Chuzestan

Koordinaten: 31° 27′ N, 48° 59′ O

Chuzestan (persisch خوزستان) oder auch Chusistan ist eine der 31 Provinzen des Iran. Sie liegt am nordöstlichen Ufer des Persischen Golfs und ihre Hauptstadt ist Ahvaz. Im Westen grenzt Chuzestan direkt an Irak.

In der Provinz leben 4.274.979 Menschen (Volkszählung 2006).[1] Die Provinz umfasst 64.055 Quadratkilometer und hat eine Bevölkerungsdichte von 67 Einwohnern pro Quadratkilometer.

خوزستان
Chuzestan
BahrainKatarOmanKuwaitTürkeiArmenienAserbaidschanTurkmenistanAfghanistanPakistanIrakSaudi-ArabienVereinigte Arabische EmirateSistan und BelutschistanSüd-ChorasanKerman (Provinz)HormozganFarsBuschehr (Provinz)Yazd (Provinz)Razavi-ChorasanNord-ChorasanGolestan (Provinz)MāzandarānSemnan (Provinz)Teheran (Provinz)Alborz (Provinz)Ghom (Provinz)Tschahār Mahāl und BachtiyāriKohgiluye und Boyer AhmadChuzestanIlam (Provinz)LorestanMarkaziIsfahan (Provinz)GilanArdabil (Provinz)Qazvin (Provinz)Hamadan (Provinz)Kermānschāh (Provinz)KordestānOst-AserbaidschanZandschan (Provinz)West-AserbaidschanLage der Provinz Chuzestan im Iran
Lage der Provinz Chuzestan im Iran
Basisdaten
Staat Iran
Hauptstadt Ahvaz
Fläche 64.055 km²
Einwohner 4.274.979 (Volkszählung 2006)
Dichte 67 Einwohner pro km²
ISO 3166-2 IR-10

Verwaltungsgliederung

Chuzestan gliedert sich in 26 Verwaltungsbezirke (Schahrestan):

  • Abadan
  • Aghadschari
  • Ahvaz
  • Andika
  • Andimeschk
  • Baghmalek
  • Bavi
  • Behbahan
  • Chorramschahr
  • Dascht-e-Azadegan
  • Dezful
  • Guotvand
  • Haftkel
  • Hendijan
  • Hoveizeh
  • Izeh
  • Karun
  • Lali
  • Mahschahr
  • Masdsched Soleyman
  • Omidiyeh
  • Ramhormoz
  • Ramschir
  • Schadegan
  • Schusch
  • Schuschtar

Politik

Chuzestan stellt 6 Abgeordnete für den Expertenrat und 18 Abgeordnete für das Parlament (Madschles).

Bevölkerung

Schiitische Araber stellen nahezu die Bevölkerungsmehrheit im Süden der Provinz, während schiitische Perser und verwandte Ethnien wie Bachtiaren und Luren im Norden und Osten dominieren. Im Norden der Provinz leben ebenfalls noch Kurden, welche nach dem Iran-Irak-Krieg von der Regierung dort angesiedelt wurden. Ebenso ist Chuzestan Heimat der iranischen Mandäer.

Geographie

Zu Zeiten der Elamiter, Babylonier und Meder war Chuzestan durch hochentwickelte Bewässerungsanlagen erschlossen und galt bis zur Arabisierung im 7. Jahrhundert als Kornkammer Mesopotamiens und Persiens.

Im südiranischen Tiefland zwischen dem Zāgros-Gebirge und dem Persischen Golf überwiegen heute wüstenähnliche Steppe und an den Flussläufen Karun, Kercha und Schatt al-Arab größere Sumpfgebiete.

Wirtschaft

Wegen ergiebiger Erdöl- und Erdgas-Vorkommen ist Chuzestan Mitte des 20. Jahrhunderts wieder zu einer weltwirtschaftlich und geopolitisch bedeutenden Region geworden. Von 1980 bis 1988 war das iranische Chuzestan Ziel eines irakischen Eroberungskrieges, dem Ersten Golfkrieg. Die Provinz leidet immer noch unter den Kriegsfolgen und den Verwüstungen durch die irakisch-arabischen Armeen.

In der Provinz Chuzestan befinden sich die größten Wasserkraftwerke und Staudämme Irans am Fluss Karun in der Nähe der Stadt Masdsched Soleyman.

Galerie

Choghazanbil2

Elamisches Zikkurat, Tschogha Zanbil, erbaut unter Untasch Napirischa

Parthian Queen Bust

Büste einer Parthischen Königin, Ausgrabung Chuzestan

Lion Darius Palace Louvre Sb3298

Achämenidischer Dariuschpalast, Susa (Schuschan), Löwe auf einer Dekorationstafel, Louvre

Archers frieze Darius palace Louvre AOD487

Schütze (Dariuschpalast, Susa), Louvre

Bull capital Apadana Louvre AOD1

Stierkapitell, Apadanahalle, Susa, Louvre

Hochschulen

  • Khorramshahr University of Nautical Sciences and Technologies
  • Ahvaz Jundishapur University of Medical Sciences
  • Petroleum University of Technology
  • Shahid Chamran University of Ahvaz
  • Shahid Chamran University-Dezful
  • Islamic Azad University of Shushtar
  • Islamic Azad University of Abadan
  • Islamic Azad University of Omidiyeh
  • Islamic Azad University of Ahvaz
  • Islamic Azad University of Behbahan
  • Islamic Azad University of Izeh
  • Amirkabir University of Technology, Mahshahr campus
  • Azad University of Mahshahr

Geschichte

Siehe dazu den Artikel Chusistan.

Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise

  1. City Population: Iran - Städte und Provinzen.
Abadan

Abadan (persisch آبادان Ābādān /ɔːbɔːˈdɔːn/) ist eine am Schatt el Arab gelegene Stadt in der Provinz Chuzestan im äußersten Südwesten Irans. Die Stadt hat knapp 213.000 Einwohner. In Abadan befindet sich eine der größten Raffinerien der Erde. Sie ist das Zentrum der iranischen Erdölindustrie.

Ahvaz

Ahvaz oder Ahwas (persisch اهواز Ahvāz; auch Ahwaz) ist eine Stadt in Iran am Ufer des Flusses Karun mitten in der Provinz Chuzestan am Persischen Golf. Der neuere Teil von Ahvaz mit Industriegebieten liegt rechts des Karun, die älteren Teile am linken Ufer. Mit etwa 1.303.000 Einwohnern (Stand 2016) ist Ahvaz die größte Stadt der Provinz Chuzestan.Die Mehrheit der Einwohner sind Iraner, zum Teil arabischer Abstammung. Die Umgangssprache ist meist persisch, aber zum großen Teil auch arabisch. Die Amtssprache ist Persisch. Außerdem leben in Ahvaz unter anderem Luren und Schuschtari.

Akademie von Gundischapur

Die Akademie von Gundischapur oder Gondeschapur (persisch فرهنگستان گندی‌شاپور, DMG Farhangestân-e Gondišâpur, syrisch Beth-Lapat) war das intellektuelle Zentrum des Sassanidenreichs und bestand vom 3. bis 10. Jahrhundert.

Die Stadt Gundischapur selbst liegt in der heutigen Provinz von Chuzestan im Südwesten Irans unweit des Flusses Karun.

Bandar-e Imam Chomeini

Bandar-e Imam Chomeini (persisch بندر امام خميني) ist eine Hafenstadt im Iran in der Provinz Chuzestan am Persischen Golf. Der Hafen Imam Khomeini ist ein bedeutender Seehafen des Landes.

Basra

Basra (arabisch البصرة, DMG al-Baṣra; auch Basrah oder Bassora) ist eine Stadt im Süden des Irak. Sie liegt am Schatt al-Arab etwa 100 Kilometer entfernt von dessen Mündung in den Persischen Golf und ist die wichtigste Hafenstadt des Landes. Basra ist Hauptstadt der an die iranische Provinz Chuzestan grenzenden Provinz Basra und nicht zuletzt wegen der Erdölindustrie die bedeutendste Stadt im mehrheitlich von Schiiten bewohnten Südirak. Sie ist eine der ersten Städte, die von den Arabern nach der Eroberung des Vorderen Orients gegründet wurden.

Chorramschahr

Chorramschahr (persisch خرمشهر; auch: Khorramshahr, bis 1924 Mohammerah) ist eine am Zusammenfluss von Euphrat und Tigris, dem Schatt al Arab, gelegene Stadt auf iranischer Seite, in der Provinz Chuzestan mit hochgerechnet knapp 138.400 Einwohnern im Jahre 2012.

Bis 1924 war Chorramschahr unter regionaler Regierung des jeweiligen Schahs, und hieß bis dahin Mohammerah. Seit 1924 liegt es unter dem heutigen Namen in nationaler Verwaltung.

Chorramschahr war und ist eine bedeutende Hafenstadt nahe bei Abadan, wo es eines der bedeutendsten Erdölfördergebiete der Welt gibt.

Im ersten Golfkrieg (1980–1988) war Chorramschahr von November 1980 bis Juni 1982 von der irakischen Armee besetzt. Die Stadt wurde durch die Kampfhandlungen und als Folge der Besatzung fast vollständig zerstört. Siehe Schlacht von Chorramschahr.

Es gibt in Chorramschahr eine Universität für nautische Wissenschaften und Technologien.

Die Stadt besitzt einen Bahnhof an einer Zweigstrecke der Transiranischen Eisenbahn.

Dezful

Dezful (persisch دزفول; auch Desful, Dezh-pol) ist eine mehr als 5000 Jahre alte Stadt am Fluss Dez in der Provinz Chuzestan im Südwesten des Iran. Zu den besonderen Sehenswürdigkeiten der Stadt gehört eine Brücke aus dem 3. Jahrhundert n. Chr.

Gundischapur

Die Stadt Gundischapur (auch Gondeschapur und Gondischapur, persisch گندی شاپور Gondi Schāpur, DMG Gondēšāpur, mittelpersisch why-'andywk-shpwhry – „das bessere Antiochia Schapurs“; syrisch Beth-Lapat) oder Dschondi Schapur (جُندی شاپور) liegt südlich von dem Dorf Schahadad im Norden der heutigen iranischen Provinz Chuzestan, ca. 10 km südöstlich von Dezful. Sie war eine der wichtigsten, vielleicht sogar die zweitgrößte Stadt des Sassanidenreiches und Sitz der Akademie von Gundischapur, eines kulturell-wissenschaftlichen Zentrums im vorislamischen Persien.

Izeh

Izeh (persisch شهرستان ایذه Schahrestān-e Īze) ist eine Stadt in der Provinz Chuzestan im Südwesten des Iran. Sie befindet sich etwa 28 km westlich der Karun-3-Talsperre und 180 km östlich von Ahwas.

Karche (Fluss)

Der Karche (auch Karkhe(h), persisch کرخه Karche, DMG Karḫe; arabisch الكرخة al-Karcha, DMG al-Karḫa) ist ein Fluss im Iran.

Der Karche entsteht im Zāgros-Gebirge in der Nähe der Stadt Pol-e Dochtar aus den Quellflüssen Kaschkan and Seymare. Er durchfließt die Provinz Chuzestan, verläuft dabei in der Ebene nahe der alten Stadt Susa etwa 100 km weit parallel zum Fluss Dez und versickert nach Westen biegend in den Hawizeh-Sümpfen, die sich beidseits der iranisch-irakischen Grenze erstrecken. Durch starke Wasserentnahme und wegen der weitgehenden Austrocknung der Mesopotamischen Marschen erreicht der Karche nur noch bei starkem Frühlingshochwasser dort den Tigris, wo dieser sich mit dem Euphrat zum Schatt al-Arab vereint.

Der Karche wird bereits in der Bibel erwähnt und hat dort den Namen Ulai (hebräisch: אולי). Aus der Zeit der Achämeniden berichtet Herodot über einen Fluss, den er Choaspes nennt, dass der persische Großkönig Kyros nur Wasser aus diesem Fluss trinke und deshalb auf Reisen stets viele silberne Fässer gefüllt mit gekochtem Choaspes-Wasser mitführe. Heute ist der Fluss vor allem wegen des Karchestaudamms und -Kraftwerks bekannt.

Liste der Großstädte im Iran

Die Liste der Großstädte im Iran bietet einen Überblick über die Entwicklung der Einwohnerzahl der größeren Städte des vorderasiatischen Staates Iran.

Die mit Abstand größte Metropolregion in Iran ist Teheran mit einer Einwohnerzahl von 13.413.348 (Stand 25. Oktober 2006). Damit leben etwa 20 Prozent der Menschen des Landes in der Hauptstadtregion.

Die folgende Tabelle enthält die Städte mit mehr als 100.000 Einwohnern, deren Namen in deutscher Transkription und in persisch, sowie die Ergebnisse der Volkszählungen vom 22. September 1986, 11. September 1991, 25. Oktober 1996, 25. Oktober 2006 und 24. September 2016. Aufgeführt ist auch die Provinz, zu der die Stadt gehört. Die Einwohnerzahlen beziehen sich auf die Stadt in ihren politischen Grenzen, ohne politisch selbständige Vororte.

(VZ = Volkszählung)

Quelle: Citypopulation

Lurische Sprache

Lurisch (persisch لرى Lorī, IPA: /loriː/, /luriː/) ist ein dem Persischen nah verwandter Dialektcluster, der zur Südwestgruppe der iranischen Sprachen gehört, zu der auch Persisch gerechnet wird.

Manche Forscher sehen diesen Kluster als eine Untergruppe des Persischen. Bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts waren weniger als 150 Wörter der Sprache im Westen bekannt und Lurisch wurde noch 1901 als kurdischer Dialekt betrachtet, vor allem, da kurdische Stämme in Lorestan leben. Erst ein Aufsatz O. Manns im Jahre 1904 deckte die „tiefergehende Scheidung“ von Kurdisch und Lurisch auf. Lurisch findet sich regional parallel zu Bachtiarisch und Leki.

Lurisch wird hauptsächlich in den iranischen Provinzen Lorestan, Ilam, Tschahār Mahāl und Bachtiyāri, Kohgiluye und Boyer Ahmad sowie in Teilen von Chuzestan und Isfahan gesprochen.

SIL Ethnologue listet folgende Dialekte auf:

Nördliches Lori [lrc], ca. 1,5 Mio Sprecher (2001)

Bachtiari [bqi], ca. 1 Mio Sprecher (2001)

Südliches Lori [luz], ca. 875.000 Sprecher (1999)

Kumzari [zum], gesprochen auf der Halbinsel Musandam und der vorgelagerten Insel Dschazīrat Umm al-Ghanam in Nordoman, ca. 1.700 Sprecher (1993)

Auch eine große Gruppe von Luren spricht Leki, das nach Meinung einiger Sprachwissenschaftler nicht als kurdischer, sondern als lurischer Dialekt gilt.

Masdsched-Soleyman-Talsperre

Die Masdsched-Soleyman-Talsperre (Karun 2) ist eine von mehreren Talsperren am Karun in der iranischen Provinz Chuzestan. Sie dient vor allem der Wasserkraftgewinnung und steht 25 km entfernt von Masdsched Soleyman und 160 km von Ahvaz. 23,5 km flussaufwärts befindet sich die Shahid-Abbaspur-Talsperre (Karun 1), 90 km unterhalb die Obere Gotvand-Talsperre.

Das Wasserkraftwerk wurde in einer unterirdischen Kaverne untergebracht und liefert im Endausbau 2000 MW, die in 8 Turbinen erzeugt werden. In der ersten Phase waren nur vier Turbinen in Betrieb. Der Staudamm ist ein Steinschüttdamm mit einem zentralen Lehmkern.

Präsident Chātami weihte die Talsperre nach etwa achtjähriger Bauzeit am 19. April 2001 ein.

Masdsched Soleyman

Masdsched Soleyman (persisch: ایرسليمان) ist eine Stadt in der südlichen iranischen Provinz Chuzestan. Hier wurde 1908 zum ersten Mal Erdöl aus dem Nahen und Mittleren Osten gefördert. Die Bevölkerungszahl beträgt über 116.000 (Stand 2012) und besteht zum größten Teil aus Bachtiaren.

Die Stadt entstand, als vor rund 100 Jahren die Anglo-Persian Oil Company in dieser Gegend nach Erdöl suchte. In Naftoon, das heute das Stadtzentrum ist, wurde das erste Erdöl gefördert. Das 100-Jahr-Jubiläum dieses Fundes wurde 2008 gefeiert. In der Stadt und Umgebung befinden sich auch drei große Talsperren: Shahid-Abbaspur-Talsperre (Karun-1), Karun-3 und Masdsched-Soleyman-Talsperre.

Schatt al-Arab

Der Schatt al-Arab, auch Arvandrud, ist ein Fluss im Irak und Iran, der zum Teil die Grenze dieser beiden Staaten bildet. Er ist zudem eine bedeutende Wasserstraße für die Binnenschifffahrt beider Länder.

Schuschtar

Schuschtar (persisch شوشتر, DMG Šūštar, arabisch تستر, DMG Tustar) ist eine antike Befestigungsstadt in der Provinz Chuzestan im Südwesten des Iran. 2009 wurde das historische Bewässerungssystem von Schuschtar in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen.Der antike Name der Stadt Šurkutir, der auf Schrifttafeln in Persepolis erwähnt wurde, lässt sich auf die elamitische Zeit zurückführen. Die heutige Bezeichnung der Stadt bezieht sich auf Susa (persisch شوش Schusch) und könnte als Steigerungsform des Namens interpretiert werden.

Susa (Persien)

Susa (persisch شوش Schūsch, DMG Šūš; hebräisch שושן Schūschān; altgriech. Σοῦσα, lateinisch Susa) war eine antike Stadt. Ihre Reste liegen im Südwesten des heutigen Iran nahe der irakischen Grenze in der Provinz Chuzestan am Rande der heutigen Stadt Schusch. Susa ist eine der ältesten durchgehend besiedelten Städte der Welt. Die Etymologie des Stadtnamens ist unsicher.

Vom dritten bis zum ersten Jahrtausend v. Chr. war Susa mit kurzen Unterbrechungen Hauptstadt des Reiches von Elam und blieb auch nach dem Untergang dieses Reiches ein bedeutendes urbanes Zentrum. Verschiedene archäologische Ausgrabungen erbrachten reiche Funde. Aufmerksamkeit erregte vor allem der Codex Hammurapi, der schon im Altertum als Beutegut nach Susa verschleppt worden war.

Nach biblischer Überlieferung hat sich der Prophet Daniel während des babylonischen Exils in Susa aufgehalten. In den Erzählungen im Buch Ester spielt der Ort ebenfalls eine wichtige Rolle.

Tschogha Zanbil

Tschogha Zanbil (persisch چغا زنبيل /tʃoˌγɔː zæmˈbiːl/, antik Dur-Untasch) ist eine mittel-elamitische Residenzstadt, die von König Untasch-Napirischa (Untasch-GAL) (1275–1240 v. Chr.), dem Sohn von Humban-Numena gegründet worden war. Die Stadt liegt ca. 40 km südöstlich von Susa (Schusch) in der Provinz Chuzestan des heutigen Iran. Wie andere orientalische Herrscher der etwa gleichen Zeit verließ auch Untasch-Napirischa die alte Hauptstadt seines Landes, um eine neue Stadt zu gründen. Die Stadt ist vielleicht nach dem Vorbild von Dur-Kurigalzu angelegt. Um 640 v. Chr. wurde Dur-Untasch durch die Truppen des assyrischen Königs Assurbanipal erobert. Die Stadt war aber etwa bis Ende der elamischen Epoche im 6. Jh. v. Chr. besiedelt. Heute sind die Ruinen als UNESCO-Welterbe anerkannt.

Verwaltungsbezirke der Provinz Chuzestan

Abadan | Ahvaz | Andika | Andimeschk | Baghmalek | Bavi | Behbahan | Chorramschahr | Dasht-e-Azadegan | Dezful | Guotvand | Haftkel | Hendijan | Hoveizeh | Izeh | Lali | Mahschahr | Masdsched Soleyman | Omidiyeh | Ramhormoz | Ramschir | Schadegan | Schush | Schushtar

Provinzen des Iran

Alborz | Ardabil | Buschehr | Chuzestan | Fars | Ghom | Gilan | Golestan | Hamadan | Hormozgan | Ilam | Isfahan | Kerman | Kermanschah | Kohgiluye und Boyer Ahmad | Kurdistan | Lorestan | Markazi | Māzandarān | Nord-Chorasan | Ost-Aserbaidschan | Qazvin | Razavi-Chorasan | Semnan | Sistan und Belutschistan | Süd-Chorasan | Teheran | Tschahār Mahāl und Bachtiyāri | West-Aserbaidschan | Yazd | Zandschan

Ehemalige Provinzen: Chorasan

In anderen Sprachen

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