August von Spee

August Wilhelm Konstantin Hubert Reichsgraf von Spee (* 18. April 1813 in Düsseldorf; † 23. August 1882 auf Schloss Heltorf) war ein deutscher Hofbeamter, Rittergutsbesitzer und Ritterschaftsfunktionär.

Herkunft und Familie

August von Spee wurde als Sohn des Grafen Franz Graf von Spee und seiner Gemahlin Sophia von Merveldt (1786–1848) auf Heltorf geboren. Er hatte zahlreiche Geschwister. Am 26. Februar 1840 heiratete er in Prag Franziska von Brühl (1818–1844). Aus der Ehe gingen die Kinder Franz Friedrich (1841–1921, ∞ Anna Droste zu Vischering), Elisabeth (1842–1920, ∞ Erbkämmerer Ferdinand Heribert von Galen) und Franziska (1844–1847) hervor. Nach Franziskas Tod heiratete er am 20. Juli 1850 Maria Anna von Galen (1826–1909), eine Schwester seines Schwiegersohnes Ferdinand Heribert. Aus der Ehe sind zahlreiche Kinder hervorgegangen: Anna Maria (1851–1925, ∞ Franz Xaver von Korff), Friedrich Matthias (1852–1892), Maria Theresia (1853–1878), Wilhelm Emmanuel (1855–1925, ∞ Melanie vin Waldersdorff), Mathilde (1857–1860), Leopold Aloys (1858–1920, ∞ Leopoldine von Waldersdorff), Pilar (1860–1943), Franziska (1862–1945), Heribert Ferdinand (1863–1939, ∞ Maria Sidonia von Brühl), Friedrich Stephan (1865–1928), Ferdinand Anton (1866–1924, ∞ Leopoldina Sophie Maria von Arco), Agnes (1867–1950), Johannes (1869–1945) und Hermann Joseph (*1872;†1872).

Werdegang

Nach dem Besuch des Gymnasiums in Düsseldorf studierte er an den Universitäten Bonn und Berlin Rechts- und Kameralwissenschaften. 1834 wurde er Mitglied des Corps Borussia Bonn.[1] Nach dem Tod seines Vaters trat er als Erstgeborener ein umfängliches Erbe an, darunter Schloss Heltorf, auf dem er in der Folge auch mit seiner Familie lebte. August Graf von Spee war Königlich Preußischer Kammerherr, Schlosshauptmann von Brühl, Kreisdeputierter und Ritterhauptmann der Rheinischen Ritterschaft. Als Kreisdeputierter führte er nach Johann Heinrich Kauerz und vor dem Dienstantritt seines jüngeren Bruders Wilderich vom 25. Juli 1863 bis zum 14. März 1864 auftragsweise die Verwaltung des Kreises Düsseldorf[2].

Literatur

  • Friedrich Karl Devens, Biographisches Corpsalbum der Borussia zu Bonn 1827–1902. Düsseldorf, 1902
  • Horst Romeyk: Die leitenden staatlichen und kommunalen Verwaltungsbeamten der Rheinprovinz 1816–1945 (= Publikationen der Gesellschaft für Rheinische Geschichtskunde. Band 69). Droste, Düsseldorf 1994, ISBN 3-7700-7585-4, S. 290 Anm. 57.
  • G. G. Winkel: Biographisches Corpsalbum der Borussia zu Bonn 1821–1928. Aschaffenburg 1928

Einzelnachweise

  1. Kösener Korpslisten 1910, 19, 103
  2. Horst Romeyk: Die leitenden staatlichen und kommunalen Verwaltungsbeamten der Rheinprovinz 1816–1945.
August Carl Lange

August Carl Lange (* 21. Mai 1834 in Kassel; † 24. Mai 1884 in Ichendorf) war ein deutscher Architekt. Er entwarf vorwiegend sakrale Bauten im Rheinland, hauptsächlich im neogotischen und neoromanischen Stil.

Ferdinand Heribert von Galen

Ferdinand Heribert Graf von Galen (* 31. August 1831 in Münster; † 5. Januar 1906 in Dinklage) war Politiker der Zentrumspartei.

Galen (Adelsgeschlecht)

Galen ist der Name eines alten westfälischen Adelsgeschlechts. Die Herren von Galen gehören zum Uradel der Grafschaft Mark. Der Namen gebende Stammsitz der Familie ist Gahlen, heute ein Ortsteil der Gemeinde Schermbeck im Kreis Wesel. Zweige des Geschlechts bestehen bis heute.

Landkreis Düsseldorf

Der Landkreis Düsseldorf (1820–1872 Kreis Düsseldorf genannt) war von 1816 bis 1929 ein Landkreis im Regierungsbezirk Düsseldorf in der preußischen Rheinprovinz. Sein Verwaltungssitz befand sich zuletzt in dem 1901–1903 errichteten Kreishaus Düsseldorf.

Nekrolog 1882

Dies ist eine Liste im Jahr 1882 verstorbener bekannter Persönlichkeiten. Die Einträge erfolgen innerhalb der einzelnen Daten alphabetisch. Tiere sind im Nekrolog für Tiere zu finden.

Otto Euler

Otto Euler (* 6. Juni 1835 in Opladen; † 26. Januar 1925 in Düsseldorf) war Advokat, Geheimer Justizrat, Stadtverordneter und Mitglied des Stadtparlaments Düsseldorf. In seinen letzten Jahren war er Führer der Zentrumspartei.

Spee

Spee steht für:

Spee (Waschmittel), ursprünglich ostdeutsche Marke

Spee (Adelsgeschlecht), alte rheinische Familie aus dem Erzbistum KölnPersonen:

Ambrosius Franziskus von Spee (1730–1791), kurpfälzischer Geheimrat, Oberamtmann und Kammerherr

Anna Katharina Spee von Langenfeld (1591–1631), deutsche Weingutbesitzerin

August von Spee (1813–1882), deutscher Hofbeamter, Rittergutsbesitzer und Ritterschaftsfunktionär

Carl-Wilhelm von Spee (1758–1810), kurpfälzischer bzw. kurkölnischer Geheimrat, Oberstküchenmeister und Kammerherr

Degenhard Bertram von Spee (1681–1736), Freiherr, kurpfälzischer Generalleutnant

Ferdinand von Spee (1855–1937), deutscher Anatom und Embryologe

Franz von Spee (1781–1839), preußischer Landrat, Rittergutsbesitzer, bayerischer Kammerherr

Friedrich Spee von Langenfeld (1591–1635), deutscher Jesuit, Kirchenlieddichter, Kirchengelehrter und Kritiker der Hexenprozesse, formulierte den Rechtsgrundsatz in dubio pro reo

Leopold von Spee (1818–1882), deutscher Geistlicher und Politiker (Zentrum), MdR

Maximilian von Spee, auch Maximilian Graf von Spee (1861–1914), Vizeadmiral der deutschen Kaiserlichen Marine

Stephan von Spee (1866–1956), Landrat im Kreis Borken

Wilderich Graf von Spee-Mirbach († 2013), deutscher PolitikerSiehe auch:

Spee-Kolleg (Bildungseinrichtung in Neuss)

Spee-Kurve (sagittale Okklusionskurve)

Spee’scher Graben (Gewässer in Düsseldorf)

Graf Spee (Begriffsklärung)

Spee (Adelsgeschlecht)

Spee ist der Name eines alten rheinischen Adelsgeschlechts aus dem Erzbistum Köln.

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