Fundi

Die Bezeichnung Fundis (ugs: von Fundamentalisten) wurde als innerparteilicher Kampfbegriff in der westdeutschen Partei Die Grünen in den 1980er und frühen 1990er Jahren benutzt. Als Fundis bezeichnete die Strömung der Realos um Joschka Fischer ihre innerparteilichen Widersacher, die im Unterschied zu den Realos einer Regierungsbeteiligung kritisch gegenüberstanden. Diese bezeichneten sich selbst als Radikalökologen (Jutta Ditfurth). Die Parteilinken um Rainer Trampert und Thomas Ebermann, welche teilweise aus dem Kommunistischen Bund oder vom antirevisionistischen Flügel der Jusos kamen, bezeichneten sich als Ökosozialisten. Später ging der Begriff in den allgemeinen Sprachgebrauch über und bezeichnete all jene innerhalb der Partei Die Grünen, die systemkritische, antikapitalistische und pazifistische Positionen vertraten oder an Prinzipien wie etwa der Trennung von Amt und Mandat und dem Rotationsprinzip festhielten.

Erstmals wurde der Begriff bei den Auseinandersetzungen innerhalb des Landesverbandes der Grünen in Hessen um eine Zusammenarbeit mit der SPD nach den Landtagswahlen 1982 gebraucht. Die Grünen zogen mit 8,0 % der Stimmen in den Landtag ein, in dem weder die SPD noch die CDU über eine eigene Mehrheit verfügten ("Hessische Verhältnisse"). In ihrem Landtagswahlprogramm hatten Die Grünen eine „Fundamentalopposition gegen die lebensfeindliche und undemokratische Politik von SPD, CDU und FDP“ angekündigt. Diejenigen, die deshalb eine Koalition mit der SPD ablehnten, wurden als Fundis bezeichnet. Aus den innerparteilichen Auseinandersetzungen gingen die Realos als Sieger hervor. Einer mehrjährigen Tolerierung einer SPD-Minderheitsregierung folgte am 12. Dezember 1985 die Bildung einer ersten Landesregierung unter Beteiligung der Grünen. Umweltminister wurde Joschka Fischer.

Auf ihrer Bundesversammlung am 22./23. Juni 1985 in Hagen stellten Die Grünen erstmals auf einer Bundesversammlung fest, dass sie auch eine Regierungsbeteiligung auf Bundesebene für möglich halten:

Ende der 1980er Jahre ging auch ein Teil der Parteilinken innerhalb der Grünen, der eine Regierungsbeteiligung nicht ausschließen wollte, im Linken Forum auf Distanz zu einer Ablehnung einer Regierungsbeteiligung, darunter etwa der spätere Staatsminister im Auswärtigen Amt Ludger Volmer und der spätere Chefredakteur des Neuen Deutschlands, Jürgen Reents.

Prominente Vertreter der Ökosozialisten um Rainer Trampert und Thomas Ebermann verließen 1990 die Partei, der Kreis der Radikalökologen um Jutta Ditfurth 1991. Eine gemeinsame Organisierung kam dabei nicht zustande, in Gründungen wie der Ökologischen Linken oder der Alternativen Liste in Hamburg organisierte sich nur eine Minderheit der bisherigen Fundis, andere gingen zur Partei des Demokratischen Sozialismus (PDS). Viele linke Grüne beteiligten sich 1989–1991 an dem von der Zeitschrift konkret initiierten, letztendlich aber vergeblichen Versuch, mit der Radikalen Linken ein neues linksradikales Sammlungsprojekt mit anderen Kräften (Vereinigte Sozialistische Partei (VSP), Teilen der Autonomen, Kommunistischer Bund (KB) etc.) ins Leben zu rufen.

In der Gegenwart hat die Bezeichnung Fundi bei den innerparteilichen Auseinandersetzungen bei Bündnis 90/Die Grünen an Bedeutung verloren, weil eine Regierungsbeteiligung nicht mehr grundsätzlich umstritten ist, Prinzipien wie die Trennung von Amt und Mandat oder die Rotation an Bedeutung verloren haben und Fundis im ursprünglichen Sinn in der Partei nicht mehr wahrnehmbar vertreten sind.

Dagegen taucht die Bezeichnung Fundi mit analoger Bedeutung wie bei den Grünen inzwischen zur Beschreibung eines innerparteilichen Flügels der Partei Die Linke auf. Der Begriff des Fundamentalismus wird in der politischen Diskussion häufig in anderer Bedeutung benutzt.

Literatur

  • Thomas Ebermann/Rainer Trampert: Die Zukunft der Grünen. Ein realistisches Konzept für eine radikale Partei. Hamburg 1984, ISBN 3-922144-40-3.
  • Makoto Nishida: Strömungen in den Grünen (1980–2003): Eine Analyse über informell-organisierte Gruppen innerhalb der Grünen. LIT, Münster 2005, ISBN 3-8258-9174-7.
  • Joachim Raschke, Gudrun Heinrich: Die Grünen. Wie sie wurden, was sie sind. Bund, Köln 1993, ISBN 3-7663-2474-8.
  • Joachim Raschke: Die Zukunft der Grünen. So kann man nicht regieren. Campus, Frankfurt am Main 2001, ISBN 3-593-36705-X.
-i

Das Suffix -i wird in der deutschen Sprache unterschiedlich verwendet und ist in der Umgangssprache verbreitet.

Laut dem Duden wird es etwa zum Abkürzen oder Erweitern von Substantiven wie häufig Namen (Hypokoristikum) verwendet und kennzeichnet eine Koseform, als Beispiele werden Kati, Klausi, Schatzi genannt. Es wird auch zum Abkürzen oder Erweitern von Wörtern unterschiedlicher Wortart verwendet und drückt eine gewisse wohlwollende Einstellung gegenüber der Person oder der Sache aus. Andererseits wird es zum Abkürzen von Substantiven verwendet und bezeichnet eine Person, die sehr allgemein durch etwas charakterisiert wird, Beispiele hierzu sind Fundi, Sympi, Wessi. Letztlich sind substantivische Abkürzungen entstanden, die durch Weglassen der auf -i folgenden Buchstaben entstanden ist, als Beispiele hierzu wurden Assi, Promi, Zivi angegeben.Zur Verwendung als Diminutivsuffix im Schweizerdeutschen siehe -li.

Bao (Mancala-Spiel)

Bao ist ein Mancala-Spiel aus Afrika. Es wird in einigen Ländern Ostafrikas (unter anderem Tansania, Kenia, Malawi, Burundi und Ost-Kongo) gespielt. In Malawi ist es auch unter dem Namen Bawo bekannt. Am populärsten ist es unter den Swahilis von Tansania und Kenia. Das Wort bao heißt ‚Brett‘ in Swahili.

Manche nennen Bao „König der Mancala-Spiele“, da es als das schwierigste und komplexeste von ihnen gilt.

Es gibt mehrere Varianten von Bao. Das komplexeste wird Bao la Kiswahili („Bao der Swahilis“) genannt. Bao la kujifunza („Bao für Beginner“) ist eine vereinfachte Version des Swahili-Spieles. Bao la Kiarabu („Bao der Araber“) ist eine noch einfachere Variante, welche aus dem Oman stammt, wo es als Hawalis bekannt ist. Das Spiel „Omweso“, welches in Uganda gespielt wird, benutzt ein ähnliches Brett und Steine wie Bao und hat vergleichbare Spielregeln.

In Sansibar werden die Meister des Spiels hoch geachtet. Dort gibt es Bao-Vereine und Bao-Meister, die fundi (Künstler) oder bingwa (Experte) genannt werden. Offizielle Meisterschaften finden auf Sansibar, in Kenia und in Malawi statt. Auch in Europa werden Turniere organisiert.

Cäcuber

Der Cäcuber (lateinisch Caecubum, altgriechisch Kaikoubos) war ein äußerst hochwertiger antiker Rotwein, der auf dem „Caecubus ager“, einer sumpfigen Ebene in Latium am Küstensee von Fundi (lateinisch lacus Fundanus) nicht weit von der Stadt Tarracina angebaut und im gesamten Römischen Reich konsumiert wurde. Auf den lockeren Vulkantuff-Böden dieses latischen Anbaugebietes gediehen die Reben des Cäcubers vorzüglich. Die römischen Dichter Horaz (in den Oden) und später Martial rühmten diesen Wein in höchsten Tönen. Nero ließ im Anbaugebiet des Cäcuber einen Kanal bauen, um den in der Nähe vermuteten Schatz der Dido abtransportieren zu können. So wurde das sumpfige Weinbaugebiet entwässert und schließlich vollkommen zerstört. Der Cäcuber verschwand zunächst vollends aus dem Angebot. Der Name erhielt sich aber wohl als generelle Bezeichnung eines edlen Weines. Zu Martials Zeit wurde dann ein edler Cäcuber in den Keltern der griechischen Stadt Amyklae imitiert, produziert und an die Weingenießer geliefert.

Fondi

Fondi ist eine italienische Stadt in der Provinz Latina in der Region Latium mit 39.779 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2017). Der antike Name der Stadt war Fundi.

Fundi (Begriffsklärung)

Fundi steht für:

Fundi, umgangssprachlich Vertreter einer fundamentalistischen politischen Ideologie, ursprünglich im Unterschied zu Realo innerhalb der Partei Die Grünen

umgangssprachlich für Vertreter eines religiösen, besonders christlichen Fundamentalismus

in der Swahili-Sprache weitgefasstes Wort in Ostafrika für einen Handeltreibenden, früher ein Agent der Sklavenhändler. Ebenso Ritualführer und Heiler bei einer Pepo-Heilungszeremonie

Fundi, antiker Name der Stadt Fondi im Latium

Lucius Papirius Crassus (Konsul 336 v. Chr.)

Lucius Papirius Crassus war ein Politiker der frühen Römischen Republik. 340 v. Chr. amtierte er als Diktator sowie 336 und 330 v. Chr. als Konsul.

Luigi Ernesto Palletti

Luigi Ernesto Palletti (* 29. Oktober 1956 in Genua) ist Bischof von La Spezia-Sarzana-Brugnato.

Marcus Livius Drusus Claudianus

Marcus Livius Drusus Claudianus († 42 v. Chr. bei Philippi) war ein Senator der späten römischen Republik.

Er stammte aus der gens Claudia, wohl dem Zweig der Claudii Pulchri, und wurde von einem Livius adoptiert, vermutlich dem jüngeren Marcus Livius Drusus. Drusus Claudianus war mit einer Alfidia verheiratet, Tochter eines Marcus Alfidius aus der italischen Stadt Fundi, mit der er eine Tochter Livia Drusilla hatte, die Frau des Augustus wurde.

Im Jahr 50 v. Chr. leitete Drusus Claudianus einen Gerichtshof; es ist unklar, ob er ein dafür bestellter Richter oder Prätor war. Im Frühjahr 45 v. Chr. war er in Rom, wo Cicero überlegte, Gärten von ihm zu kaufen. 43 v. Chr. wurde er von den Triumvirn proskribiert und floh zu den Caesarmördern nach Griechenland. Nach der Niederlage in der Schlacht bei Philippi 42 v. Chr. nahm er sich das Leben, anstatt sich zu ergeben.Als Großvater bzw. Urgroßvater der Kaiser Tiberius und Claudius wurde Drusus Claudianus in der frühen Kaiserzeit mit Statuen geehrt.

Municipium

Municipium (pl. Municipia) bezeichnete in der römischen Republik ursprünglich eine von Rom abhängige Stadt Latiums und später Italiens, deren Bürger gegenüber Rom die gleichen Pflichten übernehmen (lateinisch: munera capere) mussten wie die römischen Bürger. In der Regel handelte es sich bei einem municipium also um einen Ort, der sich den Römern hatte unterwerfen müssen – zu teilweise durchaus unterschiedlichen Bedingungen.

Wohl seit dem Latinerkrieg 338 v. Chr. hatten Bürger von Municipia cum suffragio alle Rechte eines römischen Bürgers. Erstes Municipium dieser Art soll Tusculum gewesen sein. Später kamen u. a. Aricia, Lanuvium und Nomentum hinzu.

Die Einwohner eines Municipium (auch civitas) sine suffragio galten demgegenüber lange Zeit nicht als vollwertige römische Bürger. Zwar mussten sie im römischen Heer dienen und Steuern bezahlen, besaßen jedoch kein Stimm- und Wahlrecht in der römischen Gesamtgemeinde und waren auch nicht in die Tribus eingetragen.

Einige dieser Städte besaßen innere Selbstverwaltung. Das älteste dieser Municipia soll Caere gewesen sein, nach dem die Liste der nicht stimmberechtigten Römer tabulae Caeritium hieß. Weitere Städte dieser Rechtsform waren etwa Capua, Cumae, Casilinum und Atellae.

Andere Municipia ohne Stimmrecht waren auch intern nicht autonom, sondern standen unter der Kontrolle eines aus Rom entsandten Präfekten. Zu ihnen gehörten zunächst (Ende des 4. Jahrhunderts v. Chr.) Fundi, Formiae und Arpinum, später kamen weitere praefecturae hinzu.

Viele civitates sine suffragio erhielten im Laufe der Zeit das volle römische Bürgerrecht (Fundi, Formiae und Arpinum 188 v. Chr.). Die Lex Iulia und die Lex Plautia Papiria während des Bundesgenossenkriegs 90 und 89 v. Chr. erhoben alle Landstädte Italiens zum Municipium mit vollem Bürgerrecht, so dass seitdem das Wort generell „italische Landstadt“ bedeutete.

In der Kaiserzeit, beginnend bereits mit Gaius Iulius Caesar, erhielten auch Städte in den Provinzen außerhalb Italiens (allerdings fast nur im Westen des Reiches) das Recht eines Municipiums. Im 1. und 2. Jahrhundert gab es auch municipia Latina, deren Einwohner das gegenüber dem römischen weniger umfassende latinische Recht besaßen. Seit dem Jahr 212 besaßen dann alle Städte des Reiches mindestens den Rang eines municipiums (wobei sich die Unterschiede zur Stellung als colonia nicht immer genau bestimmen lassen).

Nibionno

Nibionno ist eine Gemeinde in der Provinz Lecco in der italienischen Region Lombardei mit 3696 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2017).

Nuvilly

Nuvilly (Freiburger Patois ) ist eine politische Gemeinde im Distrikt Broye des Kantons Freiburg in der Schweiz.

Rainer Trampert

Rainer Trampert (* 5. Mai 1946 in Heuwisch, Kreis Dithmarschen, Schleswig-Holstein) ist ein deutscher Publizist und ehemaliger Politiker. Er war Mitbegründer der Partei Die Grünen in der Bundesrepublik Deutschland. Zwischen 1982 und 1987 war er Bundesvorstandssprecher der Grünen und ein bekannter Vertreter des linken Flügels der Partei. Er war neben Thomas Ebermann einer der Vordenker der so genannten Ökosozialisten innerhalb der Partei. Zusammen mit einigen weiteren Protagonisten dieses Flügels trat er aus Protest gegen die realpolitische Tendenz der Grünen 1990 aus der Partei aus; er warf ihnen vor, sich den etablierten Parteien zunehmend anzupassen. Heute ist Trampert vor allem publizistisch tätig und nach wie vor im Umfeld der Neuen Linken bekannt.

Realo

Realos bezeichnet die Vertreter von so genannten realpolitischen Positionen innerhalb der deutschen Partei Bündnis 90/Die Grünen und ihrer Fraktionen auf kommunaler, Landes- und Bundesebene. Weibliche Realos werden gelegentlich als Realas bezeichnet.Der Begriff wurde ursprünglich abgeleitet von dem Arbeitskreis Realpolitik, der 1981 in Frankfurt von Joschka Fischer, Daniel Cohn-Bendit und anderen Wortführern der Sponti-Szene und Autoren des regionalen Stadtmagazins Pflasterstrand initiiert wurde.

Als wöchentlich angebotenes offenes Forum traf sich der Arbeitskreis Realpolitik in den Redaktionsräumlichkeiten des Pflasterstrands. Der Arbeitskreis Realpolitik verstand sich Anfang 1981/1982 als ausdrücklich außerparteilicher Gegenpol zur inhaltlichen Ausrichtung der Grünen.

Insbesondere meinungsführende Parteimitglieder des Frankfurter Kreisverbands der Grünen, unter anderem Jutta Ditfurth und ihre Anhänger wurden im Gegensatz zu den Realos als Fundis, Öko-Fundamentalisten oder öko-sozialistische Fundamentalisten bezeichnet.

STUDIOPARK KinderMedienZentrum

Der STUDIOPARK KinderMedienZentrum ist ein Fernseh- und Filmproduktionsstandort mit Sitz in Erfurt. Er wurde 2007 eingeweiht und umfasst Studios, sowie Nutzfläche für Büros, Werkstatt und Fundi. Durch die Fokussierung des Zentrums auf die Produktion von Kindermedien und die individuellen Fördermöglichkeiten für Existenzgründer ist der STUDIOPARK KinderMedienZentrum einzigartig in Deutschland. Betreiber ist die Betreibergesellschaft für Applikations und Technologiezentren Thüringen mbH (BATT).

Samolaco

Samolaco ist eine norditalienische Gemeinde (comune) mit 2893 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2017) in der Provinz Sondrio in der Lombardei.

Titularbistum Fundi

Fundi (ital.: Fondi) ist ein Titularbistum der römisch-katholischen Kirche.

Es geht zurück auf einen untergegangenen Bischofssitz in der gleichnamigen antiken Stadt, die in der Landschaft Latium an der Westküste der Italienischen Halbinsel an der Stelle der heutigen Stadt Fondi lag.

Ubaldo Calabresi

Ubaldo Calabresi (* 2. Januar 1925 in Sezze, Italien; † 14. Juni 2001) war ein römisch-katholischer Erzbischof und Diplomat des Heiligen Stuhls.

Ubaldo Calabresi empfing am 27. März 1948 die Priesterweihe. Papst Paul VI. ernannte ihn am 3. Juli 1969 zum Titularerzbischof von Fundi und bestellte ihn zum Apostolischen Delegaten in den Sudan. Die Bischofsweihe am 28. September 1969 spendete ihm Kardinalstaatssekretär Jean-Marie Kardinal Villot; Mitkonsekratoren waren Sergio Pignedoli, Sekretär der Kongregation für die Evangelisierung der Völker, und Arrigo Pintonello, Erzbischof von Terracina-Latina, Priverno und Sezze.

1972 wurde er von Papst Paul VI. zum Apostolischen Pro-Nuntius im Sudan und 1978 zum Nuntius in Venezuela ernannt. 1981 erfolgte durch Papst Johannes Paul II. die Ernennung zum Nuntius in Argentinien. Am 4. März 2000 wurde seinem altersbedingten Rücktritt stattgegeben.

Ökologische Linke

Die Ökologische Linke (veraltete Kurzbezeichnung ÖkoLi, neueres Kürzel ÖkoLinX) ist eine deutsche Kleinpartei, die im Jahr 1991 nach der „realpolitischen Wende“ der damaligen Grünen unter dem Namen Ökologische Linke/Alternative Liste (Ökoli/AL) von einigen vormaligen Mitgliedern des so genannten Fundi-Flügels gegründet wurde. Sie selbst bezeichnet sich als radikalökologisch und ökosozialistisch. Die Parteigründung erfolgte vor allem auf Initiative von Jutta Ditfurth und ihrem Lebensgefährten Manfred Zieran nach Ditfurths Austritt aus den Grünen und war eine Reaktion auf das Erstarken der von ihnen und ihren Unterstützern abgelehnten realpolitischen Neuorientierung innerhalb der Grünen nach der Deutschen Wiedervereinigung.

Bundesweit konnte die Ökologische Linke nicht Fuß fassen. Auch im Gründungsland Hessen blieben ihr nennenswerte Erfolge bei Wahlen versagt. Mitglieder der Ökologischen Linken kandidieren auf kommunaler Ebene bei der Wählergemeinschaft ÖkoLinX-Antirassistische Liste (ÖkoLinX-ARL). ÖkoLinX-ARL wurde seit 2001 mehrfach ins kommunale Parlament – die Stadtverordnetenversammlung im Frankfurter Römer – gewählt. Auch bei der Wählergemeinschaft ÖkoLinX-Antirassistische Liste Berlin Friedrichshain-Kreuzberg (ÖkoLinX-ARL B F-K) sind Mitglieder der Ökologischen Linken beteiligt.

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