Isabella I. (Kastilien)

Isabella I. von Kastilien (spanisch Isabel I de Castilla; * 22. April 1451 in Madrigal de las Altas Torres; † 26. November 1504 in Medina del Campo; genannt auch Isabella die Katholische, span. Isabel la Católica) war Königin von Kastilien und León von 1474 bis 1504 und von 1479 bis 1504 als Gattin Ferdinands II. auch Königin von Aragón.

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Juan de Flandes: Königin Isabella I. von Kastilien
Isabella I of Castile Signature
Unterschrift von Isabella I. von Kastilien

Leben

Isabella war die Tochter (Infantin) des Königs Johann II. von Kastilien und León und dessen zweiter Gemahlin Isabella von Portugal.

Jugend, Charakter und Ausbildung

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Ausschnitt aus dem Altarretabel der Kirche Colegiata de Santa María in Toro (Spanien). Abgebildet ist vielleicht Isabella von Kastilien, vielleicht aber auch die heilige Katharina von Alexandrien

Isabella war von stämmiger Statur, mit rotblonden Haaren und schräg geschnittenen grünen Augen. Sie genoss eine ausgezeichnete Ausbildung im Kloster Santa Ana in Ávila, wobei auch auf körperliche Schulung Wert gelegt wurde, sodass die Prinzessin eine ausgezeichnete Reiterin war. Sie war im Kloster zu einer selbstsicheren jungen Frau erzogen worden.

Gleich nach dem Tode des Vaters 1454 war sie samt ihrem jüngeren Bruder Alfonso und ihrer Mutter vom Hof vertrieben worden, was die übersensible Mutter in tiefe Melancholie gestürzt hatte. Sie vergrub sich in ihr eigenes Unglück, statt sich um ihre Kinder zu kümmern. Da das Volk mit König Heinrich IV., ihrem Halbbruder aus der ersten Ehe Johanns II. mit Marie von Aragón, unzufrieden war, kam es zu Unruhen und der erst dreizehnjährige Alfonso griff zu den Waffen, wobei ihm ein Überraschungssieg gegen den Halbbruder gelang. Jedoch starb er schon kurze Zeit darauf nach dem Verzehr einer Forelle. Die genaue Ursache wurde nie geklärt.[1]

Schon als junge Frau wollte ihr Halbbruder Heinrich IV. sie verehelichen – zuerst wurde sie dem gut dreißig Jahre älteren Karl von Viana, dem Prinzen von Navarra, versprochen, welcher jedoch plötzlich verstarb. Gegen den nächsten Ehekandidaten Alfonso von Portugal konnte sie sich erfolgreich wehren, nicht jedoch gegen den darauf folgenden Heiratskandidaten, Pedro Girón, den Bruder des Großmeisters von Calatrava; jedoch starb auch dieser Verlobte noch vor der Hochzeit an Diphtherie. Nun wollte Heinrich IV. seine Schwester mit Charles de Valois, dem Herzog von Berry und Bruder von König Ludwig XI., verheiraten. Die inzwischen Erwachsene wollte sich jedoch ihren zukünftigen Ehemann selber aussuchen und wählte sich dazu Ferdinand, den zukünftigen König von Aragón, der ihren Vorstellungen eines zielstrebigen, tapferen und klugen Ehemannes entsprach. Sie war so emanzipiert, dass sie über ihren Berater, den jüdischen Finanzier Abraham Senior, in Kontakt zu Ferdinand trat und ihm, der mit seinen siebzehn Jahren bereits mit einer Mätresse zwei Kinder hatte, einen Antrag machte. Dieser nahm an. Da eine offizielle Werbung wegen des Halbbruders nicht möglich war, verkleidete sich Ferdinand als Eseltreiber und reiste so mit nur einigen wenigen Begleitern zu ihr nach Valladolid, wohin sie vor ihrem Halbbruder geflohen war.[1] Isabella vermählte sich am 19. Oktober 1469 mit Ferdinand.

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Hochzeitsbild von Ferdinand und Isabella, 1469

Königin von Kastilien

Nach dem Tod ihres Bruders Heinrich IV. bestieg Isabella 1474 mit ihrem Gatten den kastilischen Thron. Zwar erhob Johanna La Beltraneja, die für illegitim erklärte Tochter Heinrichs, Anspruch auf die kastilische Krone und wurde von einem Teil des Adels und von Portugal unterstützt; aber Isabella besiegte diese Gegner, und die Schlacht von Toro am 17. März 1476 sicherte ihre Krone.

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Denkmal in Granada: Kolumbus erläutert der Königin Isabella I. seine Reisepläne

Isabella und Ferdinand regierten ihre Reiche Aragón und Kastilien ab 1479 gemeinsam, obwohl Isabella die alleinige „Besitzerin“ der Krone von Kastilien blieb; so entstand die Grundlage für ein gesamtspanisches Königreich. Ihrer Verwendung verdankte Christoph Kolumbus 1486 die Unterstützung zu seinem Unternehmen, das die Entdeckung Amerikas 1492 unter spanisch-kastilischer Flagge zur Folge hatte. Dies schuf die Grundlage für das spätere spanische Kolonialreich.

Auf Basis der 1478 von Papst Sixtus IV. erlassenen päpstlichen Bulle Exigit sincerae devotionis führten Isabella und Ferdinand die Inquisition in ihrem Reich ein. 1488 schufen sie den Consejo de la Suprema y General Inquisición. Überwiegend richtete sich die Inquisition gegen zum Christentum konvertierte Juden, die sogenannten Marranen, die verdächtigt wurden, insgeheim noch ihrem früheren Glauben anzuhängen. Mehr als die Hälfte, in Guadalupe etwa mehr als drei Viertel, aller so Angeklagten wurden zum Tode verurteilt und hingerichtet. Die Eroberung des Emirats von Granada im Januar 1492 bildete den Endpunkt der „Reconquista“ und damit der rund 700 Jahre dauernden Präsenz der Mauren in weiten Teilen der iberischen Halbinsel. In der Folge gingen Ferdinand und Isabella mit großer Brutalität gegen Juden und Muslime vor. Mit dem Alhambra-Edikt vom 31. März 1492 wurden alle Juden im Herrschaftsgebiet von Isabella und Ferdinand (Sephardim) gezwungen, entweder zum Christentum überzutreten oder das Land zu verlassen. Papst Alexander VI. verlieh dem Ehepaar 1494 den Titel der reyes católicos (Katholische Könige). 1502 folgte die Ausweisung der noch verbliebenen Muslime, was einen weiteren wirtschaftlichen und künstlerischen Aderlass bedeutete.

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Isabella I. (spanischer Königspalast, Madrid)

Isabella und Ferdinand führten die Santa Hermandad (Heilige Bruderschaft) ein, ein landesweites Polizei- und Justizsystem, das die bisher üblichen lokalen hermandades ablöste und die Rechte der lokalen Aristokratie einschränkte.

Isabella starb am 26. November 1504 in Medina del Campo. Ihre sterblichen Überreste befinden sich in der Krypta der Capilla Real (Königliche Kapelle) in Granada, Andalusien. Die Grabinschrift lautet:

Ihre Tochter Johanna übernahm dann gemeinsam mit ihrem Gatten Philipp dem Schönen von Habsburg die Herrschaft in Kastilien.

Wappen

Ornamented Coat of Arms of Queen Isabella of Castile (1474-1492)

königliches Wappen von Isabella I. (1474–1492)

Ornamented Coat of Arms of Queen Isabella of Castile (1492-1504)

königliches Wappen von Isabella I. (1492–1504)

Nachkommen

Mit Ferdinand II. hatte sie zehn Kinder, von denen fünf tot geboren wurden oder kurz nach der Geburt starben. Die überlebenden Kinder sind:

  • Isabella (* 2. Oktober 1470; † 23. August 1498)
  1. Alfons von Portugal (* 18. Mai 1475; † 13. Juli 1491)
  2. ⚭ König Manuel I. von Portugal (1469–1521), der nach ihrem Tod ihre Schwester Maria heiratete.
  • Johann (* 28. Juni 1478; † 4. Oktober 1497) ⚭ Margarete von Österreich (10. Januar 1480; † Dezember 1530), jüngere Schwester von Philipp dem Schönen, Sohn des späteren Kaisers Maximilian I.
  • Johanna, genannt die Wahnsinnige, (* 6. November 1479; † 13. April 1555) ⚭ Philipp I., genannt der Schöne, Sohn des späteren Kaisers Maximilian I.
  • Maria (* 29. Juni 1482; † 7. März 1517) ⚭ Manuel I. von Portugal (1469–1521)
  • Katharina (* 15. Dezember 1485; † 7. Januar 1536)
  1. Arthur Tudor, Prinz von Wales,
  2. ⚭ König Heinrich VIII. von England nach dem Tode des Bruders Arthur Tudor

Ahnentafel

Ahnentafel Isabella I. von Kastilien

Ururgroßeltern

Herzog
Heinrich II. (Kastilien) (1334–1379)

Juana von Villena

König
Peter IV. (Aragón) (1319–1387)
⚭ 1349
Eleonore von Sizilien (1325–1375)

König
Eduard III. (England) (1312–1377)
⚭ 1328
Philippa von Hennegau (1311–1369)

König
Peter I. (Kastilien) (1334–1369)
⚭ 1353
María de Padilla (1334–1361)

König
Peter I. (Portugal) (1320–1367)

Teresa Lourenço (1330–??)

John of Gaunt, 1. Duke of Lancaster (1340–1399)
⚭ 1359
Blanche of Lancaster (1341/45–1368)

König
Johann I. (Portugal) (1357–1433)

Inês Pires

Nuno Álvares Pereira (1360–1431)

Leonor de Alvim

Urgroßeltern

König
Johann I. (Kastilien) (1358–1390)
⚭ 1375
Eleonore von Aragón (1358–1382)

John of Gaunt, 1. Duke of Lancaster (1340–1399)
⚭ 1371
Konstanze von Kastilien (1354–1394)

König
Johann I. (Portugal) (1357–1433)
⚭ 1387
Philippa of Lancaster (1360–1415)

Herzog
Alfons von Braganza (1377–1461)
⚭ 1401
Beatriz Pereira de Alvim

Großeltern

König Heinrich III. (Kastilien) (1379–1406)
⚭ 1388
Katharina von Lancaster (1373–1418)

Herzog Johann von Portugal (1400–1442)
⚭ 1424
Isabella von Braganza (1402–1465)

Eltern

König Johann II. (Kastilien) (1405–1454)
⚭ 1447
Isabella von Portugal (1428–1496)

Isabella I. von Kastilien (1451–1504)

Seligsprechungsprozess

1974 eröffnete Papst Paul VI. den Seligsprechungsprozess. Dadurch wurde der Titel "Dienerin Gottes" zuerkannt.

Siehe auch

Literatur

  • Juan Eslava Galán, Juan: Los reyes católicos. Editorial Planeta, Barcelona 2004, ISBN 978-84-08-05121-3.
  • Hans Leicht: Isabella von Kastilien. Königin am Vorabend der spanischen Weltmacht. Friedrich Pustest, Regensburg 1994, ISBN 3-7917-1436-8
  • Jean B. de Nervo: Isabelle la Catholique, reine d'Espagne. Sa vie, son temps, son règne. Lévy, Paris 1874
  • Joseph Pérez: Ferdinand und Isabella. Spanien zur Zeit der katholischen Könige („Isabelle et Ferdinand, rois catholiques d'Espagne“). Diederichs, München 1996, ISBN 3-424-01238-6
  • Horst Pietschmann: Isabella die ‘Katholische’. In: Lexikon des Mittelalters (LexMA). Band 5, Artemis & Winkler, München/Zürich 1991, ISBN 3-7608-8905-0, Sp. 669–671.
  • William Hickling Prescott: Geschichte der Regierung Ferdinands und Isabellas der Katholischen von Spanien („History of the reign of Ferdinand and Isabelle the Catholic of Spain“). Brockhaus, Leipzig 1843 (2 Bde.)

Weblinks

Einzelnachweise

  1. a b Sigrid-Maria Größing: Um Krone und Liebe. Almathea, Wien 2008, ISBN 978-3-85002-649-9.
VorgängerAmtNachfolger
Alfons von Trastámara und Avis
(Alfons von Kastilien)
Fürstin von Asturien
1468–1474
Isabella von Trastámara und Trastámara
(Elisabeth von Spanien)
Heinrich IV.Königin von Kastilien und León
1474–1504
Johanna und Philipp I.
Alhambra-Edikt

Das Alhambra-Edikt, auch als Decreto de la Alhambra oder Edicto de Granada bekannt (hebräisch גירוש ספרד Gerush Sfarad) wurde am 31. März 1492 mit zwei nicht identischen Texten jeweils für die Herrschaftsgebiete der Krone von Kastilien und die Herrschaftsgebiete der Krone von Aragón erlassen. Die kastilische Version wurde von den katholischen Königen Isabella von Kastilien und Ferdinand II. von Aragón in seiner Funktion als Ferdinand V. von Kastilien unterschrieben. Die aragonesische Version wurde nur von Ferdinand II. von Aragón unterschrieben. Das Edikt ordnete die Vertreibung der Juden aus allen Territorien der Krone von Kastilien und der Krone von Aragón zum 31. Juli des Jahres an, sofern sie bis dahin nicht zum Christentum übergetreten waren.

In Asturien nahm die erste organisierte christliche Rebellion gegen die muslimische Herrschaft im Jahre 718 ihren Ausgangspunkt, die zur Reconquista führte. Die Reconquista endete im Jahr 1492 mit der vollständigen Eroberung des letzten muslimischen Herrschaftsbereichs auf der iberischen Halbinsel (Belagerung von Granada) und dem Alhambra-Edikt.Mit dem Edikt begann die Vertreibung einer Bevölkerungsgruppe, die seit Jahrhunderten auf der iberischen Halbinsel ansässig war. Die große Anzahl der meist unter massivem Druck zum Christentum bekehrten Conversos – im Volk auch verächtlich Marranen genannt – stand unter dem Generalverdacht der Spanischen Inquisition, weiterhin im Geheimen dem Judentum anzuhängen. Unermüdlich wurde die christliche Gesinnung der Zwangsgetauften überprüft. Die durch Inquisitionsverfahren der Häresie überführten Conversos wurden häufig zum Feuertod verurteilt und nach sogenannten Autodafés öffentlich auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Die Inquisition urteilte nur über getaufte Christen und nicht über Juden (Limpieza de sangre).

Am 16. Dezember 1968 wurde – zur Einweihung der Madrider Synagoge – das Alhambra-Edikt der katholischen Könige von der spanischen Regierung für unwirksam erklärt und erst am 1. April 1992 durch den spanischen König Juan Carlos I. unwiderruflich außer Kraft gesetzt.Anlässlich des 500. Jahrestags des Alhambra-Edikts verabschiedete das spanische Parlament 1992 ein Kooperationsabkommen mit dem Verband der jüdischen Gemeinden in Spanien, das die Beziehungen zwischen dem spanischen Staat und den Bürgern jüdischer Konfession regelt.

Azofra

Azofra ist ein kleiner Ort am Jakobsweg Camino Francés in der Autonomen Gemeinschaft La Rioja.

Azofra wurde erstmals 989 aufgrund einer Schenkung des navarrischen Königs García Sanchez II. an das Kloster San Juan de la Peña erwähnt. Der Ort liegt auf einem Hügel inmitten von Weinfeldern im Cañas-Tal und zeigt heute noch die für Orte an Pilgerwegen typische Struktur des Straßendorfs. Außer der Pfarrkirche Nuestra Señora de los Ángeles gab es früher die zu einem Pilgerfriedhof gehörende Kirche San Pedro, die samt Friedhof und Pilgerhospiz von Isabella I. (Kastilien) gestiftet wurde. Vorläufer dieses Komplexes war ein 1168 gegründetes Pilgerhospiz.

Neben der Kirche gibt es eine Pilgerherberge, die von Mitgliedern der Santiago-Freunde Köln eingerichtet wurde. Weitere Pilgerherbergen werden vom Dorf bzw. privat betrieben.

Am Dorfausgang Richtung Cirueña befindet sich die Pilgerquelle Fuente de Romeros.

Elisabeth von Spanien

Elisabeth von Spanien, in der Geschichtsschreibung auch Isabella genannt, im Spanischen und Portugiesischen Isabel de Aragón y Castilla oder Isabel de Trastámara y Trastámara (* 2. Oktober 1470 in Dueñas; † 23. August 1498 in Saragossa) war eine Prinzessin von Spanien und von 1495 bis zu ihrem Tod Titularkönigin von Portugal.

Ferdinand II. (Aragón)

Ferdinand, bekannt als Ferdinand der Katholische (aragonesisch Ferrando II o Catolico, * 10. März 1452 in Sos; † 23. Januar 1516 in Madrigalejo), war ab 1468 König von Sizilien. Von 1474 bis 1504 war er, zusammen mit seiner Frau Isabella, als Ferdinand V. König von Kastilien und León. Ab 1479 regierte er als Ferdinand II. die Reiche der Krone von Aragón. Ab 1505 war er als Ferdinand III. König von Neapel. Nach dem Tod seines Schwiegersohns Philipp übernahm er 1506 in Kastilien die Regentschaft für seine Tochter Johanna.

Isabela (Galápagos)

Mit einer Größe von 4588 km² und einer Länge von 120 Kilometern ist Isabela (englisch auch Albemarle, spanisch Isla Isabela) die weitaus größte der Galápagos-Inseln, und fast fünfmal so groß wie die zweitgrößte Insel, Santa Cruz. Die Insel nimmt weit mehr als die Hälfte (58 Prozent) der Landfläche des gesamten Archipels ein. Sie wuchs aus bis zu sechs ursprünglich separaten Schildvulkaninseln durch ausströmende Lava zu einer Insel zusammen, ein weiteres Zusammenwachsen mit der westlich benachbarten und durch den 4,4 km breiten Canal Bolívar getrennten Insel Fernandina durch vulkanische Aktivität ist möglich.

Die Bezeichnung Isabela leitet sich vom Namen der spanischen Königin Isabella I. (1451–1504) ab, welche die Entdeckungsfahrten von Christopher Kolumbus finanziell unterstützte. Auf Isabela leben heute rund 2200 Menschen, die meisten in und um den Hauptort Puerto Villamil an der Südostküste. Puerto Villamil wurde 1897 gegründet. Westlich der Stadt sind die Ruinen einer 1959 geschlossenen Sträflingskolonie erhalten mit einer hohen, von Sträflingen aus schwarzem Lavagestein erbauten Mauer, die unter dem Namen "Tränenmauer (Muro de las Lágrimas)" bekannt ist.Den höchsten Punkt der Insel bildet mit 1707 m der Vulkan Wolf. Insgesamt gibt es neben Wolf mit Alcedo, Cerro Azul, Darwin, Ecuador und Sierra Negra noch fünf weitere Vulkane. Eine unüberwindliche Barriere für die meisten Lebewesen bilden die kahlen Lavafelder und so hat die Evolution allein auf dieser Insel mehrere Unterarten der Galápagos-Schildkröte hervorgebracht.

Der Mangrove-Darwinfink ist nur auf dieser Insel beheimatet.

f1 Karte mit allen Koordinaten: OSM | WikiMap

Auf Isabela befindet sich mit den Galápagos-Pinguinen außerdem das nördlichste natürliche Vorkommen von Pinguinen und das einzige auf der Nordhalbkugel.

Isabella, drei Karavellen und ein Scharlatan

Die Satire Isabella, drei Karavellen und ein Scharlatan (Isabella, tre caravelle e un cacciaballe) von Dario Fo, die zu der literarischen Gattung der Tragikomödie gehört, spielt in Spanien und wurde 1963 geschrieben.

Die Komödie erzählt die Geschichte von einem Schauspieler, der vor einem Galgen auf seine Begnadigung wartet. Bedingung für die Begnadigung ist, dass er das Stück, wegen dessen er verurteilt wurde, erneut aufführt. So wird dann der Galgen zur Spielfläche.

Das Schauspiel, welches er aufführt, erzählt die Geschichte des Christoph Kolumbus, der am Hofe von Königin Isabella von Kastilien und König Ferdinand Geld für seine Erforschung Indiens erringen möchte. Weiterhin erzählt das Stück die Schiffsreisen Kolumbus und die vermeintliche Entdeckung Amerikas (welches laut dem Stück in Wirklichkeit durch einen der Seeleute Kolumbus' erfolgte). Kolumbus wird in diesem Stück als ein schlitzohriger Egoist dargestellt, der einzig auf seinen eigenen Vorteil bedacht ist.

Viele Details der tatsächlich überlieferten Geschichte wurden in dieses Stück übernommen. So wird auch auf den Sieg Ferdinands über Granada eingegangen und es existierten viele dieser Personen auch in der uns bekannten Geschichte der Entdeckung Amerikas.

Isabella County

Isabella County ist ein County im Bundesstaat Michigan der Vereinigten Staaten. Der Verwaltungssitz (County Seat) ist Mount Pleasant.

Isabella I.

Isabella I. ist der Name folgender Personen:

Isabella I. (Jerusalem) (1170–1205), Königin von Jerusalem

Isabella I. (Kastilien) (1451–1504), Königin von Kastilien und Königin von Aragón

Isabellinischer Stil

Unter dem Begriff Isabellinischer Stil (auch Isabellinische Gotik) werden in der Architektur Spaniens Gebäude oder Gebäudeteile aus der Regierungszeit der Katholischen Könige (Isabella von Kastilien (reg. 1474–1504) und Ferdinand von Aragón (reg. 1479–1516)) zusammengefasst. Er entwickelte sich aus der spanischen Form des Flamboyant-Stils, der manchmal als Florido-Stil bezeichnet wird. Der Isabellinische Stil gilt als eklektizistischer Mischstil und als Übergangsstil zwischen der Spätgotik und der Renaissance; manche sehen in ihm auch eine Frühphase des plateresken Stils.

Johann von Aragón und Kastilien

Johann von Aragón und Kastilien (* 28. Juni 1478 in Sevilla; † 4. Oktober 1497 in Salamanca), Fürst von Asturien aus dem Haus Trastámara, war der einzige Sohn der Katholischen Könige Isabella von Kastilien und Ferdinand von Aragón. Er war mit Margarete von Österreich, der Tochter des römisch-deutschen Königs Maximilian I. verheiratet, starb aber ein halbes Jahr nach der Eheschließung.

Johanna (Kastilien)

Johanna I. von Kastilien, genannt Johanna die Wahnsinnige (span. Juana I de Castilla bzw. Juana la Loca; * 6. November 1479 in Toledo; † 12. April 1555 in Tordesillas), aus dem Haus Trastámara war Infantin von Aragón und Kastilien und León, von 1504 bis 1506 Königin, von 1506 bis 1555 Titularkönigin von Kastilien und León, von 1516 bis 1555 Titularkönigin von Aragón, womit sich die spanischen Königreiche in ihrem Erbe als Personalunion vereinigten.

Nachdem 1506 ihr Gemahl Philipp I. nur Monate nach seiner gleichberechtigten Übernahme des kastilischen Throns an ihrer Seite und 1516 ihr als Regent Kastiliens eingesetzter Vater Ferdinand II. von Aragón verstorben waren, wurde ihr Sohn Carlos I. aus dem Haus Habsburg mit ihrer Zustimmung bereits 1516 in Kastilien, León und Aragón König und gilt als der erste König von Spanien.

Johanna von Spanien

Johanna von Spanien (spanisch Juana de Austria; * 24. Juni 1535 in Madrid; † 7. September 1573 in San Lorenzo de El Escorial) war eine Infantin von Spanien und durch Heirat Kronprinzessin von Portugal. Sie war die Enkelin und die Mutter eines portugiesischen sowie die Tochter und Schwester eines spanischen Königs und verband damit die herrschenden Häuser in beiden Staaten: Habsburg und Avis. Von 1554 bis 1559 war Johanna Statthalterin von Spanien.

Katharina von Aragon

Katharina von Aragon (auch Katharina von Aragonien, spanisch Catalina de Aragón y Castilla oder Catalina de Trastámara y Trastámara, englisch Catherine of Aragon; * 15. oder 16. Dezember 1485 in Alcalá de Henares; † 7. Januar 1536 auf Schloss Kimbolton (Huntingdonshire)), war als erste Frau Heinrichs VIII. Königin von England und Mutter der späteren Königin Maria I. Tudor. Sie war das jüngste Kind Ferdinands II. von Aragón und Isabellas I. von Kastilien und somit Urururenkelin Eduards III. von England. Ihr Lebensmotto war “humble and loyal” (deutsch: „bescheiden und loyal“). Über ihre Schwester Johanna („Johanna die Wahnsinnige“) war sie die Tante der deutschen Kaiser Karl V. und Ferdinand I.

Katholische Reform

Der Begriff Katholische Reform bezeichnet im Unterschied zur Reformation eine unabhängig und davor einsetzende kirchliche Reform des römischen Katholizismus, besonders des spanischen Staats- und Ordenskatholizismus (ab 1478: Nationalkonzil von Sevilla), die nicht zuletzt dadurch an gesamteuropäischer Bedeutung gewann, dass ein „spanischer“ Kaiser (ab 1519: Karl V.) der höchste weltliche Beschützer der sog. „alten Kirche“ wurde. Er war Förderer und Fortsetzer der katholischen Reform zu Hause und in Übersee, und – auf gesamteuropäischer Ebene – führender Bekämpfer der Reformation und Hauptinitiator des Trienter Reformkonzils (Gegenreformation).

Lange vor der Reformation wurden in Spanien unter den sog. „Katholischen Königen“ (Isabella I. (Kastilien); Ferdinand II. (Aragón)) und Regent-Kardinal Francisco Jiménez de Cisneros (1439–1517) viele von jenen kirchlichen Missständen behoben oder zurückgedrängt, die zur Reformation führten (Ablasshandel, Residenzpflicht der Pfarrer, Einfluss des Papstes) und im Konzil von Trient (1545–63) angegangen wurden (spanische Inquisition ab 1478, später auch in Süditalien; römische ab 1532). Diesem Bestreben nach Abschaffung der innerkirchlichen Gravamina kam auch das Reformpapsttum entgegen. Es ging schließlich auch um eine Standpunktbestimmung des Papsttums gegenüber der eigenen Zukunft, dem mächtigen spanischen Katholizismus (unter Karl V. und Philipp II.) und der Reformation.

Ein Hauptgegenstand der katholischen Reform war die Verbesserung der Priesterausbildung durch die Gründung von Priesterseminaren und die Bekämpfung von Simonie und Ämterhäufung. Für weitere Inhalte sei auf die Beschlüsse des Konzils von Trient verwiesen. Auch der Handel mit dem Ablass wurde streng reformiert, der ja ein wesentlicher Reibungspunkt bei Luther und für die Auslösung der Reformation mit verantwortlich war.

La Isabela

La Isabela war die erste von Europäern planmäßig angelegte Siedlung auf amerikanischem Boden. Sie wurde von Christoph Kolumbus an der Nordküste der Insel Hispaniola gegründet.

Maria von Spanien (1482–1517)

Maria von Spanien (* 29. Juni 1482 in Córdoba; † 7. März 1517 in Lissabon) war eine Infantin von Kastilien und als zweite Ehefrau Emanuel des Glücklichen von 1500 bis zu ihrem Tode Titularkönigin von Portugal.

Maria von Spanien (1528–1603)

Maria von Spanien (spanisch: María de Austria) (* 21. Juni 1528 im Alcazar in Madrid; † 26. Februar 1603 in Villamante) war Infantin von Spanien und durch Heirat Kaiserin des Heiligen Römischen Reiches.

Orden de Isabel la Católica

Der Orden de Isabel la Católica (dt. Orden Isabellas der Katholischen) wird für Verdienste um Kunst und Wissenschaft in Spanien verliehen.

Er wurde am 24. März 1815 unter dem Namen Königlicher und Amerikanischer Orden Isabellas der Katholischen von König Ferdinand VII. gestiftet. Dass dieser Orden der Königin gewidmet wurde, unter deren Regierung 1492 die Entdeckung Amerikas erfolgte, ist nicht verwunderlich, weil er zunächst denjenigen als Ansporn in Aussicht gestellt wurde, die zur Unterdrückung der Rebellion in Amerika – sei es als Zivilist oder als Soldat – beitragen würden. Sein offiziell konstituiertes Ziel war die „Auszeichnung der makellosen Treue zu Spanien und der Verdienste jener spanischen Bürger und Ausländer zum Wohle der Nation und sehr besonders jener zu Gunsten des Wohlstandes der amerikanischen und überseeischen Territorien geleisteten außerordentlichen Dienste“.

Der Orden wurde 1847 reformiert und in Real Orden Isabel la Católica umbenannt, war nach Verlust des Großteils des Kolonialreiches also nur noch königlich, nicht mehr amerikanisch.

Vertrag von Segovia

Der Vertrag von Segovia war ein Dokument in dem das Königspaar Isabella I. von Kastilien und Ferdinand V. von Kastilien am 15. Januar 1475 die Grundlagen für ihre zukünftige gemeinsame Regierung festlegten. Die Vereinbarung kam durch eine Entscheidung zustande, die der Erzbischof von Toledo Alfonso Carrillo und der Kardinal Pedro González de Mendoza getroffen hatten. Dieses Abkommen war nicht nur eine private Absprache, es bekam durch die Unterschrift einer großen Anzahl von Granden der Reiche der Krone von Kastilien und die Bestätigung durch die Cortes von Kastilien eine öffentliche Bedeutung.

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