Abend

Als Abend (ahd. âpand, âbant, âbunt; mhd. âbent)[1] wird der spätere Teil des Tages bezeichnet, ein Tagesabschnitt zwischen Nachmittag und Nacht.

Mit Vorabend wird ein Abend auf den folgenden Tag bezogen; traditionell insbesondere vor einem Fest, besonders vor einem Heiligen- oder Kirchenfest. Die Zusammensetzung Sonnabend bezeichnet synonym zu Samstag einen Wochentag, früher hatte das Wort wie altenglisch sunnanæfen die Bedeutung „Vorabend von Sonntag“.[2][3] Daneben gibt es im Deutschen eine Reihe von Wortzusammensetzungen wie auch Redewendungen, die Abend als einen Zeitbegriff aufnehmen oder mit davon abgeleiteten Begriffen beziehungsweise mit übertragenen Bedeutungen.

Veraltet[4] – insbesondere in der literarischen Dichtung[5], aber auch in der Nautik oder der sphärischen Astrononomie verwendet – wird als Abend auch die Himmelsrichtung des Sonnenuntergangs, der Westen bezeichnet[6] (vgl.: Okzident, Abendland oder Weltgegenden, astronomisch: West- oder Abendpunkt, Abendweite).

Etymologie

Die Herkunft des Wortes Abend lässt sich im 9. Jahrhundert aus dem Althochdeutschen als āband nachweisen. Im Mittelhochdeutschen entwickelte sich ābent. Die Wortbildung ist auf die westgermanische Form *āfanþija, *āfanðija zurückzuführen, die sich von nordgermanischen Entsprechungen (altnordisch aptann, schwedisch afton, dänisch aften) durch Fehlen des Dentals und die Länge des Anlauts unterscheidet. Als wahrscheinlich gilt eine Verwandtschaft mit griechisch epí (ἐπί) ‘auf’, opsé (ὀψέ) ‘spät’, denen indoeuropäisch *epi, *opi für ‘nahe hinzu, darauf, hinter’ zugrunde liegt. Abend im Sinne von ‘Westen, Okzident’ wurde nach dem Stand der Sonne, vereinzelt schon Ende des 14. Jahrhunderts im Mitteldeutschen unter Einfluss von lateinisch vesper für ‘Abend, Abendgegend, Westen’ und seit Anfang des 16. Jahrhunderts insbesondere durch Luther gängig.[7]

Zeitbegriffe

Abend als Tageszeit

Abend – als Adverb auch abends– bezeichnet eine Tageszeit als ungefähre Zeitspanne gegen Tagesende. Das Ende des lichten Tages ist der Sonnenuntergang, dessen Zeitpunkt vom Standort und von der Jahreszeit abhängt. Die Tageslänge sowie die Dauer der Dämmerung variiert in gemäßigten geographischen Breiten. Im Frühneuhochdeutschen bedeutete die Zeitspanne Abend die „Tageszeit zwischen Beendigung des Tagwerks und Beginn der Nachtruhe“[8]. Der heutige Zeitbegriff des Abends als – so der Duden – „Tageszeit um die Dämmerung, das Dunkelwerden vor Beginn der Nacht“,[9] ist ebenfalls am Ende des lichten Tages orientiert. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird zwischen einem frühen und einem späten[10] Abend unterschieden, der bis in die Nacht reichen kann und oft ein geselliges Beisammensein einschließt.

In der Antike, wie etwa im römischen Reich, waren sowohl die Nacht als auch der Tag meist in zwölf Temporalstunden eingeteilt, deren Länge der Dauer des Lichttages im Jahresverlauf angepasst war. Die zwölf Stunden des Tages wurden zu vier Abschnitten zusammengefasst: dem Morgen (mane), dem Vormittag (ad meridiem), dem Nachmittag (de meridie) und dem Abend (suprema). Der Abend umfasste den Zeitraum vom Anfang der zehnten Stunde bis zum Ende der zwölften Stunde, dem Sonnenuntergang. Die vier Tagesabschnitte wurden in Rom von Amtsdienern der Konsuln öffentlich ausgerufen.[11] Im späten Mittelalter etablierten sich mit der Erfindung der Räderuhr die Äquinoktionalen Stunden in Europa, womit es zu einer Anpassung der Stundenzählung kam, die von den Jahreszeiten unabhängig wurde.

Ähnlich wie in den romanischen Sprachen wurde insbesondere im west- und süddeutschen Sprachbereich der Abend als letzter Teil des hellen Tages verstanden, während die Zeit nach Einbruch der Dunkelheit Nacht genannt wurde. Im nord- und mitteldeutschen Sprachgebrauch konnte Abend auch die frühen Nachtstunden bedeuten. So heißt es etwa im Goethe-Wörterbuch „besonders im gesellschaftl[ichen] Bereich erstreckt sich der A[bend] bis in die Zeit der Dunkelheit, ist aber bedeutungsmäßig nicht, wie ‘Nacht’, damit auswechselbar.“[12]

Abend als ganzer Tag

Christentum

Mit Abend oder hebräisch Erev wird gelegentlich auch in unserer Zeit ein ganzer Tag bezeichnet. Beispiele dafür sind der Begriff des Sonnabend vor dem höchsten Tag der Woche im Christentum, dem Sonntag, oder Heiliger Abend, dem Tag vor Weihnachten. Der Begriff verweist dann auf die Vigil eines hohen Festes, der liturgisch mit der ersten Vesper oder einer Nachtwache, der Vigil, beginnt.

Im Englischen ist diese Verwendung für Abend bzw. Vorabend (englisch eve) an mehreren Stellen erhalten geblieben. So bei Halloween, von All Hallows’ Eve, dem Tag vor Allerheiligen, oder bei New Year’s Eve für Silvester.

Im Mittelalter war die Bezeichnung Abend („am avende von“ oder die Synonyme Vigilia oder Pridie) als Bezeichnung der Vigil vor einem Fest im Kirchenjahr sowohl in der Umgangs- als auch in der Urkundensprache üblich, um den jeweils ganzen vorausgehenden Tag zu bezeichnen.[13] „Am avende von Magareten“ bedeutete damit während des Mittelalters in den meisten Diözesen „am 12. Juli“ und nicht „am Abend des 13. Juli“.

Judentum

The Western Wall at night
Ma'ariv an der Klagemauer in Jerusalem
Ben-yehuda-shabbat
Schabbat: die Ben-Jehuda-Straße in Jerusalem

Ma'ariv (hebr. מעריב) ist das erste bezeichnende Wort des jüdischen Abendgebets. Es ist aus Erev, hebräisch ערב für „Abend“ abgeleitet.[14][15]

Der Vorabend jüdischer Festtage, hebräisch Erev (hebräisch ערב „Abend“) und aramäische Aruvta bedeuten „Abend“. Besonders Erev ist im Sinne von Vorabend in Zusammensetzung mit Festtagen gebräuchlich, Erev Schabbat bedeutet also Vorabend des Sabbat. Umgangssprachlich kann auch ein dem Schabbat oder Festtag vorhergehender Tag gemeint sein[16].

Am Erev Schabbat, also am Freitag bis zum Anbruch des Abends, wird der Schabbat in jüdischen Haushalten vorbereitet.[17] Der Vorabend des Schabbat spielt eine wichtige Rolle für die Einstimmung auf den Schabbat.[18]

Die Vorzeit des Pessachfestes ist eine geschäftige Zeit, die der Vorbereitung für die Pessach-Festtage dient, von denen der erste und der letzte Pessachtag Hauptfeiertage sind, an denen jegliche Werktagsarbeit vermieden wird. Der Erev Pessach dient insbesondere der Vorbereitung des Sederabends.

Abgeleitete Begriffe

Vielfach wird der Abend metaphorisch oder literarisch für das Ende eines Zeitabschnitts, einer Ära oder eines Zeitalters gebraucht. So bezeichnet der Feierabend die Ruhezeit nach der täglichen Arbeitszeit. Als Lebensabend wird poetisch der Lebensabschnitt eines Menschen bezeichnet, den er im Ruhestand verbringt. Zudem wird der Zeitabschnitt unmittelbar vor einem historischen einschneidenden Ereignis als dessen Vorabend bezeichnet wie beispielsweise der Vorabend der Schlacht von Waterloo oder der Vorabend der Oktoberrevolution. Andererseits bezeichnet Vorabend auch den späten Nachmittag und früheren Abend, etwa in Begriffen wie Vorabendprogramm.[19]

Im kulturellen Bereich entwickelten sich Kunstformen, wie etwa in der Musik Serenade, Abendmusiken, Nocturne und nicht zuletzt abgeleitet vom soldatischen Begriff Zapfenstreich der sogenannte Große Zapfenstreich als militärisches Zeremoniell. Als Soirée bezeichnet man auch eine Abendgesellschaft. Weitere abgeleitete Begriffe sind zudem Abendgarderobe oder Abendkleid für eine Kleiderordnung bei abendlich stattfindenden feierlichen Anlässen.

Siehe auch

Literatur

Einzelnachweise

  1. ABEND, m.. In: Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. Hirzel, Leipzig 1854–1961 (woerterbuchnetz.de, Universität Trier).
  2. Eintrag Sonnabend in Duden (online); abgerufen am 23. Januar 2019
  3. SONNABEND, m.. In: Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. Hirzel, Leipzig 1854–1961 (woerterbuchnetz.de, Universität Trier).
  4. Abend in duden.de; abgerufen am 25. Januar 2019
  5. Abend in DWDS; abgerufen am 24. Januar 2019
  6. Meyers Großes Konversations-Lexikon 1905 (Eintrag Abend in: Meyers Konversations-Lexikon 1905) auf Zeno.org
  7. Abend, in: Wolfgang Pfeifer et al., Etymologisches Wörterbuch des Deutschen (1993), digitalisierte und von Wolfgang Pfeifer überarbeitete Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache; abgerufen am 24. Januar 2019
  8. abend In: Frühneuhochdeutsches Wörterbuch der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen; abgerufen am 8. Januar 2019
  9. Abend In: Duden.de; abgerufen am 8. Januar 2019
  10. spätabends, duden.de; abgerufen am 23. Januar 2019
  11. Wolfgang Trapp: Kleines Handbuch der Maße, Zahlen, Gewichte und der Zeitrechnung. Philipp Reclam, Stuttgart 1998, ISBN 3-89836-198-5, S. 53.
  12. Abend; In: Goethe-Wörterbuch. Hg. v. der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften [bis Bd. 1, 6. Lfg.: Deutsche Akademie der Wissenschaften zu Berlin; bis Bd. 3, 4. Lfg.: Akademie der Wissenschaften der DDR], der Akademie der Wissenschaften in Göttingen und der Heidelberger Akademie der Wissenschaften. Stuttgart 1978-. In: Wörterbuchnetz.de der Universität Trier
  13. Siehe A. von Brandt: Werkzeug des Historiker. Eine Einführung in die historischen Hilfswissenschaften, ²1960, S. 45.
  14. "Ma'ariv - Synonym: Arawit; das Abendgebet" Mauricio Manuel Dessauer, Ulrich Michael Lohse: Was Sie schon immer über das Judentum wissen wollten - und nicht zu fragen wagten. Pelican Pub., Fehmarn 2006, ISBN 978-3-934522-13-8, S. 88.
  15. Living Jewish: values, practices and traditions By Berel Wein, page 88
  16. "Erew - „Abend“, gebräuchlich im Sinne von Vorabend, etwa des Schabbat oder eines Festtages; umgangssprachlich der einem Schabbat oder Festtag vorhergehende Tag." Mauricio Manuel Dessauer, Ulrich Michael Lohse: Was Sie schon immer über das Judentum wissen wollten - und nicht zu fragen wagten. Pelican Pub., Fehmarn 2006, ISBN 978-3-934522-13-8, S. 46.
  17. "Die Wohnung wird gerichtet wie zu einem Fest, alle Geräte werden geputzt, und der Tisch wird weiß gedeckt. Man badet und zieht möglichst von Kopf bis Fuß frische Kleidung an. Man tut Geld und was man sonst in den Taschen hat, heraus und bereitet sich in jeder Weise auf den Schabbat vor, an dem nicht gehastet und nicht gearbeitet wird, an dem kein Geschäft und keine Alltagssorge existiert." Leo Hirsch: Jüdische Glaubenswelt. C. Bertelsmann, 1966, ISBN B0089UVW78, S. S. 86.
  18. Berel Wein, Besondere Zeit. Was der Freitagnachmittag zur Atmosphäre des Schabbats beiträgt, in: Jüdische Allgemeine vom 22. Mai 2008
  19. Vorabendprogramm, duden.de; abgerufen am 23. Januar 2019.
Am Abend aber desselbigen Sabbats

Am Abend aber desselbigen Sabbats (BWV 42) ist eine Kirchen-Kantate von Johann Sebastian Bach. Er komponierte sie für den ersten Sonntag nach Ostern, Quasimodogeniti und führte sie erstmals in Leipzig am 8. April 1725 auf.

B.Z.

B.Z. ist eine Boulevardzeitung aus Berlin, die in der B.Z. Ullstein GmbH, einem 100%igen Tochterunternehmen der Axel Springer SE, erscheint. Sie ist in Berlin zurzeit die Lokalzeitung mit der höchsten Auflage, hat aber in den letzten Jahren hohe Auflageneinbußen hinnehmen müssen. Die verkaufte Auflage beträgt 89.286 Exemplare, ein Minus von 28,7 Prozent seit 2013.Die B.Z. ist nicht zu verwechseln mit der seit 1945 erscheinenden Berliner Zeitung und der ebenfalls in der DDR erschienenen Boulevardzeitung BZ am Abend (heute Berliner Kurier).

Berliner Kurier

Der Berliner Kurier ist eine Boulevardzeitung aus Berlin, die im Berliner Verlag erscheint. Der Berliner Kurier ist vor allem in den östlichen Bezirken Berlins verbreitet. Die verkaufte Auflage beträgt 69.692 Exemplare, ein Minus von 61,3 Prozent seit 1998.Von 1949 bis 1990 trug die Zeitung den Namen BZ am Abend.

Bleib bei uns, denn es will Abend werden (BWV 6)

Bleib bei uns, denn es will Abend werden (BWV 6) ist eine Kirchenkantate für den 2. Osterfesttag von Johann Sebastian Bach.

Blick.ch

Blick.ch ist ein Schweizer Medienportal des Ringier-Konzerns.

Redaktionelle Schwerpunkte bilden aktuelle und exklusive Nachrichten, eine ausführliche Sportberichterstattung sowie People- und Unterhaltungsstorys. Blick.ch ist ein eigenständiges Produkt innerhalb der Blick-Gruppe, zu der neben dem Onlineportal auch die Tageszeitung Blick, die Gratiszeitung Blick am Abend sowie der SonntagsBlick gehören.

Nach der im März 2010 erfolgten Reorganisation bzw. Zusammenlegung sämtlicher Redaktionen der Blick-Gruppe erfolgt die Redaktion von Blick.ch aus dem gemeinsamen Newsroom.

Fernsehshow

Eine Fernsehshow (auch Fernseh-Show) ist eine meistens vor Publikum aufgenommene Unterhaltungssendung im Fernsehen, dessen Moderator bei großen Fernsehshows Showmaster genannt wird. Bekannte Unterformen sind Gerichtsshows, Castingshows, Spielshows (u. a. Quizsendungen), Talkshows, Late-Night-Shows sowie Rankingshows.

Die erfolgreichste Show in Europa war über Jahre die deutsche Produktion Wetten, dass..?. Die erste Fernsehshow im deutschen Fernsehen wurde bereits – einen Tag nach dem offiziellen Fernsehstart des NWDR – am Abend des 26. Dezembers 1952 ausgestrahlt: in der Sendung Eine nette Bescherung traten unter anderem Peter Frankenfeld, Cornelia Froboess, Ilse Werner, Friedel Hensch und die Cyprys, Alice Treff und Helmut Zacharias auf.

Fritz Kortner

Fritz Kortner (* 12. Mai 1892 in Wien als Fritz Nathan Kohn; † 22. Juli 1970 in München) war ein österreichischer Schauspieler, Film- und Theaterregisseur. Seinen Durchbruch als Schauspieler erlebte er in Karlheinz Martins Inszenierung von Ernst Tollers Schauspiel Die Wandlung 1919 in Berlin. Kortner galt als Exponent des expressionistischen Theaters und als „Typ des Zeitschauspielers“ der Weimarer Republik und Österreichs. Aufgrund jahrelanger Anfeindungen durch die Nationalsozialisten verließ Kortner einige Monate vor Anbruch der NS-Zeit Deutschland. Während der Emigration in Großbritannien und den Vereinigten Staaten arbeitete er als Drehbuchautor und Schauspieler in der Filmbranche.

Nach seiner Rückkehr in die Bundesrepublik Deutschland war Kortner als Gastregisseur und Schauspieler an zahlreichen westdeutschen und österreichischen Theatern tätig. Am häufigsten führte er an den Münchner Kammerspielen und am Berliner Schillertheater Regie. Mehrfach provozierten Inszenierungen und Filme Kortners aufgrund politischer Subtexte Kontroversen. Kortners aufwändiger, am sprachlichen und gestischen Detail orientierter Inszenierungsstil beeinflusste zahlreiche Regisseure und Schauspieler der Nachkriegszeit.

Neben seiner Arbeit als Theaterschauspieler und -regisseur trat Kortner in etwa einhundert Stumm- und Tonfilmen auf, führte Regie in Kino- und Fernsehfilmen und verfasste Drehbücher und Theaterstücke.

Goldene Himbeere

Die Goldene Himbeere (englisch Golden Raspberry Award, kurz Razzie) ist ein erstmals 1981 vergebener Negativ-Filmpreis. Der Razzie wurde als eine Art Anti-Oscar vom Cineasten John J. B. Wilson kreiert und wird in verschiedenen, teils absurden Kategorien für die jeweils schlechteste Leistung des Filmjahres traditionell am Abend vor der Oscar-Verleihung vergeben. Die materiell annähernd wertlose Sieger-Trophäe besteht aus einer Kunststoffhimbeere, die auf eine Super-8-Filmrolle aus Aluminium geklebt und mit Goldfarbe überzogen ist.Namensgeber der Auszeichnung ist die englische Redewendung to blow a raspberry im Sinne von „ein Furzgeräusch mit dem Mund erzeugen“ (wörtlich „eine Himbeere blasen“). Diese stammt ursprünglich aus dem Cockney rhyming slang, einer Londoner Varietät des Englischen, in der häufig vorkommende Wörter durch Reimwörter oder -phrasen ersetzt werden. So heißt es dort statt fart („Furz“) raspberry tart („Himbeertörtchen“), was wiederum verkürzt in to blow a raspberry auftaucht. Die Geste gilt als „Ausdruck der Missbilligung oder Verachtung“.Hinter dem Preis steht die Golden Raspberry Award Foundation (G.R.A.F.), der 2007 mehr als 750 Filmkritiker, Journalisten und Filmschaffende aus 42 US-Staaten und mehr als zwölf Ländern angehörten. Aus Deutschland benennt die Münchner Filmwerkstatt 50 Personen, die an der Abstimmung teilnehmen.

Die 38. Golden Raspberry Awards wurden am 3. März 2018, dem Vorabend der Oscarverleihung, im kalifornischen Hollywood (Los Angeles) vergeben. Die 39. Verleihung fand am 23. Februar 2019 statt.

Halloween

Halloween (Aussprache: /hæləˈwiːn, hæloʊ̯ˈiːn/, deutsch auch: /ˈhɛloviːn/, von All Hallows’ Eve, der Abend vor Allerheiligen) benennt die Volksbräuche am Abend und in der Nacht vor dem Hochfest Allerheiligen, vom 31. Oktober auf den 1. November. Dieses Brauchtum war ursprünglich vor allem im katholischen Irland verbreitet. Die irischen Einwanderer in den USA pflegten ihre Bräuche in Erinnerung an die Heimat und bauten sie aus.

Im Zuge der irischen Renaissance nach 1830 wurden in der frühen volkskundlichen Literatur eine Kontinuität der Halloweenbräuche seit der Keltenzeit und Bezüge zu heidnischen und keltischen Traditionen wie dem Samhainfest angenommen. Bis heute werden entsprechende Mutmaßungen des Religionsethnologen James Frazer zitiert.

Seit den 1990er Jahren verbreiten sich Halloween-Bräuche in US-amerikanischer Ausprägung auch im kontinentalen Europa. Dabei gibt es deutliche regionale Unterschiede. So vermischten sich insbesondere im deutschsprachigen Raum heimatliche Bräuche wie das Rübengeistern oder Traulicht mit Halloween, genauso nahmen traditionelle Kürbisanbaugebiete wie die Steiermark oder der Spreewald Halloween schnell auf.

Heiliger Abend

Der Heilige Abend am 24. Dezember, auch Heiligabend oder Weihnachtsabend genannt, ist der Vorabend des Weihnachtsfestes; vielerorts wird auch der ganze Vortag so bezeichnet. Am Abend findet unter anderem in Deutschland, der Schweiz, in Liechtenstein und in Österreich traditionell die Bescherung statt. Als Heilige Nacht oder als Christnacht wird die Nacht vom 24. auf den 25. Dezember bezeichnet.

Jüdischer Kalender

Der jüdische Kalender (hebräisch הלוח העברי ha-lu'ach ha-iwri) ist ein Lunisolarkalender, der im Jahr 3761 v. Chr.greg. mit der Zählung beginnt. Die Monate sind wie bei einfachen Mondkalendern an den Mondphasen ausgerichtet. Neben einem Normaljahr mit 12 Mondmonaten (ordentlich 354 Tage lang) gibt es Schaltjahre mit 13 Mondmonaten (ordentlich 384 Tage lang) zur Angleichung an das Sonnenjahr. Die kalendarischen Ausnahmeregeln können zu einer Verlängerung oder Verkürzung der ordentlichen Jahreslängen um jeweils einen Tag führen.

Das jüdische Jahr beginnt heute im Herbst mit dem Tischri, der nach jüdischer Auffassung der Monat ist, in dem die Menschheit erschaffen wurde. In biblischer Zeit begann das Jahr mit dem Nisan im Frühjahr. Der Nisan ist der Monat der Erlösung, in dem die jüdischen Vorfahren aus Ägypten auszogen. Die Tatsache der Erlösung wird auch heute noch höher bewertet als die der Schöpfung, indem beim religiösen Gebrauch des jüdischen Kalenders der Nisan weiter als erster, der Tischri aber erst als siebter Monat des Jahres betrachtet wird.

Die Monatsnamen sind chaldäisch und stammen aus dem babylonischen Exil.

Late-Night-Show

Als Late-Night-Show wird eine am späten Abend ausgestrahlte Fernsehserie mit Publikum und eine Fernsehshow in spezifischem Format umschrieben. Die Bezeichnung stammt wie das Format aus den USA.

Maskenbildner

Maskenbildner (Make-up artist) ist ein Beruf im Filmkunst- und Theaterbereich, dessen Aufgabenfeld über das des Visagisten hinausreicht. Die Tätigkeit eines Maskenbildners wird im Fachjargon auch als „Maske machen“ bezeichnet, sein Arbeitsbereich „die Maske“ genannt.

Maskenbildner sind beim Film, Theater, Musical, an der Oper und überall dort beschäftigt, wo Menschen in der Öffentlichkeit ein spezielles Aussehen brauchen. Ihr Beruf ist dem des Visagisten ähnlich, aber nicht gleich: Visagisten sind insbesondere für das Schminken im Bereich Braut-, Abend-, Gala- und Laufsteg-Make-up zu finden. Natürlich gibt es dabei Ausnahmen und Überschneidungen.

Ein Maskenbildner ist üblicherweise für das Schminken und Frisieren von Darstellern beim Theater, der Oper, Musical, Film und Fernsehen zuständig. Die Tätigkeiten umfassen nicht nur das Schönschminken, sondern auch das optische Verwandeln des Darstellers in andere Gestalten, z. B. eines jungen Menschen in einen alten Menschen, in ein Monster, in eine andere Person etc.

Dazu benutzen Maskenbildner spezielles Bühnen-Make-up und teilweise auch meist selbst angefertigte Gesichts- und Körperteile, sogenannte "Prosthetiks". Sie arbeiten auch mit Modelliermasse, um beispielsweise Narben oder Wunden anzufertigen sowie weiteren Hilfsmitteln, um Menschen äußerlich zu verändern (falsche Bärte oder Glatzen). Maskenbildner sind auch für die Herstellung von Perücken, Haarteilen und Bärten zuständig sowie für das Frisieren und Pflegen dieser.

NDR Info

NDR Info ist ein vom Norddeutschen Rundfunk produziertes Hörfunkprogramm, das in den deutschen Bundesländern Hamburg, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Bremen über UKW und seit 22. November 2011 via DAB+ ausgestrahlt wird. Außerdem ist das Programm europaweit per Satellit (Astra) und weltweit als Internet-Livestream zu empfangen. Das Funkhaus befindet sich in Hamburg an der Rothenbaumchaussee. Derzeitige Programmchefin ist Claudia Spiewak.

Radikal 36

Das Radikal 36 mit der Bedeutung „Abend“ (Bild eines Mondes Radikal 74 月 halb über dem Horizont) ist eines von 31 traditionellen Radikalen der chinesischen Schrift, die aus drei Strichen bestehen. Es gibt weitere Radikalzeichen, die diesem Zeichen ähnlich sehen.

Die Siegelschrift-Form dieses Schriftzeichens lässt eine deutliche Ähnlichkeit mit dem Schriftzeichen 月 (= Mond) erkennen. Allerdings fehlt 夕 ein Querstrich. 夕 stellt also einen reduzierten Mond dar, der noch nicht so hell scheint. Die von 夕 regierten Zeichen stehen in der Regel auch in diesem Sinnzusammenhang: 夜 (= Nacht), 梦 (= Traum), 飧 (= Abendessen).

多 (duo = viel) ist ein kombiniertes Zeichen: Abenddämmerung reiht sich an Abenddämmerung. Allerdings gibt es noch eine weitere Erklärung. Demnach leitet sich 多 (= viel) von den zwei übereinanderstehenden Komponenten 肉 (= Fleisch) ab, dessen Orakelknochen-Form sehr stark dem Zeichen 夕 ähnelt. Fleisch oben und Fleisch unten = viel Fleisch = viel.

Radikal 78 歹 (= schlecht) trägt unten zwar anscheinend ebenfalls das Radikal 夕, doch haben weder Herkunft noch Bedeutung des Zeichens etwas mit diesem Radikal zu tun. In den verkürzten Zeichen 岁 (= Jahr, Lebensjahr) und 罗 (= Fangnetz) hat 夕 nur mehr eine allgemeine Unterscheidungsfunktion.

夕 fungiert bisweilen auch als Lautträger, zum Beispiel in 汐 (= Abendflut, mit drei Wassertropfen 氵als Sinnträger), 穸 (in 窀穸 = Totengrube, mit der Höhle 穴 im zweiten Zeichen als Sinnträger) und 矽 (= Silizium, mit dem Stein 石 als Sinnträger).

== Schriftzeichenverbindungen, die vom Radikal 36 regiert werden ==

Im Unicodeblock Kangxi-Radikale ist das Radikal 36 unter der Codepointnummer 12.067 (U+2F23) codiert.

== Literatur ==

Edoardo Fazzioli: Gemalte Wörter. 214 chinesische Schriftzeichen – Vom Bild zum Begriff. Marixverlag, Wiesbaden 2004, ISBN 3-937715-34-7, S. 186. Ausführliche Literaturangaben siehe Liste traditioneller Radikale: Literatur

== Weblinks ==

Xiù cai.oai.de (PDF; 1,72 MB) Erklärung von Radikal 36 auf Seite 35

Seder

Seder (hebräisch סדר, „Ordnung“) oder Sederabend ist eine zeremonielle Mahlzeit am Beginn des jüdischen Pessach-Festes.

Turnhalle

Eine Turnhalle (auch Sporthalle oder Turnsaal) ist eine gedeckte Halle oder ein entsprechend großer, hallenartiger Raum in einem Gebäude zur Ausübung verschiedener Sportarten. Träger ist oft eine Schule, die Gemeinde oder ein Sportverein.

Oft werden Schulturnhallen ebenfalls von Sportvereinen genutzt, beispielsweise durch wöchentliche Miete am Abend.

Vesper (Liturgie)

Die Vesper (lat. vespera „Abend“) ist das liturgische Abendgebet im Christentum. Im byzantinischen Ritus wird es Ἑσπερινός Hesperinós ‚abendlich‘ (von griech. ἕσπερος hésperos ‚Abend‘) genannt.

Hochfeste und Sonntage beginnen liturgisch bereits am Vorabend; die Vesper am Vorabend wird dann erste Vesper genannt, die am Tage selbst zweite Vesper.

Westen

Westen ist eine der vier Haupthimmelsrichtungen. Das Adjektiv dazu ist westlich. Diese Richtung weist parallel zum Äquator, entgegen der Drehung der Erde, also in Richtung Sonnenuntergang. Daher wird in vielen Sprachen Untergang mit Westen gleichgesetzt (siehe auch Okzident und Abendland).

Poetische bzw. nicht mehr gebräuchliche Sprechweisen für Westen sind: Abend oder gen Sonnenuntergang. Hinsichtlich des Westwindes ist gebräuchlich: Es weht ein West oder ein heftiger West.

ZDFneo

Der Fernsehsender ZDFneo hat am 1. November 2009 den ZDFdokukanal ersetzt. Er versteht sich als eine öffentlich-rechtliche Programmalternative für 25- bis 49-Jährige. Das Durchschnittsalter der Zuschauer liegt allerdings bei 60 Jahren.

Abschnitte eines Sonnentages

DämmerungMorgenröteSonnenaufgang | Morgen | Vormittag | Mittag | Nachmittag | Abend | SonnenuntergangAbendrotDämmerung | Nacht | Mitternacht

In anderen Sprachen

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