Catholic Encyclopedia

Die Catholic Encyclopedia (englisch für Katholische Enzyklopädie) ist ein im Jahr 1913 veröffentlichte, in englischer Sprache verfasstes Nachschlagewerk. Ziel war es, einer breiten Öffentlichkeit umfassende Informationen über Theorie, Doktrin und Praxis des katholischen Glaubens sowie fundierte Informationen zur Geschichte, speziell zur Kirchengeschichte, zu geben. Eine Neuauflage erschien 1922.

Überblick

Im Vorwort der Originalausgabe heißt es:

Die Catholic Encyclopedia wird auch im wissenschaftlichen und universitären Bereich häufig als Quelle genutzt, da sie auch eine große Zahl von historischen Fakten bietet.

Autoren

Die Arbeit an der Catholic Encyclopedia begann am 11. Januar 1905 unter der Leitung von fünf fachkundigen Redakteuren:

Die Autoren setzten sich erstmals in der Redaktion von The Messenger in New York zusammen; das Werk wurde am 19. April 1913 fertiggestellt.

New Catholic Encyclopedia

1967 wurde eine Neuauflage der Catholic Encyclopedia im Auftrag der Catholic University of America in Washington D.C. publiziert, die 15 Bände umfasste; in den folgenden Jahren erschienen Supplemente. 2002/2003 wurde eine zweite überarbeitete Auflage der New Catholic Encyclopedia veröffentlicht.

Ausgaben

  • Charles G. Herbermann (Hrsg.): The catholic encyclopedia – an international work of reference on the constitution, doctrine, discipline, and history of the catholic church . Appleton, New York 1907–1912 (15 Bde., 1 Supplementband 1958)
  • New Catholic encyclopedia: an international work of reference on the teachings, history, organization, and activities of the Catholic Church, and all institutions, religions, philosophies, and scientific and cultural developments affecting the Catholic Church from its beginning to the present. MacGraw-Hill, New York u. a. 1967–1996 (15 Bde., 4 Supplementbände)
  • Thomas Carson (Proj. Ed.): New Catholic encyclopedia. 2nd edition, Thomson/Gale, Detroit 2003 (15 Bde.)

Weblinks

Aleixo de Menezes

Aleixo de Menezes (* 25. Januar 1559; † 3. Mai 1617) war Erzbischof von Goa, Erzbischof von Braga in Portugal und spanischer Vizekönig von Portugal.

Benedikt VII.

Benedikt VII. (* in Rom; † 10. Juli 983 in Rom) war Papst von 974 bis 983. Er war als Sohn Deodats der Enkel von Alberich II. von Spoleto und Neffe Johannes’ XII. Er wurde der vierte Papst aus dem Geschlecht der Grafen von Tusculum.

Benedikt war Bischof von Sutri und wurde 974 Nachfolger des von dem Gegenpapst Bonifatius VII. ermordeten Benedikt VI. Er wurde auf Betreiben Ottos II. gewählt, vor dem Bonifatius VII. nach Byzanz geflohen war. Benedikt förderte die Kirchenreform und die Missionierung der Slawen. Beeinflusst vom Kloster Cluny führte er diese innerkirchliche Reform durch und verdammte unter anderem die Simonie. Er starb am 10. Juli 983 und wurde in der Kirche zum hl. Kreuz von Jerusalem in Rom beigesetzt.

Bistum Kamjanez-Podilskyj

Das Bistum Kamjanez-Podilskyj (lateinisch Dioecesis Camenecensis Latinorum, ukrainisch Кам'янець-Подільська дієцезія) ist ein römisch-katholisches Bistum im Südwesten der Ukraine. Der Kirchensprengel umfasst heute die Oblaste Chmelnyzkyj und Winnyzja.

Das Bistum wurde am 22. September 1918 errichtet.

Clemens XII.

Clemens XII., eigentlich Lorenzo Corsini (* 7. April 1652 in Florenz, (Groß-)Herzogtum Toskana; † 6. Februar 1740 in Rom) war Papst von 1730 bis 1740.

Diakonie (Rom)

Römische Diakonie war die Bezeichnung spezieller Gebäude in den sieben historischen kirchlichen regiones (Stadtviertel) des frühchristlichen Rom.

Diese Aufteilung folgte der administrativen Gliederung der römischen Stadtverwaltung. Die Aufgabe der Diakonie bestand in der Fürsorge für Arme des jeweiligen Stadtteils. In jedem dieser Viertel wurde ein Gebäude (diaconia) errichtet – normalerweise in unmittelbarer Nähe einer römischen Kirche –, welches der Aufnahme von Armen diente. Der Vorsteher einer solchen Diakonie trug die Bezeichnung Diakon (im Laufe der Zeit auch diaconi ecclesiae Romanae); allmählich wurden diese Vorsteher auch diaconi cardinales (Kardinaldiakone) genannt. Diese Kardinaldiakone sind heute eine Klasse von Kardinälen.

Dritter Orden

Dritte Orden sind christliche Gemeinschaften, die jeweils gemeinsam mit einem Ordenszweig für Männer (erster Orden) und einem für Nonnen (zweiter Orden) eine Ordensfamilie bilden. Ihre Mitglieder werden auch Terziaren oder Terziarier genannt.

Gregor XIII.

Gregor XIII., mit bürgerlichem Namen Ugo Boncompagni, (* 7. Januar 1502 in Bologna; † 10. April 1585 in Rom) war Papst von 1572 bis 1585.Gregor XIII. trat 1539 in den Dienst der Kirche. 1558 wurde er Bischof von Vieste und 1565 Kardinal. Am 13. Mai 1572 wurde er im Konklave innerhalb von weniger als 24 Stunden zum Papst gewählt. Den Papstnamen, der schon 150 Jahre außer Gebrauch war, wählte er, da er am Festtag des Hl. Gregor I. zum Kardinal erhoben worden war. Gregor XIII. förderte Wissenschaft und Bildung, reformierte den Kalender, bemühte sich um die Wiedergewinnung verlorener Gebiete des Kirchenstaats und war eine der zentralen Figuren der Gegenreformation. In sein Pontifikat fällt die Bartholomäusnacht in Frankreich, die er ausdrücklich begrüßte.

Innozenz XI.

Innozenz XI. (* 19. Mai 1611 in Como; † 12. August 1689 in Rom), gebürtig Benedetto Odescalchi, war von 1676 bis 1689 Papst der katholischen Kirche. Er wird als Seliger verehrt.

Johann Peter Kirsch

Johann Peter Kirsch (* 3. November 1861 in Dippach/Luxemburg; † 4. Februar 1941 in Rom) war ein katholischer Priester, Kirchenhistoriker und Christlicher Archäologe.

Er war der Sohn des Landwirts Andreas Kirsch und seiner Frau Katharina, geb. Didier. Er besuchte das Priesterseminar in Luxemburg und wurde 1884 geweiht. Am Priesterkolleg Campo Santo Teutonico in Rom setzte er seine Studien fort.

Kirsch war von 1888 bis 1890 erster Leiter des Historischen Instituts der Görres-Gesellschaft in Rom. Von 1890 bis 1932 war er Professor für Patrologie und Christliche Archäologie an der Universität Freiburg (Schweiz), ab 1925 war er Leiter des von ihm im Auftrag von Papst Pius XI. gegründeten Pontificio Istituto di Archeologia Cristiana. Die kuriale Finanzverwaltung im 13. und 14. Jahrhundert, die römischen Titel- und Stationskirchen sowie die frühen römischen Kalendarien waren seine Forschungsschwerpunkte. 1932 wurde er zum apostolischen Protonotar ernannt.

Kirsch verfasste viele Beiträge für die englischsprachige Catholic Encyclopedia.

Jurisdiktion (Kirche)

Die kirchliche Jurisdiktion bezeichnet die Rechts- und Verwaltungshoheit eines Ordinarius in seiner Partikularkirche (Jurisdiktionsgebiet).

Kommende

Kommende (Betonung auf der zweiten Silbe; von lat. commendare „anvertrauen“, „empfehlen“) bezeichnet ursprünglich als Begriff im Kirchenrecht die Übertragung der Einkünfte eines Kirchen- oder Klostervermögens auf eine dritte Person unter Befreiung von den Amtspflichten.

In späterer Zeit wurden die Niederlassungen der Ritterorden als Kommende oder Komturei bezeichnet (in Frankreich als commanderie, in Spanien als encomienda, in Polen als komturia, komenda oder komandoria).

Konvent (Kloster)

Ein Konvent (m., von lat. conventus, ‚Versammlung‘) ist eine Niederlassung einer Ordensgemeinschaft, die aus weiblichen oder männlichen Ordensleuten (Nonnen, Mönchen, Ordensbrüdern oder Ordensschwestern) besteht. Sowohl die Gesamtheit der Angehörigen einer solchen Gemeinschaft als auch die Gebäude, in denen die Gemeinschaft lebt, können Konvent genannt werden.

Der Begriff kam in Gebrauch, als sich in der Kirchengeschichte die eremitische Lebensweise mit der zönobitischen verband. Die Eremiten der ostkirchlichen Lauren, die in einzelnen Zellenhäuschen oder Höhlen um die Kirche und die Zelle ihres Oberen lebten, wurden als Conventus bezeichnet. In der Westkirche war der Begriff früh allgemein gebräuchlich.

Im Hinblick auf den Wohnbereich eines Klosters bezieht sich Konvent genau genommen auf die Klöster klausuriert lebender Orden, insbesondere der Bettelorden, nicht auf eine Kongregation. Eine andere Bezeichnung für den Wohnbereich des Klosters, der den Bewohnern des Konvents vorbehalten ist, ist „Klausur“.

Im engeren Sinne bezeichnet Konvent die Versammlung der Konventualen, der stimmberechtigten Mitglieder der Gemeinschaft. Stimmberechtigt sind alle Mitglieder einer Klostergemeinschaft, die die feierliche Profess abgelegt haben. In monastischen Orden gehörten Konversen und Laienschwestern nicht zum Konvent; allerdings hat das Zweite Vatikanische Konzil diese Unterscheidung zugunsten eines „brüderlichen Bandes unter den Mitgliedern“ und „eines einzigen Standes von Schwestern“ aufgehoben.

Bei Gemeinschaften von Ordensschwestern, deren Lebensweise nicht an ein bestimmtes Kloster gebunden ist, spricht man von Niederlassung.

Kopialbuch

Ein Kopialbuch, auch Copeibuch, Kopiar, Kartular oder Chartular (von lat. copiarium bzw. cartularium), ist eine Quelle, die die Texte von Urkunden des Mittelalters und der Frühen Neuzeit in Abschriften enthält.

Königreich Neapel

Das Königreich Neapel war ein Staat in Süditalien, der 1302 durch Teilung des Königreiches Sizilien entstand und 1816 im Königreich beider Sizilien aufging.

Das alte Königreich Sizilien, das aus Gebieten in Süditalien und auf der Insel Sizilien bestand, wurde geteilt in ein Königreich Sizilien auf der Insel, auch Trinakria oder Regnum Siciliae ultra Pharum genannt, mit der Hauptstadt Palermo, und ein Königreich Sizilien auf dem Festland, auch Regnum Siciliae citra Pharum genannt, mit der Hauptstadt Neapel. Die Monarchen der zwei entstandenen Königreiche nannten sich weiterhin beide „König von Sizilien“. Der Begriff „Königreich Neapel“ ist eine moderne Umschreibung für das festländische Königreich.

Leo V. (Papst)

Leo V. war von August bis September 903 für etwa 30 Tage (nach anderen Quellen von Juli bis September) Papst.

Über Leo V. ist nur wenig bekannt. Eine bretonische Legende besagt, dass St. Tugdual, der Schutzpatron von Tréguier, als Pilger nach Rom ging und dort zum Papst erhoben wurde. Diese Version wird dadurch gestützt, dass Leo gemäß dem römischen Katalog den Namen „Leo britigena“ annahm. Eine andere Version sagt, er stamme aus Priapi, einem Dorf nahe der Gemeinde Ardea südlich von Rom. Da er bei seiner Wahl nicht zu den Kardinalpriestern von Rom gehörte, wurde er in zeitgenössischen Berichten als „Presbiter forensis“ bezeichnet.

Über sein Wirken als Papst ist nur bekannt, dass er eine Bulle verfasste, die den Kanonikern von Bologna gewisse Steuern erließ. Der zeitgenössische Autor Auxilius sagte von ihm, dass er ein Mann Gottes und sein Leben und seine Heiligkeit ruhmeswürdig gewesen seien.

Nach einer Amtszeit von etwa 30 Tagen wurde er von dem Kardinalpriester Christophorus von St. Damasus gestürzt und inhaftiert. Christophorus machte sich zum Papst, wurde aber seinerseits im Januar 904 von Sergius III. gewaltsam gestürzt.

Über Leos Tod ist nichts Sicheres bekannt. Eine Version sagt, Christophorus habe ihn eingekerkert und erwürgt, eine andere gibt an, sein Amtsnachfolger Sergius III. habe mit seinen zwei inhaftierten Vorgängern „Mitleid“ gehabt und sie hinrichten lassen. Die Catholic Encyclopedia hält es für am wahrscheinlichsten, dass er im Gefängnis oder in einem Kloster eines natürlichen Todes starb. Seine Gebeine werden in der Lateranbasilika oder in St. Peter vermutet.

Novatian

Novatian (lateinisch Novatianus; * um 200; † um 258) war Theologe und 251 bis 258 römischer Gegenbischof. Die spätantike Bewegung der Novatianer, die sich selbst katharoi (die Reinen) nannten, ist nach ihm benannt.

Pro Ecclesia et Pontifice

Das Ehrenkreuz Pro Ecclesia et Pontifice (lat. „Für Kirche und Papst“) ist ein päpstliches Ehrenzeichen für besondere Verdienste um die Anliegen der Kirche und des Papstes.

Es kann sowohl an Mitglieder des Klerus als auch an männliche und weibliche Laien verliehen werden.

Urban VIII.

Urban VIII. (* 5. April 1568 als Maffeo Barberini in Florenz; † 29. Juli 1644 in Rom) war von 1623 bis 1644 Papst der katholischen Kirche.

Walburga

Walburga (auch Walburg, Waltpurde, Walpurgis, Walpurga, Valborg, in Frankreich Vaubourg, Falbourg, im normannischen Le Perche Gauburge; „wehrhafte Burg“) (* mutmaßlich um 710 im südenglischen Wessex; † mutmaßlich 25. Februar 779, nach anderen Quellen 780 in Heidenheim) war eine angelsächsische Benediktinerin und Äbtissin des Klosters Heidenheim. Walburga gilt als die Tochter des westsächsischen christlichen Königs im angelsächsischen Reich Richard von Wessex und wird von den meisten Quellen als eine Nichte des heiligen Bonifatius angesehen. In der katholischen Kirche wird sie als Heilige verehrt.

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