Boeing B-17

Die Boeing B-17 Flying Fortress (deutsch Fliegende Festung) ist ein schwerer Bomber/Horizontalbomber der Boeing Airplane Company. Er ist der bekannteste Bomber der US-Luftstreitkräfte im Zweiten Weltkrieg und war dafür bekannt, trotz schwerer Schäden noch flugfähig zu sein. Die vollständige Besatzung einer Flying Fortress bestand aus zehn Mann; vier davon waren ausschließlich MG-Schützen.

Insgesamt wurden 12.731 Maschinen hergestellt, wobei der Stückpreis etwa 250.000 US-Dollar betrug. Bezogen auf das Jahr 1943 entspricht dies unter Berücksichtigung der Inflation einem heutigen Wert von 3.470.000 US-Dollar pro Stück.[1] Der Buchstabe „B“ in der Bezeichnung steht für Bomber.

Boeing B-17 Flying Fortress
Boeing B-17F

Boeing B-17F „Flying Fortress“ der USAAF
Typ: Bomber
Entwurfsland:
Hersteller:

Boeing Airplane Company

Erstflug: 28. Juli 1935
Indienststellung: April 1938
Produktionszeit:

1936 bis 1945

Stückzahl: 12.731
Boeing Y1B-17 in flight
Boeing Y1B-17

Geschichte

B-17F formation over Schweinfurt, Germany, August 17, 1943
B-17F beim Angriff auf Schweinfurt am 17. August 1943
Boeing B-17G 2 BG dropping bombs
Eine B-17G der 2. Bombergruppe beim Bombenabwurf

Die Entwicklung des Prototyps Boeing Model 299 erfolgte aufgrund einer Ausschreibung für ein landgestütztes Bombenflugzeug für Langstreckeneinsätze über das Meer.[2] Der Prototyp mit dem zivilen Luftfahrzeugkennzeichen X-13372[3] flog am 28. Juli 1935 zum ersten Mal. Durch einen Pilotenfehler ging die Maschine bei einem Absturz verloren. Nach Anpassungen an die Bedürfnisse der US-Luftstreitkräfte – modifizierte Rumpfnase, größeres Seitenleitwerk, verbesserte Innenausrüstung – startete der neue Prototyp Y1B-17 im Januar 1937 zum Erstflug. Schließlich wurde die erste Serienmaschine B-17B am 20. Oktober 1939 an das United States Army Air Corps (USAAC) ausgeliefert. Als Antrieb dienten vier Wright-R-1820-51-Sternmotoren mit je 1000 hp (745,7 kW). Es folgten 38 weitere Maschinen.

Am 21. Juli 1940 fand der Erstflug der B-17C statt, die neben verstärkter Abwehrbewaffnung eine Panzerung und selbstabdichtende Tanks erhielt. Zudem wurde durch den Einbau von Cyclone-Motoren die Motorleistung auf je 1200 hp (894,8 kW) erhöht. 20 dieser Maschinen gingen als Fortress Mk I an die RAF.

Weitere 42 wurden vom USAAC bestellt und später zur B-17D umgebaut.

Mit der B-17E kamen 1941 die Waffenstände hinter dem Cockpit und unter dem Rumpf sowie der Heckstand dazu, das Kaliber der MG betrug jetzt einheitlich .50 Browning (.50 BMG); sie erhielten das größere und weiter nach vorn gezogene Leitwerk, das später zum charakteristischen Merkmal der B-17 wurde. Die Reichweite der B-17E betrug ohne Bomben 5300 km; die Bombenlast betrug – im Vergleich zu späteren Versionen – relativ geringe 2000 kg. 512 B-17E und 45 Fortress II wurden an die 8. US-Luftflotte bzw. an die RAF geliefert.

Ein Jahr später folgte die B-17F mit einer neuen Bugkanzel aus Plexiglas und einer Reichweite von 7110 km (ohne Bomben). Diese Maschine, von der 3405 Exemplare – darunter 61 Fortress II für die RAF – gebaut wurden, konnte schon 4700 kg Bomben mitführen. 61 Flugzeuge wurden zu Fotoaufklärern F-9 umgebaut.

Am 21. Mai 1943 war der Erstflug der letzten Serienversion – der B-17G. Sie hatte unter dem Bug einen zusätzlichen Waffenturm mit einem Zwillings-MG sowie gegeneinander versetzte Waffenstände in Bugraum und Rumpf, um gegenseitige Behinderungen der MG-Schützen zu vermeiden. Das Modell wurde bis Mitte 1945 insgesamt 8680-mal gebaut. 85 Flugzeuge gingen an die RAF, 10 weitere wurden zu F-9C-Fotoaufklärern umgebaut, 40 Flugzeuge wurden als PB-1G bzw. PB-1W, letztere mit Radarwanne, zur U-Bootabwehr an die US-Navy geliefert, 130 weitere als B-17H-Seenotrettungsflugzeuge mit unter dem Rumpf angebrachtem Rettungsboot. Viele B-17 der Bauserie F wurden zur G-Version umgebaut und aufgerüstet.

Insgesamt sind 12.731 B-17-Maschinen von Boeing und den Lizenznehmern Douglas und Lockheed produziert worden – zu Spitzenzeiten waren es 16 Maschinen täglich.[4] Ein wichtiges Werk war das Boeing-Werk 2 südlich von Seattle.

Die Sektionen des Flugzeuges

Liberty Belle 04
Heck-MG einer B-17G mit Plexiglas-Kanzel

Der Rumpf einer B-17 lässt sich grob in drei Sektionen gliedern – im Folgenden der Länge nach vom Heck ausgehend erläutert.

Hecksektion mit Heck- und Rumpfwaffenständen

Im äußersten Heck des Flugzeugrumpfes ist die Position des Heckschützen (englisch Tail Gunner, Spitzname „Tail-end Charlie“ – auf deutsch ungefähr „Heckschwein“). In dieser äußerst engen und unbequemen Kanzel saß der Schütze hinter einem Browning-M2-Zwillings-Maschinengewehr Kaliber .50 BMG (12,7 × 99 mm). Es war die gefährlichste Position im Flugzeug, da Bomberformationen durch Jagdflugzeuge oft von hinten unten angegriffen wurden.

Liberty Belle 02
Blick aus dem Heck nach vorne. In den Fenstern die Seiten-MG, in der Bildmitte der kugelförmige untere Waffenturm
Liberty Belle 03
Der untere Waffenturm; links und rechts die beiden Läufe des Zwillings-MG

Weiter in Richtung Mitte des Rumpfes befinden sich rechts und links die Positionen der Seitenschützen (Waist Gunners). Jeder der beiden Schützen bediente ein auf einer Lafette befestigtes MG, das aus einem – bis zur Serienversion „F“ offenen, ab Version „G“ mit Plexiglasscheibe verschlossenen – Seitenfenster feuerte und sicherte so das Flugzeug zu den Seiten ab.

Mittlere Rumpfsektion mit Waffenturm, Funkraum und Bombenschacht

Zur Absicherung des Luftraums in alle horizontalen Richtungen sowie nach unten ist näher zum Bug der kugelförmige Sperry-Browning-MG-Turm in den Rumpfboden eingelassen. Er ist elektromotorisch um seine horizontale und vertikale Achse drehbar und ebenfalls mit einem Zwillings-MG ausgestattet. Da der Raum im Kugelturm sehr beengt ist, kamen hier vorrangig kleine Männer zum Einsatz. Der Kugelturmschütze (Ball Turret Gunner) lag auf dem Rücken, schaute aus mehreren kleinen Fenstern aus dem Turm und zielte zwischen seinen Beinen hindurch. Er hatte auch die Aufgabe, das Öffnen und Schließen des Bombenschachtes und den Bombenabwurf zu bestätigen. Auch diese Position war bei Einsätzen besonders gefährlich: Selbst mit fremder Hilfe benötigte der Schütze zum Verlassen des Turms etwa eine Minute – in einer abstürzenden B-17 war so meist nicht genug Zeit, um den Schützen aus seinem Gefängnis zu befreien. Hinzu kam, dass der Kugelturmschütze aufgrund der räumlichen Enge keinen Fallschirm tragen konnte und nur mittels Karabinerhaken an einem Gurt gesichert wurde, der an der Trägerkonstruktion der Kuppel befestigt war.

Zum Bug hin angrenzend befand sich der Raum des Funkers. Frühe Baureihen waren dort mit einem einzelnen, im Deckenfenster auf Lafette montierten und zum Heck ausgerichteten Maschinengewehr ausgestattet, mit dem auf Flugzeuge im Luftraum hinter und über dem Bomber geschossen werden konnte. In der Praxis wurde es selten benutzt, da es schlecht zu bedienen und der Funker in der Regel ohnehin genug mit seinen Hauptaufgaben beschäftigt war. Spätestens ab der Baureihe „G“ wurde daher zugunsten der Gewichtsersparnis auf den Einbau dieses MGs verzichtet.

Durch einen Durchgang ist der Funkraum vom weiter vorne liegenden Bombenschacht getrennt. Hier befinden sich in der Mitte ein Laufsteg und rechts und links davon die Halterungen für die Bomben. Unterhalb des Laufstegs liegt die Bombenschachtluke, deren nach unten öffnende Klappen vom Bombenschützen kurz vor dem Bombenabwurf geöffnet wurden. In diesem Bereich war auch der Großteil der Sauerstoffflaschen für die Atemgeräte der Besatzung montiert.

Bugsektion mit oberem Waffenturm, Cockpit und Bugraum

B-17 pilots controls-20060603
Pilotenseite des Cockpits mit Armaturen
B17 chin turret
B-17G: Bug mit Plexiglaskanzel und Kinnturm-MG

Ein weiterer Durchgang führt in das Cockpit. Auf einem Podest im hinteren Teil war bei Einsätzen der Platz des Technikers, der auch als Schütze des oberen MG-Turms fungierte (Top Turret Gunner). Er sollte auftretende technische Probleme beheben und außerdem im drehbaren oberen Turm, der auch mit einem Zwillings-MG ausgestattet war, den Luftraum oberhalb des Flugzeuges sichern.

Im Cockpit selbst sind die Sitze für den Piloten und den Copiloten. Die Sicht von diesen Plätzen ist durch den langen Bug des Flugzeugs eingeschränkt, so dass die Cockpit-Besatzung nur geradeaus nach vorn und zu den Seiten ungehinderte Sicht hatte. Besonders bei Starts und Landungen waren die Piloten auf die Hilfe der Besatzungsmitglieder im Bugraum angewiesen.

Durch eine Luke im Fußraum zwischen den Piloten gelangt man in den tiefer gelegenen Bugraum. Hier befinden sich ein Kartentisch für den Navigator und in der Plexiglas-Bugkanzel der Drehstuhl des Bombenschützen. Während des Zielanfluges bei Einsätzen bediente der Bombenschütze das in der Kanzel montierte Norden-Bombenzielgerät zur möglichst präzisen Anpeilung des Abwurfziels, die Luken des Bombenschachtes sowie den Auslöser zum Abwurf der Bombenladung. Das Bombenvisier wurde jedoch nur im Leitflugzeug eines Geschwaders benutzt; die Bombenschützen aller übrigen Flugzeuge warfen ihre Bombenladungen gleichzeitig mit der des Leitflugzeugs ab. Zur übrigen Zeit der Einsätze bediente der Bombenschütze in Maschinen ab der Baureihe „G“ als „Kinnturmschütze“ (Chin Turret Gunner) den elektrisch betriebenen vorderen Waffenturm, ebenfalls mit einem Zwillings-MG ausgestattet. Der Navigator hatte die in den Seitenfenstern des Bugraums nach vorne weisend montierten MG zur Verfügung (Nose Gunner).

Die B-17-Besatzung – Aufgaben und Ausrüstung

Memphis Belle crew
Die zehnköpfige Besatzung der B-17F Memphis Belle in voller Fliegermontur (1943)

Die Besatzungsmitglieder und ihre Aufgaben

  1. Pilot – links im Cockpit
  2. Copilot – rechts im Cockpit
  3. Bombenschütze – im Bugraum, ab Baureihe G gleichzeitig Kinnturmschütze, vorher Bugschütze
  4. Navigator – im Bugraum, gleichzeitig Bugschütze (je ein MG links und rechts im Bugraum)
  5. Techniker – hinter dem Cockpit, gleichzeitig Dachturmschütze
  6. Funker – in allen Baureihen bis zum Modell G gleichzeitig Dachschütze
  7. Kugelturmschütze
  8. Rumpfschütze rechts
  9. Rumpfschütze links
  10. Heckschütze

Schutzkleidung

Durch die teilweise offenen Waffenstände benötigten die Besatzungsmitglieder spezielle Ausrüstung, um den in großen Flughöhen herrschenden Klimabedingungen trotzen zu können. Über einem wollenen Unterzeug trug jeder einen elektrisch beheizten Overall. Dann folgte die Uniform, über die eine mit Schaffell gefütterte Fliegerkombination gezogen wurde, inklusive der legendären Bomberjacke der United States Army Air Forces (USAAF), Modell „B-3“. Dazu wurde ein Brust- und Rückenpanzer getragen, der aus einem dichten Kettenhemd bestand, das vom Hals bis zum Becken reichte und vor Flaksplittern und MG-Geschossen schützen sollte. Die Besatzungen trugen hohe Schaffellstiefel, grellgelbe Schwimmwesten, Fallschirme und dicke elektrisch beheizte Handschuhe. Den Kopf schützten eine warme Mütze und gegebenenfalls ein Flakhelm aus Stahl. Derart bekleidet konnten sich die Besatzungsmitglieder kaum noch bewegen, daher wurde besonders die schwere Schutzkleidung von vielen Besatzungen nur während Einsatzphasen unter drohendem Flak-Beschuss an- und danach wieder abgelegt.

Bei der Ausführung von Tätigkeiten wie Erster Hilfe und Reparaturen an den Geräten mussten die Handschuhe abgelegt werden. Hier zählte jede Sekunde, da die Temperatur im ungeheizten Rumpf des Flugzeugs bei großen Flughöhen weit unter dem Gefrierpunkt lag. Erfrierungen waren häufig, und nicht selten verloren Besatzungsmitglieder dadurch Finger.

Geräte und Bewaffnung

Jedes Besatzungsmitglied trug in großen Höhen eine Sauerstoffmaske, dazu Kopfhörer und Kehlkopfmikrofon für das Bordsprechgerät. Außer dem Piloten und dem Copiloten (sowie, ab Teilen der Baureihe G, dem Funker) bediente jedes der zehn Besatzungsmitglieder mindestens ein schweres Browning-Maschinengewehr zur Verteidigung des Bombers gegen angreifende Jagdflugzeuge.

Panzerschutz B-17F

Der Panzerschutz einer B-17F (Stand Ende 1943) bestand aus mehreren 6,3 bis 8,0 mm dicken Panzerplatten, die fast alle vertikal – ähnlich wie Schotten in einem Schiffsrumpf – im Flugzeug eingebaut waren. Lediglich auf Höhe der beiden seitlichen Rumpfschützen waren auch Panzerplatten installiert, die auch gegen seitlichen Beschuss schützen sollten. Zwar waren die Lehnen der Sitze von Kommandant und Copilot gepanzert, jedoch war kein Panzerplattenschutz vorhanden, der die Flugzeugführer vor Frontalbeschuss hätte schützen können. Auch Navigator und Bombenschütze hatten keinen nach vorne wirkenden Panzerplattenschutz. Alle Panzerplatten wiesen eine Festigkeit von 1000 bis 1500 N/mm2 auf, wobei die Einschussseite auf 2 mm Tiefe mit einer Festigkeit von 2000 bis 2500 N/mm2 gehärtet war. Das Gesamtgewicht aller Panzerplatten eines Flugzeugs zusammen betrug 331,5 kg. In Relation zum Gesamtgewicht einer unbeladenen B-17 (16.000 kg) betrug der Gewichtsanteil aller Panzerplatten somit etwa 2 Prozent des Gesamtgewichts.[5]

Mitgeführte Munition B-17F

Eine B-17 F führte 5630 Patronen, verteilt auf die verschiedenen Waffenstände, sowie weitere 1855 Patronen in sieben Reservekisten mit – insgesamt also 7485 Patronen. Das Gesamtgewicht der mitgeführten Patronenmunition betrug etwa 1000 kg.[5]

Einsatz in der deutschen Luftwaffe

Einige B-17 mussten auf von Deutschland besetztem Gebiet notlanden und wurden von der deutschen Luftwaffe nach der Reparatur unter der Tarnbezeichnung „Do 200“ zumeist beim „Kampfgeschwader 200“ für Spezialeinsätze verwendet.

Bedeutende Einsätze

B-17 group in formation
B-17 der 398. BG beim Angriff auf Neumünster am 13. April 1945

Die B-17 bildeten zusammen mit den B-24 „Liberator“ das Rückgrat der US-Bomberverbände im Zweiten Weltkrieg.[6] Die ersten B-17-Verbände der 8. US-Luftflotte landeten am 12. Mai 1942 in England.[3] Sie flogen zunächst ohne Begleitschutz, später eskortiert von P-51 Mustang, P-47 Thunderbolt und anderen Jagdflugzeugen vor allem bei Tagangriffen auf das Reich und die besetzten Gebiete. Besonders bekannt wurden dabei unter anderem folgende Einsätze:

  • 17. August 1942: Erster Tagangriff von B-17 der 8. US-Luftflotte auf Rouen.[3]
  • 24. Juli bis 3. August 1943: Beteiligung an der Operation Gomorrha. Tagangriffe der 8. US-Luftflotte mit bis zu 120 Maschinen auf Hamburg (im Wechsel mit Nachtangriffen durch die Royal Air Force).
  • 17. August 1943: Angriff auf die Messerschmitt-Werke in Regensburg sowie auf die Kugellagerindustrie in Schweinfurt mit insgesamt 376 Maschinen, von denen 60 abgeschossen und über 100 beschädigt wurden (siehe auch Operation Double Strike).
  • 20. bis 25. Februar 1944: Big Week – Mehrere hundert B-17 bombardierten deutsche Flugzeugwerke.
  • 5. April bis 17. Oktober 1944: Nach der weitgehend erfolglosen Operation Tidal Wave vom Vorjahr (durchgeführt ausschließlich durch B-24 von Nordafrika aus) wurden von Italien aus erneut strategische Luftangriffe auf Ploiești mit bis über 600 B-17 der 15. US-Luftflotte auf die Ölfelder und Petroleumproduktionsstätten in Rumänien sowie die Verkehrs- und Transportzentren der Wehrmacht auf dem Balkan in Niš und Belgrad geflogen.[7]
  • 26. Juli 1944: Die 15. US-Luftflotte griff mit mehr als 300 Bombern Flugplätze und Flugzeugfabriken in Ostösterreich an.[8] Aufgrund eines Kommunikationsfehlers war dabei der letzte einfliegende Verband, die 301. Bomber-Gruppe, für kurze Zeit ohne Begleitschutz durch eigene Jagdflugzeuge unterwegs. Diese Zeitspanne nutzten Piloten der deutschen Jagdgeschwader 300 und 302, um binnen weniger Minuten elf B-17 über der Steiermark und dem südlichen Niederösterreich abzuschießen.[9] Die Panne kostete 66 Amerikaner das Leben, weitere 43 gerieten in Kriegsgefangenschaft.
  • 3. Februar 1945: Einer der schwersten Luftangriffe der Alliierten auf Berlin mit 937 B-17.
Aluminum Overcast.1
Restaurierte B-17G

Versionen

Boeing Model 299 b299
Der Prototyp Boeing 299 1935
B-17C with RAF colors
Fortress Mk I der Royal Air Force
B-17
B-17F der 323. Bombergruppe
B-17G Flying Fortress.JPEG
Erhaltene B-17G der USAF
Boeing JB-17G
Testflugzeug JB-17G 1956
US Coast Guard PB-1G in flight
Seenotrettungsflugzeug PB-1G der US-Küstenwache
Boeing PB-1W in flight
PB-1W AWACS der US-Marine 1948
Boeing Modell 299
Prototyp mit vier 750-hp-Motoren Pratt & Whitney R-1690, 1 wurde gebaut.
YB-17 (Y1B-17)
Vorserienflugzeuge mit vier 930-hp-Motoren Wright R-1820-39 Cyclone, 13 wurden gebaut.
B-17A (Y1B-17A)
Prototyp mit vier 1000-hp-Motoren Wright R-1820-51 mit Turbolader, 1 wurde gebaut.
B-17B
Serienversion mit vergrößerten Heckleitwerk, größeren Landeklappen und neuer Plexiglasnase, 39 gebaut.
B-17C
B-17C mit 1200-hp-Motoren Wright R-1820-65. Die ausgebeulten Seitenstände wurden durch flache Fenster ersetzt, das Unterrumpf-MG wurde in eine Bodenwanne integriert. 38 Flugzeuge wurden gebaut, 20 wurden 1941 als Fortress Mk I an Großbritannien abgegeben.
B-17D
Verbesserte B-17C mit selbstversiegelnden Tanks, verbesserter Panzerung und neuer Elektrik, 42 wurden gebaut. Die restlichen B-17C wurden später auf den Standard der B-17D gebracht.
B-17E
Stark verbesserte Version mit neuer Bewaffnung: Heckkampfstand mit zwei 12,7-mm-MG in neuem Flugzeugheck, MG-Turm mit je zwei 12,7-mm-MG auf und unter dem Rumpf, rechteckige Seitenfenster mit je einem 12,7-mm-MG. 512 wurden gebaut, 45 B-17E wurden als Fortress Mk IIA an die RAF geliefert.
B-17F
B-17E mit 1200-hp-Motoren Wright R-1820-97 und zusätzlichen MG im Bug. 3405 wurden gebaut, 2300 von Boeing, 605 von Douglas und 500 von Lockheed. 19 B-17F wurden als Fortress Mk II an die RAF geliefert.
B-17G
Verbesserte B-17F mit 12,7-mm-MG-Turm unter der Flugzeugnase. 8.680 wurden gebaut, davon 4.035 bei Boeing in Seattle und Wichita, 2.395 Maschinen bei Douglas in Tulsa und 2.250 Maschinen bei Lockheed in Burbank. 85 B-17G wurden als Fortress Mk III an die RAF geliefert.
CB-17G
Zu Transportflugzeugen für 64 Soldaten umgerüstete B-17G.
DB-17G
Zum Drohnenführungsflugzeug (Drone director) umgebaute B-17G.
JB-17G
Zum Testflugzeug umgebaute B-17G.
RB-17G
In Aufklärungsflugzeuge umgebaute B-17G.
SB-17G
In Rettungsflugzeuge umgebaute B-17G (ursprünglich B-17H) mit abwerfbarem A-1-Rettungsboot unter dem Rumpf.
TB-17G
In Trainingsflugzeuge umgebaute B-17G.
VB-17G
In VIP-Transporter umgebaute B-17G.
QB-17L
Zur Drohne umgebaute B-17G.
QB-17N
Zur Drohne umgebaute B-17G.
XB-38
Umbau einer B-17E mit Reihenmotoren Allison V-1710-89.
XB-40
B-17F-Begleitbomber mit zusätzlichem Rückenturm, Bugturm und Seiten-MG sowie MG-Munitions-Magazin im Bombenschacht. 26 wurden gebaut, 1 Prototyp XB-40, 21 Vorserienflugzeuge YB-40 und 4 Trainingsflugzeuge TB-40.
C-108
B-17G als VIP-Transporter, 4 wurden gebaut (ähnlich CB/VB-17G).
F-9
Umbau von 17 B-17F zu Aufklärungsflugzeugen.
F-9A
Umbau von 17 B-17F zu Aufklärungsflugzeugen (andere Kameraausrüstung).
F-9C
Umbau von 17 B-17G zu Aufklärungsflugzeugen, ab 1948 RB-17G.
BQ-7 Aphrodite
Umbau von mindestens 25 B-17G zu Flugkörpern (fliegende Bombe mit 9070 kg Torpex-Sprengstoff).
PB-1
Bezeichnung der United States Navy für je eine B-17F und eine B-17G, die als Testflugzeuge verwendet wurden.
PB-1G
Umbau von 17 B-17G analog der SB-17G für die United States Coast Guard.
PB-1W
Umbau von 31 B-17G und Ausrüstung mit APS-20-Luftraumüberwachungsradar unter dem Rumpf und Radarleitpersonal (Airborne Early Warning).

Produktion

Abnahme der B-17 durch die USAAF:[10]

Hersteller Version vor 1940 1940 1941 1942 1943 1944 1945 SUMME
Boeing, Seattle XB-17 1             1
Boeing, Seattle Y1B-17 13             13
Boeing, Seattle Y1B-17A 1             1
Boeing, Seattle B-17B 24 15           39
Boeing, Seattle B-17C   38           38
Boeing, Seattle B-17D     42         42
Boeing, Seattle B-17E     102 410       512
Boeing, Seattle B-17F       849 1.451     2.300
Douglas, Long Beach B-17F       85 520     605
Lockheed, Burbank B-17F       68 432     500
Boeing, Seattle B-17G         889 2.837 309 4.035
Douglas, Long Beach B-17G         432 1.271 692 2.395
Lockheed, Burbank B-17G         455 1.244 551 2.250
SUMME   39 53 144 1.412 4.179 5.352 1.552 12.731

Militärische Nutzer

Zwischenfälle bei zivil betriebenen B-17

Technische Daten

Boeing B-17G
Risszeichnung der B-17 mit Darstellung der wichtigsten Unterschiede zwischen den einzelnen Baureihen
Kenngröße Daten der B-17G
Länge 22,80 m
Höhe 5,85 m
Flügelspannweite 31,63 m
Tragflügelfläche 141,90 m²
Leergewicht 14.855 kg
Maximales Startgewicht 29.700 kg
Antrieb vier Neunzylinder-Sternmotoren Curtiss-Wright R-1820-97 Cyclone mit je 1.200 hp (894,8 kW) bei 2.300/min
Höchstgeschwindigkeit 485 km/h
Marschgeschwindigkeit 296 km/h
Maximale Reichweite 6.034 km ohne Bomben
Reichweite 2.897 km mit normaler Beladung, 1.760 km mit maximaler Beladung
Dienstgipfelhöhe 11.920 m
Besatzung min. sechs Mann, allgemein zehn Mann

Bewaffnung

  • 13 Browning-MG des Kalibers .50 BMG
    • Zwilling-MG im vorderen Kinnturm, vorderen Deckturm, mittlerer Bodenkanzel und im Heck
    • Einzel-MG an den seitlichen Bugfenstern, an den Seitenfenstern und im Funkerstand auf dem Flugzeugrücken
  • bis zu 5800 kg Bombenzuladung (bei Kurzstreckeneinsätzen)
    • 2724 kg Standardbeladung
    • reduziert auf 2000 kg bei mehr als 800 Meilen (ca. 1290 km) Distanz

Gegenwart

Derzeit sind noch über 40 Flugzeuge erhalten, von denen einige flugfähig sind. Diese befinden sich größtenteils im Besitz von Museen oder privaten Sammlern.

Das bekannteste der ausgestellten Exemplaren ist die Memphis Belle. Es war das erste Flugzeug, welches – nach 25 Feindflügen über dem europäischen Kriegsschauplatz – in die Vereinigten Staaten zurückkehrte. Nach seiner gefeierten Rückkehr wurde es lange im Freien abgestellt und anschließend restauriert. Seit 2018 wird es im National Museum of the United States Air Force ausgestellt.[13]

Mediale Rezeption

Literatur

  • Thunder in the Heavens – Klassische US-Flugzeuge aus dem Zweiten Weltkrieg. Karl Müller Verlag, Erlangen 1995, ISBN 3-86070-364-1.
  • Steve Birdsall: Fighting Colors – B-17 Flying Fortress in Color. (englisch).
    Squadron/Signal Publications, Carrollton (Texas) 1986, ISBN 0-89747-180-6.
  • Larry Davis, Don Greer: B-17 in Action. (englisch) Squadron/Signal Publications, Carrollton (Texas) 1984, ISBN 0-89747-152-0.
  • Edward Jablonski: Amerika im Luftkrieg. Erschienen in der Time-Life Books-Reihe
    Geschichte der Luftfahrt. Bechtermünz Verlag, Eltville am Rhein 1993, ISBN 3-86047-049-3.
  • Friedrich König: Die Geschichte der Luftwaffe. Rastatt 1980, S. 126.
  • Ray T. Matheny: Die Feuerreiter – Gefangen in fliegenden Festungen. Albrecht Knaus Verlag, München 1987, ISBN 3-8135-0568-5.
  • Kenneth Munson: Bomber, Patrouillen- und Transportflugzeuge 1939–45. 3. Auflage, Orell Füssli, Zürich 1977, ISBN 3-280-00326-1.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Diese Zahl wurde mit der Vorlage:Inflation ermittelt, ist auf volle 10.000 gerundet und bezieht sich auf den zurückliegenden Januar.
  2. Olaf Groehler: Geschichte des Luftkriegs 1910 bis 1980. Militärverlag der Deutschen Demokratischen Republik, Berlin 1981, S. 158.
  3. a b c vgl. Friedrich König: Die Geschichte der Luftwaffe, Rastatt 1980 S. 126
  4. lt. Olaf Groehler: Geschichte des Luftkriegs 1910 bis 1980. Militärverlag der Deutschen Demokratischen Republik, Berlin 1981, S. 158 sowie Friedrich König: Die Geschichte der Luftwaffe. Rastatt 1980 S. 126 wurden 12.726 Flugzeuge hergestellt
  5. a b Untersuchungsbericht des schweizerischen Armeeflugparks/Oberst Högger vom 4. November 1943 über eine notgelandete B-17 F.
  6. vgl. Olaf Groehler: Geschichte des Luftkriegs 1910 bis 1980. Militärverlag der Deutschen Demokratischen Republik, Berlin 1981, S. 127.
  7. References to Ploesti, Rumania from a USAAF WWII Chronology
  8. Großangriff der 15. US-Luftflotte auf Ostösterreich am 26. Juli 1944, Webseite regiowiki.at, abgerufen am 9. Jänner 2015
  9. Liste der abgeschossenen alliierten Flugzeuge im 2. Weltkrieg, Webseite regiowiki.at, abgerufen am 9. Jänner 2015
  10. Statistical Digest of the USAF 1946, S. 100 ff.; www.uswarplanes.net
  11. Joe Baugher: USAF Serials, 42-107067 (englisch), abgerufen am 4. Dezember 2017.
  12. Unfallbericht B-17 OY-DFE, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 4. Dezember 2017.
  13. B-17F Memphis Belle to be placed on permanent display. National Museum of the United States Air Force, 17. Mai 2018, abgerufen am 14. Juni 2019 (englisch).
Boeing B-29

Die Boeing B-29 Superfortress war ein Langstreckenbomber des US-amerikanischen Herstellers Boeing Airplane Company aus den 1940er-Jahren. Sie war der größte und leistungsfähigste Bomber des Zweiten Weltkriegs und stand noch in der Anfangsphase des Kalten Krieges im Dienst. Das Höchstabfluggewicht konnte mehr als das Doppelte des Vorgängermodells Boeing B-17 „Flying Fortress“ betragen. Der Buchstabe „B“ in der Bezeichnung stand für Bomber. Die B-29 gehört zu den aufwändigsten und kostenintensivsten Rüstungsprogrammen des Zweiten Weltkrieges.

Die Twentieth Air Force (20 AF) der United States Army Air Forces (USAAF) setzte den viermotorigen Mitteldecker erstmals im Sommer 1944 ein. B-29 wurden auch für die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki verwendet.

Boeing Werk 2

Boeing Werk 2 (englisch Boeing Plant 2) war eine Fabrik im US-amerikanischen King County im Süden von Seattle, Bundesstaat Washington, in der zahlreiche Militärflugzeuge wie die „Fliegende Festung“ Boeing B-17 gefertigt wurden. Das leerstehende und vom Einsturz bedrohte Werk wurde im Herbst 2010 abgerissen.

Bomber

Ein Bomber oder Bombenflugzeug ist ein Kampfflugzeug, das dazu dient, Bodenziele mit Fliegerbomben und Luft-Boden-Raketen anzugreifen. Flugzeuge, die dabei auch zur Bekämpfung von Flugzeugen eingesetzt werden, fallen in der Regel unter den Begriff Jagdbomber.

Bordschütze

Bordschützen sind Besatzungsmitglieder eines Flugzeugs, meist eines Kampfflugzeugs oder Bombers, deren Hauptaufgabe die Bedienung von Bordwaffen wie Maschinengewehren oder -kanonen zur Abwehr gegen Jagdflugzeuge ist. In den Langstreckenbombern des Zweiten Weltkrieges, z. B. der US-amerikanischen Boeing B-17 (Fliegende Festung), machten die Bordschützen mehr als die Hälfte der Besatzung aus.

In kleineren Flugzeugen, wie z. B. der deutschen Ju 87 (Stuka), hatten Bordschützen mehrere Funktionen. Oft waren sie zusätzlich auch Funker oder Bombenschützen.

In modernen Flugzeugen gibt es im Allgemeinen keine Bordschützen mehr, da Rohrwaffen zur Verteidigung nicht mehr eingesetzt werden. Die heutige Hauptbedrohung für Kampfflugzeuge besteht durch Raketen, die vor allem durch Täuschkörper und Maßnahmen der elektronischen Kampfführung bekämpft werden. Diese werden heute entweder vom Piloten selbst oder einem „Waffensystemoffizier“ genannten Besatzungsmitglied mit erweitertem Aufgabengebiet bedient.

Bordschützen vor allem in Transporthubschraubern werden teilweise Doorgunner genannt, wenn sie mit handgeführten Waffen aus Türen und Luken heraus schießen können.

Consolidated B-24

Die B-24, in Diensten der britischen Royal Air Force (RAF) Liberator genannt, war ein viermotoriger schwerer Bomber des US-amerikanischen Herstellers Consolidated Aircraft (ab 1943: Consolidated Vultee). Nach dem Aus für das Model 31 (als Prototyp XP4Y, später „Corregidor“ genannt), einem als Nachfolger des Patrol Bombers „Catalina“ entwickelten Flugboots, hieß diese Baureihe werksintern Model 32.Die B-24 war der meistgebaute US-amerikanische Flugzeugtyp im Zweiten Weltkrieg. Von 1940 bis Mai 1945 bauten Consolidated und die Lizenznehmer Douglas, North American und Ford über 18.482 Maschinen. Der Schulterdecker mit Doppelseitenleitwerk war neben der Boeing B-17 „Flying Fortress“ der wichtigste Horizontalbomber der United States Army Air Forces (USAAF) auf dem europäischen Kriegsschauplatz.

Neben seiner Rolle als Bomber wurde das Muster zur Wetterbeobachtung und als Seefernaufklärer bzw. zur U-Boot-Bekämpfung sowohl auf dem europäischen Kriegsschauplatz als auch im Pazifikkrieg eingesetzt. Unter der Bezeichnung C-87 fand eine modifizierte Variante Verwendung als Passagier- und Frachtflugzeug. Die Version C-109 diente zum Transport von Flugbenzin.

Det Danske Luftfartselskab

Det Danske Luftfartselskab (DDL) war bis 1950 Dänemarks nationale Fluggesellschaft mit Sitz in Kopenhagen. Die Gesellschaft wurde 1918 gegründet und ging 1950 in der skandinavischen Gemeinschaftsgesellschaft Scandinavian Airlines System (SAS) auf. Bis zu diesem Zeitpunkt war sie Europas älteste kontinuierlich betriebene Fluggesellschaft.

Dornier Do 200

Dornier Do 200 war die deutsche Tarnbezeichnung für erbeutete Bomber, die im Zweiten Weltkrieg auf dem von den Achsenmächten besetzten Gebiet notlanden mussten und dann von der deutschen Luftwaffe geflogen wurden (Kampfgeschwader 200). Mit dieser Bezeichnung sollte der Gegner beim Abhören von Funksprüchen getäuscht werden.

Erbeutet wurden Bristol Blenheim, Vickers Wellington, Bloch MB.200, Boeing B-17, Consolidated B-24, Tupolew SB-2, PZL.37 Łoś, Caproni Ca.133.

Eigenbeschuss

Eigenbeschuss (oft auch englisch friendly fire oder unter NATO-Soldaten blue on blue) ist der irrtümliche Beschuss eigener oder verbündeter Streitkräfte in einer kriegerischen Auseinandersetzung.

Ein absichtlicher Angriff auf Angehörige der eigenen Truppe, speziell auf Vorgesetzte, wird in den USA als Fragging bezeichnet.

England Air Force Base

Die England Air Force Base ist ein ehemaliger Stützpunkt der US Air Force in Louisiana. Die Basis liegt 7 Kilometer nordwestlich von Alexandria in New Orleans. Zunächst wurde sie als Alexandria Army Base bezeichnet, aber am 23. Juni 1955 wurde sie nach Oberstleutnant John Brook England (1923–1954) benannt.Die Basis wurde am 21. Oktober 1942 gegründet und während des Zweiten Weltkrieges wurde sie zur Ausbildung der Piloten an der Boeing B-17 verwendet. Sie wurde am 23. September 1946 stillgelegt, obgleich ein kleiner Kader der Armee sowie Luftstreitkräfte auf dem Alexandria Municipal Airport noch bis in die späten 1940er Jahre fortbeschäftigt war.

Am 10. Oktober 1950 wurde der Stützpunkt im Zusammenhang mit dem Koreakrieg durch die US Air Force reaktiviert. Die Basis wurde 1992 dann erneut stillgelegt und heißt zurzeit Alexandria International Airport.

Flugzeugkollision über der Dippoldiswalder Heide

Am 17. April 1945 kollidierten zwei Boeing-B-17-Bomber der 92. Bombergruppe der USAAF über der Dippoldiswalder Heide in Sachsen.

Beide Flugzeuge stürzten dadurch ab, dabei kamen 12 der 16 Besatzungsmitglieder ums Leben. Die anderen Flugzeuge der Gruppe bombardierten ab 14:13 Uhr die wenige Kilometer entfernte Stadt Dresden.

Foucarmont

Foucarmont ist eine französische Gemeinde mit 839 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016) im Département Seine-Maritime in der Region Normandie.

Hill Aerospace Museum

Das Hill Aerospace Museum befindet sich nahe der Stadt Ogden in Utah, Vereinigte Staaten, in der Nähe der Hill Air Force Base.

Das Museum wurde 1981 gegründet. An seinem heutigen Standort befindet es sich seit 1991. Es sind über 90 Flugzeuge ausgestellt.

Zu den Höhepunkten gehören:

North American P-51

Republic P-47

Boeing B-17

North American F-86

Rockwell B-1

Lockheed SR-71

Memphis Belle

Memphis Belle („Die Schöne aus Memphis“) ist der Spitzname einer berühmten Boeing B-17 Flying Fortress, die von den USA im Zweiten Weltkrieg über Europa eingesetzt wurde. Es handelt sich um eine B-17F-10-BO mit der USAAF-Seriennummer 41-24485.

Die Namensgeberin war Margaret Polk, die damalige Freundin des Piloten Captain Robert K. Morgan.

Merville (Nord)

Merville (Niederländisch: Meregem, Mergem, lat.: Mergemum) ist eine französische Gemeinde mit 9842 Einwohnern (1. Januar 2016) im Département Nord in der Region Hauts-de-France. Sie war bis 2015 Hauptort des Kantons Merville.

Operation Double Strike

Operation Double Strike war der Codename einer amerikanischen Luftangriffsoperation im Zweiten Weltkrieg. Sie fand am 17. August 1943 statt. Angriffsziele waren Regensburg und Schweinfurt. Für die United States Army Air Forces (USAAF) war es eine der verlustreichsten Operationen überhaupt.

Operation Frantic

Mit dem Codenamen Operation Frantic (auf deutsch: „Unternehmen hektisch“) wird eine Serie von sieben shuttle bombing operations („Pendel-Bombardierungen“) der US-amerikanischen Luftstreitkräfte im Jahr 1944 bezeichnet. Bei alliierten Shuttle-bombing-Operationen während des Zweiten Weltkrieges flogen Bomber der United States Army Air Forces von England oder Süditalien aus Luftangriffe auf Ziele in Mitteleuropa und landeten danach in der Sowjetunion. Dort wurden sie betankt und neu aufmunitioniert, um auf dem Rückflug nach England oder Süditalien einen weiteren Angriff auszuführen. Die Flugzeuge landeten auf drei Flugfeldern in der Ukraine (Poltawa, Mirgorod, Pirjatin). Die Operation Frantic begann im Juni 1944 und endete im September desselben Jahres.

Der erste Angriff der Operation fand am 2. Juni 1944 statt, als 130 viermotorige Bomber und 70 Jagdflugzeuge der US Army Air Forces von Foggia in Italien starteten und Treibstoffanlagen in Ungarn und Rumänien angriffen. Danach landeten sie in Poltawa und flogen am nächsten Tag zurück, wobei sie unterwegs Flugplätze in Rumänien bombardierten.Nach dem Angriff alliierter Bomber auf das Hydrierwerk Schwarzheide am 21. Juni 1944 verlegten die Alliierten erneut 114 Langstreckenbomber des Typs Boeing B-17 auf den sowjetischen Flugplatz Poltawa (Lage). Dies blieb der deutschen Luftwaffenführung nicht verborgen, die daraufhin einen Angriff vorbereitete. In der Nacht des 22./23. Juni griffen Kampfflugzeuge der Kampfgeschwader 4, 27, 53 und 55 unter der Führung von Oberstleutnant Wilhelm Antrup den Flugplatz an und zerstörten 43 B-17 am Boden. Weitere 26 wurden beschädigt. Außerdem wurden ein Munitionsdepot und 900.000 Liter Flugbenzin vernichtet.Die Operation endete nach ihrer letzten Mission am 18. September 1944, bei der die Aufständischen des Warschauer Aufstands durch den Abwurf von Nachschubgütern unterstützt wurden. Josef Stalin verweigerte anschließend seine Zustimmung zu weiteren Missionen.

United States Army Air Forces

United States Army Air Forces (USAAF) war von 1941 bis 1947 der offizielle Name der Luftstreitkräfte des US-Heeres. Die USAAF waren direkter Vorgänger der US Air Force.

Wir alle sind verdammt

Wir alle sind verdammt (Originaltitel: The War Lover) ist ein britischer Kriegsfilm des Regisseurs Philip Leacock aus dem Jahr 1962. Das Drehbuch basiert auf dem gleichnamigen Roman von John Hersey. Die Uraufführung in Deutschland fand am 7. Februar 1963 statt. Die DVD wurde in Deutschland unter dem Titel The War Lover – Verliebt in den Krieg veröffentlicht.

Wright R-1820

Der Wright R-1820 Cyclone war ein luftgekühlter 9-Zylinder-Sternmotor des US-amerikanischen Herstellers Curtiss-Wright. Die Bezeichnung R-1820 bedeutet Radial engine (Sternmotor) - Hubraum 1820 Kubikzoll, was knapp 30 Litern entspricht. Der aufgeladene Ottomotor war eine Weiterentwicklung des 1925 vorgestellten Wright P-2.

Die Produktion des R-1820 begann 1931 und dauerte bis in die 1950er-Jahre an. Der Motor wurde auch bei Lycoming, Pratt & Whitney Canada und während des Zweiten Weltkrieges bei Studebaker gefertigt. Insgesamt entstanden so mehr als 50.000 dieser Motoren.

Es wurden mehrere Serien des R-1820 gefertigt, die meisten mit Luftschraubengetriebe. Die einzelnen Serien waren durch angehängte Buchstaben und Zahlen zu unterscheiden. Die Leistungsausbeute stieg dabei von anfänglich 574 PS auf maximal 1577 PS (mit einem 100/130-Oktan-Kraftstoff). Voraussetzung für diese Leistungssteigerung waren Fortschritte in der Schmiede- und Fertigungstechnik. So wurde es möglich, Zylinder und Zylinderköpfe mit einer wesentlich größeren Kühlfläche herzustellen. Außerdem halfen höher belastbare Werkstoffe sowie Konstruktionsänderungen, die gestiegenen Belastungen im Dauerbetrieb zu ertragen.

Bomber des USAAS, USAAC, USAAF und der USAF
Bomberklassifizierungen bis 1930
Leichte Bomber

LB-1 • LB-2 • XLB-3 • XLB-4 • LB-5 • LB-6 • LB-7 • LB-8 • LB-9 • LB-10 • LB-11 • XLB-12 • LB-13 • LB-14

Mittlere Bomber

XB-1 • B-2

Schwere Bomber

XHB-1 • XHB-2 • XHB-3

Bomberklassifizierungen
von 1930 bis 1962

XB-1 • B-2 • B-3 • B-4 • B-5 • B-6 • XB-7 • XB-8 • YB-9 • B-10 • YB-11 • B-12 • XB-13 • XB-14 • XB-15 • XB-16 • B-17 • B-18 • XB-19 • Y1B-20 • XB-21 • XB-22 • B-23 • B-24 • B-25 • B-26 • XB-27 • XB-28 • B-29 • XB-30 • XB-31 • B-32 • XB-33 • B-34 • YB-35 • B-36 • B-37 • XB-38 • XB-39 • X/YB-40 • XB-41 • XB-42 • XB-43 • XB-44 • B-45 • XB-46 • B-47 • XB-48 • YB-49 • B-50 • XB-51 • B-52 • XB-53 • B-54 • XB-55 • B-56 • B-57 • B-58 • XB-59 • YB-60 • B-61 • B-62 • B-63 • B-64 • B-65 • B-66 • XB-67 • XB-68 • RB-69 • XB-70 • SR-71 • B-72 • B-73 • B-75 • B-76 • B-77 • B-78

Langstrecken-Bomberklassifizierungen
von 1935 bis 1936

XBLR-1 • XBLR-2 • XBLR-3

Nicht sequentielle Bezeichnungen

ZB-20 (A-20) • B-26 (A-26) • FB-111

Bomberklassifizierungen seit 1962

B-1 • B-2 • B-21

Siehe auch: Bomber der US Navy und des US Marine Corps bis 1962
Aufklärungsflugzeuge des U.S. Army Air Corps und der U.S. Army Air Force

F-1 • F-2 • F-3 • F-4 • F-5 • F-6 • F-7 • F-8 • F-9 • F-10 • XF-11 • XF-12 • F-13 • XF-14 • F-15

Liste der militärischen Flugzeugtypen des Herstellers Boeing
Bomber:

YB-9 • XB-15 • B-17 • B-29 • B-47 • B-50 • B-52 • XB-59 • B-1B

Transportflugzeuge:

C-73 • C-75 • C-97 • C-98 • C-135 • C-137 • YC-14 • C-17 • C-22 • VC-25 • C-32 • C-40 • V-22

Elektronische Kampfflugzeuge:

EA-18 • EC-18 • EC-135 • E-3 • E-4 • E-6 • E-8 • E-10 • E-767 • 737 AEW&C (E-7)

Jagdflugzeuge:

PW-9/FB • F2B • F3B • F4B • XF6B • XF7B • XF8B • P-12 • P-26 • P-29 • AV-8B+ • F-15 • F/A-18 (F/A-18E/F) • F-22

Kipprotor-Wandelflugzeug:

V-22

Tankflugzeuge:

KB-29 • KB-50 • KC-97 • KC-135 • KC-137 • KC-46 • KC-767

Seepatrouillenflugzeuge:

PB • XPBB • P-8

Trainingsflugzeuge:

PT-13 • PT-17 • PT-18 • PT-27 • XAT-15 • T-43 • T-45 • T-X

Aufklärungsflugzeuge:

NC-135 • OC-135 • RC-135 • WC-135

Versuchsflugzeuge und UAVs:

Bird of Prey • Phantom Eye • Phantom Ray • Quad Tiltrotor • ScanEagle • X-20 • X-32 • X-36 • X-37 • X-45 • X-46 • X-50 • X-51 • YAL-1 • YMQ-18 • MQ-25

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