gepanzertes Fahrzeug der Israelischen Streitkräfte (IDF). Es gehört zu der Gruppe der Unmanned security vehicles (USV). Hersteller ist das israelische Konsortium G-NIUS aus Israel Aerospace Industries und Elbit Systems.Das Fahrzeug wurde bereits seit 2008 durch die israelische Armee erprobt und kann auf Flughäfen, auf Straßen und im Gelände, beispielsweise an der Grenze zum Gazastreifen eingesetzt werden. Guardium hat eine Geschwindigkeit von bis zu 80 km/h und eine Nutzlast von bis zu 300 Kilogramm. Es kann mit Kameras und Audio-Kommunikation, aber auch mit Waffen ausgerüstet werden. Eine Weiterentwicklung stellt Avantguard dar, ein Unmanned Ground Combat Vehicle, also eine Art ferngesteuerter Panzer. Guardium hat inzwischen 60.000 Betriebsstunden.

IAF-Kunstflugteam

Das IAF-Kunstflugteam (englisch IAF Aerobatic Team) ist die Kunstflugstaffel der Israelischen Luftwaffe. Bis zum Sommer 2010 flog das Team die IAI Tzukit, eine Variante der von Israel Aerospace Industries in Lizenz gebauten französischen Fouga Magister. Seitdem betreibt das Team vier Beechcraft T-6 Flugzeuge (Nr. 478, Nr. 484, Nr. 493 und Nr. 494).

Das Team fliegt in der Regel Demonstrationen bei der Abschlussfeier der IAF-Flugakademie und an Israels Unabhängigkeitstag. Beheimatet ist das Team auf dem Militärflugplatz Chazerim. Seine Piloten sind aktive Ausbilder der dortigen Flugschule.

Ido Nehuschtan, ein ehemaliger Kommandeur der israelischen Luftwaffe, war Mitglied des Teams.

IAI 1125

Die IAI 1125 Astra ist ein zweistrahliges Geschäftsreiseflugzeug des israelischen Herstellers Israel Aerospace Industries. Sie ist die Nachfolgerin der Rockwell Jet Commander, die seit 1968 von IAI in Lizenz gebaut wurde, und der IAI 1124 Westwind. Seit 2002 trägt sie die Bezeichnung Gulfstream G100. Die Astra wurde in den 1990er Jahren zur Galaxy (heute Gulfstream G200) weiterentwickelt.

IAI Heron

Die Heron (englisch für Reiher), von den israelischen Luftstreitkräften Machatz-1 (hebräisch für Reiher) genannt, ist eine allwetterfähige Aufklärungsdrohne der MALE-Klasse des israelischen Herstellers Israel Aerospace Industries (IAI). Neben den israelischen Luftstreitkräften und der Bundeswehr, setzen acht weitere Staaten das System ein.

IAI Lavi

Die IAF Lavi (hebräisch לביא = Löwe) war ein modernes Kampfflugzeug der 4. Generation, das im Jahr 1980 von Israel entwickelt wurde. Jedoch wurde das Projekt mangels Finanzierbarkeit und aufgrund der möglichen Export-Konkurrenz zur General Dynamics F-16 und McDonnell Douglas F/A-18 zurückgenommen.

LAHAT

Die LAHAT (Laser Homing Attack oder Laser Homing Anti-Tank) ist eine halb-aktiv lasergesteuerte Panzerabwehrlenkwaffe mit besonders niedrigem Gewicht. „Lahat“ ist außerdem ein hebräisches Wort für die (Weiß-)Glut.

Seit 1992 wird sie von Israel Aerospace Industries entwickelt und hergestellt. Die LAHAT wurde ursprünglich zum Verschuss aus den 105-mm- und 120-mm-Hauptkanonen der israelischen Merkava-Panzer entwickelt, kann aber auch in anderen Geschützen dieser Größe verwendet werden. Ebenfalls ist sie von Schnellbooten oder Drohnen aus einsetzbar. Anders als normale Munition für Panzer muss sie nicht aus einem Geschützrohr verschossen werden, sondern es kann auch eine gesonderte Abschussvorrichtung genutzt werden.

Die Lenkwaffe verfügt über ein halb-aktives Lasersteuerungssystem, das sowohl direktes als auch ein indirektes Abfeuern erlaubt – das Ziel kann also von der Abschussvorrichtung selbst erfasst werden oder durch einen Dritten (UAV, Kampfhubschrauber, Vorgeschobener Beobachter etc.) wobei dessen Zieldaten verwendet werden. Beim indirekten Feuer wird die Feindexposition und Eigengefährdung beim Feuern minimiert. Sie verfügt über eine geringe Startsignatur (Mündungsfeuer und Staub) was ebenfalls der Tarnung dient. Bei der Flugbahn kann zwischen Angriff von oben (Panzer, Kriegsschiff) oder direkter Angriff (Hubschrauber) gewählt werden.

Die Reichweite beträgt 6–8 Kilometer bei Verschuss vom Boden und bis zu 13 km bei Abschuss aus großer Höhe. Die Lenkwaffe trifft ein Ziel mit einer Genauigkeit von 0,7 m-CEP und kann mit ihrem Tandemhohlladungssprengkopf zur Bekämpfung von reaktiver Panzerung bis zu 800 mm Panzerstahl gemäß RHA durchdringen. Die Lenkwaffe kann zusätzlich Gegenmaßnahmen für Abstandsaktive Schutzmaßnahmen mitführen. Im Kampffahrzeug kann die Lenkwaffe wie jede andere Munition gehandhabt und gelagert werden.

Eine vergleichbare Waffe aus sowjetischer Produktion ist die 9K119 Refleks.

Luftwaffenbasis Sdot Micha

Die Luftwaffenbasis Sdot Micha (hebräisch שדות האלה) ist ein Raketenstützpunkt und Depot der Israelischen Luftwaffe (IAF), deren Existenz von Israel weder bestätigt noch dementiert wird. Sie liegt in der Mitte des Landes, etwa auf halbem Weg zwischen Jerusalem und dem Mittelmeer und erstreckt sich über eine Länge von fast 13 km von Südost nach Nordwest. Ihr Zentrum liegt 1,5 km nördlich des Moschaws Sdot Micha.

Nimrod (Lenkwaffe)

Die Nimrod ist eine Rakete, die als Luft-Boden- oder Boden-Boden-Rakete genutzt werden kann. Sie wurde von der Israel Aerospace Industries (IAI) entwickelt und hergestellt.

OPTSAT-3000

OPTSAT-3000 ist ein militärischer Erdbeobachtungssatellit des italienischen Verteidigungsministeriums. Die Mission wird auch SHALOM (Spaceborne Hyperspectral Applicative Land and Ocean Mission) genannt.

Er wurde am 2. August 2017 um 1:58:33 UTC mit einer Vega-Trägerrakete vom Raketenstartplatz in Kourou (zusammen mit Venųs) in eine sonnensynchrone Umlaufbahn gebracht.Der dreiachsenstabilisierte Satellit ist mit einer Jupiter genannten Multispektralkamera mit 70 cm Hauptspiegel ausgerüstet und soll Überwachungsbilder aus dem All liefern, die eine Auflösung von 2 m multispektral und 0,5 m panchromatisch erreichen und eine Schwadbreite von 15 km besitzen. Er wurde auf Basis des gleichnamigen Satellitenbus (einer Weiterentwicklung des IMPS Improved Multi Purpose Satellite und der TecSAR Platform) der Israel Aerospace Industries (IAI) gebaut und besitzt eine geplante Lebensdauer von mindestens sechs Jahren. Der Gesamtauftragswert des Mitte 2012 bei Telespazio bestellten OPTSAT-3000 beträgt 182 Millionen US-Dollar und beinhaltet die Herstellung des Satelliten sowie das Bodensegment für den Betrieb des Raumfahrzeugs sowie den Start. IAI beauftragte Elbit Systems Electro-Optics (Elop) für 40 Millionen US-Dollar mit der optische Nutzlast und die italienischen Firma Compagnia Generale per lo Spazio (CGS) für die Beauftragung des Satellitenstarts.

Ofeq

Ofeq (hebräisch אופק für Horizont) ist die Bezeichnung einer israelischen Serie von Aufklärungssatelliten, die 1988 begonnen wurde.

Alle Satelliten, bis auf Ofeq 9, wurden mit Shavit-Raketen vom Raketenstartplatz Palmachim aus in retrograde Umlaufbahnen gestartet. Diese kosten mehr Treibstoff, bieten allerdings den lokalen Vorteil, dass ausgebrannte Raketenstufen ins Mittelmeer anstatt auf bewohntes feindliches Gebiet fallen.

Sie benötigen als Low Earth Orbit-Satelliten für eine Erdumlaufbahn je nach Höhe ca. 90 Minuten. Der Start von Ofeq 1 machte Israel zur achten Nation, die eigene Satelliten mit einem eigenen Transportsystem in den Orbit bringen können. Die Satelliten werden im Auftrage des israelisches Verteidigungsministerium von Israel Aerospace Industries (IAI), die optischen Bestandteile von Elbit Systems für die Israel Space Agency hergestellt.

Ab Ofeq 3 dienten alle Satelliten der militärischen Aufklärung.

SPYDER

Das SPYDER-System (kurz für Surface-to-air PYthon and DERby) ist ein Kurzstreckenflugabwehr-Raketensystem, welches vom israelischen Rüstungskonzern Rafael Advanced Defense Systems Ltd. (Rafael) mit Beteiligung von Israel Aerospace Industries (IAI) entwickelt wurde. Das System folgt einem allgemeinen Trend, leistungsfähige Luft/Luft-Lenkwaffen auch als Boden/Luft-Lenkwaffen einzusetzen. Das System wurde erstmals bei der Paris Air Show 2005 in Le Bourget vorgestellt.

SkyTran

SkyTran ist ein Personal Rapid Transit-System von der gleichnamigen Firma, früher Unimodal Systems. Die Idee wurde erstmals 1990 von Douglas Malewicki vorgestellt und basiert auf magnetischer Levitation. Haltestellen sollen an Parallelspuren liegen, sodass andere Fahrzeuge nicht heruntergebremst werden müssen. Den Spurwechsel sollen die Fahrzeuge selbst bewerkstelligen, ohne streckenseitige Mechanik.Nach einer Kooperationsvereinbarung mit der NASA im Februar 2009 hätte diese auf einer im NASA Research Park (NRP) in Kalifornien zu errichtenden SkyTran-Teststrecke eine Software zur dynamischen Steuerung testen können. 2017 wurde über eine Teststrecke am Kennedy Space Center in Florida verhandelt. Die Teststrecke im Maßstab 1:2 entstand dann aber doch im NRP.In Israel wurde zusammen mit Israel Aerospace Industries eine Teststrecke auf deren Gelände am Ben-Gurion-Flughafen 2014 geplant und 2018 erstmals in Betrieb genommen; zwei Pilotprojekte sind seit 2018 und 2019 in Netanya (600 m) bzw. Eilat (30 km) in Planung Teststrecken entstehen auch in Mexiko und Texas.

Synergy Group

Die Synergy Group Corp. (SAC) ist ein südamerikanischer Mischkonzern, gegründet im Jahr 2003. Er wird geführt von Germán Efromovich und seinem Bruder José Efromovich, zwei in La Paz geborene Geschäftsleute und Investoren polnisch-jüdischer Herkunft. Die Gruppe hat ihren Sitz in Panama Stadt. Synergy Group Corp. hielt 78,1 Prozent des Aktienpaketes der Avianca Holdings, bis sie im Jahr 2016 als Sicherheit für ein Darlehen an Synergy in die BRW Aviation im US-Bundesstaat Delaware platziert wurde.Synergy Group betreibt mit seiner Subdivision Synergy Aerospace Corp. mehrere Fluggesellschaften in Südamerika, unter anderem ist sie an der Avianca Holdings beteiligt. Außerdem ist die Gruppe in der Exploration von Erdöl und Erdgas in der gesamten Region Südamerika aktiv. Auch Wasserkraftwerke betreibt sie, beteiligt sich am Bau der Telekommunikationsinfrastruktur und baut Werften und Hafenanlagen in Brasiliens Nordosten. In Coruripe (Alagoas) sollte 2011 der Bau der größten Werft Estaleiro Eisa in Lateinamerika beginnen, wurde aber von der Justiz des Bundesstaates Alagoas verboten. Das Industrieprojekt sollte ursprünglich 4.500 direkte und 18.000 indirekte Arbeitsplätze schaffen.Synergy Aerospace Corp., eine Tochter der Synergy Group, hat ihren Sitz in Bogotá. Es ist der größte Aktionär von Avianca Holdings, mit 58,6 %. Das Unternehmen rückt immer mehr in das Blickfeld, weil es unter anderem Beteiligungen bei mehr als acht Fluggesellschaften in fünf Ländern hat. Dabei handelt es sich zum Beispiel um Avianca und Avianca Cargo in Kolumbien, Avianca Brasil, Varig Log und Synerjet in Brasilien, VIP- und AeroGal in Ecuador und seit 2017 Avianca Argentina. Dazu sollte ursprünglich noch die portugiesische TAP Portugal kommen, was aber nicht zustande kam. 2011 etablierte Synergy Aerospace ein Joint Venture mit Israel Aerospace Industries unter dem Namen EAE Aerospace Solutions, unter dessen Dach die verschiedenen brasilianischen Aktivitäten im Militär- und Sicherheitsbusiness sowie in der Luft- und Raumfahrttechnik untergebracht sind.

Liste der Flugzeugtypen und Raketen des Herstellers Israel Aerospace Industries
Businessjets:

WestwindAstraGalaxy

Transportflugzeuge:

Arava

Kampfflugzeuge:

NesherKfir • Nammer • Lavi

Drohnen (UAVs):

Mastiff • Scout • PioneerHunterRanger • Searcher • Bird-Eye • I-View • Harpy • HaropHeronEitan • Panther

Raketen:

ShavitJerichoArrow

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