Gebirgskamm

Ein Gebirgskamm (auch Bergkamm, schweizerisch Krete) besteht aus einer Reihe von Gipfeln eines Gebirges, die, nur durch Scharten oder Gebirgssättel voneinander getrennt, über Gebirgsgrate und Bergrücken miteinander verbunden sind.

Steineberg 4
Der Ostgrat der Nagelfluhkette in den Allgäuer Alpen. Blick zum Steineberg (links)

Als geomorphologischer Typus ist der Kamm ein in mehr oder minder regelmäßigen Abständen von Gipfel zu Gipfel laufender Grat, und man spricht etwa von Kammgebirge.

Als Hauptkamm bezeichnet man die Linie der höchsten Erhebungen eines Gebirges. Ein Hauptkamm ist oft eine Wasser- und Wetterscheide und häufig auch eine politische Grenze. Vom Hauptkamm seitlich abfallende Gebirgskämme werden Seiten- oder Nebenkämme genannt.

  • Bekannt ist der Alpenhauptkamm von der französisch-italienischen Grenze durch die Schweiz bis nach Österreich. Zahlreiche Landschafts- und Flurnamen in den Hochlagen weisen auf diese weit verbreitete alpine Vollform hin.
  • Der Hauptkamm des Ural-Gebirges stellt den nördlichen Teil der Grenze zwischen Europa und Asien dar.
  • Der Hauptkamm der Rocky Mountains ist die kontinentale Wasserscheide in Nordamerika zwischen Atlantik und Pazifik.
  • In der Deutschschweiz wird ein Gebirgskamm auch als Krete bezeichnet. Dieser Ausdruck kommt wie das französische „crête“ vom altfranzösischen creste und geht auf das lateinische crista zurück.[1] Auf der Jurakrete, dem Hauptkamm des Juras, haben im französischsprachigen Gebiet einzelne Berggipfel das Wort crêt als Bergname (Oronym) erhalten so wie die höchste Erhebung des Juramassivs, der Crêt de la Neige.
  • In Deutschland ist der Taunushauptkamm im Hohen Taunus als Beispiel im Mittelgebirge zu nennen.
  • Der Thüringer Wald ist ein weiteres Beispiel für ein Kammgebirge.

Einzelnachweise

  1. Duden Krete
Bundesstraße 283

Die Bundesstraße 283 ist eine 58 Kilometer lange Bundesstraße im westlichen Erzgebirge (Sachsen/Deutschland).

Sie beginnt in Adorf/Vogtl. im Vogtland an der B 92 (Plauen–Eger) und verläuft zunächst nahe dem Gebirgskamm unweit der tschechischen Grenze in nordöstlicher Richtung über Markneukirchen nach Klingenthal. Die B 283 verlässt diese Stadt in nördlicher Richtung, um in 860 Metern Höhe ihren Scheitelpunkt bei der Passhöhe Mühlleithen zu erreichen.

Anschließend führt sie hinab ins Tal der Zwickauer Mulde. Sie erreicht die Mulde in Tannenbergsthal, wo auch die Deutsche Alleenstraße auf die B 283 trifft. Die B 283 schlängelt sich in nordöstlicher Richtung weiter entlang der Zwickauer Mulde vorbei an Schönheide, der Talsperre Eibenstock, Eibenstock und Bockau nach Aue, wo sie an der B 101 endet.

Ursprünglich führte sie als Reichsstraße 283 nur von Adorf nach Klingenthal. Nach der Eingliederung des Sudetenlandes in das Deutsche Reich im Herbst 1938 auf Grund des Münchner Abkommens wurde sie bis Falkenau/Eger erweitert. Nach dem Zweiten Weltkrieg erhielt sie entsprechend den veränderten Verkehrsbeziehungen ihre heutige Streckenführung über den Erzgebirgskamm nach Aue, in der DDR wurde sie dabei als Fernverkehrsstraße (F 283) klassifiziert.

Delchev Ridge

Delchev Ridge (bulgarisch Делчев хребет Deltschew chrebet) ist ein 10 km langer Gebirgskamm auf der Livingston-Insel im Archipel der Südlichen Shetlandinseln. Er ist der östliche Gebirgszug der Tangra Mountains und erstreckt sich vom Devin Saddle in ost-nordöstlicher Richtung bis zum Renier Point.

Kartierungen erfolgten 1968 durch britische und 1980 durch argentinische Wissenschaftler. Die bulgarische Kommission für Antarktische Geographische Namen benannte ihn 2002. Sein Name leitet sich von demjenigen des Delchev Peak ab, der nach dem bulgarischen Freiheitskämpfer Georgi Nikolow Deltschew (1872–1903) benannt ist.

Denton Hills

Die Denton Hills sind eine Gruppe schroffer Gebirgsausläufer, die sich über 38,5 km Länge und 14,5 km Breite östlich der Royal Society Range an der Scott-Küste des ostantarktischen Viktorialands erstrecken. Die Formation umfasst eine Reihe nach Osten ausgerichteter Gebirgskämme und Täler, die vom Howchin-Gletscher, dem Armitage-Sattel, dem Blue Glacier der Walcott Bay und der Küste begrenzt werden. Die höchsten Erhebungen, der 1690 m hohe Mount Kowalczyk und der 1634 m hohe Goat Mountain, ragen aus dem Gebirgskamm Hobbs Ridge im nördlichen Teil der Hills auf. Nach Süden fallen sie über den zentral gelegenen Gebirgskamm Kahiwi Maihao Ridge (1075 m) und die Xanadu Hills (820 m) am südlichen Ende allmählich ab. Das Gletschersystem der Hills, bestehend aus Hobbs-Gletscher, Blackwelder-Gletscher, Salmon-Gletscher, Garwood-Gletscher, Joyce-Gletscher, Rivard-Gletscher, Miers-Gletscher, Adams-Gletscher und Ward-Gletscher, ist auf dem Rückzug und hinterlässt zahlreiche Trockentäler.

Entdeckt und grob kartiert wurden die Hills von Teilnehmern der Discovery-Expedition (1901–1904) unter der Leitung des britischen Polarforschers Robert Falcon Scott. Das United States Antarctic Program und das New Zealand Antarctic Research Program sorgten im Internationalen Geophysikalischen Jahr (1957–1958) für eine detaillierte kartografische Erfassung. Das Advisory Committee on Antarctic Names benannte die Hills 1999 nach dem US-amerikanischen Geologen George Henry Denton (* 1941) von der University of Maine, der zwischen 1958 und 1999 im Rahmen von mehr als 25 Reisen in die Antarktis Feldforschungen im Transantarktischen Gebirge und im Viktorialand durchführte.

Ellen-Gletscher

Der Ellen-Gletscher ist ein großer Gletscher im westantarktischen Ellsworthland. Er fließt von den Osthängen des Mount Anderson und der Long Gables in südöstlicher Richtung zum Gebirgskamm Barnes Ridge, wo er die Sentinel Range des Ellsworthgebirges verlässt und in den nach Süden fließenden Rutford-Eisstrom einmündet.

Der United States Geological Survey kartierte ihn anhand eigener Vermessungen und mithilfe von Luftaufnahmen der United States Navy zwischen 1957 und 1959. Das Advisory Committee on Antarctic Names benannte ihn 1961 nach Cicero Jasper Ellen (1919–1988) von der United States Air Force, Leiter zahlreicher Lufteinsätze zur Errichtung der Südpolstation zwischen 1956 und 1957.

Explorer-Platte

Die Explorer-Platte ist eine kleine Lithosphärenplatte, die im Pazifik vor der Westküste von Vancouver Island (Kanada) liegt. Sie ist die seismisch aktivste Region in Kanada.Die Explorer-Platte ist eines der nördlichen Überbleibsel der Farallon-Platte. Im Osten taucht sie unter die Nordamerikanische Platte. Zum Süden hin liegt die Sovanco-Verwerfungszone, die die Explorer-Platte von der Pazifischen Platte trennt. Im Südwesten wird sie durch eine weitere Verwerfungszone, die Nootka-Verwerfungszone, von der Juan-de-Fuca-Platte getrennt. Zum Nordwesten liegt eine Trennzone, die den Explorer-Gebirgskamm formt.

Ford Ranges

Die Ford Ranges umfassen Berggruppen und Gebirgsketten östlich des Sulzberger-Schelfeises und der Block Bay im nordwestlichen Abschnitt des westantarktischen Marie-Byrd-Landes. Zu ihnen gehören bspw. die Fosdick Mountains, die Phillips Mountains und der Gebirgskamm Court Ridge.

Sie wurden während der ersten Antarktisexpedition (1928–1930) des US-amerikanischen Polarforschers Richard Evelyn Byrd entdeckt und nach dem Unternehmer Edsel Ford (1893–1943) benannt, dem damaligen Präsidenten der Ford Motor Company, der bei der Finanzierung der Forschungsreise half.

Friesland Ridge

Friesland Ridge (bulgarisch Хребет Фризия Chrebet Frisija) ist ein Gebirgskamm im Osten der Livingston-Insel im Archipel der Südlichen Shetlandinseln. Er bildet den westlichen Teil der Tangra Mountains. Mit einer Länge von 15,5 km und einer Breite von 5 km erstreckt er sich vom Botev Point in nordöstlicher Richtung zum Shipka Saddle. Höchste Erhebung mit 1700 m ist Mount Friesland.

Kartierungen erfolgen 1968 durch britische, 1991 durch spanische und von 1995 bis 1996 durch bulgarische Wissenschaftler. Die bulgarische Kommission für Antarktische Geographische Namen benannte ihn 2002 in Anlehnung an die Benennung des Mount Friesland.

Făgăraș-Gebirge

Das Făgăraș-Gebirge (auch Fogarascher Gebirge, rumänisch Munții Făgăraș, ungarisch Fogarasi-havasok) liegt in der Gebirgsgruppe der Südkarpaten in Rumänien. Es wird von der Transfogarascher Hochstraße durchzogen.

Der Gebirgskamm hat eine Länge von etwa 70 km und eine Breite von 40 km. Innerhalb des Gebirges liegt westlich von Kronstadt der Berg Moldoveanu. Dieser ist mit 2544 m die höchste Erhebung des Gebirges wie auch ganz Rumäniens.

Fünf weitere Gipfel im Făgăraș-Gebirge haben eine Höhe von über 2500 m, und zwar der Negoiu (2535 m), der Viștea Mare (2527 m), der Lespezi (2522 m), der Vânătoarea lui Buteanu (2507 m) und der Dara (2501 m). Zu den Bergen mit Höhen unterhalb von 2500 m zählt zum Beispiel der Șerbota mit 2331 m.

Im Făgăraș-Gebirge liegen mehrere kleinere Seen.

Gebirgsgrat

Ein Gebirgsgrat oder Grat ist ein scharfer Bergrücken im Hochgebirge. Im Mittelgebirge spricht man eher von einem Berggrat. Ein ganzjährig von Schnee bedeckter Grat wird als Firngrat bezeichnet. Die Begehung eines Firngrates kann gefährlich sein, wenn er von einer Wechte überdeckt und dadurch die stabile Kante nicht klar erkennbar ist.

Präzise ist der Grat, als geomorphologischer Objekttypus, eine Vollform in Höhenbereichen vor allem des Hochgebirges mit nach beiden Seiten steil abfallenden Böschungen (Hängen). Er kann zwei Gipfel eines Gebirges, die nur durch Scharten oder Gebirgssättel voneinander getrennt sind, miteinander verbinden oder als Bergsporn über einem Tal enden. Grate werden, besonders wenn sie für Bergsteiger von Interesse sind, zur Definition ihrer Identität mit Namen benannt.

Wenn eine Reihe von Gipfeln durch Grate miteinander verbunden sind, so spricht man von einem Gebirgskamm.

Hardangervidda

Die Hardangervidda ist ein Plateaufjell in Norwegen und die größte Hochebene Europas. Sie hat eine Fläche von zirka 8.000 km², im Mittel eine Höhe zwischen 1200 m und 1400 m und erstreckt sich über Bereiche der Fylke Buskerud im Nordosten, Hordaland im Westen und Telemark im Südosten. Der Gebirgskamm Sandfloegga ist mit 1721 m die höchste Erhebung der Hochebene. Als Wahrzeichen gilt der Berg Hårteigen mit 1690 m.

Höhenweg

Höhenwege sind Fahr- oder Wanderwege, die auf einem Gebirgskamm (Kammwege) oder parallel zu ihm und daher relativ eben verlaufen.

Vor dem Bau der Eisenbahnnetze dienten Höhenwege (oder Hochstraßen), die statt in den Tälern auf Höhenrücken (oft auf den Wasserscheiden) angelegt waren, dem regionalen und überregionalen Verkehr. Deren Ursprung lässt sich oft bis in germanische beziehungsweise keltische Zeiten zurückverfolgen. Die Höhenwege hatten den Vorteil, dass sie trockener waren als Wege im Tal und keine Bäche und Flüsse überquert werden mussten.

Seit dem 19. Jahrhundert wurden in den Gebirgen Höhenwege oft von alpinen Vereinen angelegt und stellen meist die schnellste Verbindung zwischen Schutzhütten dar, da sie größere Höhenverluste weitgehend vermeiden.

Heutige Wanderwege in Talnähe gehen aber auch auf alte Trassen zurück: In vielen Tälern waren – wo keine Altstraßen oder Saumpfade als Fernverkehrsrouten verliefen – ebene Höhenwege an den Hängen angelegt, von denen steile Stichwege in Serpentinen jeweils zu den nächsten Siedlungen verliefen. So vermied man einerseits den Wegverlauf am Talgrund, der wegebaulich meist viel aufwändiger und wartungsintensiv war, und konnte andererseits Güter einen Gutteil des Wegs mit dem Fuhrwerk transportieren, nur die Stichwege mussten zu Fuß oder mit Packtier bewältigt werden.

Kammlinie

Die Kammlinie ist diejenige Linie in – idealerweise – einem Kammgebirge, die die höchsten Punkte miteinander verbindet. Die Kammlinie ist dabei immer auch Wasserscheide und die Verbindung mehrerer Rückenlinien und Sattelpunkte.

Das Feststellen der Kammlinie in Gebirgen, die kein klassisches Kammgebirge ausbilden, bereitet mitunter Schwierigkeiten. Das ist in Horstgebirgen wie dem Harz der Fall, aber auch der Schwarzwald und das Erzgebirge weisen Gebiete auf, wo sich der Gebirgskamm aufteilt oder ohne zusätzliche Hilfsmittel schwer feststellbar ist. Diese Hilfsmittel können Höhenmessungen, Relief- und Höhenliniendarstellungen auf topografischen Karten, stereoskopische Auswertungen von Luft- oder Satellitenbildern oder auch satellitengestütztes Scannen sein.

Als gutes, anschauliches Beispiel können die Kitzbüheler Alpen dienen, wo die Kammlinie von Kreuzjoch über Salzachgeier, Salzachjoch, Kröndlhorn, Großer Rettenstein, Kleiner Rettenstein, Pass Thurn, Geißstein, Hochkogel zur Schmittenhöhe verläuft. Bekannteste Kammlinien deutscher Mittelgebirge sind der Rennsteig im Thüringer Wald und die Clausstraße im Harz.

Kleiner Kaukasus

Der Kleine Kaukasus (auch Anti-Kaukasus, georgisch მცირე კავკასიონი mcire k'avk'asioni; aserbaidschanisch Kiçik Qafqaz Dağları) ist ein etwa 600 km langes, von Westnordwest nach Ostsüdost verlaufendes Gebirge in Asien zwischen Schwarzem und Kaspischem Meer, das bis zu 3724 m aufragt. Er ist mit all seinen Bergketten bis zu 120 km breit und liegt auf den Territorien von Georgien, Armenien und Aserbaidschan.

Der Kleine Kaukasus ist kein eigenständiges Gebirge, sondern ein Abschnitt der nordanatolisch-nordiranischen Kettengebirge mit Deckenbau und jungen Vulkanen. Die Bergketten des Kleinen Kaukasus umschließen das Armenische Hochland nach Norden und nach Osten.

Die Kura entspringt im Armenischen Hochland und durchbricht den zentralen Abschnitt des Kleinen Kaukasus in nördlicher Richtung.

Nach Norden hin fällt der Kleine Kaukasus im Westen zur Kolchischen Tiefebene, im mittleren Abschnitt zum Kura-Tal und im Osten zur Transkaukasischen Senke ab. Im Westen grenzt der Kleine Kaukasus an das Pontische Gebirge. Jenseits des Flusstals des Aras bildet das Gebirgssystem des Elbursgebirges die südöstliche Fortsetzung. Über den Gebirgskamm des Suramigebirges ist der Kleine Kaukasus mit dem im Norden parallel verlaufenden Großen Kaukasus verbunden.

Der höchste Berg ist der Gamış dağı im Gebirgszug Murovdağ in Aserbaidschan (3724 m).

Lalaye

Lalaye (elsässisch Lààch oder Làch, hochdeutsch Laach oder Lach) ist eine französische Gemeinde mit 471 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016) im Département Bas-Rhin in der Region Grand Est (bis 2015 Elsass). Sie gehört zum Arrondissement Sélestat-Erstein und zum Kanton Mutzig.

Nordamerikanische kontinentale Wasserscheide

Die Kontinentale Wasserscheide (englisch Continental Divide) ist die Wasserscheide in Nord- und Zentralamerika, die die Einzugsgebiete jener Flüsse voneinander trennt, die in verschiedene Ozeane fließen. Dabei handelt es sich um den Pazifik (nach Westen), den Arktischen Ozean (nach Norden) und den Atlantischen Ozean über den Golf von Mexiko (nach Südosten). Es handelt sich jedoch um eine vereinfachte Darstellung, da es in Nordamerika abflusslose (endorheische) Gebiete gibt. Das größte derartige Gebiet ist das Große Becken in Nevada und Utah mit Ausläufern nach Kalifornien, Oregon und Idaho.

Der größte Teil der Wasserscheide folgt dem Gebirgskamm der Rocky Mountains. Sie beginnt in Kap Prince of Wales in Alaska und verläuft zunächst nach Osten in das kanadische Territorium Yukon und dann in südlicher Richtung nach British Columbia, wo sie die Grenze zur Provinz Alberta bildet. Danach verläuft sie über Montana, Wyoming, Colorado und New Mexico in den Vereinigten Staaten bis nach Mexiko und Mittelamerika entlang des Gebirgskamms Sierra Madre Occidental.

Der Wasserscheidepunkt mit Abfluss in alle drei Ozeane ist der Triple Divide Peak im Glacier-Nationalpark in Montana. Hier zweigt die Laurentinische Wasserscheide nach Osten ab. Wenn man die Hudson Bay, deren Zuordnung zum Atlantischen Ozean oder dem Arktischen Ozean umstritten ist, dem Atlantik zuordnet, läge die dreifache Wasserscheide im Columbia-Eisfeld in Kanada.

Eine weitere Besonderheit im Verlauf der Wasserscheide ist das Great Divide Basin in Wyoming: Hier teilt sie sich südlich des South Pass in zwei Arme, die ein abflussloses Gebiet von ca. 10.000 km² Fläche einschließen. Das Great Divide Basin liegt somit innerhalb der kontinentalen Hauptwasserscheide.

Ebenfalls in Wyoming befindet sich der Two Ocean Pass, an dem sich die einzige Flussbifurkation der kontinentalen Wasserscheide Nordamerikas befindet (genannt Parting of the Waters). Der North Two Ocean Creek teilt sich am Pass in den Pacific Creek, der zum Pazifik entwässert, und den Atlantic Creek, der dem Atlantik zufließt.

Entlang der kontinentalen Wasserscheide verläuft der Continental Divide Trail, ein 5000 km langer Fernwanderweg von Mexiko nach Kanada.

Pultscholle

Eine Pultscholle ist in Geomorphologie und Tektonik eine besondere Form einer tektonischen Bruchscholle, die einseitig, entlang einer Bruchzone angehoben wurde, so dass ausgehend vom Gebirgskamm, der Hauptwasserscheide des Gebirges, das Gelände auf einer Seite relativ flach abfällt, während auf der anderen Seite, entlang des Bruches, ein starkes Gefälle vorliegt. Die dadurch entstehende Pultform gab dieser Gebirgsform ihren Namen.

Grund für das ungleiche Anheben der Scholle ist eine hohe Haftreibung auf der flachen Seite. Diese entsteht durch den hohen horizontalen Druck und durch einen vertikal ungeraden und/oder schwach ausgeprägten Bruch. Je nach Richtung unterscheidet man Aufschiebung oder Abschiebung, selten entstehen auch durch Blattverschiebungen pultschollenartige Strukturen.

Die Erosionsenergie pro Fläche unterscheidet sich (unabhängig von der Hauptwetterrichtung betrachtet) durch das unterschiedliche Gefälle enorm, so dass die flache Seite bedeutend langsamer als die steile erodiert wird. Sie ist daher teilweise auch in Kammrichtung eben.

Beispiele für PultschollengebirgeErzgebirge

Harz

Schwarzwald und Vogesen

Wiehengebirge

Appalachen

Pyrenäen

Die Pyrenäen (spanisch Pirineos, französisch Pyrénées, baskisch Pirinioak, katalanisch Pirineus, aragonesisch Perinés und okzitanisch Pirenèus; von lateinisch Pyrenaei [montes] ‚das pyrenäische Gebirge zwischen Spanien und Gallien‘) sind eine rund 430 km lange Gebirgskette. Sie trennen die Iberische Halbinsel im Süden vom übrigen Europa im Norden und spannen vom Atlantischen Ozean im Westen (Golf von Biscaya) bis zum Mittelmeer im Osten (Golf de Roses). Sie sind Teil des Alpidischen Gebirgssystems.

Die Staatsgrenze zwischen Frankreich und Spanien folgt im Wesentlichen dem Gebirgskamm. Mitten in den Pyrenäen liegt auch der Kleinstaat Andorra.

Die Herkunft der Bezeichnung Pyrenäen ist unbekannt. Nach griechischer und römischer Literatur, u. a. nach Silius Italicus, sollen sie nach Pyrene, einer Figur aus der griechischen Mythologie, benannt worden sein.

Sant’Antonino (Korsika)

Sant’Antonino ist eine französische Gemeinde mit 124 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016) im Département Haute-Corse in der Region Korsika; sie gehört zum Arrondissement Calvi und zum Kanton Calvi.

Nachbargemeinden von Sant’Antonino sind Pigna im Norden, Santa-Reparata-di-Balagna im Osten, Cateri im Süden und Aregno im Westen.

Sant’Antonino ist in 479 m Höhe auf einem Gebirgskamm gelegen. Aufgrund der ausgezeichneten Panoramasicht wird es auch "Adlerhorst der Balagne" genannt. Der Ort kann nur zu Fuß begangen werden. Das Ortsbild prägen eine Vielzahl enger Gassen mit hohen Granithäusern und Gewölben. Als ehemalige befestigte Hochburg der Grafen Savelli diente Sant’Antonino damals auch für die Bewohner der Balagne als Zufluchtsstätte vor Piraten.

Tula Mountains

Die Tula Mountains sind eine Gruppe ausladender Berge, die unmittelbar an der Ostküste der Amundsenbucht im ostantarktischen Enderbyland liegen. Der Gage Ridge, ein 11 km langer und teilweise schneebedeckter Gebirgskamm, ragt 4 km westlich des Mount Selwood in den Tula Mountains auf.

Entdeckt wurden sie am 14. Januar 1930 von Teilnehmern der British Australian and New Zealand Antarctic Research Expedition (1929–1931) unter der Leitung des australischen Polarforschers Douglas Mawson. Ihre ursprüngliche Benennung Tula Range geht auf die Brigg Tula zurück, mit der der britische Seefahrer John Biscoe das Enderbyland im Jahr 1831 entdeckte. Die heutige Benennung geschah auf Vorschlag der Schlittenmannschaft um den Geodäten Graham Alexander Knuckey (1934–1969) von der 1958 durchgeführten Forschungsreise der Australian National Antarctic Research Expeditions.

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