Geographische Koordinaten

Die geographischen Koordinaten sind Kugelkoordinaten, mit denen sich die Lage eines Punktes auf der Erdoberfläche beschreiben lässt. Die geographische Breite wird vom Äquator aus nach Norden (0° bis 90° Nord am Nordpol) und Süden (0° bis 90° Süd am Südpol) gemessen, die geographische Länge vom Nullmeridian aus von 0° bis 180° gegen Osten und von 0° bis 180° gegen Westen. Breitenkreise (Linien konstanter Breite) verlaufen parallel zum Äquator, Längenkreise (Linien konstanter Länge) durch Nord- und Südpol.

WorldMapLongLat-eq-circles-tropics-non
Weltkarte mit Linien für geographische Breiten und Längen in Robinson-Projektion

Koordinatensystem

FedStats Lat long
Links: Breitengrade (Latitude), rechts: die Längengrade (Longitude).
Geographic coordinates sphere
Geographische Koordinaten auf der Kugel

Das Gradnetz der Erde ist ein gedachtes Koordinatensystem auf der Erdoberfläche mit sich rechtwinklig schneidenden Längen- und Breitenkreisen. Es dient zur geographischen Ortsbestimmung, das heißt zur Festlegung eines Standorts. Die Breitengrade werden dabei vom Äquator aus gezählt, die Pole liegen bei 90° Nord und Süd, die Längengrade werden von einem willkürlich festgelegten Nullmeridian nach Osten und Westen bis jeweils 180° gezählt. Die Festlegung der Winkel ist dem in der Mathematik üblichen Kugelkoordinatensystem entgegengesetzt.

Bis zum 20. Jahrhundert waren neben dem heute verwendeten Meridian von Greenwich unterschiedliche Nullmeridiane in verschiedenen Ländern gebräuchlich, z. B. der Ferro-Meridian und der Meridian von Paris.

Bei Koordinatenangaben ist zu beachten, dass die Erde keine Kugel ist, sondern einem Ellipsoid ähnelt. Dies bewirkt eine Verschiebung bis zu 20 km. Aufgrund fortschreitender Erkenntnis zur Erdform und zum Schwerefeld (Geoid) wurden national unterschiedliche Referenzen angewendet. Koordinaten haben daher immer ein bestimmtes Bezugssystem. International wird heute meist das World Geodetic System 1984 (WGS84) benutzt.

Darstellung von geographischen Koordinaten

STAR LSZH NORTH
Koordinaten auf einer Flugkarte (Standard Terminal Arrival Route)
GPS, Einstellung des Formates der Koordinaten auf hddd mm ss
GPS: Einstellung des Formates der geographischen Koordinaten auf
hddd° mm’ ss.s”

Geografische Koordinaten können in drei Zahlenformaten dargestellt werden:

  • Traditionell werden sie im Sexagesimalformat angegeben, d. h. 1 Grad ist unterteilt in 60 Minuten, 1 Minute wiederum in 60 Sekunden (Beispiel: 46°14′06.70″N 8°0′55.60″O). Typographisch werden dabei die Minuten und Sekunden durch eine Prime bzw. Doppelprime bezeichnet.
  • In der zweiten Darstellung werden die Minuten in dezimaler Form geschrieben, die Angabe von Sekunden erübrigt sich. 0,1′ entsprechen hier 6,0″.
  • In der dritten Darstellung werden die Grade in dezimaler Form dargestellt. 0,1° entsprechen hier 6,0′. Über beliebig viele Nachkommastellen kann die gewünschte Genauigkeit erreicht werden.

Der Wertebereich der Breitengrade geht von 90°S bis 90°N und die Werte der Längengrade liegen zwischen 180°W und 180°O. Um Missverständnissen vorzubeugen, werden in der Luftfahrt die Breitengrade immer zweistellig und die Längengrade immer dreistellig angegeben. Die Landeanflug-Karte rechts zeigt einen Anflug nach Zürich. Der Wegpunkt AMIKI ist dort mit 47°34.4′N 009°02.3′O angegeben. Auch die Angabe der Winkelminuten und ggf. der Winkelsekunden erfolgt zweistellig.

In der Tabelle sind als Beispiel die Koordinaten eines historischen Gebäudes im WGS84-Bezug aufgeführt. Die vier Beispiele beschreiben in den unterschiedlichen Schreibweisen den gleichen Punkt. In der Darstellung ist der Buchstabe h ein Platzhalter für die Angaben der Himmelsrichtung N-S, W-O. Oft wird auch in deutschen Texten anstelle des O für Osten ein E für “East” geschrieben. Die Angabe der Himmelsrichtung kann vor oder nach den Ziffern stehen. Die Buchstaben d, m und s stehen für Grad (Degrees), Minuten und Sekunden.

In der vierten (dezimalen) Schreibweise liegt der Wertebereich der Breitengrade zwischen −90° und +90°, der Wertebereich der Längengrade zwischen −180° und +180°. Die Himmelsrichtungen N-S und E-W werden hier weggelassen. Nördliche Breiten werden positiv und südliche Breiten negativ angegeben. Östliche Längen sind positiv und westliche Längen sind negativ. Um die Breiten und Längen nicht zu verwechseln, müssen sie mit „Breite (Latitude, Lat)“ und „Länge (Longitude, Long)“ bezeichnet werden. Diese Schreibweise ist in der aufgeführten Tabelle in der vierten Zeile dargestellt.

Darstellung Beispiel Beschreibung
hddd° mm′ ss.ss″ N46°14′06.70″ E008°00′55.60″ Angabe in Graden(°), Minuten(′), Sekunden(″) und Dezimalsekunden
hddd° mm.mmm′ N46°14.11182′ E008°00.92670′ Angabe in Graden(°), Minuten(′) und Dezimalminuten
hddd.ddddd° N46.235197° E008.015445° Angabe in Graden(°) und Dezimalgraden
±ddd.ddddd° Lat=46.235197° Long=008.015445° Angabe in ±Graden(°) und Dezimalgraden

Das Format der Anzeige der geographischen Koordinaten kann in den meisten GNSS-Geräten frei gewählt werden. Im historischen Schweizerischen Bezugssystem CH1903 ergeben sich für das gleiche Gebäude die Werte N46,239520629 E8,01225226744.

Karten

Im 18. und 19. Jahrhundert glichen die Geodäten größere regionale Abweichungen der Erdfigur vom idealen Ellipsoid dadurch aus, dass sie im betreffenden Gebiet ein bestanschließendes Ellipsoid berechneten, das sich der Erdoberfläche im betreffenden Gebiet gut „anschmiegte“. Der Mittelpunkt eines solchen Ellipsoids fiel nicht mit dem Massenmittelpunkt der Erde zusammen, die Umdrehungsachse war aber parallel zur Erdachse. Das Koordinatensystem ist gegenüber anderen derartigen Ellipsoiden „verschoben“ und „verbogen“. So entstanden Dutzende geodätische Systeme (Bezugssysteme für Karten). Mit der Entwicklung der Satellitennavigation musste ein weltweit einheitliches System geschaffen werden, das jetzige WGS84.

In Land- oder Seekarten, die fast immer auf früheren Systemen beruhen, könnte eine Angabe in einem falschen Bezugssystem (etwa das Eintragen einer GPS-Position) einen Fehler von etlichen Hundert Metern verursachen, wenn das Referenzellipsoid (auch Kartendatum, Bezugssystem) der Angabe nicht dasselbe ist wie das der Karte. Daher soll bei genauen Koordinatenangaben (Faustregel: falls eine Genauigkeit besser als 1 km oder besser als 1 Bogenminute gewünscht wird) das Bezugssystem mit angegeben werden.

Koordinaten können mit Hilfe geeigneter Transformations-Software von einem System zu einem anderen umgerechnet werden. Solche Software muss die Parameter beinhalten, die die Abweichung der Bezugssysteme voneinander bzw. vom WGS84 mit möglichst hoher Genauigkeit definieren.

Luftfahrt und Nautik

Genauere Positionsangaben sind in der Luftfahrt und der Nautik erforderlich. Hier werden geographische Breite und Länge in Grad und Minuten angegeben, z. B. Zugspitze Lat = 47° 25′ N oder Nord, Lon = 010° 59′ E oder Ost.

  • Bogenminuten werden dezimal weiter unterteilt.
  • Gemäß DIN 13312, gültig für Luft- und Seefahrt, wird die geographische Breite mit Lat oder älter auch φ abgekürzt, die geographische Länge mit Lon oder λ. B und L sind nicht normgemäß.
  • Eine Breitenminute entspricht auf der Erdoberfläche einer Strecke von ca. 1852 m und definiert die Länge einer Seemeile.
  • Die Strecke, die einer Längenminute entspricht, beträgt am Äquator ebenfalls 1852 m, nimmt aber zum Pol hin mit dem Kosinus der geographischen Breite bis auf Null ab. Sie ist also breitenabhängig. Innerhalb Europas liegt die Strecke zwischen 1,0 km und 1,5 km (siehe auch Abweitung).

Vermessungswesen

Im Vermessungswesen sind cm-Genauigkeiten gefragt – daher genügt die Angabe von Bogensekunden nicht, da eine Bogensekunde (1″) etwa 31 m (Breitenangabe) bzw. 20 m (Längenangabe in Europa) entspricht. Daher hat sich international die Dezimalschreibweise durchgesetzt. In Deutschland konnte die Lage der Festpunkte auf Millimeter genau als Gauß-Krüger-Koordinate, bezogen auf das Bessel-Ellipsoid, beziehungsweise im Gebiet der DDR ab den 1950er Jahren, bezogen auf das Krassowski-Ellipsoid, angegeben werden. Seit den 1990er Jahren erfolgt in Deutschland eine Umstellung auf UTM-Koordinaten im ETRS89-System, bezogen auf das GRS80-Ellipsoid.

Natürliche, astronomische, ellipsoidische, geodätische Koordinaten

Die natürlichen Koordinaten (astronomische Breite φ und astronomische Länge λ) können durch astronomische Ortsbestimmung ermittelt werden. Sie beziehen sich auf die tatsächliche Lotrichtung am Messpunkt. Die ellipsoidischen Koordinaten (B, L – auch geodätische Koordinaten genannt) beziehen sich hingegen auf die Normalen­richtung des verwendeten Referenzellipsoids. Die Differenz von Lotrichtung und Ellipsoidnormale ist üblicherweise kleiner als 10″ und wird als Lotabweichung bezeichnet. In der Regel verlaufen weder Lotrichtung noch Ellipsoidnormale durch den Erdmittelpunkt.

Bei geringen Genauigkeitsansprüchen z. B. bei Kartendarstellungen in sehr kleinen Maßstäben wird der Erdkörper zur Vereinfachung durch eine Kugel angenähert. In diesem Fall entsprechen geographische Breite und Länge sphärischen Koordinaten. Nur dann ist die Breite der Winkel im Erdmittelpunkt zwischen dem Äquator und dem gesuchten Punkt.

Geschichte

Die Gradeinteilung als die Einteilung des Vollwinkels des Kreises in 360° geht auf die Astronomen Hypsikles von Alexandria („Anaphorikos“, 170 v. Chr.) und Hipparch von Nikaia (190–120 v. Chr.) zurück.

Schon Claudius Ptolemäus verwandte in seiner Geographike Hyphegesis um 150 nach Chr. ein Gradnetz mit Längen- und Breitengraden. Sein Null-Meridian war der bis ins 19. Jahrhundert überwiegend verwendete Ferro-Meridian durch den westlichsten damals bekannten Landpunkt. Wegen seiner viel zu kleinen Kalkulation des Erdumfanges (etwa 30.000 km statt 40.000 km) weichen seine Angaben zur geographischen Länge dadurch nicht um 18°3′, sondern in Mitteleuropa um gut 24° von den auf Greenwich bezogenen ab. Seine Breitenangaben liegen aus nicht klar ersichtlichen Gründen über den korrekten.[1] Einerseits passt das zu Ptolemäus’ zu geringem Erddurchmesser, andererseits hätte bei seinem zu gering angesetzten Abstand zwischen Sonne und Erde von nur 1210 Erdradien aus dem Sonnenstand auf einen zu geringen Gradabstand vom Äquator geschlossen werden müssen.

Nach der Wiederentdeckung der Geographike Hyphegesis und ihrer Übersetzung ins Lateinische im frühen 15. Jahrhundert setzte sich das Ptolemäische Gradsystem schnell durch.[2]

Duarte Pacheco Pereira (1469–1533) verbesserte die antiken Messverfahren für die in den Azoren verankerte, globale Navigation. Mit der Einteilung des Erdballs in eine spanische und eine portugiesische Hemisphäre im Vertrag von Tordesillas von 1494 gewann das wieder etablierte Gradnetz politische Bedeutung.

1634 wurde auf El Hierro als der westlichsten Kanarischen Insel ein Nullmeridian durch den Faro de Orchilla fixiert und erst seit 1884 setzte sich der seit 1738 in England gebräuchliche Meridian von Greenwich gegen andere nationale Nullmeridiane durch.

Die auf die Messungen von Jacques Cassini und Jean Dominique Comte de Cassini aus der Zeit vor 1793 zurückgehende Nouvelle Triangulation de la France fanden im Zuge der Metrification (der Umstellung aller relevanten Maße auf den Meter als Standard) statt. Der Nullmeridian geht durch Paris, sodass das in Neugrad angegebene „Old Royal Observatory“ in Greenwich bei 2° 20′ 14,025″ W (NTF) liegt. Das umfasste auch die dezimale Einteilung des Gradmaßes in Neugrad, grades (nouvelle), heute gesetzlich als Gon (1 Vollwinkel = 400 Neugrad).

Während der Greenwich-Meridian sich aber durchgesetzt hat, wurde das Winkelmaß Gon und die 400°-Teilung geodätischer Standard in Mitteleuropa. Die Kreiseinteilung in 360° wird im Sinne der Metrifikation heute oft nur eingeschränkt als terrestrische Gradeinteilung (Gradnetz) verstanden.

Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Claudios Ptolemaios: Geographike Hyphegesis, Kap. 10. Germania Magna (Vergleiche die Gradangaben mit denen heutiger Karten)
  2. An alternative route to mapping history (Memento vom 17. Juli 2012 im Webarchiv archive.today)
Alpenvereinshütte

Alpenvereins- oder Clubhütten stellen die Mehrzahl der über 1300 Schutzhütten und Biwakschachteln in den Alpen dar und werden von den Sektionen der Alpenvereine unterhalten. Sie bieten Wanderern und Kletterern hauptsächlich im Alpenraum Unterkunft und Schutz. Der größte Teil dieser Hütten ist bewirtschaftet, einige sind nur für Selbstversorger geeignet. Die Versorgung bewirtschafteter Hütten erfolgt je nach Lage und Verhältnissen mittels Auto, Schneemobil, Materialseilbahn oder Hubschrauber, früher auch durch Hüttenträger oder Tragtiere. Zwar haben grundsätzlich alle Bergsportler Zugang zu den Hütten, allerdings werden den Mitgliedern der Alpenvereine besondere Konditionen geboten; dazu zählen: vergünstigte Übernachtung, Bergsteigeressen, Teewasser, Recht auf Selbstversorgung gegen einen Infrastrukturbeitrag (Verzehr mitgebrachter Speisen und alkoholfreier Getränke). Für unbewirtschaftete Hütten erhalten Mitglieder bei der Alpenvereinssektion gegen Kaution einen Universalschlüssel, den Alpenvereinsschlüssel (meist kurz AV-Schlüssel).

Die größeren alpinen Vereine haben sich in einem multilateralen Abkommen verpflichtet, die Mitglieder der jeweils anderen Vereine auf den vereinseigenen Hütten wie eigene Mitglieder zu behandeln (Gegenrecht); darunter sind namentlich: der Deutsche und der Österreichische Alpenverein, der Club Alpin Français, der Club Alpino Italiano, der Schweizer Alpen-Club und die Federación Española de Montanismo.Der Deutsche und der Österreichische Alpenverein sowie einige andere Bergvereine teilen ihre Schutzhütten nach Lage und Ausstattung in verschiedene Hüttenkategorien ein.

Neben den Alpenvereinshütten gibt es auch eine große Zahl von alpinen Unterkunftshütten, die von Privatpersonen betrieben werden. In der Liste der Schutzhütten in den Alpen sind die Privathütten entsprechend gekennzeichnet.

Weiterhin gibt es Alpenvereins-Vertragshäuser (bspw. Douglasshütte oder Madlenerhaus, beide früher im Besitz von Alpenvereinen gewesen). Diese werden zwar nicht von einem Alpenverein betrieben, AV-Mitglieder erhalten aber etwas ermäßigte Übernachtungspreise.

BC Geographical Names

BC Geographical Names oder GeoBC (früher BC Geographical Names Information System oder BCGNIS) ist ein Online-Dienst, der geographische Informationen der kanadischen Provinz British Columbia in eine Datenbank integriert und die geographischen Informationen an Regierungen, Wirtschaft und Bürger bereitstellt. Diese Datenbank für British Columbia wird durch die Base Mapping and Geomatic Services Branch des Integrated Land Management Bureau geführt und untersteht dem British Columbia Ministry of Forests, Lands and Natural Resource Operations.

Die Datenbank enthält offizielle Namen und Rechtschreibungen von Städten und Gemeinden, Bergen, Flüssen, Seen und anderen geographischen Orten. Die geographischen Namensentscheidungen werden vom Geographischen Namensausschuss Kanadas anerkannt.

Die Datenbank enthält dabei folgende Angaben über

„Feature Type“ (Art des Objektes; Stadt, Fluss, See usw.)

„Status“ (Status; amtlicher Name des Objektes oder inoffizieller Name)

„Relative Location“ (ungefähre Lagebeschreibung in Form einer kurzen Beschreibung)

„Latitude-Longitude“ (geographische Lage; geographische Koordinaten)

„Datum“ (Datum; auf welche Version des North American Datum sich die Angaben beziehen)

„NTS Map“ (NTS-Karte; auf welcher Karte des National Topographic System von Natural Resources Canada sich das Objekt befindet)Häufig enthält die Beschreibung auch noch andere Informationen, wie zum Beispiel über die Geschichte des betreffenden Objektes.

Delikipos

Delikipos (griechisch Δελίκηπος) ist ein Ort im Bezirk Larnaka in Zypern. Bei der letzten amtlichen Volkszählung im Jahr 2011 hatte der Ort 23 Einwohner.

Eleusis

Eleusis (altgriechisch Ἐλευσίς, neugriechisch Ελευσίνα Elefsína (f. sg.)) ist ein Ort etwa 30 km nordwestlich von Athen. Seine Bedeutung erlangte er durch die Mysterien von Eleusis, einen der wichtigen Kulte des antiken Griechenland. Heute ist die Stadt unter dem Namen Elefsina ein Vorort von Athen.

Elefsina wird im Jahr 2021 zusammen mit Timișoara (Rumänien) und Novi Sad (Serbien) Europäische Kulturhauptstadt.

Global Stratotype Section and Point

Global Stratotype Section and Point (auch Global Boundary Stratotype Section and Point, wörtlich „Profil und Punkt des weltweiten Grenz-Stratotypus“, kurz GSSP) ist die Bezeichnung für einen geologischen Aufschluss mit marinen Sedimentgesteinen, der als Referenz (Typlokalität) für die Grenze einer chronostratigraphischen Einheit dient. Das geologische Profil des Aufschlusses wird bis ins Detail geologisch untersucht und beschrieben. Die Lage der entsprechenden Grenze im Profil ist meist durch das Erstauftreten eines bestimmten Fossils definiert und im Aufschluss markiert.

Inzwischen existieren mehr als hundert GSSPs (siehe Abschnitt unten: Liste aller GSSPs). Mit Ausnahme des Ediacariums haben bislang nur Einheiten des Phanerozoikums einen GSSP.

Die Festlegung der weltweit gültigen GSSPs geschieht durch die International Commission on Stratigraphy (ICS), eine Unterorganisation der International Union of Geological Sciences (IUGS). Das dabei anzuwendende GSSP-Verfahren ist ebenfalls genau definiert. Es wurde 1976 in der ersten Ausgabe des International Stratigraphic Guide dokumentiert und erstmals 1977 bei der Festlegung der Grenze zwischen den Systemen Silur und Devon in La Serre im Département Aveyron (Südfrankreich) verwendet.

Kastellburg

Eine Kastellburg ist eine Burgform, die aus dem Mittelmeerraum ab der Zeit der Kreuzzüge, spätestens jedoch mit der Einführung der Feuerwaffen, also in der Spätzeit des Burgenbaus, in Europa Fuß fasste. Sie beschreibt die neuzeitliche Form des Kastells.

In einer Kastellburg sind die Gebäude an der Innenseite des meist viereckigen beziehungsweise gleichmäßigen Mauerzuges angeordnet. Die Außenmauern der Gebäude sind dementsprechend stark und nur durch die notwendigsten Maueröffnungen unterbrochen. Meist befinden sich auf den Mauern Wehrgänge, die mit der Nutzung von Feuerwaffen zunehmend auch überdacht sind.

Die Ecken dieses Gebäudegeviert können durch Türme verstärkt sein. Oft befindet sich ein zusätzlicher Mauerzug vor dem Gebäudekomplex, an dessen Ecken runde Bastionen ein Bestreichen der Seiten ermöglichten.

Abhängig von der Lage der Kastellburg befindet sich ein Wassergraben oder ein Halsgraben an der Torseite oder der am meisten gefährdeten Seite der Burg.

Die sich so ergebende quadratische Form der gotischen Burg kann als Vorläufer des Renaissanceschlosses gesehen werden. Sie stellt idealtypisch den Übergang vom Burgenbau zum – noch befestigten – Schlossbau, dem sogenannten Burgschloss der Frühen Neuzeit dar.

Kastellburgen, und Burgschlösser allgemein, wurden in der Frühen Neuzeit oft nachträglich mit Rundbastionen, winkligen Bastionen, Rondellen oder Geschütztürmen zu Festungsanlagen ausgebaut oder gleich als solche während der Spätgotik oder Renaissancezeit neu errichtet.

Beispielsweise:

Plassenburg mit Rondellen

Wasserburg Friedewald mit Geschütztürmen

Schloss Arensburg in Kuressaare mit winkligen Bastionen

Wasserschloss Heldrungen mit Rondellen und zusätzlich später errichteten winkligen Bastionen, insgesamt zwei Wassergräben

Marienburg, festungsartige Anlage durch mehrere Vorburgen mit Batteriestellungen des 15.–17. Jh.

Khomas

Khomas (khoekhoegowab ǀhomas für Berg) ist eine der 14 Regionen von Namibia und die sogenannte Hauptstadtregion mit der namibischen Hauptstadt Windhoek. Khomas ist die zentrale Region Namibias und bildet zusammen mit Windhoek und den umliegenden bevölkerungsreichen Wahlkreisen, das politische, administrative sowie Bildungs-, Verkehrs- und Wirtschaftszentrum des Landes. Khomas umfasst mit einer Gesamtbevölkerung von über 415.000 (Stand 2016) Einwohnern etwa 18 Prozent der Bevölkerung Namibias und besitzt eine der relativ größten Bevölkerungsdichten des Landes.

Limassol

Limassol (griechisch Λεμεσός Lemesós, türkisch Limasol bzw. Leymosun, früher Limisso; in der Antike Neapolis Νεάπολις, Theodosias, Theodosiana und später Lemesos) ist eine Hafenstadt im Süden der Mittelmeerinsel Zypern mit 235.056 Einwohnern (Stand 2011) und Hauptort des gleichnamigen Bezirkes.

Limassol ist zweitgrößte Stadt der Insel und liegt an deren Südküste in der Bucht von Akrotiri nördlich der Halbinsel Akrotiri.

Limassol hat seit der Teilung der Insel im Jahr 1974 eine rasche wirtschaftliche Entwicklung vollzogen und ist heute ein bedeutendes Finanzzentrum, in dem viele Offshoring-Unternehmen ansässig sind.

Limassol ist Sitz der Technischen Universität Zypern (TEPAK).

Liste der Städte in der Oblast Belgorod

Dies ist eine Liste der Städte und Siedlungen städtischen Typs in der Oblast Belgorod (Russland).

Die folgende Tabelle enthält die Städte und städtischen Siedlungen der Oblast, ihre russischen Namen, die Namen der Rajons, denen sie angehören (sofern sie nicht eigene Stadtkreise bilden), ihre Einwohnerzahlen gemäß Volkszählung vom 14. Oktober 2010, sowie ihre Wappen und geographische Koordinaten. In der Oblast gibt es 11 Städte und 18 Siedlungen städtischen Typs.

Anmerkung: * Stadt

Marousi

Marousi (griechisch Μαρούσι (n. sg.), auf offizieller Ebene auch unter dem älteren Namen Amarousio[n] Αμαρούσιο[ν]) ist eine griechische Stadt im Norden Attikas und ein Vorort von Athen.

Nordpol

Der Nordpol ist im allgemeinen Sprachgebrauch der nördlichste Punkt der Erde. Er entspricht dem nördlichen Drehpunkt der Erdachse und wird auch als geographischer Nordpol bezeichnet. Daneben gibt es den arktischen Magnetpol und den arktischen geomagnetischen Pol.

Ora (Zypern)

Ora (griechisch Ορά) ist ein Ort im Bezirk Larnaka in Zypern. Im Jahr 2011 hatte der Ort 206 Einwohner.

Oshikoto

Oshikoto ist eine der 13 Regionen von Namibia. Die Fläche beträgt 26.607 km² auf der 195.165 (Stand 2016) Menschen leben. Oshikoto ist Teil des bevölkerungsreichen Nordens der Republik; die Hauptstadt der Region ist seit dem 18. August 2008 Omuthiya, welche am selben Tag den Status einer Stadt erhielt. Bis dahin war die Bergbaustadt Tsumeb Hauptstadt der Region.

Otjozondjupa

Otjozondjupa ist eine der 14 Regionen Namibias. Die Region liegt im Nordosten der Republik, im Übergang zwischen den trockeneren Gebieten Zentralnamibias und den tropischen Gebieten des Nordens. Die Fläche der Region beträgt 105.328 Quadratkilometer, die Einwohnerzahl knapp 155.000 (Stand 2016). Hauptstadt und größter Ort der Region ist Otjiwarongo.

Neben dem Bergbau ist die Landwirtschaft der wichtigste Wirtschaftszweig in der Region.

Preveza

Preveza (griechisch Πρέβεζα (f. sg.)) ist eine Hafenstadt und eine Gemeinde an der griechischen Westküste, am Ausgang des Ambrakischen Golfs in der Region Epirus.

Rutesheim

Rutesheim ist eine Stadt in Baden-Württemberg und gehört zum Landkreis Böblingen.

Seemeile

Die Seemeile oder nautische Meile (M, Deutsch: sm, Englisch: NM) ist eine in der Schiff- und Luftfahrt gebräuchliche Maßeinheit der Länge. Sie soll 1/60 Breitengrad – also einer Winkelminute – am Äquator entsprechen, wurde aber später mit exakt 1852,0 m definiert. Die davon abgeleitete Geschwindigkeitseinheit Seemeilen pro Stunde wird Knoten genannt.

Sendemast

Ein Sendemast ist meist eine an Pardunen abgespannte Konstruktion aus Stahlfachwerk oder Stahlrohr mit einem über die gesamte Höhe gleichbleibenden Querschnitt (siehe auch Mast). Sie dient zur Aufnahme von Antennen für Sendezwecke, oder auch zur unmittelbaren Verwendung als Sendeantenne in Form einer Mastantenne oder eines selbststrahlenden Sendemastes.

Terra typica

Die Terra typica (kurz terr. typ., lat. ‚typisches Land‘), auch Typenfundort oder Locus classicus, ist das Gebiet, aus dem der Typus einer Art stammt. Der Typus ist ein ausgewähltes Individuum, das die Grundlage einer wissenschaftlichen Erstbeschreibung in der Biologie bildet. Die Terra typica muss demnach nicht der Region entsprechen, in der die Art besonders häufig ist, es kann sich auch um ein atypisches Gebiet oder um einen Randbereich des Verbreitungsgebietes handeln.

Der Fundort des Typexemplars, des Belegexemplars des Typus, kann durch Ortsbeschreibungen, Rasterkartierung und durch geographische Koordinaten angegeben werden.

Der Aufbewahrungsort des Typus bezeichnet im Gegensatz dazu die Sammlung, in der das Belegexemplar zu Forschungszwecken aufbewahrt wird.

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