Das große Buch der deutschen Fußballvereine

Das Große Buch der deutschen Fußballvereine ist ein deutschsprachiges Nachschlagewerk für deutsche Fußballklubs, das im Kasseler Agon-Sportverlag erscheint.

Geschichte

Das von den Journalisten und Fußballhistorikern Hardy Grüne und Christian Karn verfasste Werk erschien erstmals 1992 noch allein von Grüne verfasst unter dem Titel „Who is who der deutschen Fußballvereine“. Die dritte Auflage wurde 2001 unter dem Titel „Vereinslexikon“ herausgebracht.

Die einzelnen Vereine werden mit vollständigem Namen einschließlich Namens- und Fusionschronologie, Vereinsfarben und Adresse dargestellt. Des Weiteren sind die Vereinserfolge und Platzierungen sowie die bislang genutzten Stadien des jeweiligen Klubs und der Zuschauerschnitt erfasst. Eine Wappenchronologie zu jedem einzelnen Klub sowie rund 300 historische und aktuelle Stadionfotos runden das Werk ab.[1] Die im Oktober 2009 erschienene vierte Auflage enthält zu jedem der ca. 3500 beschriebenen Vereine nunmehr auch einen einleitenden Text, in dem die Geschichte des betreffenden Klubs dargestellt wird. Redaktionsschluss der aktuellen Auflage war der 30. August 2009, mithin ist die jeweilige Vereinsgeschichte bis zum Ende der Saison 2008/09 berücksichtigt. Kritiker würdigten die 2001 erschienene Vorauflage als verlässliches und fleißiges Kompendium.[2]

Aufnahmebedingungen

In das „Große Buch der deutschen Fußballvereine“ hat Hardy Grüne alle an der Endrunde um die deutsche Meisterschaft von 1903 bis 1963 sowie der Endrunde um die Regionalmeisterschaften Nord, West, Berlin, Süd, Mitte, Südost und Balten von 1903 bis 1933 teilnehmenden Mannschaften aufgenommen. Zudem enthält es alle Vereine der Spielklassen:

  • Zweitklassigkeit:
    • 2. Divisionen bzw. Amateurligen Süd, Südwest, West, Nord, Berlin (dort erst ab der Eingleisigkeit 1950)
    • DDR-Liga mit ihren ein bis fünf Staffeln ab 1950
    • Regionalligen 1963 bis 1974
    • 2. Bundesliga
  • Drittklassigkeit:
    • Amateurligen bzw. Landesligen in Süd, Südwest und West, in Nord und Berlin jedoch erst ab 1963
    • Amateuroberligen (eingeführt 1974 im Norden, 1978 in der restlichen Bundesrepublik)
    • Regionalligen 1994 bis 2008.
  • Viertklassigkeit:

Die nunmehr fünftklassigen Oberligen sind nach der Ligareform zur Saison 2008/09 ab diesem Zeitpunkt aus Raumgründen nicht mehr berücksichtigt. Eine Einarbeitung wurde jedoch ausweislich des Vorworts für die nächste Auflage des Buches in Aussicht gestellt.

Darüber hinaus enthält es die Meister der vor 1933 bestehenden Verbände ATSB, DJK, Rotsport und Deutsche Turnerschaft.

Literatur

  • Hardy Grüne, Christian Karn: Das große Buch der deutschen Fußballvereine. Agon Sportverlag, Kassel 2009, ISBN 978-3-89784-362-2.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. blutgraetsche.de: Verlagsinfo
  2. indirekter-freistoss.de: Presseschau für den kritischen Fußballfreund
Ahlener SV

Der Ahlener SV war ein Sportverein aus Ahlen im Kreis Warendorf. Die erste Fußballmannschaft spielte ein Jahr in der Oberliga Westfalen.

Breslauer FV 06

Der Breslauer Fußballverein 1906 e. V. (Kurzname Breslauer FV 06) war ein Fußballverein aus Breslau, Schlesien. Der Fußballclub zählte zu den erfolgreichsten in Breslau. Als Spielstätte dienten unterschiedliche Sportplätze beziehungsweise Stadien. Von 1912 bis 1920 spielte man zunächst auf dem Gandauer Exerzierplatz, später im Eichenpark Pöpelwitz. Im Herbst 1920 wurde das 6.000 Zuschauer fassende Stadion an den Oswitzer Friedhöfen eröffnet.

Breslauer SC 08

Der Breslauer SC 08 (vollständiger Name Breslauer Sportclub 1908) war ein Fußballverein aus Breslau. Er nahm mehrmals an den Endrundenspielen zur deutschen Meisterschaft teil.

Fußball-Westfalenliga

Die Westfalenliga (bis 2008 Verbandsliga Westfalen) ist seit der Saison 2012/13 die zweithöchste Spielklasse des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen im Männerfußball und die sechsthöchste im deutschen Ligasystem. Die amtierenden Meister der Westfalenliga sind Preußen Münster II und der RSV Meinerzhagen.

Hardy Grüne

Hardy Grüne (* 31. Dezember 1962 in Dortmund) ist ein deutscher Autor.

Hardy Grüne wuchs zunächst in Dortmund auf, er lebt seit 1975 in Göttingen. Er studierte Geografie, Politik und Publizistik. Schon als Kind wurde er wie sein Vater Fußballfan (bis heute von Göttingen 05). Hinzu kam die Leidenschaft, Fußballanstecknadeln zu sammeln. Das führte dazu, dass er sich zum Fußballstatistiker und Fußballhistoriker entwickelte und dazu diverse Bücher veröffentlichte. Außerdem verfasst er politische und historische Bücher und Artikel über Gewerkschaften.

2011 nahm Grüne beim 12.000-km-Radrennen Tour d’Afrique, 2014 am Radrennen The Andes Trail teil. Das 11.000-km-Rennen von Quito bis Ushuaia wird in 108 Tagesetappen gefahren.Zusammen mit Frank Willig bringt Hardy Grüne seit 2015 die Quartalszeitschrift „Zeitspiel – Magazin für Fußball-Zeitgeschichte“ heraus. Er gehört dem Wissenschaftlichen Beirat des Niedersächsischem Institut für Sportgeschichte an.

Hermannia Kassel

Hermannia Kassel – zuletzt im Vereinsregister eingetragen als Sportverein Hermannia 1906 e. V. – ist ein Sportverein aus Kassel, der vor allem durch seine Fußballmannschaft überregional Bekanntheit erlangte.

Hummelsbütteler SV

Der Hummelsbütteler SV ist ein deutscher Sportverein aus Hamburg-Hummelsbüttel.

LSV Berlin

Der Luftwaffen-Sportverein Berlin (kurz LSV Berlin) war ein Militärsportverein aus Berlin, in dem verschiedene Sportarten ausgeübt wurden.

Im September 1944 löste sich der Luftwaffensportverein Berlin komplett auf.

MSV Brünn

Der Militärsportverein Brünn (kurz MSV Brünn) war eine deutsche Soldatenmannschaft in Brünn im Protektorat Böhmen und Mähren, heute in Tschechien gelegen.

SC Alemannia Cottbus

Der SC Alemannia Cottbus (vollständiger Name Sport-Club 1896 Alemannia Cottbus, überlieferte Schreibweise auch Allemannia) war ein Fußballverein aus Cottbus.

SVA Gütersloh

SVA Gütersloh (offiziell: Sportvereinigung Arminia Gütersloh 1918 e.V.) ist ein Sportverein aus der ostwestfälischen Kreisstadt Gütersloh in Nordrhein-Westfalen mit den Abteilungen Tennis, Handball, Badminton, Hapkido, Leichtathletik, Breitensport und einer Herz- und Gefäß-Sportgruppe. Die Handballabteilung ist in der HSG Gütersloh involviert.Die Fußballabteilung fusionierte am 12. Mai 1978 mit der von DJK Gütersloh zum FC Gütersloh, dem Vorgängerverein des heutigen FC Gütersloh. Die erste Fußballmannschaft spielte drei Jahre in der damals zweitklassigen Regionalliga und nahm einmal am DFB-Pokal teil. Heimspielstätte war das Heidewaldstadion.

SV 1899 Mühlhausen

Der SV 1899 Mühlhausen ist ein deutscher Sportverein aus Mühlhausen/Thüringen im Unstrut-Hainich-Kreis. Der Verein ist aktiv in Leichtathletik, Fußball, Volleyball, Fechten, Boxen, Behindertensport, Gymnastik, Dart, Badminton und Capoeria.

SV Baesweiler 09

Der SV Baesweiler 09 war ein deutscher Fußballverein aus Baesweiler.

Union 02 Hamborn

Der SV Union 02 Hamborn war ein Fußballverein aus dem Duisburger Stadtteil Hamborn. Die erste Fußballmannschaft spielte drei Jahre in der damals erstklassigen Gauliga Niederrhein.

Union Gelsenkirchen

Union Gelsenkirchen war ein Sportverein aus dem Gelsenkirchener Stadtteil Ückendorf. Die erste Fußballmannschaft spielte ein Jahr in der Gauliga Westfalen.

Union Ohligs

Union Ohligs war ein Sportverein aus Solingen. Die erste Fußballmannschaft spielte drei Jahre in der II. Division West.

VfR 1897 Breslau

Der VfR 1897 Breslau (vollständiger Name Verein für Rasenspiele 1897 Breslau) war ein Fußballverein aus Breslau. Sein ursprünglicher Name war SV Blitz Breslau.

VfR Kirn

Der VfR Kirn ist ein deutscher Fußballverein aus Kirn.

Wacker Leipzig

Der SC Wacker Leipzig war ein Sportverein aus dem Leipziger Stadtteil Gohlis. Er wurde 1895 gegründet und bestand unter diesem Namen bis 1945.

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