Corcubión

Corcubión ist eine Gemeinde in der Provinz von A Coruña der Autonomen Gemeinschaft Galicien in Spanien. Corcubión liegt am gleichnamigen Fluss unweit Kap Finisterre sowie am verlängerten Jakobsweg, dem Camino a Fisterra.

Gemeinde Corcubión
Wappen Karte von Spanien
Wappen von Corcubión
Corcubión (Spanien)
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Basisdaten
Autonome Gemeinschaft: Galicien Galicien
Provinz: A Coruña
Comarca: Fisterra
Koordinaten 42° 57′ N, 9° 12′ W
Höhe: msnm
Fläche: 6,52 km²
Einwohner: 1.578 (1. Jan. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 242,02 Einw./km²
Postleitzahl: 15130
Gemeindenummer (INE): 15028
Nächster Flughafen: Flughafen Santiago de Compostela 90 km
Verwaltung
Bürgermeister: Francisco Javier Lema Fuentes PSOE
Adresse der Gemeindeverwaltung: Pza. José Carrera, 1 - 15130 Corcubión Tel.: +34 981 745 400
Website: corcubion.info/es
Lage der Gemeinde
Comarca Fisterra

Geschichte

Der Naturhafen des Ortes war bereits in der Antike stark frequentiert, von manchen Historikern wird er mit dem Arretrebarum portus antiker Quellen gleichgesetzt. Der vermutlich aus dem keltischen stammende Namen des Ortes zeugt vom Alter der Siedlung.

Bis in das 13. Jahrhundert befand sich der Siedlungskern zum Schutz vor Angriffen von der Seeseite weiter landeinwärts. Nach einer Beschreibung von 1742 lebten etwa 200 Einwohner in der Ortschaft, die vom Fischfang und von der Salzherstellung in Salinen lebten.

Später im 18. Jahrhundert übernahmen reiche katalanische Familien die Salinen und bauten sie erheblich aus. Dadurch erlebte der Ort einen wirtschaftlichen Aufschwung, der bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts andauerte, dann aber von einer tiefen Wirtschaftskrise abgelöst wurde, die zu zahlreicher Emigration insbesondere in die Umgebung von Buenos Aires führte. Ein dort gegründeter Heimatverband hatte in der Hochzeit mit 3.000 Mitgliedern doppelt so viele Angehörige wie Corcubión Einwohner.

Politik

Historische Entwicklung im Rat von Corcubión
Partei 2015[2] 2011[3]
Stimmen % Sitze Stimmen % Sitze
PSOE 34,94 % 3 43,30 % 4
BNG 31,67 % 3 29,50 % 3
PP 21,78 % 2 20,13 % 2
PACor 9,17 % 1

Wirtschaft

Beschäftigungszahlen der Gemeinde Corcubión in den Wirtschaftszweigen Stand März 2015
Beschäftigte Anteil in Prozent
TOTAL 483 100
Ackerbau, Viehzucht und Fischerei 20 4,14
Industrie 62 12,84
Bauwirtschaft 31 6,42
Dienstleistungsbetriebe 370 76,60
* Daten aus dem Statistischen Amt für Wirtschaftliche Entwicklung in Galicien, IGE

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Cifras oficiales de población resultantes de la revisión del Padrón municipal a 1 de enero. Bevölkerungsstatistiken des Instituto Nacional de Estadística (Bevölkerungsfortschreibung).
  2. 2015 Spanisches Innenministerium (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven)
  3. 2011 Spanisches Innenministerium
Amarela

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Amarela ist ein Dorf in der Provinz A Coruña der Autonomen Gemeinschaft Galicien in Spanien. Es liegt am verlängerten Jakobsweg, dem Camino a Fisterra, und ist administrativ von Corcubión abhängig.

Camino a Fisterra

Als Camino a Fisterra wird der verlängerte Jakobsweg von Santiago de Compostela zum Kap Finisterre (galicisch Fisterra) bezeichnet.

Der Camino a Fisterra gehört streng genommen nicht zu den Jakobswegen, weil er nicht Santiago de Compostela zum Ziel hat. Er stand und steht jedoch in engem Zusammenhang zu diesem Pilgerweg. Der Camino a Fisterra wird schon in den Chroniken des 12. Jahrhunderts erwähnt, wo beschrieben wird, dass viele Pilger nach der Ankunft und kurzem Aufenthalt in Santiago nach Fisterra – dem damaligen Ende der Welt – weiterzogen, was heute so noch zu beobachten ist. Noch klarer wird die Verbindung, wenn man in die vorchristliche Zeit des Jakobswegs zurückgeht: als Initiationsweg hatte er Kap Finisterre als Ziel. Dort war die größte Nähe zu den Inseln der Seligen möglich, die die keltische Sage jenseits des Horizonts im Atlantik platziert, gleichbedeutend mit der Auseinandersetzung mit dem Tod.

Als Ort, dem eine Marienerscheinung nachgesagt wird, ist Muxía ein weiteres Ziel auf dem Weg von Santiago Richtung Atlantik.

Cee

Cee ist eine Gemeinde in der spanischen Provinz A Coruña in der Autonomen Region Galicien mit 7576 Einwohnern (Stand 1. Januar 2018).

Don-Inda-Klasse

Die Schiffe der Don-Inda-Klasse, international auch als Neptun Class bzw. Ulstein Zamakona Neptun Series bezeichnet, sind als Mehrzweckschiffe konzipierte spanische Hochsee-Bergungsschlepper der Sociedad de Salvamento y Seguridad Marítima. Die Schiffe fahren mit Heimathafen Santa Cruz de Tenerife unter der Flagge Spaniens. Sie dienen der Abwehr von Gefahr im Falle einer Havarie.

Die Don Inda ist das Typschiff der Klasse. Sie ist für das Operationsgebiet Galicien zuständig und in Corcubión stationiert. Das Schwesterschiff Clara Campoamor ist für das Operationsgebiet der Straße von Gibraltar zuständig und in Algeciras stationiert.

Die Schiffe sind Teil des spanischen Notschleppkonzeptes. Neben der Möglichkeit, die Schiffe als Schlepper (Not- und Bergungsschlepper) einzusetzen, können sie auch im Falle von Ölunfällen und Bränden auf See sowie als Rettungsschiff eingesetzt werden.

Fisterra (Comarca)

Die Comarca Fisterra (spanisch Finisterre) ist eine Verwaltungseinheit Galiciens. Die Fläche von 336,90 km² entspricht 1,14 % der Fläche Galiciens. Die Comarca besteht aus den folgenden fünf Municipios:

Cee

Corcubión

Dumbría

Fisterra

Muxía

Liste der Fischereikennzeichen in Spanien

Das Fischereikennzeichen ist ein vorgeschriebenes Kennzeichen am Bug von Seefischerschiffen. Das Kennzeichen besteht aus einer Buchstabenfolge, die den Heimathafen bezeichnet, gefolgt von einer Registriernummer.

Liste der Gemeinden in der Provinz A Coruña

Dies ist eine Liste der Gemeinden (galicisch concellos; spanisch municipios) der Provinz A Coruña in der spanischen Autonomen Region Galicien.

O Vilar (Corcubión)

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O Vilar ist ein Dorf in der Provinz A Coruña der Autonomen Gemeinschaft Galicien in Spanien. Es liegt am verlängerten Jakobsweg, dem Camino a Fisterra, und ist administrativ von Corcubión abhängig.

Pedro Messía de la Cerda

Pedro Messía de la Cerda, 5º Marqués de la Vega de Armijo, Markgraf (spanisch: marqués) von la Vega de Armijo (* 16. Februar 1700 in Córdoba, Region Andalusien, Spanien; † 1783 in Madrid, Spanien) war ein spanischer Offizier und Kolonialverwalter, der als Vizekönig von Neugranada amtierte.Messía de la Cerda entstammte eine Adelsfamilie und schlug eine militärische Karriere ein. 1717 begann er seinen Militärdienst in Cádiz. Er nahm an der spanischen Eroberung von Sardinien 1718 teil und kämpfte bei der (Wieder-) Eroberung Siziliens für die Spanier. Dabei wurde er verwundet und geriet kurzzeitig in Kriegsgefangenschaft.

Von 1719 an kämpfte er auf See auf spanischer Seite vorwiegend gegen die britische Marine. 1726 wurde er zum Leutnant befördert. 1732 nahm er am Feldzug in Algerien teil. 1735 ernannte man ihn zum Fregattenkapitän, mit dem Auftrag die Atlantikroute der Spanier bei den Azoren zu sichern.

1747 kommandierte er das Kriegsschiff Glorioso und hatte eine Fracht von vier Millionen Silberdollars von Amerika nach Europa zu bringen. Auf Höhe der Azoren griffen die Engländer, die im österreichischen Erbfolgekrieg gegen die Spanier im Krieg lagen, mit mehreren Schiffen und Fregatten die Glorioso am 25. Juli 1747 an; doch Messía gelang es zu entkommen. Auch ein zweiter Angriff auf Höhe von Kap Finisterre konnte zurückgeschlagen werden, und Messía schaffte es, seine Ladung am 16. August 1747 sicher in Corcubión zu löschen. Auf der Fahrt von dort nach Cádiz griffen die Briten ein drittes Mal an, bei Kap St. Vincent. Unter enormen Verlusten gelang es ihnen, die Glorioso manövrierunfähig zu schießen: Messía und seine Männer mussten sich ergeben.

In Spanien wurden sie dennoch als Helden gefeiert. Messía stieg zum Flottenbefehlshaber auf und wurde zum Kammerherren des Königs ernannt.

Ab 1750 befehligte er die Marineeinheiten, die vor Südamerika und der Karibik die Piraterie und das Schmugglerwesen einbinden sollten. 1753 machte er Station in Cartagena und traf dort auf den frisch aus Europa eingetroffenen Vizekönig von Neugranada, José Solís Folch de Cardona, den er später im Amte beerben sollte.

1755 kehrte er aber zunächst nach Europa zurück und übernahm an Bord der Tigre den Oberbefehl über die spanische Mittelmeerflotte. 1757 wurde er zum Generalleutnant befördert und in den Obersten Kriegsrat berufen.

Im März 1760 ernannte ihn König Karl III. zum Vizekönig von Neugranada, Messía schiffte sich nach Südamerika ein und erreichte Cartagena im Oktober. Im Februar 1761 hielt er seinen feierlichen Einzug in Santa Fé de Bogotá.

Bereits im September 1761 begab er sich wieder nach Cartagena, weil die Briten den Hafen von Havanna auf Kuba blockierte. 1763 kehrte er nach Bogotá zurück.

Von großer Bedeutung war für ihn die Missionierung der Einheimischen, wenn auch mit geringem Erfolg; immer wieder mussten die Spanier Revolten und Aufstände niederschlagen. Um die desolaten Staatsfinanzen zu sanieren, erhob er eine Steuer auf Tabak nach dem Vorbild der Branntweinsteuer, die seine Vorgänger eingeführt hatten. Zur Verbesserung der Staatseinnahmen unternahm er einige Maßnahmen, um den Goldabbau voranzutreiben. Das Postwesen unterwarf er einem staatlichen Monopol. Unter seiner Amtszeit wurde eine Salpeterfabrik in Tunja sowie eine Schießpulverfabrikation in Bogotá.

Er förderte die Bildung und richtete die ersten höheren Schulen für Mädchen in Südamerika ein. Als König Karl III. befahl, den Jesuitenorden aus allen spanischen Kolonien zu vertreiben, hatte Messía, der selbst den Jesuiten sehr zugedacht war, diesen Befehl für Neugranada umzusetzen. Es gelang Messía die Bücher aus den Jesuitenkollegien zu sammeln; sie bildeten den Grundstock der ersten öffentlichen Bibliothek in Neugranada.

Als er die Siebzig überschritten hatte, bat er um seine Ablösung. 1771 entsprach der Hof seinem Wunsche und sandte Manuel de Guirior als Nachfolger. Messía verließ Bogotá im September 1772 in Richtung Cartagena, übergab dort die Amtsgeschäfte und segelte zurück nach Europa.

Dort starb er 1783 in Madrid.

Praia de Carnota

Praia de Carnota ist ein Strand an der Costa da Morte in der Gemeinde Carnota in der Provinz A Coruña in Spanien. Mit seinen mehr als sieben Kilometern Länge ist er der längste Strand in Galicien.Bei Ebbe ist der Strand an einigen Stellen mehr als 500 Meter breit. An seiner inneren Strandlagune und den zugehörigen Sümpfen lebt eine Vielzahl an Zugvögeln. Das Areal ist allerdings besonders gefährdet durch die Folgen der Ölpest durch den 2002 gesunkenen Öltanker Prestige, die in den letzten Jahren zu einer merklichen Verschlechterung der ökologischen Bedingungen geführt hat.

Der Strand von Carnota bildet mit dem Monte Pindo auf der Nordseite der Bucht ein Naturschutzgebiet im Netz von Natura 2000. Das Gebiet ist insgesamt 4629 Hektar groß und erstreckt sich über die concellos von Carnota, Mazaricos, Cee und Dumbría zwischen der Ría von Corcubión im Norden und der Ría de Muros e Noia.

Provinz A Coruña

Die spanische Provinz A Coruña gehört zur Autonomen Region Galicien und liegt im äußersten Nordwesten der Iberischen Halbinsel. Hauptstadt ist A Coruña (galicisch; spanisch La Coruña), die namensgebende größte Stadt. Auch Santiago de Compostela, der Zielort des Jakobsweges, gehört als historisch und touristisch besonders bedeutende Stadt zu dieser Provinz.

Vilar

Vilar ist der Familienname folgender Personen:

Alberto Vilar (* 1940), kubanisch-amerikanischer Spekulant

António Vilar (1912–1995), portugiesischer Schauspieler

Antônio Emidio Vilar (* 1957), brasilianischer Ordensgeistlicher, Bischof von São Luíz de Cáceres

Esther Vilar (* 1935), argentinisch-deutsche Schriftstellerin

Jean Vilar (1912–1971), französischer Schauspieler, Theaterregisseur und -intendant

Néstor Vilar (* 1993), uruguayischer Fußballspieler

Pedro Vilar (Bildhauer), spanischer Bildhauer

Pedro Vilar (Komponist), dominikanischer Komponist

Pedro Vilar (Illustrator), argentinischer Illustrator und Karikaturist

Pedro Vilar (Sänger) (* 1949), portugiesischer Sänger

Pierre Vilar (1906–2003), französischer Historiker

Tracy Vilar (* 1968), US-amerikanische SchauspielerinVilar ist der Name folgender Orte:

in Portugal:

Vilar (Boticas), Ort im Concelho de Boticas

Vilar (Moimenta da Beira), Gemeinde im Concelho de Moimenta da Beira

Vilar (Terras de Bouro), Ort im Concelho de Terras de Bouro

Vilar (Vila do Conde), Ort im Concelho de Vila do Conde

Vilar Barroco

Vilar Chão (Alfândega da Fé)

Vilar Chão (Vieira do Minho)

Vilar da Veiga

Vilar das Almas

Vilar de Amargo

Vilar de Andorinho

Vilar de Besteiros

Vilar de Cunhas

Vilar de Ferreiros

Vilar de Figos

Vilar de Lomba

Vilar de Maçada

Vilar de Mouros

Vilar de Murteda

Vilar de Nantes

Vilar de Ossos

Vilar de Perdizes (São Miguel)

Vilar de Peregrinos

Vilar de Pinheiro

Vilar de Rei

Vilar do Chão

Vilar do Monte (Macedo de Cavaleiros)

Vilar do Monte (Ponte de Lima)

Vilar do Paraíso

Vilar do Torno e Alentém

Vilar Formoso

Vilar Maior

Vilar Seco de Lomba

Vilar Seco (Nelas)

Vilar Seco (Vimioso)

Vilar Torpim

Vilar (Cadaval)in Spanien:

O Vilar (Corcubión), Galicienin Indien:

Vilar (Indien)in Italien:

O Vilar, piemontesischer Name von Villar Dora in der Metropolitanstadt TurinSiehe auch:

Villar

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